Finanzen Katar steigt beim nächsten Großkonzern ein

22:10  04 oktober  2022
22:10  04 oktober  2022 Quelle:   rp-online.de

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DüsseldorF. Das Emirat finanziert RWE einen Teil des Preises für einen Solar-Zukauf in den USA. Das funktioniert über eine milliardenschwere Anleihe, die die Scheichs später gegen Aktien des Essener Energiekonzerns tauschen.

  Katar steigt beim nächsten Großkonzern ein © Marcel Kusch

Das Emirat Katar ist seit Jahren ein wichtiger Faktor in der und für die deutsche Wirtschaft. Der Scheich-Familie al Thani gehören über zwei Investmentgesellschaften etwa zehn Prozent der Deutschen Bank, bei Volkswagen sind es gar 17 Prozent. Auch bei Porsche wollen die Katarer nach dem Börsengang in größeren Stil mit von der Partie sein. Und jetzt auch noch bei RWE. Die Scheichs unterstützen über ihre Investmentfirma Qatar Investment Authority (QIA) den Essener Energiekonzern über eine Pflichtwandelanleihe bei einem Milliardenkauf in Nordamerika, der das dortige Solargeschäft von RWE deutlich voranbringen soll.

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Rund 6,8 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa genau so viel in Euro) lassen sich die Essener den Erwerb von Con Edison Clean Energy Businesses kosten, einem Unternehmen, das in den USA Solaranlagen entwickelt und betreibt. Einen Deal solcher Größenordnung hat es bei RWE zuletzt 2018 gegeben, als der Konzern mit dem Wettbewerber Eon ein Tauschgeschäft abschloss, bei dem Innogy komplett an Eon ging – bis auf das Geschäft mit erneuerbaren Energien.

Durch die jetzige Transaktion verdopple sich das Erneuerbare-Energien-Portfolio von RWE in den Vereinigten Staaten auf etwa 7,2 Gigawatt installierte Leistung, heißt es. Ein gewaltiger Schritt also bei der Growing-­Green-Strategie, in deren Zuge RWE nach eigenen Angaben in diesem Jahr mehr als fünf Milliarden Euro in grüne Technologien investieren will: „Die langfristige Kapitalzusage von QIA ermöglicht es RWE, den Erwerb von Con Edison Clean Energy Businesses zu finanzieren. Es wird damit unser zusätzliches grünes Wachstum in den kommenden Jahren vorantreiben“, erklärte RWE-Chef Markus Krebber.

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  Islam: Die radikale Stimme aus Katar Mit dem arabischen Frühling wurde Yusuf al-Qaradawi zu einem der wichtigsten Gelehrten der islamischen Welt. Am Montag ist der Vordenker der Muslimbrüderbewegung mit 96 Jahren gestorben. Er hinterlässt ein zwiespältiges Erbe. © Mohamad Dabbouss/Reuters Yusuf al-Qaradawi bei einer Konferenz der Muslimbruderschaft 2014 in Katar Die radikale Stimme aus KatarTheologe, Vordenker, Popstar der Gläubigen. Die vielen Bezeichnungen für Yusuf al-Qaradawi in arabischen Medien nach seinem Tod zeigen, wie viele Rollen der TV-Theologe im Laufe seines Lebens innehatte.

Der Konzern wird laut seinem Vorstandsvorsitzenden in den USA zur Nummer zwei unter den Betreibern von Solaranlagen und zur Nummer vier bei erneuerbaren Energien insgesamt. Mit weitem Abstand vorn liegt hier aber die Firma Next Era, die auf eine installierte Leistung von 58 Gigawatt kommt. Doch die Richtung ist entscheidend. QIA-Chef Mansoor bin Ebrahim Al-Mahmoud sagt: „Wir sind stolz, die Vision von RWE zu unterstützen, ein führendes Unternehmen auf dem globalen Markt für erneuerbare Energien zu werden. QIA investiert aktiv in Unternehmen, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben, und die die Zukunft nachhaltig gestalten können, indem sie die Energiewende Wirklichkeit werden lassen.“

Bei der Finanzierung des Nordamerika-Deals spielen die Katarer mit der Zeichnung der Pflichtwandelanleihe eine wesentliche Rolle. Bei einer solchen Anleihe hat der Investor nicht die Wahl, ob er am Ende der Laufzeit die Anleihe in Aktien tauschen oder sich sein Geld zurückzahlen will. Der Umtausch in Aktien ist bindend, was unmittelbar dazu führt, dass Katar am Ende an RWE mit neun Prozent beteiligt sein wird. Knapp 2,5 Milliarden Euro beträgt das Volumen der Anleihen.

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Das Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf ist gerade mal halb so groß wie Hessen, doch wegen der aktuellen Lage am Gasmarkt gerade ein begehrter Gesprächspartner für viele, die wirtschaftlich unter den Folgen des Ukraine-Krieges leiden. Auch für Bundeskanzler Olaf Scholz, der jüngst bei einem Besuch in Katar gemeinsam mit dem Emir für die Lieferung von flüssigem Erdgas (LNG) nach Deutschland warb.

Doch gleichzeitig scheiden sich an den Machthabern im Emirat die Geister. Das hat unter anderem mit den teils unmenschlich anmutenden Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Katar zu tun, deretwegen schon der Weltfußballverband Fifa nach der Vergabe der in knapp sieben Wochen beginnenden Titelkämpfe stark in die Kritik geraten ist. Umgekehrt ist Kritik an Katar für viele eine heikle Angelegenheit – erst recht, wenn die Scheichs als Eigentümer mitmischen.

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