Finanzen Luftfahrt: Polnische Fluglinie LOT übernimmt Condor

22:30  24 januar  2020
22:30  24 januar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Reaktion auf Absturz von PS752: Lufthansa streicht alle Teheran-Flüge bis 20. Januar

  Reaktion auf Absturz von PS752: Lufthansa streicht alle Teheran-Flüge bis 20. Januar Die deutsche Airline Lufthansa reagiert auf eine Empfehlung des Bundesluftfahrtamtes: Teheran soll vorerst nicht mehr angeflogen werden. Die Lufthansa hat bis zum 20. Januar vorsorglich alle Flüge nach Teheran gestrichen. Grund sei die unklare Sicherheitslage für den Luftraum rund um den Flughafen der iranischen Hauptstadt, erklärte das Unternehmen am Freitag. In der Nähe von Teheran war am Mittwochmorgen eine Boeing 737 des Fluges PS752 der Ukraine International Airlines abgestürzt; zuletzt hatten sich Anzeichen für einen versehentlichen Abschuss der Maschine verdichtet.

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten genannt worden: Neben der polnischen Fluggesellschaft LOT der US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull. © dpa Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten genannt worden: Neben der polnischen Fluggesellschaft LOT der US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

Drei mögliche Käufer waren wohl bis zuletzt im Rennen um die Fluggesellschaft. Nach SZ-Informationen übernimmt nun LOT die deutsche Fluglinie.

Polnische Fluglinie LOT übernimmt Condor

Die Fluggesellschaft Condor fliegt unter neuem Eigentümer weiter: Nach monatelanger Suche hat die angeschlagene Airline einen Käufer gefunden. Nach SZ-Informationen ist dies die polnische Fluggesellschaft LOT.

Polens Regierungschef übt scharfe Kritik an Nord Stream 2

  Polens Regierungschef übt scharfe Kritik an Nord Stream 2 Vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Polen scharfe Kritik an der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 geübt. "Nord Stream 2 ist ein Schritt in die falsche Richtung", sagte der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki der "Welt" (Samstagsausgabe). Es gebe ein "Worst-Case-Szenario", das es zu vermeiden gelte: "Moskau darf nie in der Lage sein, die EU mit einem Gaslieferstopp zu erpressen." Zugleich hat der polnische Regierungschef nach eigenen Worten kaum Hoffnung, dass das Projekt durch die jüngsten US-Sanktionen gestoppt werden kann.

Es gehe darum, gemeinsam "mit dem neuen Eigentümer" über die Zukunft von Condor mit ihren rund 5000 Mitarbeitern zu informieren, hieß es in einer Mitteilung der Airline.

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten genannt worden: neben der polnischen Fluggesellschaft LOT, dem US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro

Nach der Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook im September hatte sich Condor nur mit einem staatlichen Überbrückungskredit in der Luft gehalten. Die Bundesregierung und das Land Hessen gaben ein Darlehen von 380 Millionen Euro, um die Suche nach einem Käufer zu erleichtern. Die Frankfurter Airline hatte in den vergangenen Jahren meist Gewinne eingeflogen und ist auch für deutsche Reiseveranstalter ein wichtiger Geschäftspartner.

Jacdec-Analyse: Das sind die unsichersten Airlines der Welt

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Zuletzt hatten die Condor-Beschäftigten Einschnitte hinnehmen müssen, um das Unternehmen für einen Käufer attraktiver zu machen. Ziel von Vorstandschef Ralf Teckentrup war es, die Gewinnaussichten der Airline mit Kostensenkungen zu verbessern und das Unternehmen möglichst als Ganzes zu verkaufen.

So wurde etwa beschlossen, 170 von 750 Jobs in der zentralen Frankfurter Verwaltung abzubauen. Jüngst hatte sich Condor zudem mit den Gewerkschaften Verdi und Ufo auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt, der die Streichung von 150 Flugbegleiterstellen vorsah.

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