Finanzen Proteste gegen Gigafabrik: Tesla-Chef Elon Musk schaltet sich ein

22:55  25 januar  2020
22:55  25 januar  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

T-Shirt erinnert an Scheiben-Fauxpas - Tesla Cybertruck

  T-Shirt erinnert an Scheiben-Fauxpas - Tesla Cybertruck Bei der Cybertruck-Premiere zertrümmerte der Chefdesigner die Seitenscheiben des Elektro-Pickups. Diesen Moment hat Tesla nun auf einem T-Shirt verewigt. © Tesla War es Absicht oder nicht, was damals bei der Cybertruck-Premiere in Los Angeles passierte? Darüber debattiert die Tesla-Community – und nicht nur die – seit dem vergangenen Herbst mindestens so aufgeregt wie über das Auto selbst.Chef-Designer beschädigt CybertruckWas war passiert? Franz von Holzhausen, der Chef-Designer der Marke, sollte auf Geheiß des Tesla-Chefs Elon Musk beweisen, dass der Elektro-Pickup kugelsicher ist.

Der E-Autohersteller nimmt öffentlich Stellung zu den Protesten der Anwohner in Grünheide. Er weist die Befürchtungen zurück.

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn A10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Fabrik. (zu «A10 für Bombensprengung zwischen Freienbrink und Erkner gesperrt») © Foto: dpa/Patrick Pleul Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn A10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Fabrik. (zu «A10 für Bombensprengung zwischen Freienbrink und Erkner gesperrt»)

Angesichts von Anwohner-Protesten gegen die geplante Giga-Fabrik in Grünheide hat sich jetzt erstmals Tesla geäußert. Konzernchef Elon Musk meldete sich sogar persönlich zu Wort, nachdem das Unternehmen bislang geschwiegen hatte: Über den Kurznachrichtenkanal Twitter wies Musk am Samstagmorgen Befürchtungen zurück, dass die geplante Europa-Gigafactory (GF4) mit ihrem Wasserverbrauch und wegen des gerodeten Kiefernwaldes gravierende negative Folgen für die Umwelt haben könnte.

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  Tesla: Autoexperte: Teslas Cybertruck ist extrem billig zu produzieren Laut Autoexperte Sandy Munro könnte der Cybertruck Tesla viel Geld sparen. Wegen der klaren Kanten und der nicht lackierten Oberfläche könnte man eine Fabrik für den Cybertruck zu einem Bruchteil der Kosten hinstellen, die Anlage für andere Pick-ups verschlingen. Als Elon Musk den Cybertruck vorstellte, elektrisierte die futuristische Form des Elektro-Pick-ups die Autowelt. Das kantige Design erinnerte an die Cowboy-Version von Sportwagen der 1970er-Jahre. Und das nicht von ungefähr, der Firmenchef selbst soll von einem alten Lotus inspiriert worden sein.

Es sei Zeit, ein paar Dinge klarzustellen, läutet Musk seinen Tweet ein. In den Antragsunterlagen hatte Tesla angegeben, dass die Fabrik pro Stunde 372 Kubikmeter Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz benötigt. Das entspricht dem Wasserverbrauch einer Stadt wie Brandenburg an der Havel, was um Grünheide hat Befürchtungen wachsen lassen.

Angaben seien nicht der Normalbetrieb

Tesla werde, so schreibt Musk nun, „nicht täglich so viel Wasser aus dem Netz verbrauchen.“ Die Angaben seien ein seltener Maximalverbrauch, nicht der Normalbetrieb. Für die Fabrik, in der ab Juli 2021 in der ersten Stufe einhunderttausend Elektroautos pro Jahr produziert werden sollen, muss ein Kiefernwald gerodet werden.

Dazu schreibt Musk: „Außerdem, das ist kein natürlicher Wald - es ist angepflanzt worden für die Papierherstellung & und nur ein kleiner Teil wird für die GF 4 verwendet.“ Am heutigen Samstag wollen in Grünheide sowohl Befürworter von Tesla als auch Gegner des Vorhabens demonstrieren, das mit einem Investitionsvolumen von vier Milliarden Euro und rund 8000 neuen Jobs die größte private Investition in Brandenburg seit 1990 wäre.

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Tesla hatte sich am Donnerstagabend auch mit Vertretern von Naturschutzverbänden getroffen. Dort teilte das Unternehmen mit, dass die Gigafactory weniger Wasser verbrauchen wolle als im Antrag angeführt, nämlich 238 Kubikmeter pro Stunde und nicht mehr 372 Kubikmeter. Auch der örtliche Wasserverband Strausberg/Erkner hatte jüngst Alarm geschlagen, dass die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Gigafactory derzeit nicht gesichert sei.

Am Freitagabend hatte Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) vor Ort in einer Bürgerversammlung Rede und Antwort gestanden.

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