Finanzen CO2-Preis: Wie der Staat beim Emissionshandel doppelt kassiert

13:30  08 november  2019
13:30  08 november  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Vermögen der Superreichen schrumpft

  Vermögen der Superreichen schrumpft Die Reichsten der Welt verlieren einen kleinen Teil ihrer Riesen-Reichtümer. Auch in Deutschland verkleinert sich der Kreis der Milliardäre.• Auch in Deutschland sank das Vermögen, zudem verkleinerte sich der Kreis der Superreichen auf 114 Mitglieder.

Der EU- Emissionshandel (European Union Emissions Trading System, EU ETS) ist ein Instrument der EU-Klimapolitik mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen ( wie CO 2 ) unter möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken

Zur Umsetzung des CO 2 - Preises für die Bereiche Verkehr und Heizen sollen einem Gesetzentwurf zufolge mehr als 4000 Unternehmen verpflichtet werden, Verschmutzungsrechte Bei der CO 2 -Steuer kassiert der Staat , der eventuell wieder etwas zurück gibt, und wer kassiert beim Emissionshandel ?

Das Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder in Niedersachsen produzieren Strom. © dpa Das Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder in Niedersachsen produzieren Strom.

Der CO2-Preis setzt viele Unternehmen unter Druck. Entlastungen gibt es zunächst nicht. Aus Wirtschaft und Opposition kommt massive Kritik.

Es sind Unternehmer wie Lars Baumgürtel, die in diesen Tagen mit Sorge in Richtung Berlin schauen. Dort befassen sich Bundestag und Bundesrat am Freitag in erster Lesung mit dem Entwurf des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Das Gesetz regelt die Einführung der nationalen CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Wärme. Es steckt voller Tücken.

Das interessiert andere MSN-Leser: 

Audi muss jetzt auch alte Diesel zurückrufen

  Audi muss jetzt auch alte Diesel zurückrufen Audi muss jetzt auch alte Diesel zurückrufenEs hätte ein Tag mit ausschließlich guten Nachrichten werden können für Audi. Am Freitagmorgen vermeldete der Konzern ein kräftiges Absatzplus für seine Autos, im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Auslieferungszahlen um 27 Prozent zu. Wenn da nicht die Dieselkrise wäre, deren Aufarbeitung die VW-Tochter weiterhin nicht loslassen will. Neuester Akt: Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat wieder einen Rückruf für Audi-Modelle veranlasst.

Davon ist der CO 2 - Preis im europäischen Emissionshandel weit entfernt. Von 2012 bis 2018 Anders als der Emissionshandel gilt die CO 2 -Steuer auch als verhältnismäßig unbürokratisch umsetzbar. ABER: Um zu vermeiden, dass beim Emissionshandel der Markt dazu führt, dass die

Ein CO 2 - Preis , auch Kohlenstoffpreis genannt, ist ein Preis, der für Emissionen von Kohlenstoffdioxid ( CO 2 ) gezahlt werden muss. Der CO 2 - Preis dient dazu, externe Kosten der Kohlendioxidfreisetzung zu internalisieren, insbesondere die Folgen der globalen Erwärmung.

Kommentar: Kein Staat würde einseitige Abspaltung erlauben

AKK: Bundeswehr soll öfter ins Ausland

Hamburg: Flugverkehr bleibt am zweiten Streiktag gestört

Für Baumgürtel, geschäftsführender Gesellschafter der Verzinkerei Voigt & Schweitzer aus Gelsenkirchen, sind die Folgen des Gesetzes leicht auszurechnen: Wenn der CO2-Preis von zehn Euro je Tonne wie geplant 2021 eingeführt werde, verursache er zu Beginn jährliche Zusatzkosten von 200.000 Euro, sagt Baumgürtel. „2026, wenn der Preis zwischen 35 und 60 Euro schwankt, können es schon bis zu 1,2 Millionen Euro sein. Das Geld fehlt uns für Innovationen“, sagt Baumgürtel. Kompensationen kann er zunächst nicht erwarten.

Die Anlagen, die Baumgürtel betreibt, sind zu klein, um zur Teilnahme am europäischen Emissionshandel verpflichtet zu sein. Die Koalition hat aber nur den Unternehmen, die am europäischen Emissionshandel teilnehmen, zugesagt, die dort geltenden Ausnahmeregeln analog anzuwenden.

Audi muss jetzt auch alte Diesel zurückrufen

  Audi muss jetzt auch alte Diesel zurückrufen Granit Xhaka wurde nach seinem Disput mit den Fans des FC Arsenal auch die Kapitänsbinde entzogen. Trainer Unai Emery erklärt, wer die Gunners von nun an auf das Feld führen wird.

Erste Einigung beim Emissionshandel . Die EU sucht nach einer Neuordnung des Handels mit CO 2 -Verschmutzungsrechten. Da zu viele Verschmutzungszertifikate auf dem Markt sind, ist der Preis im Keller. Viel Rauch um nichts - Wie der CO 2 - Emissionshandel verpufft.

Skandal um Doppelsteuer: Wie der Staat bei Rentnern zweimal kassiert | Video verfügbar bis 18.10.2018 Info-Box: – Rente wird zunehmend versteuert, dafür

Baumgürtels Unternehmen fällt damit durch den Rost. Die Anlagen seines Unternehmens verbrauchen – verteilt auf mehrere Standorte – etwa 100 Millionen Kilowattstunden Gas und emittieren 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dafür wird er den vollen Preis zahlen.

Quer durchs Land sind Unternehmen mit hohem Energiebedarf betroffen, deren Anlagen nicht am europäischen Emissionshandel teilnehmen: Gießereien, Härtereien, kleinere Papierhersteller – oder eben eine Verzinkerei wie Voigt & Schweitzer.

Es sind industrielle Mittelständler mit ein paar Dutzend oder mehreren Hundert Mitarbeitern. Sie sorgen sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit, streichen ihre Investitionen zusammen, einzelne sehen gar ihr Unternehmen gefährdet.

Investitionen gefährdet

Ob und in welchem Umfang ihnen geholfen wird, ist offen. Im Gesetzentwurf heißt es lediglich, dass ab 2022 Beihilfen durch finanzielle Unterstützung für klimafreundliche Investitionen gewährt werden können. Eine belastbare Zusage ist das nicht.

Handelsstreit: Juncker legt sich fest: „Es wird keine US-Autozölle geben“

  Handelsstreit: Juncker legt sich fest: „Es wird keine US-Autozölle geben“ Handelsstreit: Juncker legt sich fest: „Es wird keine US-Autozölle geben“

Der Preis der Zertifikate hat sich verdreifacht. Das ändert die Klima-Rechnung des Bundes maßgeblich. Der Emissionshandel , so glaubten die Finanzbeamten bei der Erstellung des Haushaltsentwurfs noch, werde lediglich 1,21 Milliarden Euro beisteuern können.

Der Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument, mit dem das Klima geschützt werden soll. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Treibhausgas-Emissionen emissionshandelspflichtiger Anlagen werden auf eine Gesamtmenge – das sogenannte "Cap" – begrenzt und in Form handelbarer

„Seit Jahren steigende Energiekosten und jetzt obendrauf der Preis für CO2: Diese hausgemachten Belastungen sind für Unternehmen kaum zu schultern. Das gefährdet Investitionen und unsere Arbeitsplätze am Standort Deutschland, das sehen Unternehmen und Mitarbeiter als große Gefahr“, sagt Hans-Toni Junius, Vorsitzender des BDI-Mittelstandsausschusses. Junius ist im Hauptberuf mittelständischer Unternehmer in der metallverarbeitenden Industrie.

Lars Baumgürtel will allerdings nicht aufgeben. „Wir werden unsere Prozesse von Gas auf Wasserstoff umstellen. Aber das braucht Zeit und kostet Geld“, sagt er. Geld, das ihm über den CO2-Preis entzogen wird. „Wir sehen in dem CO2-Preis einen Tabubruch. Verschiedene Energieträger werden dadurch gegeneinander ausgespielt. Die Bedeutung von Erdgas für Prozesswärmeanwendungen wird unterschätzt und gleichzeitig unterstellt, die deutsche Industrie könnte zwangselektrifiziert werden“, kritisiert Baumgürtel.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte würden ausgeblendet, beklagt der Gelsenkirchener. „Die Frage, wofür Energie eingesetzt wird, spielt in den Betrachtungen der Bundesregierung offenbar keine Rolle. Der CO2-Preis funktioniert wie eine reine Input-Steuer, es findet keine Lebenszyklus-Betrachtung statt. Mit der Verzinkung verlängern wir die Lebensdauer von Produkten um Jahrzehnte, doch das bleibt völlig unberücksichtigt“, klagt er.

CO2-Preis: Wie der Staat beim Emissionshandel doppelt kassiert

  CO2-Preis: Wie der Staat beim Emissionshandel doppelt kassiert Europas größter Versicherer verdient weiter gut und wird für den Rest des Jahres sogar optimistischer. Trotzdem verliert die Aktie spürbar an Wert.

Ob ein CO 2 - Preis als Steuer oder Emissionshandel implementiert wird, ist meiner Meinung nach letztlich zweitrangig. Beide Systeme lassen sich so ausgestalten, dass sie ähnlich wirken. Der Einwand ist oft: Das eine ist marktbasiert, das andere nicht. Das ist Unsinn: Beim Emissionshandel gibt der

Intelligente Verknüpfung von CO 2 -Steuer und Emissionshandel . Dabei gäbe es durchaus Ideen, wie sich Steuer und Emissionshandel intelligent Dann allerdings müssten nicht die Verursacher Zertifikate kaufen, sondern der gesamte deutsche Staat – sprich: jeder Steuerzahler – von anderen

Aber nicht nur industrielle Mittelständler, die nicht am Emissionshandel teilnehmen, haben ein Problem. Größere CO2-Emittenten, die am europäischen Emissionshandel teilnehmen, fürchten Doppelbelastungen. Das kann die Sektoren Industrie und Energie gleichermaßen treffen.

„Konkret besteht die Gefahr, dass für Gas beim Einkauf nationale und bei der Verbrennung desselben Gases im Kraftwerk europäische Emissionshandelszertifikate erworben werden müssen. Auf dieser Basis wird niemand in neue, für die Versorgungssicherheit dringend notwendige Gaskraftwerke investieren“, sagt Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU).

Die Bundesregierung hatte in der Debatte über die Einführung eines CO2-Preises für die Sektoren Verkehr und Wärme zwar zugesagt, Doppelbelastungen verhindern zu wollen; mit dem Gesetzentwurf wird diese Zusage aber zunächst nicht eingelöst.

Dem Entwurf ist anzusehen, dass er mit heißer Nadel gestrickt wurde. Bei nur 23 Paragrafen enthält das Gesetz 13 Verordnungsermächtigungen. Wichtige Fragen bleiben damit zunächst ungeklärt. In einigen Fällen ist der gute Wille des Gesetzgebers herauszulesen, noch für Entlastungen zu sorgen. In anderen Fällen bleiben die in Aussicht gestellten Kompensationen nur sehr vage formulierte Kann-Bestimmungen.

Versicherer: Allianz verdient erneut eine Milliarde Euro im Monat - die Blitzanalyse

  Versicherer: Allianz verdient erneut eine Milliarde Euro im Monat - die Blitzanalyse Versicherer: Allianz verdient erneut eine Milliarde Euro im Monat - die BlitzanalyseDer Versicherer Allianz hat am Freitagmorgen seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt.

Emissionshandel - was ist das überhaupt? Die Idee ist einfach: Wenn Firmen für die Verschmutzung der Luft bezahlen müssen, wird jeder vernünftige Betriebswirt versuchen, das zu vermeiden. Für jede Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid brauchen Energieversorger und Industrie also ein Zertifikat.

Der Europäische Emissionshandel (EU-ETS) ist seit 2005 das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Mit ihm sollen die Treibhausgas-Emissionen der teilnehmenden Energiewirtschaft und der energieintensiven Industrie reduziert werden.

Kompensationen fraglich

Die FDP sieht die Belastung vieler Unternehmen durch den doppelt zu zahlenden CO2-Preis nicht nur als „Affront gegen die Industrie“. Sie sei auch aus klimapolitischer Sicht fatal, sagte Lukas Köhler, klimapolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, dem Handelsblatt. Investitionen in klimafreundliche Innovationen seien der Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz. Darum wäre es völlig kontraproduktiv, dem Markt unnötig Liquidität zu entziehen.

Wenn Anlagen bereits am europäischen Emissionshandel teilnähmen, „müssen die Emissionen, die dort bei der Verbrennung entstehen und bereits mit einem CO2-Preis belegt sind, von den Emissionen abgezogen werden, die für den Bezug von Brennstoffen berechnet werden“, heißt es in einem Entschließungsantrag, den die Liberalen am Freitag ins Parlament einbringen. „Die Unternehmen, die den Klimaschutzplan der Bundesregierung am Ende umsetzen müssen, dürfen nicht die Leidtragenden einer völlig überstürzten Gesetzgebung ohne echte öffentliche Beteiligung sein“, sagte Köhler.

Das „Bündnis faire Energiewende“, in dem sich mehrere mittelständisch geprägte Industrieverbände zusammengeschlossen haben, kritisiert, das BEHG sei nicht zu Ende gedacht: „Wenn wir mit unserer Klimapolitik nicht aufpassen und die Produktion in Deutschland weiter verteuern, werden wir unsere Produkte in Zukunft von ausländischen Produzenten mit weitaus schlechteren ökologischen Standards und CO2-Werten beziehen“, warnt Ingeborg Neumann vom Bündnis faire Energiewende.

Bargeld: Nordseeinsel Wangerooge soll auf Kleinmünzen verzichten

  Bargeld: Nordseeinsel Wangerooge soll auf Kleinmünzen verzichten Bargeld: Nordseeinsel Wangerooge soll auf Kleinmünzen verzichten

Der Vorteil beim Emissionshandel : Der Staat legt eine fixe Menge an Zertifikaten fest, mehr CO 2 darf nicht ausgestoßen werden. Die Anzahl der Zertifikate wird aber jährlich reduziert - damit immer weniger CO 2 verbraucht wird. Seit 2005 gibt es in Europa einen Emissionshandel für Kraftwerke und

Emissionshandel - was ist das überhaupt? Die Idee ist einfach: Wenn Firmen für die Verschmutzung der Luft bezahlen müssen, wird jeder vernünftige Betriebswirt versuchen, das zu vermeiden. Für jede Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid brauchen Energieversorger und Industrie also ein Zertifikat.

Während für einige Branchen Kompensationen oder Beihilfen wenigstens möglich erscheinen, schauen andere komplett in die Röhre, darunter auch solche, die im internationalen Wettbewerb stehen.

Ein typisches Beispiel ist die Logistikbranche. Jörn Wahl-Schwentker vom Bielefelder Speditionsunternehmen Wahl rechnet vor: „Wenn der CO2-Preis von zehn Euro je Tonne ab 2021 eingeführt wird, haben wir 30 000 Euro Mehrkosten beim Diesel. Wenn dann ab 2026 der Preis zwischen 35 Euro und 60 Euro schwankt, bewegen sich die zusätzlichen Kosten zwischen 100 000 und 180 000 Euro.“

Sein Unternehmen steht wie die gesamte Branche in Deutschland im mörderischen Wettbewerb insbesondere mit osteuropäischen Unternehmen mit wesentlich günstigeren Kostenstrukturen. „Es wird immer schwieriger, da mitzuhalten. Wenn nun ausländische Unternehmen Aufträge übernehmen, verbessert das zwar rein rechnerisch die deutsche CO2-Bilanz. Tatsächlich wird aber keine einzige Tonne CO2 eingespart“, sagt Wahl-Schwentker.

Mehr: Energieintensive Unternehmen brauchen schleunigst politische Leichtlinien für die Energiewende, sagt eine Studie. Die Experten geben konkrete Schritte an.

Mehr auf MSN

Alba kassiert deutliche Niederlage in EuroLeague .
Basketball-Vizemeister Alba Berlin hat in der EuroLeague eine empfindliche Niederlage kassiert. Nach zuletzt zwei Siegen musste sich das Team von Trainer Aito Reneses gegen den griechischen Topklub Olympiakos Piräus deutlich mit 80:99 (38:55) geschlagen geben. Vor 8833 Zuschauern war der zuletzt verletzte Marcus Eriksson mit 16 Punkten der beste Werfer für die Berliner, die einen ganz schlechten Start in die Begegnung erwischten. Olympiakos erspielte sich schnell einen komfortablen Vorsprung von 14 Punkten, Alba patzte vor allem bei den einfachen Würfen aus dem Feld. Für die Griechen überzeugte der ehemalige Bamberger Augustine Rubit mit 16 Zählern.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 0
Das ist interessant!