Finanzen Verlustserie fortgesetzt: DAX rauscht ab

18:06  24 januar  2022
18:06  24 januar  2022 Quelle:   finanzen.net

Dax-Gewinn bröckelt trotz starker Vorgaben

  Dax-Gewinn bröckelt trotz starker Vorgaben Der Dax hat am Mittwoch an seine Vortagsgewinne angeknüpft. Zum Handelsstart gelang sogar der Sprung über die Marke von 16.000 Punkten. Allerdings bröckelten die Gewinne dann etwas ab, so dass trotz guter Vorgaben der US-Börsen und aus Asien im Vormittagshandel nur noch ein kleines Plus übrig blieb. Der deutsche Leitindex notierte zuletzt noch 0,16 Prozent im Plus bei 15.967,38 Punkten. Der MDax gewann 0,54 Prozent auf 34.833,65 Zähler, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,28 Prozent auf 4293,52 Punkte.Neben der Corona-Pandemie ist die Aussicht auf steigende Zinsen ein latenter Belastungsfaktor für Aktien.

Am Montag geht es nach einem verlustreichen Wochenschluss noch tiefer nach unten.

PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images

Der DAX begann die Sitzung 0,67 Prozent niedriger bei 15.499,61 Zählern und damit unterhalb der psychologisch wichtigen 15.500er-Marke. Im weiteren Verlauf geht es nach einem Ausflug in die Nähe der Nulllinie noch tiefer nach unten: Aktuell gibt das Börsenbarometer 1,73 Prozent auf 15.333,56 Zähler nach.

Der jüngste Rutsch am deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag fortgesetzt. Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets verwies auf einen "Risiko-Mix aus geopolitischen Spannungen, einem steigenden Ölpreise und damit der Aussicht auf weiter hohe Inflationsraten und höhere Zinsen".

16.000-Punkte-Marke rückt für den DAX in greifbare Nähe

  16.000-Punkte-Marke rückt für den DAX in greifbare Nähe Zum Start in die neue Woche zeigt sich der DAX fester. © Bereitgestellt von Finanzen.net Ralph Orlowski/Getty Images Der DAX stieg mit einem Plus von 0,50 Prozent bei 15.948,90 Punkten in den Handel ein und nimmt damit die 16.000-Punkte-Marke wieder ins Visier. Aktuell tendiert das Börsenbarometer 0,43 Prozent stärker bei 15.950,95 Zählern. Video: Was passiert am großen Verfallstag an den Börsen? (dpa afx) Anhaltende Inflations- und Zinssorgen sowie die Geschäftsberichte der Unternehmen dürften zunächst den weiteren Kurs an den Aktienmärkten bestimmen.

Konflikt zwischen Ukraine und Russland wird zur Belastung

Immer mehr zum Belastungsfaktor für die Märkte wird der drohende militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Angesichts der massiven Spannungen hat das US-Außenministerium mittlerweile die Familien von Diplomaten angewiesen, die US-Botschaft in Kiew zu verlassen. Eine Lösung scheint derzeit weit entfernt zu sein. "Für die Börsen bleibt eine Eskalation weiterhin ein ernst zu nehmender Risikofaktor", warnte Marktexperte Timo Emden von Emden Research.

Konjunktur, Bilanzen & US-Notenbank im Fokus

In der neuen Börsenwoche dürften die Anleger auch auf Quartalsberichte von US-Technologiekonzernen und die Ergebnisse der US-Notenbanksitzung (Fed) am Mittwoch achten. Laut den Experten der Commerzbank wird vor allem die Pressekonferenz mit Spannung erwartet, auf der Fed-Chef Jerome Powell Signale für das Tempo der Leitzinserhöhungen bekanntgeben dürfte. Zuletzt gingen die Anleger davon aus, dass die Fed wegen der hohen Inflation schneller gegensteuert als bisher gedacht.Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Zinsen, Inflation, Ukraine-Krise: Gefahr für Finanzmarkt? .
Kursschwankungen verunsichern Anleger auf der ganzen Welt. Gleich mehrere Faktoren sorgen für einen angespannten Finanzmarkt. Welche Branchen sind betroffen und sind die Aussichten wirklich so düster?Taten Notenbanken wie die amerikanische Fed und die Europäische Zentralbank den rasanten Anstieg der Inflation im vergangenen Jahr noch als vorübergehendes Phänomen ab, laufen sie nun der Entwicklung hinterher. Investoren und Anleger fürchten daher eine Hektik der Zentralbanken. Aber auch die - abseits möglicher Überreaktionen - notwendige Straffung der Geldpolitik müssen sie erst noch verdauen.

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