Finanzen Schlichtung bei der Lufthansa geplatzt

13:55  20 november  2019
13:55  20 november  2019 Quelle:   dw.com

Wie Lufthansa den Flugbegleiter-Streik verhindern oder auffangen will

  Wie Lufthansa den Flugbegleiter-Streik verhindern oder auffangen will Frankfurt/Main. Streiken die Flugbegleiter der Lufthansa oder wird der Streik noch in letzter Minute abgesagt? Die Fluggesellschaft geht juristisch gegen den Ausstand vor - und macht Kunden bereits jetzt Umbuchungen möglich. Der geplante Streik der Lufthansa- Flugbegleiter wird an diesem Mittwoch um 9.30 Uhr juristisch überprüft. Das Unternehmen hat beim Arbeitsgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft Ufo beantragt. Das Gericht muss nun im Eilverfahren feststellen, ob Ufo mit dem Arbeitskampf legale tarifliche Ziele verfolgt.

Am vergangenen Dienstag hatten beide Seiten dann eine umfassende Schlichtung zu weitaus mehr Themen und eine Moderation bei der Lufthansa -Kerngesellschaft vereinbart.

Lufthansa sieht keine Zusagen der Ufo. Die Flugbegleitergewerkschaft spricht von "Erpressung" durch die Lufthansa , die einen Streikverzicht ohne Gegenleistung fordere. Die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter der Lufthansa ist in letzter Minute geplatzt .

Buchstäblich in letzter Minute hat die Lufthansa ihre Zustimmung für die vereinbarte Schlichtung zurückgezogen. Die Gewerkschaft Ufo habe nicht eindeutig auf Streiks verzichten wollen, hieß es. Wie geht es jetzt weiter?

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Die umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter war in der vergangenen Woche vereinbart worden. Als Grund für die Rücknahme der Zustimmung erklärte der Luftfahrtkonzern, die Gewerkschaft UFO habe sich nicht eindeutig und unbefristet zu einem Streikverzicht auch bei vier Lufthansa-Töchtern bereit erklärt.

Flugbegleiter wollen Lufthansa zwei volle Tage bestreiken

  Flugbegleiter wollen Lufthansa zwei volle Tage bestreiken Der für Donnerstag geplante Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa kann stattfinden. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte jetzt einen Eilantrag des Unternehmens gegen den Arbeitskampf der Gewerkschaft Ufo ab. © Foto: Sven Hoppe/Archiv/Illustration Leere Check-In-Schalter und Check-In-Automaten der Lufthansa. Passagiere der Lufthansa müssen nun zum Ende dieser Woche wieder mit Streiks der Flugbegleiter rechnen. Die Gewerkschaft Ufo hat zu einem 48-Stunden-Ausstand bei der Lufthansa-Kerngesellschaft am kommenden Donnerstag und Freitag (7. und 8. November) aufgerufen.

Frankfurt (dpa) - Die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter der Lufthansa ist in letzter Minute geplatzt . Das Unternehmen hat am Abend seine Zustimmung zurückgezogen

Frankfurt (dpa) - Die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter der Lufthansa ist in letzter Minute geplatzt . Das Unternehmen hat am Abend seine Zustimmung zurückgezogen

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Das Unternehmen hält aber weiterhin an der einseitig ausgelösten sogenannten "kleinen Schlichtung" fest, die sich ausschließlich um die wenigen Tarifthemen drehen soll, für die UFO Anfang November zwei Tage lang gestreikt hatte. Die Forderungen der Gewerkschaft: mehr Spesen und Zulagen für die Flugbegleiter sowie Wechselmöglichkeiten für Saisonkräfte in reguläre Arbeitsverhältnisse.

Schlichter waren noch nicht benannt

Am vergangenen Dienstag hatten beide Seiten dann eine umfassende Schlichtung zu weitaus mehr Themen und eine Moderation bei der Lufthansa-Kerngesellschaft vereinbart. Ihren jeweiligen Schlichter hatten beide Seiten noch nicht benannt und sich auf ein langes und kompliziertes Verfahren eingestellt. Zudem war der frühere UFO-Chef Nicoley Baublies entgegen vorherigen Vereinbarungen nicht wieder als Purser - ein Flugbegleiter mit Leitungsfunktion - bei der Fluggesellschaft eingestellt worden. Baublies war nach mehr als 15 Jahren Betriebszugehörigkeit im September fristlos gekündigt worden. Er hatte als früherer UFO-Chef den längsten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert.

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Nach der geplatzten Schlichtung bei der Lufthansa suchen das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo nach neuen Ansatzpunkten. In der Nacht hatte der Konzern seine Zustimmung zu der umfassenden Schlichtung für die rund 21.000 Flugbegleiter der Kerngesellschaft

Frankfurt (dpa) - Die in der vergangenen Woche vereinbarte umfassende Schlichtung für die Flugbegleiter der Lufthansa ist in letzter Minute geplatzt . Das bestätigte ein Lufthansa -Sprecher der dpa. Das Unternehmen hält aber weiterhin an der der einseitig ausgelösten sogenannten "kleinen

Drohen bald wieder Streiks und Flugausfälle bei der Lufthansa? © picture-alliance/dpa/M. Balk Drohen bald wieder Streiks und Flugausfälle bei der Lufthansa?

Die Ufo will nach Baublies Worten zunächst die neue Situation intern bewerten. Der Verzicht auf die Schlichtung könne nicht das letzte Wort sein, sagte er. Er wies darauf hin, dass für die vier Lufthansa-Töchter keine Friedenspflicht gelte und daher Streiks erneut möglich seien. Bei der Lufthansa selbst sei die Kabine in der Friedenspflicht, aber dennoch zu Warnstreiks berechtigt.

nob/se (dpa, afp)

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Lufthansa und UFO reden wieder über Schlichtung .
Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft UFO wollen beide Seiten wieder auf eine sogenannte große Schlichtung hinarbeiten. UFO erklärte am Dienstag, "in den kommenden 48 Stunden" gemeinsam mit der Fluggesellschaft "intensiv" an einer möglichen umfangreichen Schlichtung bei der Kerngesellschaft sowie einer Friedenspflicht bei den Tochter-Airlines zu arbeiten. Die Gewerkschaft will demnach am Donnerstag keine neuen Streiks verkünden.Die Top-Themen der MSN-Leser:Flughafen BER: Bundesregierung will im Oktober 2020 eröffnenHerrhausen-Attentat und Co.

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