Finanzen Leverkusener Konzern: Covestro will keine Kündigungen bis 2028

20:31  14 januar  2022
20:31  14 januar  2022 Quelle:   ksta.de

Leverkusener Chemiekonzern: Covestro kauft grünen Wasserstoff in Australien

  Leverkusener Chemiekonzern: Covestro kauft grünen Wasserstoff in Australien Damit will das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen massiv verringern.Die Lieferungen von FFI könnten sich auf bis zu 100.000 Tonnen grünem Wasserstoff und Wasserstoffverbindungen wie etwa Ammoniak pro Jahr belaufen. Erste Lieferungen soll es ab dem Jahr 2024 geben. Zum Vergleich: Die deutsche Chemieindustrie benötigt nach Angaben des Branchenverbandes VCI jährlich gut eine Million Tonnen Wasserstoff, hieß es 2020 in einem Positionspapier.

Beim Leverkusener Chemiekonzern Covestro wird es bis Ende 2028 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das ist Bestandteil einer Betriebsvereinbarung, auf die sich der Covestro-Vorstand und der Gesamtbetriebsrat verständigt haben, wie das Unternehmen am Freitag in Leverkusen mitteilte.

Zentrale von Covestro in Leverkusen © Ralf Krieger Zentrale von Covestro in Leverkusen

Standorte in Leverkusen, Dormagen und Krefeld

Die neue Gesamtbetriebsvereinbarung beinhaltet demnach ein breites Maßnahmenbündel, das die Beschäftigung an den deutschen Covestro-Standorten langfristig sichern soll, sowie ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten, der Konzernzentrale mit Sitz in Leverkusen sowie Investitionen in Deutschland. Covestros bedeutendste Standorte in Deutschland sind neben Leverkusen noch Dormagen im Rhein-Kreis Neuss und Krefeld-Uerdingen.

Kündigungen, Insolvenzen, Preise: Bei diesen Energieversorgern gibt es derzeit Probleme

  Kündigungen, Insolvenzen, Preise: Bei diesen Energieversorgern gibt es derzeit Probleme Die Strom- und Gaspreise sind zuletzt drastisch gestiegen.Diese Preiserhöhungen sind deshalb so bedeutend, weil die Rhein-Energie Kölns Grundversorger ist. Verbraucher, deren Lieferverträge gekündigt werden oder deren Anbieter Insolvenz anmelden, gehen zunächst automatisch an die Rhein-Energie über – zu den dort geltenden Konditionen. Etliche zehntausend Haushalte waren in der Region zuletzt betroffen.

Zuletzt hatten im Herbst vergangenen Jahres Berichte über den möglichen Abbau von bis zu 1700 Stellen – davon mehr als 900 in Deutschland – für Unruhe im Unternehmen gesorgt. Covestro hat seinen Sitz in Leverkusen.

Steilemann im KStA-Interview

Doch sagte Covestro-Chef Markus Steilemann im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, die Zahl der tatsächlich abzubauenden Stellen werde unter Umständen geringer ausfallen als ursprünglich hochgerechnet.

Etwaige Personalabbaumaßnahmen sollen nach Unternehmensangaben sozialverträglich, freiwillig und im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden erfolgen, etwa durch Aufhebungsverträge oder Vorruhestandsregelungen.

„Die neue Zukunftssicherungsvereinbarung ist dabei ein wichtiges Signal an die Mitarbeitenden, dass sich Zukunfts- und Effizienzsicherung nicht gegenseitig ausschließen“, sagte Covestro-Vorstand und Arbeitsdirektor Thomas Toepfer der Deutschen Presse-Agentur. (mit dpa)

VW-Dieselklagen: 2022 noch viel Arbeit für Anwälte und BGH .
Viele Verfahren sind außergerichtlich beigelegt. Doch der Nachhall der Abgasaffäre wird auch im neuen Jahr klagende Verbraucher und Investoren sowie Juristen in den Autokonzernen beschäftigen.Bei Volkswagen, wo «Dieselgate» vor über sechs Jahren seinen Anfang genommen hatte, erwarten Verbraucher und Konzernjuristen ab Februar weitere Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH).

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