Finanzen: Credit-Suisse-Studie: Ein Prozent der Deutschen besitzen rund 30 Prozent der Vermögen - So viel Geld braucht es, um zu den reichsten 50 Prozent der Weltbevölkerung zu gehören. - PressFrom - Deutschland

Finanzen Credit-Suisse-Studie: Ein Prozent der Deutschen besitzen rund 30 Prozent der Vermögen

23:15  21 oktober  2019
23:15  21 oktober  2019 Quelle:   handelsblatt.com

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Der Vermögensanteil des obersten Prozents in Deutschland ist höher als in anderen westeuropäischen Nationen. © dpa Der Vermögensanteil des obersten Prozents in Deutschland ist höher als in anderen westeuropäischen Nationen.

Dem „Global Wealth Report“ zufolge leben in Deutschland über zwei Millionen Millionäre. Das treibt jedoch die Vermögensungleichheit in die Höhe.

Der Veranstaltungsort war treffend gewählt: Ihre neueste Studie zum globalen Vermögen präsentierte die Credit Suisse in einem Fünf-Sterne-Hotel am Zürcher Paradeplatz – wer hier logiert, braucht das nötige Kleingeld. Dass es an Letzterem auf der Welt nicht mangelt, zeigt der „Global Wealth Report“ der Schweizer Großbank. Demnach kletterten die globalen Vermögen im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 360 Billionen US-Dollar. Doch der Wohlstand ist sehr ungleich verteilt.

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Das gilt besonders für Deutschland, wo die Studie 2,2 Millionen Millionäre zählt. „Die Vermögensungleichheit ist in Deutschland höher als in anderen westeuropäischen Nationen“, heißt es in dem Bericht. Ausgerechnet die Schweizer Großbank, die wohlhabende Kunden umgarnt, dürfte Befürwortern der Umverteilung damit neue Argumente liefern.

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So schätzen die Studienmacher, dass ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland rund 30 Prozent der Vermögen besitzt. Damit ist der Vermögensanteil des obersten Prozents in Deutschland höher als in Italien und Frankreich (22 Prozent) und Großbritannien (24 Prozent). Rund 41 Prozent der Deutschen besitzen dagegen weniger als 10.000 US-Dollar, rechnet die Credit Suisse vor. Eingerechnet sind dabei sowohl Finanzwerte als auch materielle Vermögenswerte, also etwa Immobilienbesitz.

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Weltweit betrachtet hat die Vermögensungleichheit laut Studienautor Anthony Shorrocks zuletzt abgenommen. Dem Ökonomen zufolge besitzen die unteren 90 Prozent der Bevölkerung heute 18 Prozent des Vermögens – im Jahr 2000 waren es lediglich elf Prozent. „Es scheint, als habe das Jahr 2016 den Höhepunkt der Ungleichheit markiert“, sagt Shorrocks.

Dem Ökonom zufolge begann das Jahrhundert mit einem „goldenen Zeitalter“ für den Vermögensaufbau. „Doch während der Finanzkrise brach das Vermögenswachstum ein und erreichte nie mehr das Niveau vor den globalen Verwerfungen im Finanzsystem.“

In der Finanzkrise seien China und andere Schwellenländer zu Motoren des globalen Vermögensaufbaus geworden. Die meisten Reichen gibt es aber weiter in den USA, wo die Studie allein im letzten Jahr rund 675.000 neue Millionäre zählt.

Im Nachteil sehen die Studienmacher die Millennials. Wer nach 1980 geboren wurde, sei nicht nur von der Finanzkrise kalt erwischt worden, sondern muss nun mit hohen Hauspreisen und niedrigem Einkommen kämpfen. Immerhin, einen Trost haben die Autoren für die Jungen: „Finanzielle Unterstützung durch die Eltern und Erbschaften könnten ihnen helfen.“

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