Finanzen Nervöse Erholung an Frankfurter Börse: DAX hält sich im Plus

17:01  27 september  2022
17:01  27 september  2022 Quelle:   finanzen.net

Erholung an der Wall Street sorgt für Stabilisierung im Dax

  Erholung an der Wall Street sorgt für Stabilisierung im Dax Der Dax hat sich dank des Rückenwindes von der Wall Street stabilisiert. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Donnerstagmittag um 0,25 Prozent auf 13.060,52 Punkte. Geschockt von der hartnäckigen US-Inflation war das Börsenbarometer zuletzt in zwei Tagen um bis zu 4,5 Prozent von seinem Erholungshoch bei 13.564 Punkten im Bereich der 100-Tage-Linie abgesackt. Diese beschreibt die langfristigste Entwicklung. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,33 Prozent auf 24.717,04 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat nahezu auf der Stelle.

Am Dienstag zeigen sich Anleger an der Frankfurter Börse erneut nervös.

ASIF HASSAN/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net ASIF HASSAN/AFP/Getty Images

Der DAX eröffnete die Sitzung 0,86 Prozent höher bei 12.332,85 Zählern. Danach ging es kräftig ins Plus, zeitweise rutschte der Leitindex bis knapp unter die Nulllinie. Nun steht jedoch wieder ein Gewinn von 0,93 Prozent auf 12.341,39 Punkte an der Tafel.

Zum Wochenauftakt war eine Stabilisierung noch missglückt, nachdem das Börsenbarometer vor dem Wochenende noch auf seinem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren angekommen war.

Anleger weiter "hochgradig nervös"

Als ein Zeichen für einen nachhaltigen Aufschwung werten das Börsianer aber nicht und wollen deshalb keine Entwarnung geben. Der Markt krankt aktuell am mangelnden Kaufwillen der Anleger. Die Marktteilnehmer seien "hochgradig nervös", umreißt Börsenbeobachter Thomas Altmann von QC Partners die Stimmung. Im Spannungsfeld aus steigenden Zinsen, hoher Inflation und Konjunktursorgen wagen viele nicht, ein größeres Wagnis einzugehen. "Es sind weiterhin wenige, die sich trauen, im aktuellen Marktumfeld voll von wirtschaftlichen und politischen Risiken zu kaufen", so Altmann.

Riedls Dax-Radar: Welche Dax-Werte sich gegen den Abwärtstrend behaupten

  Riedls Dax-Radar: Welche Dax-Werte sich gegen den Abwärtstrend behaupten Riedls Dax-Radar: Welche Dax-Werte sich gegen den Abwärtstrend behauptenHinter den zahlreichen Inflationsdaten, von denen die Wertpapiermärkte derzeit hin- und hergerissen werden, steht eine zentrale Botschaft: Die enorme Teuerung, die in den Industrieländern mittlerweile historisches Ausmaß annimmt, wird auch dann nicht so schnell verschwinden, wenn ihre kurzfristige Dynamik einmal ein paar Ticks nachlässt. Auch wenn die Preiskurven zahlreicher Rohstoffe, selbst die wichtigste unter ihnen, die des Ölpreises, seit Wochen eher abdriften als steigen, bleibt die Inflation aller Voraussicht nach längere Zeit auf einem sehr hohen Plateau.

Wird 12.000er-Marke zum Fixpunkt für den DAX?

Generell wird deshalb befürchtet, dass die 12.000er-Marke für den DAX zum nächsten Fixpunkt werden könnte. Am Vortag hatte der Leitindex aber sein tiefstes Niveau vom Freitag gehalten, erwähnten einige Marktbeobachter leicht positiv. Dem Zweijahrestief von knapp 12.181 Punkten hatte er sich bis auf wenige Punkte genähert, sich dann aber stabilisiert. Damit könnte in diesem Bereich eine neue Unterstützungslinie entstehen.

Derweil richten sich am neuen Handelstag auf Konjunkturseite die Blicke auf Daten vorrangig aus den USA. Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Nach Euroraum-Inflationsdaten: DAX hält sich an Frankfurter Börse im Plus .
Der DAX zeigt sich nach dem Kurssturz vom Vortag am Freitag wieder stabiler. © Bereitgestellt von Finanzen.net INDRANIL MUKHERJEE/AFP/Getty Images Der DAX stieg mit einem Plus von 0,73 Prozent bei 12.063,09 Punkten in den Handel ein. Im weiteren Verlauf arbeitet sich der deutsche Leitindex weiter in die Gewinnzone vor und überspringt dabei zeitweise auch die 12.100er-Marke. Aktuell geht es 0,87 Prozent auf 12.080,11 Zähler nach oben. Die US-Börsen hatten eine Vortagserholung am Donnerstag gleich wieder mit massiven Verlusten gekontert, was denn auch in Asien wieder den Handel belastete.

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