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Finanzen Börsengang: Skepsis gegenüber Saudi Aramco

10:30  20 november  2019
10:30  20 november  2019 Quelle:   dw.com

CIA-Chefin Haspel nach US-Spionageanklage gegen Saudi-Arabier bei König Salman

  CIA-Chefin Haspel nach US-Spionageanklage gegen Saudi-Arabier bei König Salman Nach einer Spionageanklage gegen zwei saudiarabische Staatsbürger in den USA hat Saudi-Arabiens König Salman CIA-Chefin Gina Haspel zu einem Gespräch in Riad empfangen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien sind seit dem Mord an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi im vergangenen Jahr angespannt. Khashoggi war am 2. Oktober 2018 in der Botschaft Saudi-Arabiens in Istanbul von einem Agententeam aus Saudi-Arabien ermordet worden. UN-Ermittler fanden Hinweise auf eine Verwicklung des Kronprinzen. Dieser bestreitet jedoch jede Kenntnis von dem Plan zur Ermordung des Regierungskritikers.

Erdölraffinerie von Saudi Aramco in Abqaiq. Seither hat sich der Ölpreis nicht zu Gunsten der Saudis entwickelt. Anfang des Jahrtausends stieg der Ölpreis von einem Rekord zum nächsten Auch das ist einer der Gründe für die internationale Skepsis gegenüber dem Megaprojekt Aramco - Börsengang .

Der Börsengang der Ölgesellschaft Aramco soll Saudi -Arabien bis zu 100 Milliarden Dollar einbringen. Zuletzt kursierten Gerüchte, der Verkauf von Anteilen könnte sich verschieben. Ölriese aus Saudi -Arabien Aramco weist Berichte über verschobenen Börsengang zurück.

Es sollte der größte Börsengang aller Zeiten werden: Der saudische Ölkonzern Aramco will Aktien ausgeben. Jetzt liegen die ersten konkreten Zahlen vor. Groß ist die Sache immer noch - aber mit Einschränkungen.

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Dieser Börsengang ist das Vorzeigeprojekt des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, und der hat bessere Publicity dringend nötig - aber dazu später… Der Börsengang, so wollte es der Kronprinz seit der ersten Vorstellung des Vorhabens, sollte gigantisch werden. Größer als alle Börsengänge bisher, und er sollte ein Unternehmen bewerten, das größer ist als alle anderen: Saudi Aramco, der saudische Erdölkonzern, fest in der Hand der Herrscher-Familie; ein Unternehmen, das dafür gesorgt hat, dass das Königshaus genug Geld hat, um seine Macht auszubauen, und der dafür sorgen soll, dass das auch so bleibt.

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Medienbericht Saudi - Aramco - Börsengang offenbar in Gefahr. Es sollte der größte Börsengang in der Geschichte werden. Doch einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge könnte die bereits mehrfach verschobene Platzierung komplett abgeblasen werden.

Der womöglich größte Börsengang aller Zeiten ist gestartet. Seit Sonntag bietet der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco seine Aktien an, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft (und Politik) könnten erheblich sein.

Geht alles nach Plan - so wie er nun seit Sonntag umgesetzt wird - dann dürfte Aramco an der Börse bald mit einer Summe zwischen 1,6 und 1,7 Billionen Dollar bewertet werden. Das ist deutlich weniger als die rund zwei Billionen, die der Prinz und Thronfolger angestrebt hatte. Aber so ganz rund lief die Sache bisher eben nicht. Mittlerweile ist klar, dass die Aramco-Aktie - insgesamt rund drei Milliarden Papiere oder 1,5 Prozent der Gesamtzahl - nur in Saudi-Arabien selbst angeboten wird. Die Welt-Börsen etwa in den USA bleiben außen vor. Das hat auch damit zu tun, dass sich der Staatskonzern wohl nicht allzu tief in die Bücher schauen lassen wollte - das wäre aber Voraussetzung für eine Platzierung an Börsen wie New York, London oder Hongkong.

Ölkonzern: Mehr als 25 Milliarden Dollar erwartet: Saudi Aramco startet größten Börsengang der Welt

  Ölkonzern: Mehr als 25 Milliarden Dollar erwartet: Saudi Aramco startet größten Börsengang der Welt Ölkonzern: Mehr als 25 Milliarden Dollar erwartet: Saudi Aramco startet größten Börsengang der WeltDer Startschuss ist gefallen. Nach Jahren des Wartens hat der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco die heiße Phase seines Börsengangs eingeleitet. Von Sonntag an bis zum Mittwoch, den 4. Dezember, wirbt der Konzern weltweit um Großinvestoren.

Saudi Aramco -Aktie: Der Startschuss für den größten Börsengang ist gefallen. Seit Sonntag bietet der Ölkonzern Saudi Aramco seine Aktien an. Bis 1980 kaufte die saudi -arabische Regierung alle anderen Anteilseigner aus der Firma heraus, die acht Jahre später offiziell als Saudi Arabian Oil

Saudi -arabische Privatanleger erhalten eine Bonusaktie für zehn Titel, die sie kaufen, wenn sie sie mindestens 180 Tage in ihren Depots halten. Auch die religiösen Vertreter im Königreich trommelten für den Gang auf das Parkett. " Aramco ist eine Säule der arabischen Wirtschaft", sagte Scheich

Am 5. Dezember steht der Preis

Seit Sonntag läuft die Zeichnungsfrist für die Aktie - bis zum 4. Dezember für institutionelle Anleger, für Privatleute ist es eine Woche weniger. Die Preisspanne dafür wurde am Sonntag zunächst zwischen 8,00 und 8,50 Dollar festgelegt. Am 5. Dezember soll dann der endgültige Ausgabepreis benannt werden. Je nachdem, wie die Nachfrage sich dann zeigt, könnte Aramco tatsächlich den größten Börsengang aller Zeiten hinlegen. Bisheriger Rekordhalter ist die chinesische Handelsplattform Alibaba mit Börsen-Einnahmen von 25 Milliarden Dollar.

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Nach Berichten von saudischen Zeitungen wollen bis zu fünf Millionen Menschen im Lande selbst die Papiere zeichnen. Viele sehen das als Ausdruck ihres Patriotismus an. Kolumnist Anwar Aboalela schrieb auf Twitter: "Am IPO teilzunehmen ist eine nationale Pflicht für jeden, der es sich erlauben kann."

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Der Börsengang des weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco geht fast vier Jahre nach der ersten Ankündigung und mehreren Rückschlägen in die heiße Phase. Am Sonntag begann die Zeichnung. Der saudi -arabische Konzern teilte mit, die Preisspanne für die drei Milliarden Aktien - ein Firmenanteil

Börsengang von Aramco Saudischer Kronprinz erwartet Einnahmen von 100 Milliarden Dollar. Mohammed bin Salman plant den größten Börsengang der Welt: Anteile von Aramco , staatlicher Ölkonzern Saudi -Arabiens, sollen verkauft werden.

Skepsis bei den Großen

Große Investoren aus dem Ausland haben für solche Appelle naturgemäß weniger Verständnis. Und sie haben auf die Preisvorstellungen der saudischen Herrscher derart skeptisch reagiert, dass der Börsengang mehrfach verschoben werden musste. Bereits im Jahr 2016 hatte der starke Mann des Regimes, Kronzprinz Mohammed bin Salman, den Aramco-Deal im Rahmen seines gigantischen Reformprojekts "Vision 2030" vorgestellt.

Erdölraffinerie von Saudi Aramco in Abqaiq © Reuters/M. Shemeto Erdölraffinerie von Saudi Aramco in Abqaiq

Seither hat sich der Ölpreis nicht zu Gunsten der Saudis entwickelt. Anfang des Jahrtausends stieg der Ölpreis von einem Rekord zum nächsten, die Geldmaschine lief. Etwa seit 2014 ändert sich das, der Ölpreis erlebt seither wilde Schwankungen, der Gewinn auch von Amaco, wenngleich immer noch gigantisch, geht zurück: In diesem Jahr bis Ende September erzielte Aramco einen Gewinn von 68,2 Milliarden Dollar im Vergleich zu 83,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum - in neun Monaten sackte er also um 18 Prozent ab.

Politische Gefahren tun das Ihre. Im vergangenen September legte ein Angriff auf saudische Ölanlagen die Produktion teilweise lahm. Betroffen war gut die Hälfte der Förderung im Land. Die Spannungen in der Region - auch die mit dem Dauerrivalen Iran - hat das saudische Herrscherhaus in Teilen selbst zu verantworten.

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  Bon-Pflicht ab 2020: Händleraufstand gegen zwei Millionen Kilometer mehr Kassenzettel Kassenbons für jeden Einkauf werden Pflicht, um Steuerbetrug zu verhindern.Die Anzahl und Länge der auszugebenden Kassenzettel werde spürbar zunehmen. Besonders stark betroffen sein werden Unternehmen, die viele günstige Artikel verkaufen.

A sign of Saudi Aramco 's initial public offering (IPO) is seen during a news conference by the state oil company at Dubai/Riad (Reuters) - Der Börsengang des weltgrößten Ölkonzern Saudi Aramco geht fast vier Jahre nach der ersten Ankündigung und mehreren Rückschlägen in die heiße Phase.

"Die Saudi Arabian Oil Company begann ihr Leben als Arabian American Oil Company (daher die Überbrückungskürzel" Aramco "), nachdem sie 1938 erstaunlich große Reserven entdeckt hatte. Diese Partnerschaft zwischen vier amerikanischen Ölfirmen wurde in den 1970er Jahren verstaatlicht

Der barbarische Mord

Und dann ist da noch der Fall Khashoggi: der barbarische Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im letzten Jahr, der in der Botschaft des Landes in der Türkei einer Falle zum Opfer fiel. Der saudische Machthaber Mohammed bin Salman bestritt jede direkte Verantwortung, eine Sonderermittlerin der UNO verlangte aber, gegen ihn selbst strafrechtlich vorzugehen, und den Eindruck, hier habe der angebliche Reformer seine düstere Seite gezeigt, wird er seither nicht mehr los.

Dabei hatte der Kronprinz mit seiner "Vision 2030" einen Reform-Umbau der Wirtschaft - und wohl auch der Gesellschaft - für Saudi-Arabien in Aussicht gestellt: "Der letzte Versuch der Saudis", so urteilt der Nahost-Experte Guido Steinberg, "mit einer ganz, ganz großen Reform ihr Land in dem Fall zu retten, dass das Öl zur Neige geht". Das Geld aus dem Öl sollte in Branchen für die Zeit nach dem Öl investiert werden.

Energiewende statt Aramco?

Dass das Öl so bald zur Neige gehen könnte, mag man in Zweifel ziehen - immer fraglicher wird aber, ob weiter so viel Öl wie bisher nachgefragt wird. Längst hat die sogenannte Energiewende auch das Rohöl erfasst. "Die Attraktivität der Branche hat stark gelitten", schreibt die "Neue Zürcher Zeitung" und zitiert aus einer Analyse der Marktforschungsfirma IHS Markit: "In einem Szenario wird die Nachfrage nach Erdöl im Jahr 2035 schwächer, im anderen bereits Mitte der 2020er Jahre".

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Aramco wurde 1933 als California- Arabian Standard Oil Company gegründet. 1988 verwandelte die saudische Regierung die Firma unter dem Namen Saudi Arabian Oil Company oder Saudi Aramco in einen Staatskonzern. Sitz ist Dhahran im Osten Saudi -Arabiens.

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco will einem Medienbericht zufolge wegen der jüngsten Anschläge seinen Börsengang verschieben. Der Sprung auf das Handelsparkett könnte sich um einige Wochen verzögern, berichtet die „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf drei mit der

Für langfristig planende Investoren - und das sind die sogenannten institutionellen Anleger, die nun für die Aramco-Aktie gewonnen werden sollen - ist "Mitte der 2020er Jahre" gleich morgen. Auch das ist einer der Gründe für die internationale Skepsis gegenüber dem Megaprojekt Aramco-Börsengang. Abgesehen davon, dass man nicht so richtig weiß , wie groß die Ölreserven der Saudis tatsächlich noch sind. Nahost-Experte Steinberg am Montag im "Deutschlandfunk": "Das ist die ganz große Frage, die Aramco in den nächsten Monaten etwas transparenter beantworten muss."

Autor: Andreas Rostek-Buetti (mit Agenturen)

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