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FinanzenAbsatzkrise: Das China-Problem der deutschen Autoindustrie

19:10  12 september  2019
19:10  12 september  2019 Quelle:   zeit.de

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Die deutschen Autobauer haben nach Jahren der Rekordmeldungen derzeit wenig zu feiern. Dudenhöffer: Autoindustrie vor "tiefer Krise". Die beiden Branchenverbände China Passenger Car Deutsche Autobauer vor Berg von Problemen . China stand demnach zuletzt für mehr als ein Viertel

Die deutschen Hersteller verzeichneten mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent vor den Auch China bereite Sorgen "In China sind die deutschen Autokonzerne trotz der aktuellen Marktschwäche Bratzel: Deutsche Autoindustrie mit enormen Problemen . Düstere Geschäftszahlen von Daimler

Absatzkrise: Das China-Problem der deutschen Autoindustrie © Visual China Group/​Getty Images Ein VW in den Straßen von Jinan, China. Vor allem das Geschäft in China, das für die deutsche Autoindustrie lange der wichtigste Wachstumsmarkt war, entwickelt sich schlecht.

Seit Jahren geht es abwärts mit den Autokonzernen. Zu den Imageproblemen durch den Dieselskandal und die verzögerte Elektrowende kommt jetzt eine echte Absatzkrise hinzu.

Die Probleme der deutschen Autoindustrie gleichen derzeit den Köpfen der Hydra: Schlägt man einen ab, wachsen zwei neue nach. Darüber kann nicht einmal die glitzernde IAA-Show in Frankfurt hinwegtäuschen. Die Schwierigkeiten der Branche sind auf der Automesse offen sichtbar wie sonst nirgends.

Trump bleibt im Handelsstreit mit China knallhart

Trump bleibt im Handelsstreit mit China knallhart Zur Entschärfung ihres Handelskriegs haben die USA und China neue Verhandlungen vereinbart. Anfang Oktober soll es in Washington neue direkte Gespräche geben, die ab Mitte September auf Arbeitsebene vorbereitet werden. Darauf hätten sich die Chefunterhändler beider Seiten in einem Telefongespräch am Donnerstag verständigt, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch bekräftigt, in dem seit mehr als einem Jahr andauernden Konflikt nicht nachgeben zu wollen - selbst wenn darunter die amerikanische Wirtschaft leiden sollte.

Das China - Problem der Autoindustrie in Deutschland ist einer Studie zufolge weit größer als bislang angenommen. Insgesamt exportierte die deutsche Automobilbranche im Jahr 2015 laut der Studie Fahrzeuge und Fahrzeugteile im Wert von 18,2 Milliarden Euro nach China.

Die Krise der deutschen Autoindustrie erfasst nun auch Europas größten Fahrzeughersteller Volkswagen. „In der jetzigen Situation können wir Die Autobauer kämpfen wegen der Absatzkrise , die vor allem in den wichtigen Märkten USA, Westeuropa und Japan herrscht, gegen Überkapazitäten.

"Wir schlittern nicht in die Krise hinein, sondern befinden uns mittendrin", sagte dort in dieser Woche Elmar Degenhart, der Vorstandsvorsitzende von Continental, einem der weltweit größten Automobilzulieferer. "Es hilft nicht mehr, die Dinge schönzureden." Man könne mittelfristig betriebsbedingte Kündigungen "als letztes Mittel nicht ausschließen". Die konjunkturelle Entwicklung der Branche sei das größte Problem.

Angefangen hat dieser Niedergang mit dem Dieselskandal vor vier Jahren, der eine grundsätzliche Debatte über Abgase und Klimaschädlichkeit der deutschen Fahrzeuge nach sich zog. Das Ganze mündet gerade in einer hitzigen Diskussion über den Sinn und Unsinn der verbrauchsstarken SUV, die den Konzernen bis heute ihre guten Geschäfte sichern.

Studie: Für junge Deutsche ist das Auto kein Statussymbol mehr — Wichtiger sind Umweltwerte und digitale Vernetzung

Studie: Für junge Deutsche ist das Auto kein Statussymbol mehr — Wichtiger sind Umweltwerte und digitale Vernetzung Weniger Deutsche interessieren sich für den Kauf eines Autos. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom. 40 Prozent sagen, dass für sie das Auto an Bedeutung verlieren wird. Das Auto verliert das Merkmal als Statussymbol. Umweltwerte und Vernetzung werden wichtiger. Mehr Artikel von Business Insider findet ihr hier. Die Mobilität verändert sich drastisch. E-Scooter fahren auf Straßen und Wegen, Uber ist in Deutschland angekommen. Automobilhersteller wie BMW, Daimler und Volkswagen (VW) bieten Carsharing-Modelle an und etablieren eigene E-Auto-Marken.

Peugeot überlässt seiner deutschen Tochter Opel die Bühne, mit Honda ist nur ein einziger Der Veranstalter der Messe, der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA), scheint das Problem erkannt zu Autobranche: Mit Vollgas in die Absatzkrise . BMW hat seinen Absatz steigern können.

Investoren aus China könnten laut Einschätzung eines Experten bald im großen Stil nach finanziell „Die Chinesen sind auf Investitionstour, ihre Kriegskasse ist voll und die Absatzkrise der Aus ihrer Sicht sind die Überkapazitäten ein Problem der Branche. Die Aufgabe der Kommission sei es, in

Verkauf in China läuft schlecht

Hinzu kommt der Rückstand der deutschen Hersteller in der Elektromobilität. Die großen Marken haben den Wandel zu spät, dafür aber jetzt umso drastischer eingeleitet, sodass er die deutschen Zulieferer kalt erwischt. Zu stark ist deren Produktion auf Teile für den Verbrennungsmotor ausgerichtet, die aber immer weniger gefragt sind. Die Abwärtsentwicklung der Branche spiegelt sich eindrucksvoll in den Börsenkursen der drei großen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen wider: Seit 2018 verloren die Aktien deutlich an Wert.

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Zu den strukturellen Problemen kommen jetzt konjunkturelle hinzu. Im Ausland werden tendenziell immer weniger deutsche Autos gekauft. "Die Bilanz der ersten Jahreshälfte fällt auf den internationalen Automobilmärkten überwiegend negativ aus", teilte im Sommer der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. In den großen Absatzregionen China, USA und Europa seien weniger Fahrzeuge verkauft worden als im ersten Halbjahr 2018. Auch in Russland und Indien sei die Nachfrage schwächer.

"Für Smart haben wir einen guten Partner gefunden"

Daimler-Vertriebvorstand Britta Seeger über die Bedeutung Chinas, den Autoverkauf über das Internet, neue SUVModelle sowie die Zukunft der kleinsten Daimler-Marke! Frau Seeger, mit BAIC ist nun ein zweiter Großinvestor aus China bei Daimler eingestiegen. Wie wichtig ist der chinesische Markt für Mercedes? Wir freuen uns sehr, dass unser langjähriger Partner BAIC nun auch ein langfristig orientierter Investor von Daimler ist. China ist seit Jahresbeginn erneut unser größter Absatzmarkt. Das zeigt, wie wichtig der Markt für uns ist, und wir werden hier gemeinsam mit den lokalen Händlern noch weiter wachsen.

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Die deutsche Autoindustrie rechnet im kommenden Jahr mit einem deutlichen Wachstum. Weltweit dürften die deutschen Hersteller fast 15 Millionen Grund für das erwartete Wachstum ist die hohe Nachfrage aus China und den USA. Chinas gesamte Nachfrage nach Pkw soll um sieben Prozent

Vor allem das Geschäft in China, das für die deutschen Herstellern lange der wichtigste Wachstumsmarkt war, entwickelt sich schlecht. Der Absatz dort ist auch im August um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Zahlen gingen innerhalb von 15 Monaten zum 14. Mal zurück. Von dieser Entwicklung sind aber nicht allein die deutschen Hersteller betroffen, sondern genauso die chinesischen Marken.

Stefan Reindl ist Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft. "Von China geht momentan das stärkste negative Signal aus, weil es der weltweit größte Absatzmarkt ist", sagt er. Die Wachstumsraten seien abgeschmolzen, die Wirtschaft dort lege insgesamt nicht mehr so schnell zu wie noch vor einigen Jahren. Hinzu komme, dass "China mittlerweile ähnliche Probleme zu spüren bekommt wie andere Industrienationen auch", vom Verkehrskollaps bis hin zu Abgasproblemen in den Städten. Viele Provinzregierungen würden deshalb eine restriktive Politik fahren bei der Neuzulassung von Fahrzeugen. Und das wirke sich auf die Industrie im Moment deutlich aus.

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Hongqi aus China feiert IAA-Premiere Die chinesische Automarke Hongqi ist erstmals auf der(Publikumstage: 12. bis 22. September) vertreten. Während viele Hersteller der Frankfurter Messe in diesem Jahr fern geblieben sind, hat die asiatische Luxusmarke zwei Autos mit in die Mainmetropole gebracht. © Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn Der Hongqi-Geländewagen E115 spielt in einer Liga mit potenten Edel-SUVs wie Bentley Bentayga oder BMW X7. Auf dem Hongqi-Messestand steht der Supersportwagen S9, der dank der Kombination eines vier Liter großen V8-Motors mit einem E-Antrieb dem Hersteller zufolge auf 1029 kW/1400 PS kommt.

Das China - Problem der deutschen Top-Konzerne. Veröffentlicht am 03.09.2012 | Lesedauer: 7 Minuten. Und gerade der Handel mit China ist dabei inzwischen zum entscheidenden Faktor geworden. So hat sich der Anteil Chinas an den deutschen Exporten seit Beginn des Jahrhunderts

Im Werk München seien 3500 Mitarbeiter davon betroffen und in Salzgitter 1800. „Wir müssen unsere Produktion der Nachfrage anpassen“, sagte Nielsen. Bei der Bundesagentur für Arbeit sei die Maßnahme für die erste Jahreshälfte 2013 beantragt.

Wie dauerhaft dieser Abwärtstrend in China ist, kann auch Reindl schwer voraussagen. Die Zentralregierung in Peking habe der restriktiven Politik in den Provinzen bereits entgegengewirkt und Neuzulassungen weniger streng reguliert. Denn: "Chinas Volkswirtschaft ist inzwischen auch massiv von der Automobilindustrie abhängig", sagt der Professor für Automobilwirtschaft. Schließlich produzierten unter anderem auch die deutschen Hersteller innerhalb von Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen ihre Autos vor Ort.

Wer aber weniger Autos verkauft, macht in der Regel auch weniger Gewinn. Das schwächt die großen Hersteller in einer Zeit, in der sie Spielraum für Innovationen und den Wandel hin zur Elektromobilität bräuchten. Immerhin macht sich dieser Wandel noch nicht so sehr in den Absatzzahlen bemerkbar. Selbst in China, das den höchsten Fahrzeugbestand an Elektroautos aufweist, machen diese bei den Neuzulassungen bisher erst rund fünf Prozent aus. Doch das soll sich ändern: "China wird langfristig eine große Rolle in der Elektromobilität spielen", sagt der Autoexperte Reindl. "Schon jetzt könnten die deutschen Hersteller dort deutlich mehr verkaufen, wenn sie dahingehend eine breitere Produktpalette hätten." Die Volumina aber seien derzeit noch nicht so groß, dass sie sich auf die Gesamtzahlen merklich auswirkten.

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Die Deutschen sind in Autokauf-Laune wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die meisten haben genaue Vorstellungen, welcher Wagen es sein soll. Das trifft vor allem die deutsche Autoindustrie . BMW, Mercedes und VW haben im ersten Halbjahr knapp 2,15 Millionen ihrer Fahrzeuge in China verkauft.

Die Absatzkrise der Autoindustrie in Europa hat sich abermals verschärft, und der staatliche Einfluss auf die Branche nimmt zu. Doch inzwischen haben viele Schwellenländer so hohe Einfuhrhürden in Form von Zöllen errichtet, dass die Hersteller ihre Autos für Märkte wie Brasilien oder China , aber

Eine Vielzahl von Problemen

Und trotzdem ist der Wandel seit einigen Monaten in Deutschland deutlich spürbar, vor allem bei den eingangs erwähnten Zulieferern. Auch diese plagen sich an mehreren Fronten ab. ZF Friedrichshafen, neben Continental und Bosch einer der größten Zulieferer, äußert sich pessimistisch zu den Aussichten für die kommenden Jahre. Die handelspolitischen Konflikte, der Technologiewandel zur E-Mobilität und die Digitalisierung überlagerten sich derzeit, sagte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider auf der IAA. Man gehe davon aus, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren "keine Besserung geben wird".

Der Mitbewerber Hella kann sich der Schwäche an den Automärkten ebenfalls nicht entziehen. Firmenchef Rolf Breidenbach spricht von zahlreichen Herausforderungen: "Wir müssen lernen, in einem sich konsolidierenden oder vielleicht schrumpfenden Markt Geschäfte zu machen." Und Schaeffler-Vorstand Klaus Rosenfeld ergänzte, man dürfe sich nichts vormachen, vor allem was den Abbau der Beschäftigten in den Zulieferbetrieben angehe. "Der Elektroantrieb braucht weniger Teile."

Es ist diese Vielzahl an Problemen, die der Branche gerade zu schaffen macht. Entwicklungen wurden verpasst und eine Strategie verfolgt, die sich jetzt, in wirtschaftlich schwachen Zeiten, rächt. Doch wie kommt die Branche aus dieser misslichen Lage wieder heraus? Im Mythos besiegte Herkules die Hydra, indem er ihr das unsterbliche Haupt abschlug und es vergrub. Aber so lassen sich die Probleme eben nur im Mythos lösen.

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Für die deutschen Autobauer und die Zulieferer ist das besonders gut, denn sie sind anders als die „Der Erfolg in China ist für die Autoindustrie Fluch und Segen zugleich“, sagt Autoexperte Stefan Bratzel. „Einerseits profitieren gerade die deutschen Hersteller von der unglaublichen Nachfrage.

Noch bis vor einigen Monaten schien die deutsche Autoindustrie immun gegen die Absatzkrise in Europa zu sein. Volkswagen, Daimler und BMW meldeten dank des guten Geschäfts in China und Amerika neue Absatzrekorde und hohe Gewinne. Doch mit der Unverwundbarkeit der Deutschen

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