Finanzen Nachhaltigkeit: Siemens will Vorstandsgehälter von CO2-Ausstoß abhängig machen

17:10  21 januar  2020
17:10  21 januar  2020 Quelle:   msn.com

Kohlebergwerk: Australische Umweltschützer kritisieren Siemens

  Kohlebergwerk: Australische Umweltschützer kritisieren Siemens Kohlebergwerk: Australische Umweltschützer kritisieren SiemensAustralische Umweltschützer haben Siemens wegen der möglichen Lieferung einer Signalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk scharf kritisiert. Das Werk wäre verheerend für den Kampf, die Erderwärmung zu begrenzen, sagte der Aktivist Christian Slattery (Australian Conservation Foundation) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Es würde Milliarden Liter kostbares Grundwasser verschlingen. Zudem würde die Kohlemine im Nordosten des Kontinents den Lebensraum gefährdeter Tiere und das Land der Ureinwohner zerstören, gegen den Willen der Letzteren.

Siemens ‘ Vorstandsgehälter hängen künftig vom CO 2 - Ausstoß ab. Die Kritik von Umweltschützern an Siemens und Vorstandschef Kaeser hält unvermindert an. Dabei hat der Dax-Konzern anderen einiges voraus: Ausgerechnet mit der Bezahlung des Vorstands macht Siemens einen großen Schritt

Die wohl beste Infografik zum CO 2 - Ausstoß : Effekte der Erderwärmung. Angelika Zahrnt hat bei Siemens und in der Hessischen Staatskanzlei gearbeitet, danach in der […] Industriefutters und die Verpackungsherstellung entstehen in Deutschland jährlich große Mengen Kohlenstoffdioxid ( CO 2 ).

Siemens' Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser © Picture Alliance/Frank Hoermann / Sven Simon Siemens' Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser

Die Kritik von Umweltschützern an Siemens wegen einer Beteiligung am Bau eines Kohlebergwerks in Australien reißt nicht ab. Doch ausgerechnet jetzt will das Unternehmen die Vorstandsgehälter nun vom CO2-Ausstoß abhängig machen. Ein unglücklicher Zufall.

Der 5. Februar 2020 soll für Siemens ein wichtiger Schritt in Richtung emissionsfreie Zukunft sein. Es ist der Tag der Jahreshauptversammlung. Die Aktionäre sollen an diesem Mittwoch darüber entscheiden, ob die Vorstandsgehälter künftig vom CO2-Ausstoß abhängen sein sollen.

Nach Protesten: Siemens-Chef Kaeser bietet Klimaaktivistin Neubauer Aufsichtsposten an

  Nach Protesten: Siemens-Chef Kaeser bietet Klimaaktivistin Neubauer Aufsichtsposten an Nach Protesten: Siemens-Chef Kaeser bietet Klimaaktivistin Neubauer Aufsichtsposten anEineinhalb Stunden lang hat Joe Kaeser mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer über die Beteiligung von Siemens an dem umstrittenen Kohleprojekt in Australien diskutiert. Ob sich Siemens aus dem Auftrag zurückzieht, ist noch nicht entschieden.

P.S. NGOs die das DZI-Spendensiegel verwenden, müssen Angaben über die Gehälter ihrer Geschäftsführer machen , mindestens summiert, laut DZI-Spenden-Standard, S. 25, Ziffer 7: Seite 25, Ziffer 7 Quelle: Wasser predigen aber Wein trinken – Vorstandsgehälter der Hilfsorganisationen.

In der Liste der größten Kohlenstoffdioxidemittenten werden Tabellen und Grafiken mit Angaben zum anthropogenen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid ( CO 2 ) dargestellt. Derzeit (2016) setzt die Menschheit jährlich circa 35 Milliarden Tonnen (35 Gigatonnen, Gt) Kohlenstoffdioxid frei

Die Billigung sei eine reine Formalie, wie ein Sprecher der AG dem stern telefonisch bestätigte. Siemens will das Vergütungssystem für den Vorstand ändern, um es stärker an die nachhaltige Unternehmensentwicklung anzupassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit anderen Worten: Die Bezahlung der Vorstandsriege um Chef Joe Kaeser soll steigen, wenn das Unternehmen unter anderem seinen CO2-Ausstoß verringert.

Ist es wirklich ein Schritt in Richtung Klimaschutz?

Auf den ersten Blick scheint die Neuerung ein großer Schritt in Richtung Klimaschutz zu sein. In weiten Teilen ist sie das auch. Allerdings muss dabei erwähnt werden, dass der CO2-Ausstoß nur die eigenen Standorte und Werke und nicht die Umweltbilanz der Kunden betrifft, wie ein Sprecher dem stern bestätigte. Zuvor hatte die "Welt" bereits darüber berichtet.

Siemens will bis Montag über Auftrag für Kohlebergwerk entscheiden

  Siemens will bis Montag über Auftrag für Kohlebergwerk entscheiden Berlin. Siemens-Chef Kaeser lässt sich noch Zeit mit der Entscheidung über die Lieferung einer Signalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien. Der Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer bot er einen Posten an. © Soeren Stache Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, beantwortet nach einem Gespräch mit der Fridays-for-Future-Aktivistin Neubauer Fragen von Journalisten. Siemens will angesichts von Protesten bis Montag über die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien entscheiden.

Siemens -Boss Joe Kaeser will seinen Konzern stärker auf Klimaschutz ausrichten. Das spüren die Vorstände künftig wohl bei ihrer Entlohnung: Die Aktionäre sollen schon bald Klimaschutz: Neue Entlohnung: Millionengehalt von Siemens -Vorstand Kaeser könnte von CO 2 - Ausstoß abhängen.

Wie viel CO 2 atmet ein Mensch in in einem Jahr aus? Der CO 2 -Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei 4 Prozent, also 40 Milliliter CO 2 pro Liter Luft. Der Sauerstoffverbrauch und somit der CO 2 - Ausstoß werden jedoch von der Körpergröße und vor allem der Körperaktivität beeinflusst

Auch die abgespaltene Siemens Energy wird nicht dazugezählt. Stattdessen errechnet sich die neue CO2-Komponente in Zukunft aus einem neu erstelltem ESG-Nachhaltigkeits-Index (Environment/Social/Governance). Dieser ergibt sich aus drei gleich gewichteten Kennzahlen: Reduktion der CO2-Emissionen, "Lernstunden pro Mitarbeiter" und der Kundenzufriedenheit. Das klingt nicht nur kompliziert, es ist es auch. Die Berechnungen und Erläuterungen der Vergütungsregeln sind derart komplex, dass dafür 30 Seiten im Geschäftsbericht benötigt werden.

"Die Neuausrichtung unseres Vergütungssystems ist ein weiterer wichtiger und konsequenter Schritt, die nächste Generation von Siemens nachhaltig zu gestalten", erläuterte Jim Hagemann Snabe, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG.

Siemens und das Kohleminenprojekt in Australien

Neu ist die Änderung des Vergütungssystems indes nicht. Siemens hatte diese bereits in einer Pressemitteilung Anfang Dezember des vergangenen Jahres verkündet. Angesichts der derzeitigen Proteste von Klimaschützern gegen die Beteiligung des DAX-Konzerns am Bau eines Kohlebergwerks in Australien lässt die Umstellung allerdings in einem anderen Licht stehen.

160 Klimaaktivisten protestieren in Frankfurt gegen Siemens

  160 Klimaaktivisten protestieren in Frankfurt gegen Siemens Rund 160 Klimaaktivisten haben laut Polizei am Montag in Frankfurt gegen die Entscheidung von Siemens protestiert, an der Lieferung einer Zugsignalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien festzuhalten. Siemens müsse seine Entscheidung überdenken, sagte am Abend ein Sprecher der Fridays-for-Future-Bewegung. Diese sprach von rund 300 Teilnehmern. Auch in anderen deutschen Städten gab es am Montag Proteste. © Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild Siemenschef Joe Kaeser. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte am Sonntagabend mitgeteilt, der Konzern werde an der Lieferung der Signalanlage festhalten.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2BK1b der Friedrich-List-Schule Mannheim, haben im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprojektes, Videos zum Thema

Kohlendioxid ( CO 2 ) macht mit einem Anteil von etwa 0,04 Prozent nur einen sehr geringen Teil der Weil der Ausstoß anderer Gase wie Methan und Distickstoffoxid stärker reduziert werden konnte, ist der Neben CO 2 trägt eine Reihe weiterer Gase wie Methan oder Lachgas zum Treibhauseffekt bei.

Greenwashing-Vorwürfe könnten nun laut werden. Kritiker könnten behaupten, es sei lediglich eine PR-Methode von Siemens, die darauf abziele, dem Unternehmen ein umweltfreundliches Image zu verleihen. Der Konzern sei sich darüber bewusst, sagte ein Sprecher dem stern und erwies deshalb noch einmal auf den Zeitpunkt der Ankündigung (Anfang Dezember) – und auf die bereits erreichten Ziele.

Die sprechen tatsächlich für sich. Siemens hat laut eigenen Angaben seit 2014 seine CO2-Emissionen um rund 41 Prozent gesenkt – von 2,2 Millionen auf 1,3 Millionen Tonnen im Geschäftsjahr 2019. Bis 2030 will das Unternehmen gar emissionsfrei sein. Ob Kritiker die Zahlen zufriedenstimmen werden, wenn sich Siemens weiterhin an solchen Projekten wie in Australien beteiligt, bleibt fraglich.

Der 5. Februar, der Tag der Jahreshauptversammlung, dürfte in jedem Fall spannend werden: Klimaschützer haben wegen der Beteiligung am Kohleminenprojekt bereits heftige Kritik und Proteste angemeldet.

Quellen: Welt / Siemens Pressemitteilung 

Meinung am Mittag: Kohlebergwerk in Australien: Ein GAU für die Reputation von Siemens

  Meinung am Mittag: Kohlebergwerk in Australien: Ein GAU für die Reputation von Siemens Siemens-Chef Joe Kaeser inszeniert sich gern als Vorkämpfer einer klimafreundlichen, moralischen Wirtschaft - im eigenen Laden ist seine Botschaft offenbar nicht angekommen. Ein GAU für die Reputation von SiemensIn der Klimadebatte ist dies immer noch eines der Hauptargumente vieler Manager: dass es in der Wirtschaft eben viele unterschiedliche Interessen gebe. Die der Aktionäre, der Kunden und dann eben noch der Gesellschaft. Das klingt dann, als würden Aktionäre und Kunden nicht zur Gesellschaft gehören.

Auf diesen zwei Tonnen CO 2 beruht auch das Klimaschutzziel von Deutschland bis 2050, das angesichts von aktuell üppigen zehn Tonnen pro Bewohner Da mir die Bundesregierung nicht gesagt hat, wie diese radikale CO 2 -Diät funktionieren soll, will ich es selbst herausfinden: Kommen bittere

Dieser massive Zufluss an Geldmittel in die Atomenergiebranche ist mit dem Wunsch der chinesischen Führung verbunden, die Industrie des Landes weniger abhängig von CO 2 -intensiven Energiequellen wie Kohle zu machen . Den Daten des Energieministeriums Chinas zufolge erzeugte Kohle etwa 70

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