Finanzen Irrer Börsenwert: Der Apple ist faul

19:26  05 januar  2022
19:26  05 januar  2022 Quelle:   wiwo.de

Das Tor zum Metaverse: Apple baut schon lange daran

  Das Tor zum Metaverse: Apple baut schon lange daran Das Metaverse soll die nächste Evolutionsstufe des Internets werden. Unternehmen wie Facebook, Microsoft und Epic haben erste Pläne angekündigt. Apple werkelt derweil schon seit Jahren an seinem eigenen Ökosystem – erste Hardware wird 2022 erwartet. © Martin Hayek; iDropNews Apple-Glass-Konzept. Während Mark Zuckerberg den Begriff Metaverse für seinen Konzern und die eigene Plattform zu vereinnahmen versucht, arbeiten andere Unternehmen schon lange an entsprechenden Lösungen, die indes eher als Augmented oder Mixed Reality verstanden werden.

Hinter dem gigantischen Börsenwert des US-Konzerns stecken Fonds und ein mächtiger Indexanbieter. Ein Fall für stärkere Kontrolle.

Apple ist an der Börse erstmals drei Billionen US-Dollar (2660 Milliarden Euro) wert. © dpa Apple ist an der Börse erstmals drei Billionen US-Dollar (2660 Milliarden Euro) wert.

Ein historisches Ereignis feierte die US-Börse gleich an ihrem ersten Handelstag 2022. Apple war da zeitweise mehr als 3000 Milliarden Dollar wert – eine Summe, die das Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens übersteigt.

Für die erste Billion brauchte Apple noch 38 Jahre, für die zweite nur zwei, und die dritte Billion wurde in 14 Monaten erreicht.

Ein Treiber hinter dem Erfolg: Der populäre Index MSCI World des gleichnamigen US-Finanzkonzerns MSCI. Der ist die Grundlage vieler Index- und Aktienfonds. Meist am Monatsanfang überweisen Millionen Sparer weltweit Geld von ihren Girokonten direkt in diese Anlagen, so auch am 3. Januar. Etwa fünf Prozent jeder Einzahlung gehen dann direkt in die Apple-Aktie, die stieg prompt.

Das Ende der Tech-Rally?

  Das Ende der Tech-Rally? Die drei wertvollsten Unternehmen - Apple, Microsoft und Alphabet - der Welt haben in den vergangenen zwölf Monaten einen Wertzuwachs von über zwei Billionen Euro verzeichnet. Betrachtet man den Börsenwert, steht der iPhone-Hersteller mit einer Bewertung von knapp drei Billionen US-Dollar an der Spitze. Darauf folgen Softwareentwickler Microsoft (2,75 Billionen Dollar) und Google-Eigentümer Alphabet (1,96 Billionen Dollar). Wenig verwunderlich scheint, dass alle genannten Konzerne im Technologie-Sektor angesiedelt sind. Die Rally im Tech-Bereich verhalf den großen Mitspielern zu hohen Bewertungen.

Mit rund 1500 Aktien im Depot täuscht der Indexanbieter eine weltweite Streuung vor. Doch 65 Prozent stecken in US-Aktien. Allein Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Tesla und Meta kommen zusammen auf 16 Prozent. „Land and Expand“ betitelt MSCI seine Geschäftsstrategie – angelehnt an Methoden der Kolonialisierung. Europäische Indexanbieter haben dem wenig entgegenzusetzen. Wenn sich Bundeskartellamt und Finanzaufsicht Big Tech vornehmen, dürfen sie diese Macht dahinter nicht übersehen.

Mehr zum Thema: Tim Cook hat in zehn Jahren als Apple-Chef mit beispielloser Härte eine gigantische Geldmaschine geformt. Nur die Kartellbehörden könnten den Quasimonopolisten noch ausbremsen – und China.

Aldi Nord verkauft erneuerte Apple-Produkte .
Bei Aldi Nord bietet sich nächste Woche ein wahres Schnäppchen: Eine Apple Watch lässt sich dort wesentlich günstiger erwerben als etwa auf Amazon. Das steckt dahinter.In den Prospekten von Aldi Nord werden derzeit Smart Watches angeboten, bei denen es sich offenbar um Apple Watches handelt.

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