Finanzen Zinssorgen belasten DAX zum Wochenschluss kräftig

22:20  21 januar  2022
22:20  21 januar  2022 Quelle:   finanzen.net

Dax fällt vor US-Jobzahlen

  Dax fällt vor US-Jobzahlen Vor neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag Verluste verzeichnet. Am frühen Nachmittag werden die US-Daten für Dezember veröffentlicht. Von ihnen erwarten sich die Börsianer weiteren Aufschluss über die Lage der Beschäftigung sowie über Löhne und Gehälter. Sollten die Zahlen die Erwartungen übertreffen, könnten die zuletzt wieder hochgekochten Zinssorgen zunehmen und auf die Aktienkurse drücken. Die Sorge umVon ihnen erwarten sich die Börsianer weiteren Aufschluss über die Lage der Beschäftigung sowie über Löhne und Gehälter. Sollten die Zahlen die Erwartungen übertreffen, könnten die zuletzt wieder hochgekochten Zinssorgen zunehmen und auf die Aktienkurse drücken.

Aktienanleger blieben angesichts der Ungewissheit über das Tempo der geldpolitischen Straffung in den USA nervös.

Thomas Lohnes/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images

Der DAX büßte zum Start am Freitag 1,37 Prozent auf 15.694,82 Punkte ein und ging noch weiter in die Knie. Zeitweise fiel das Börsenbarometer sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 15.500 Zählern. Zum Handelsende verlor der DAX noch 1,94 Prozent auf 15.603,88 Einheiten.

Zinssorgen lasten schwer


Video: Ölpreis für Sorte Brent auf höchstem Stand seit 2014 (AFP)

Die hohe Inflation könnte die US-Notenbank zwingen, schneller und stärker zu agieren als erwartet. Problematisch könnte das irgendwann für höher verschuldete Unternehmen werden. Zudem zehrt der Druck durch höhere Kosten für Material und Löhne an den Gewinnmargen der Unternehmen.

Kleiner Verfallstag

Den Markt etwas beeinflussen könnte am Freitag auch der kleine Verfall an den Terminmärkten. Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners verwies allerdings darauf, dass der Januar-Verfall zu den kleineren Verfallterminen zähle und die Auswirkungen auf die Kursentwicklung begrenzt bleiben sollten. Beim Dax seien die größten auslaufenden Positionen auch zu weit vom aktuellen Indexstand entfernt sind, um die Kurse nachhaltig zu bewegen.Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

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Kursschwankungen verunsichern Anleger auf der ganzen Welt. Gleich mehrere Faktoren sorgen für einen angespannten Finanzmarkt. Welche Branchen sind betroffen und sind die Aussichten wirklich so düster?Taten Notenbanken wie die amerikanische Fed und die Europäische Zentralbank den rasanten Anstieg der Inflation im vergangenen Jahr noch als vorübergehendes Phänomen ab, laufen sie nun der Entwicklung hinterher. Investoren und Anleger fürchten daher eine Hektik der Zentralbanken. Aber auch die - abseits möglicher Überreaktionen - notwendige Straffung der Geldpolitik müssen sie erst noch verdauen.

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