Finanzen Habeck: Unabhängiger werden von Rohstoffimporten

12:55  13 januar  2022
12:55  13 januar  2022 Quelle:   msn.com

„Drastischer Rückstand“: Deutschland wird Klimaziele laut Habeck verfehlen

  „Drastischer Rückstand“: Deutschland wird Klimaziele laut Habeck verfehlen Bald sollen 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien bezogen werden.Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP biete aber „viele Möglichkeiten“, um künftig nachzubessern, sollten die einzelnen Sektoren wie Verkehr, Landwirtschaft oder auch Energie ihre CO2-Minderungsziele verfehlen, erklärte Habeck. Alle Ministerien hätten den „gemeinsamen Willen“, die Erderhitzung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen und damit die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

Angesichts steigender Energiepreise muss Deutschland aus Sicht des Klimaschutzministers Robert Habeck (Grüne) unabhängiger von Rohstoffimporten werden.

Der neue Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) bei seiner ersten Rede im Bundestag. © Michael Kappeler/dpa Der neue Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) bei seiner ersten Rede im Bundestag.

Dafür müssten die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne deutlich schneller ausgebaut werden, machte Habeck am Donnerstag bei seiner ersten Rede im Bundestag klar. Habeck sprach von einem weltweiten «Hunger» nach den fossilen Energien Gas, Öl und Kohle. Dies treibe die Preise nach oben. Er verwies auf die geplante Entlastung der Stromkunden durch die Abschaffung der EEG-Umlage ab 2023 sowie eine «faire Umlage» des CO2-Heizkostenaufschlags zwischen Mietern und Vermietern.

Habeck balanciert zwischen großem Anspruch und gedämpfter Hoffnung

  Habeck balanciert zwischen großem Anspruch und gedämpfter Hoffnung Berlin. Robert Habeck, 52 Jahre alt und promovierter Literaturwissenschaftler, steht als erster Grüner an der Spitze des Wirtschaftsministeriums. Die Aufgaben sind immens groß, Habecks Anspruch auch. Er will Großes bewegen - und wirkt doch nach den ersten vier Wochen im Amt nur verhalten optimistisch. © Bernd Von Jutrczenka Mit Robert Habeck steht erstmals ein Grüner an der Spitze des Wirtschaftsministeriums. Für Theater muss Zeit sein, auch wenn Robert Habeck sie eigentlich nicht hat. Seit knapp vier Wochen ist der 52-Jährige als neuer Wirtschafts- und Klimaminister vereidigt, der erste Grüne in diesem Amt.

Mittelfristig sei die beste Strategie, sich von fossilen Energien unabhängig zu machen. Das biete auch enorme Chancen für Innovationspotenziale der deutschen Wirtschaft und den Wohlstand.

Habeck hatte umfassende Sofortmaßnahmen angekündigt, damit Klimaziele erreicht werden können. So sollen die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne stark ausgebaut werden. Bis Ostern solle das Kabinett ein erstes Gesetzespaket beschließen.

Der Minister kündigte erneut auch Anstrengungen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren an. Es dauere im Schnitt sechs bis acht Jahre, um ein Windrad zu genehmigen. «Da muss man jetzt nicht besonders helle sein oder in Mathematik in der Schule aufgepasst haben, um zu merken, dass das nicht funktionieren kann.»

Deutschland Um grüne Energieprojekte in der "gigantischen" Bemühungen zu beschleunigen

 Deutschland Um grüne Energieprojekte in der Deutschlands Klima- und Energieminister Robert Habeck am Dienstag, der in den kommenden Jahren drastisch erneuerbare Energieprojekte drastisch aufstreben, um zu sagen, dass das Land einer "gigantischen" Aufgabe konfrontierte, um den Klimaschutz zu erfüllen Tore. © Ina Fassbender Deutschland wird mehr Land für Windturbinen ablehnen TOP Economy Carbon Neutral bis 2045.

Die Umstellung der Wirtschaft - etwa der Stahlbranche - auf CO2-freie Produktionsverfahren brauche große Mengen Wasserstoff und entsprechende Technologie. Er wolle nicht über die Schwierigkeiten klagen, sondern die Chancen für Verbesserungen sehen, betonte Habeck. Dabei wolle er einen Stil der Zusammenarbeit pflegen. «Am besten wäre es, wenn die gewinnen würden, die die besten Konzepte am schnellsten umsetzen und nicht den anderen das Leben möglichst schwer machen.»

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Julia Klöckner (CDU), erklärte: «Wir bieten Ihnen als Opposition eine konstruktive, eine kritische Zusammenarbeit an.» Sie warf Habeck aber vor, bei seinen Klimaschutzbemühungen die Belange von Wirtschaft und Unternehmen hintan zu stellen, und sprach von «grüner Planwirtschaft». Klöckner verlangte: «Wo Wirtschaftsminister drauf steht, muss auch Wirtschaftsminister drin sein.» Zudem müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden. «Machen Sie Wirtschaftspolitik zur Chefsache.»

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