Finanzen Überwachung: Künstliche Intelligenz ist das neue Plutonium

14:25  22 januar  2020
14:25  22 januar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

CES 2020: Technik, die entgeistert

  CES 2020: Technik, die entgeistert Elektroautos, riesige Fernseher, irgendwas mit KI: Die Technikmesse CES zeigt viel Bekanntes. Fällt der Branche nichts mehr ein? Vielleicht haben wir falsche Erwartungen. © David McNew/​AFP, David Becker/​Getty Images Ein Fest für die Augen ist die CES in Las Vegas immer. Die erste Enttäuschung auf der diesjährigen Technikmesse CES in Las Vegas kam von Samsung. Hinter der mit Spannung erwarteten Enthüllung von "Project Neon" steckten am Ende bloß lebensecht aussehende digitale Avatare.

All dies beschleunigt künstliche Intelligenz . Die Daten jedes Einzelnen sind dabei der digitale Treibstoff. Die verfolgte Journalistin Maria Ressa, die in ihrer Heimat, auf den Philippinen, die Erosion der Demokratie und Bürgerrechte Sie sind das neue Plutonium ." Die EU hat das erkannt.

Wie wird Künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt, unsere Gesellschaft und unseren Alltag verändern? Und wie gehen wir mit der neuen Technik um? Nicht zuletzt ermöglicht KI eine lückenlose Überwachung . In der chinesischen Stadt Rongcheng wird bereits ein KI-gestütztes

Alles im Blick: Künstliche Intelligenz hilft auch bei einer Massenüberwachung der Bürgerinnen und Bürger. © dpa Alles im Blick: Künstliche Intelligenz hilft auch bei einer Massenüberwachung der Bürgerinnen und Bürger.

Kommentar

Die Europäische Union überlegt, den Einsatz von KI sehr sorgfältig zu regulieren. Das ist gut, denn nicht nur die Chancen sind groß, sondern auch die Gefahren.

Künstliche Intelligenz ist das neue Plutonium

Der Zeitpunkt ist perfekt für die EU-Kommission, um den Entwurf eines Weißbuchs für den europäischen Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) in Umlauf zu bringen. Am vergangenen Wochenende diskutierte die Tech-Elite auf der Münchner Digitalkonferenz DLD erstaunlich pessimistisch über die digitale Zukunft. Seit Dienstag treffen sich nun Entscheidungsträger zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Da geht es für die Öffentlichkeit vor allem ums Klima. Aber wie schon im vergangenen Jahr ist auch KI ein bestimmendes Thema. Denn da gibt es eine mythische Zahl, die seit einiger Zeit kursiert.

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  Viel Kritik an Tech-Riesen auf der DLD-Konferenz Viel Kritik an Tech-Riesen auf der DLD-KonferenzKritiker amerikanischer Technologieriesen haben zum Auftakt der Innovationskonferenz DLD in München eine grundlegende Neuordnung der Digitalwirtschaft gefordert.

In diesem custom Erklärvideo erklären wir euch, was Künstliche Intelligenz ist - kurz KI. youknow ist einer der führenden Anbieter von Erklärvideos und

An künstlicher Intelligenz scheiden sich die Geister. Die einen bejubeln Chancen, die anderen sehen Killerroboter den 3. Weltkrieg führen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Diana Heinrichs, Gründerin und Geschäftsführerin der Lindera GmbH, hat

Um 15,7 Billionen Dollar soll KI spätestens von 2030 an das globale Bruttosozialprodukt jährlich erhöhen. Durch mehr Konsum und Einsparung von Arbeitsplätzen. Egal, was man von solchen Prognosen hält, kommt so eine Zahl in Umlauf, kann aus einer neuen Technologie eine ökonomische Naturgewalt werden. Die gesellschaftlichen Auswirkungen der KI werden jedenfalls allumfassend sein.

Der Weißbuch-Entwurf geht kundig und optimistisch an das Thema KI heran. Das wird viele überraschen, welche die EU-Kommission als Epizentrum fortschrittsfeindlichen Regulierungswahns ansehen, wie so viele aus der Tech-Branche. Doch der Entwurf hat im Blick, dass Europa bei der Entwicklung und Anwendung aufholen muss. Weil die positiven Effekte von KI in der Medizin, der Logistik, in der Qualitätskontrolle oder der Bekämpfung der Erderwärmung enorm sein könnten.

Sundar Pichai: „Dass KI reguliert werden muss, steht außer Frage“

  Sundar Pichai: „Dass KI reguliert werden muss, steht außer Frage“ Sundar Pichai: „Dass KI reguliert werden muss, steht außer Frage“Man müsse einen klaren Blick dafür haben, was bei neuen Innovationen an negativen Folgen entstehen könne, erklärt Pichai in einem Gastbeitrag für die Financial Times. Bedenken etwa bezüglich der teilweise negativen Folgen von Gesichtserkennung und anderen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz seien berechtigt. Es werde zwar einiges dafür getan, die Bedenken auszuräumen, „aber es werden unweigerlich noch mehr Herausforderungen auf uns zukommen, die kein Unternehmen oder keine Branche allein lösen kann“, so Pichai.

Künstliche Intelligenz wird die Gesellschaft verändern: Sie wird Chancen eröffnen, birgt aber auch Risiken. Das Bundesforschungsministerium fördert die KI-Forschung, um offene Fragen zu diskutieren, Potenziale zu erkennen und Gefahren abzuwenden.

Künstliche Intelligenz ist dank innovativer Technologien dabei sich von reagierenden Systemen zu selbstbewusst denkenden Maschinen zu entwicklen. Künstliche Intelligenz erlebt derzeit einen technologischen Sprung nach vorne. Denkende Maschinen scheinen nur noch eine Frage der Zeit.

Im Subtext darf man das so verstehen, dass das bei den Weltmarktführern USA und China schon passiert ist. Gleich zu Beginn betont der Text aber, die EU wolle dafür sorgen, dass bei der Entwicklung von KI europäische Werte und Prinzipien gewahrt bleiben. Europa mag bei der wirtschaftlichen Entwicklung digitaler Technologien notorisch hinterher sein. Den Einfluss der EU auf die Tech-Welt und ihr Ansehen bei vernünftigen Menschen darf man aber nicht unterschätzen. Über die europäische Datenschutz-Grundverordnung wurde erst weltweit geflucht. Inzwischen entwickelt sie sich zum internationalen Standard. Tech-Pioniere preisen sie als wegweisend. Gerade weil mit KI Daten zur Gefahr für den Einzelnen werden.

Was zum Beispiel mit Bürgerrechten passieren kann, enthüllte ebenfalls in diesen Tagen ein Bericht der New York Times über die Firma "Clearview AI". Die hat bei US-Behörden und aus dem Internet drei Milliarden Bilder von Menschen zusammengesammelt und diese Datenbank mit einer KI gekoppelt, die innerhalb von Sekunden Menschen identifizieren kann. Polizei- und Sicherheitsbehörden wie das US-Ministerium für Heimatschutz oder das FBI wären potenzielle Kunden. Für US-Bürger bedeutete der Einsatz dieser Technologie das Ende des Datenschutzes.

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  Weltwirtschaftsforum: Revolution in der Medizintechnik: Der Roboter wird Arzt Weltwirtschaftsforum: Revolution in der Medizintechnik: Der Roboter wird ArztDas Weltwirtschaftsforum (WEF) will Wege in die Zukunft aufzeigen. Schon seit einiger Zeit wird in Davos über neue Technologien im Gesundheitssektor gesprochen. Dieses Mal sind sich fast alle Experten einig, dass große Veränderungen bevorstehen. Denn die Technologien sind nicht mehr nur Prototypen, sondern etliche Ansätze werden bald im großen Stil in der Praxis eingesetzt.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz ? Das Forschungsgebiet " Künstliche Intelligenz " (KI) versucht, menschliche Wahrnehmung und Ein Messwerkzeug, das allgemein akzeptiert wird, ist der so genannte Turing-Test. Er wurde 1950 von dem britischen Mathematiker Alan Turing entwickelt: Ein

Google hat Grundsätze zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz veröffentlicht und schließt den Einsatz für Waffen und Überwachung aus. Google hat sich nach den jüngsten Diskussionen um ein Militärprojekt, bei dem Künstliche Intelligenz des Unternehmens eingesetzt werden soll, ethische

Bisher kannte man eine solch flächendeckende Nutzung von Gesichtserkennung für die Bevölkerungskontrolle aus China. Doch auch in Deutschland experimentieren Polizeikräfte mit solchen Methoden. Innenminister Horst Seehofer (CSU) möchte sie per Gesetz an Flughäfen und Bahnhöfen einführen. Dafür gibt es gute Gründe. Auch in Ländern aber, deren Rechtsstaatsverständnis eher mit dem europäischen im Einklang stehen, reicht ein leichter Rechtsruck in der Regierung, um in bislang rechtsstaatlichen Organen finstere Kräfte frei zu setzen. Das zeigt das Beispiel der US-Einwanderungsbehörde ICE, die sich unter Trump zum brutalen Rollkommando gewandelt hat.

Die EU hat die Gefahren erkannt

Das Weißbuch fordert deswegen ein Moratorium für solche Methoden. Das ist eine vernünftige Vorsichtsmaßnahme, auch wenn ja sein mag, dass künstliche Intelligenz mit Intelligenz nichts zu tun hat. Den hübschen Begriff hat sich der Mathematiker John McCarthy in den Fünfzigerjahren für einen Drittmittelantrag ausgedacht. KI ist nichts anderes als der nächste Entwicklungsschritt der Datenverarbeitung, der vor allem komplexe Rechenvorgänge wie die Analyse von Datenmustern automatisiert und dabei durch Maschinenlernen immer besser wird.

KI: EU-Kommission will mehr Transparenz bei Künstlicher Intelligenz

  KI: EU-Kommission will mehr Transparenz bei Künstlicher Intelligenz KI: EU-Kommission will mehr Transparenz bei Künstlicher IntelligenzNoch ist es nur eine Idee, aber die ist schon sehr konkret. Die EU-Kommission dürfte in Kürze vorschlagen, die Entwickler bestimmter Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu mehr Transparenz zu zwingen. Wenn die Produkte mit hohen Risiken etwa für Gesundheit oder öffentliche Sicherheit behaftet seien, so heißt es im Entwurf des KI-Weißbuchs der Behörde, sollten diese vor der Markteinführung kontrolliert werden. Unabhängige Tests der verwendeten Daten und Algorithmen sollten sicherstellen, dass die Produkte mit den EU-Bestimmungen vereinbar seien.

Die Künstliche Intelligenz soll unser Leben leichter machen, doch sie bringt auch Gefahren mit sich - für Künstliche Intelligenz macht das Leben leichter und bequemer, zumindest soll sie das in vielen Fällen tun. Eine neue Technologie zu entwickeln, bedeutet stets, dass die Forscher, Ingenieure

Hier erfahren Sie mehr über die Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung und Potenziale der Künstlichen November 2018 hat die Bundesregierung ihre Strategie Künstliche Intelligenz verabschiedet. Die Strategie wurde gemeinsam durch BMWi, BMBF

Was solche Prozesse auslösen können, diskutierte man bei der DLD am Beispiel Facebook intensiv. Das soziale Netz ist mit niedrigschwelliger KI darauf getrimmt, die Zeit der Nutzer auf der Seite und damit die Nutzerdaten und den Profit der Firma zu maximieren. Das ist per se nicht verwerflich. Nebenwirkungen waren jedoch die Erosion der politischen Diskurse und die Verstärkung gesellschaftlicher Spaltungen. Außerdem beeinflussen soziale Netzwerke das Verhalten ihrer Nutzer. Die Untersuchungen, welche Auswirkungen das auf Wahlen hatte, sind erst am Anfang.

All dies beschleunigt künstliche Intelligenz. Die Daten jedes Einzelnen sind dabei der digitale Treibstoff. Die verfolgte Journalistin Maria Ressa, die in ihrer Heimat, auf den Philippinen, die Erosion der Demokratie und Bürgerrechte beobachtet, warnte deswegen bei der DLD: "Daten sind nicht das neue Öl. Sie sind das neue Plutonium." Die EU hat das erkannt.

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