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Finanzen Anlagestrategie: „Noch nie war Geldanlage so einfach wie heute“ – So gehen Experten mit den Niedrigzinsen um

00:00  21 september  2019
00:00  21 september  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Bundesminister und Experten stellen Nationales Krebspräventionszentrum vor

Bundesminister und Experten stellen Nationales Krebspräventionszentrum vor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Forschungsministerin Anja Karliczek (beide CDU) und Krebsexperten stellen heute in Berlin das neue Nationale Krebspräventionszentrum vor (14.00 Uhr). Dabei war auch der Aufbau eines Nationalen Krebspräventionszentrums unter Federführung des Dkfz und der Deutschen Krebshilfe vereinbart worden. Dessen Ziel ist es, in Deutschland eine strategische Präventionsforschung auf höchstem internationalen Niveau zu etablieren. Mehr auf MSN require(["binding"], function (binding) { binding("wcVideoPlayer", "#video_player_562d6a50-ddf3-4f0d-b70d-76427e0f4810").

Dem Aufruf der „Fridays for Future“-Bewegung haben sich zahlreiche Organisationen, Parteien und Gewerkschaften angeschlossen, um fürs Klima auf die Straßen zu gehen – wie viele Menschen „ Noch nie war Geldanlage so einfach wie heute “ – So gehen Experten mit den Niedrigzinsen um .

„ Noch nie war Geldanlage so einfach wie heute “ – So gehen Experten mit den Niedrigzinsen um . heute 12:43. Kardinal Marx spricht in Rom mit Papst Franziskus über sogenannten synodalen Weg.

Businessman standing in front of projection screen. Projector reflects questions marks to screen and businessman & apos;s back. © E+/Getty Images Businessman standing in front of projection screen. Projector reflects questions marks to screen and businessman & apos;s back.

Für Anleger funktioniert die klassische Aufteilung in Zins- und Dividendenpapiere nicht mehr. Die Lösung ist im Grunde simpel, sagt ein Vermögensverwalter.

Willi Ernst bringt die Situation der Sparer auf den Punkt: „Früher gab es einen risikolosen Zins, heute gibt es zinsloses Risiko.“ Seine Firma, die Vermögensverwaltung Werther & Ernst in Bielefeld, hilft vermögenden Privatkunden, sich trotz Mini- und Minusrenditen zurechtzufinden.

Das Problem dabei: Gewohnte und über Jahrzehnte bewährte Regeln funktionieren nicht mehr. Früher bestand ein typisches Depot zu einem großen Anteil aus Anleihen, die einen regelmäßigen Zins und zugleich hohe Stabilität lieferten.

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Geldanlage: Welche Strategien sind aktuell zu empfehlen? Leser fragen, Experten antworten: Worauf ist in der aktuellen Marktlage zu achten? Unsere Finanzprofis vom Bundesverband deutscher Banken geben Antworten. © Bereitgestellt von Finanzen.net GmbH ASIF HASSAN/AFP/Getty Images von P. Gewalt und F.

Dazu kam ein Anteil von Aktien, je nach Risikobereitschaft vielleicht 30 oder 50 Prozent des Vermögens. Aber diese Aufteilung ergibt keinen Sinn mehr, wenn Anleihen wie etwa zehnjährige Titel der deutschen Regierung nur noch Minusrenditen abliefern – also sichere Verluste einbringen. Was tun?

Thomas Lehr hat dazu eine provozierende These. „Noch nie war Geldanlage so einfach wie heute“, sagt der Experte der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch in Köln. Er fährt fort: „Entweder man ist mit nominal null zufrieden, dann muss man nichts tun.

Oder man ist damit nicht zufrieden, dann kauft man Aktien.“ Nominal null, das bekommt man heute in der Regel auf dem Sparbuch oder dem Girokonto. Real, also nach Abzug der Inflation, macht man damit schon Verlust.

Motorradstiefel vor Kauf in Fahrhaltung ausprobieren

Motorradstiefel vor Kauf in Fahrhaltung ausprobieren Wer Motorradstiefel kauft, sollte beim Anprobieren auch die Fußstellung auf dem Bike imitieren. Denn die Treter sollten nicht nur beim Gehen gut sitzen, sondern dürfen auch in Fahrhaltung weder schlappen noch drücken, berichtet die Zeitschrift «Motorrad» (Ausgabe 19/2019). © Foto: Kai Remmers Bei der Anprobe im Geschäft sollten Motorradfahrer mit den Stiefeln auch jene Fußbewegungen ausprobieren, die sie während der Fahrt machen. An Ferse, Zehenspitzen und anderen Stellen sind Stiefel mitunter verstärkt.

Aktien also als Lösung des Problems? Ernst sagt: „Auch wer sehr konservativ ist, kann in Substanzwerten, also Aktien, anlegen.“ Denn die Dividendenpapiere sind im Vergleich zu Anleihen noch moderat bewertet.

Bei einem reinen Aktiendepot sind nach seiner Schätzung Renditen von sechs Prozent nach Kosten möglich, die Hälfte davon aus Dividenden, die andere aus Kursgewinnen. Bei seinen Kunden beobachtet Ernst: „Früher hatten viele einen Aktienanteil von 30 bis 40 Prozent, heute sind es eher 40 bis 50 Prozent.“

Aktien sind gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis etwas teurer als im langjährigen Durchschnitt, aber immer noch einigermaßen erschwinglich, darüber sind sich die meisten Experten einig. Axel Cron, Chefanlagestratege bei HSBC Deutschland in Düsseldorf, verweist darauf, dass die extrem niedrigen Zinsen eigentlich sogar zu „astronomischen Bewertungen“ der Aktien führen müssten, wenn man nach gängigen Rechenmodellen geht.

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Davon sind Aktien weit entfernt. Lehr weist darauf hin, dass sie gemessen am weltweiten Index MSCI mit einem KGV von rund 16 nicht zu hoch bewertet seien.

Bessere Gewinndynamik

US-Aktien sind im Durchschnitt teurer als europäische Papiere, weil die Unternehmen dort überwiegend eine bessere Gewinndynamik zeigen. Außerdem gibt es in den USA viele Tech-Aktien.

Ernst hat in seinen Depots strategisch einen US-Anteil von 35 Prozent in den Aktienbeständen, aktuell liegt er sogar etwas höher, bei 40 Prozent. Der Deutsche Aktienindex (Dax) enthält dagegen viele sogenannte zyklische Werte, wie etwa Autoaktien, die mit dem Auf und Ab der Konjunktur schwanken. Cron von HSBC findet Aktien aus Fernost – außer Japan – und aus Indien interessant. „Die Unternehmen dort wachsen wie in den USA, sind aber deutlich billiger“, sagt er.

In der neuen Depotstruktur müssen also Aktien bis zu einem gewissen Grad die Rolle mit übernehmen, die früher Anleihen hatten. Dabei scheint nahezuliegen, Papiere mit einer hohen Dividendenrendite zu wählen, die – ähnlich wie früher Anleihen – regelmäßige Ausschüttungen bieten. Manche dieser Aktien, etwa aus dem Autobereich, sind aber besonders zyklisch. Außerdem entstehen sehr hohe Dividendenrenditen manchmal auch dadurch, dass Anleger einer Aktie misstrauen, sie abstoßen und so den Kurs drücken.

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Einige Experten empfehlen daher für den möglichst stabilen Anteil im Depot sogenannte nichtzyklische Konsumwerte. Bekannte Beispiele sind etwa Danone, Nestlé, Metro, Unilever, Beiersdorf und Pepsico. Ernst sagt: „Gegessen wird immer.“ Waren des täglichen Bedarfs werden auch in schwachen Zeiten viel gekauft, Autos und Luxusartikel weniger.

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Das Problem: Die Kurse dieser Aktien sind schon ganz gut gestiegen. Aber sie sollen ja auch langfristig für Stabilität und nicht so sehr kurzfristig für Gewinne sorgen. Lehr glaubt, dass sich mit diesen Werten Renditen von gut vier Prozent erwirtschaften lassen. Und er verweist auf einen weiteren Vorteil: „Sie bieten einen guten Schutz gegen Inflation.“

Denn diese Firmen haben genug Marktmacht, um steigende Preise durchzusetzen. Lehr sagt sogar: „Hier ist die Inflation dein Freund.“ Die Researchfirma Morningstar nennt als Aktienfonds für diese Branche den Morgan Stanley Global Brands Fund, für den sie aber kein Rating hat, und den Investec Global Franchise, der mit „neutral“ geratet ist.

Defensive Konsumwerte können also zu einem gewissen Grad die Funktion übernehmen, die früher Anleihen hatten. Je nach Risikoneigung werden sie durch Aktien, bei denen die Hoffnung auf steigende Kurse im Vordergrund steht, ergänzt.

Der Opel Adam als Gebrauchter

  Der Opel Adam als Gebrauchter Relive the historic career of Indianapolis Colts and Denver Broncos quarterback Peyton Manning, a.k.a. "The Sheriff".

Aber was tun Investoren, die nicht alles Geld in Aktien anlegen wollen? „Privatanleger können sich auch Bargeld in den Tresor legen, und die ersten Institutionellen fangen auch damit an“, erzählt Cron. Aber das ist natürlich keine gute Lösung.

Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ Bank, hat Anleihen noch nicht abgeschrieben. US-Staatspapiere mit zehn Jahren Laufzeit bieten zurzeit noch rund 1,8 Prozent Rendite. Sie sind allerdings mit einem Kursrisiko verbunden. Kahler hält außerdem einige Staatsanleihen aus Schwellenländern, die in harter Währung begeben werden, für interessant.

Ähnlich investiert Ernst: Er kauft Anleihen aus den USA und aus Kanada, aber zum Beispiel auch solche in Norweger-Kronen. In Kronen gibt es sogar Papiere der Europäischen Investitionsbank. Außerdem findet er einige Unternehmensanleihen interessant und nennt als Beispiele Papiere von Thyssen, K+S und Bilfinger.

Er schaut sich Papiere mit Ratings wie BB+ an, die gerade nicht mehr mit „Investmentgrade“, also guter Bonität, eingestuft und daher von vielen Großinvestoren gemieden werden. Kahler erwähnt einen weiteren wichtigen Punkt: Wer noch hochprozentige Anleihen im Depot hat, sollte sie trotz gestiegener Kurse behalten.

Anleihen spielen als Objekt der Spekulation eine Rolle, ganz anders als früher. Spekulation ist allerdings hier noch schwieriger als mit Aktien. Für Privatanleger käme allenfalls ein aktiver, kostengünstiger Rentenfonds infrage, sagt Lehr.

Solche Fonds sind nicht leicht zu finden. Morningstar nennt als Beispiele für flexible, breit streuende Anleihefonds mit positiver Bewertung den DWS Vermögensbildungsfonds R LD und den Jupiter Dynamic Bond I EUR Q Inc.

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Gold für den Notfall

Großinvestoren weichen im Niedrigzinsumfeld auch auf sogenannte alternative Investments aus. Dazu zählen Immobilien, die ein ganz eigenes Thema sind – für Privatanleger direkt oder über Fonds erreichbar. Die Ratingagentur Scope nennt für offene Immobilienfonds eine zurzeit relativ hohe durchschnittliche Rendite von 3,1 Prozent.

Sie wird allerdings vor allem von steigenden Bewertungen getrieben – es spielt also auch Spekulation eine Rolle. Beliebt sind bei Profis auch nicht an der Börse notierte Unternehmensbeteiligungen, Private Equity genannt. Sie rentieren nach Erfahrung von HSBC aber kaum besser als Aktien. Von Großanlegern wie Versicherern werden sie geschätzt, weil sie wegen der fehlenden Börsennotiz keine Wertschwankungen bilanzieren müssen.

Ein weites, nicht immer übersichtliches Feld sind Zertifikate. Ernst setzt als Beimischung sogenannte Discount-Zertifikate auf einzelne Aktien ein. Sie laufen ähnlich wie die Aktien, aber der Anleger trägt Verluste erst ab einer Schwelle, zum Beispiel 20 Prozent. Dafür sind auch die Chancen auf Kursgewinne gedeckelt.

Zum Schluss noch die Frage: Lohnt sich Gold? Ernst sieht das Edelmetall als Schutz gegen Inflation. Lehr dagegen hält es eher als Notreserve für den Fall geeignet, dass unser Währungssystem zerbricht – daher sollte man diese Reserve unabhängig vom Goldpreis behalten. Laufenden Ertrag liefert Gold freilich nicht.

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