Finanzen Strom für Wärmepumpen: Haushalte mit Wärmepumpen sind die Verlierer der Strompreisrally

18:20  24 november  2022
18:20  24 november  2022 Quelle:   wiwo.de

Wärmepumpe: lohnt sich der Einbau in älteren Häusern?

  Wärmepumpe: lohnt sich der Einbau in älteren Häusern? Seit der Energiekrise ist die Nachfrage nach Wärmepumpen riesig, auch für ältere Häuser. Ein Beispiel, wie sich das auch im Einfamilienhaus rechnet - und warum gute Beratung wichtig ist. © Kirchner-Media/Wedel/picture alliance Provided by Deutsche Welle Die Nachfrage nach Wärmepumpen boomt. 2021 wurden laut dem europäischen Wärmepumpenverband 2,2 Millionen Wärmepumpen in Gebäuden installiert, 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Bis 2030 werden fünfmal mehr Wärmepumpen jährlich eingebaut, so die Prognose des Verbands.

Der Strompreis für Wärmepumpen steigt schneller als der für den übrigen Verbrauch im Privathaushalt.   Foto: obshttp://img-s-msn-com.akamaized.net/tenant/amp/entityid/AA14vkHg.img?h=152&w=270&m=6&q=60&o=f&l=f © Bereitgestellt von Wirtschaftswoche Der Strompreis für Wärmepumpen steigt schneller als der für den übrigen Verbrauch im Privathaushalt.   Foto: obsdata-portal-copyright=

Die Ampelkoalition will den Strompreis auch für Haushalte mit neuen Wärmepumpen deckeln. Trotzdem setzt ihnen die aktuelle Lage zu – ausgerechnet beim Hoffnungsträger im Heizungsmarkt.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will auch den Strompreis für die in diesem Jahr angeschafften Wärmepumpen rückwirkend zum Januar 2023 deckeln. Normalerweise gilt die Preisbremse für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Für den Rest zahlen die Stromkunden den vollen Marktpreis. Da es bei neuen Wärmepumpen keinen vergleichbaren Verbrauch aus dem Vorjahr gibt, braucht es eine Sonderregel, an der die Ampelkoalition noch arbeitet.

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Die Ampelkoalition will sowohl den Preis für Haushaltsstrom als auch den für Wärmepumpen bei 40 Cent pro Kilowattstunde deckeln. Laut der Vergleichsplattform Verivox zahlen private Abnehmer für Haushaltsstrom im Schnitt bereits 40 Cent je Kilowattstunde. Bei Tarifen speziell für Wärmestrom sind es derzeit 36 Cent pro Kilowattstunde. Der Preisvorteil ist zuletzt erheblich geschrumpft.

Die Wärmepumpen-Lobby ist alarmiert. „Wir beobachten die Preissteigerungen beim Wärmestrom mit Sorge. Die Strompreisbremse, die den Preis bei 40 Cent je Kilowattstunde deckelt, setzt aktuell keine Anreize, sich für solche Tarife zu entscheiden“, sagt Johanna Otting, Referentin Politik & Energiewirtschaft beim Bundesverband Wärmepumpe (BWP).

Habeck kündigt Sonderregel für 2022 eingebaute Wärmepumpen an

  Habeck kündigt Sonderregel für 2022 eingebaute Wärmepumpen an Berlin. Nun also doch: Wirtschaftsminister Habeck hat bei der geplanten Strompreisbremse eine Sonderregelung für Besitzer von Wärmepumpen angekündigt. Der Grünen-Politiker sagte nach einem „Wärmepumpengipfel“, es solle eine Sonderberücksichtigung für Wärmepumpen geschaffen werden, die 2022 eingebaut wurden. © Bernd von Jutrczenka Robert Habeck äußert sich zusammen mit Martin Sabel (l), Geschäftsführer vom Bundesverband Wärmepumpe, und Jan Brockmann (r), Vorstandsmitglied vom Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Wärmepumpen sind die Wunderwaffe der Bundesregierung im Kampf gegen CO2-Emissionen durchs Heizen in Wohngebäuden. Als Ziel gibt die Bundesregierung aus, bis 2024 jährlich eine halbe Million Wärmepumpen neu zu installieren. Experten zweifeln daran, ob sich dieses Ziel umsetzen lässt. Steigende Baukosten und Engpässe bei Handwerkern könnten die Zahl der neu installierten Pumpen deutlich geringer ausfallen lassen.

Momentan wird in rund jedem zweiten Neubau in Deutschland eine Wärmepumpe installiert. Allerdings sanken zuletzt sowohl die Zahl der Fertigstellungen als auch die der Baugenehmigungen für Wohngebäude. Zudem lassen sich Wärmepumpen in Altbauten oft nur mit höherem Aufwand effektiv einsetzen. Das heißt, das Potenzial bei Bestandsimmobilien ist bisher begrenzt. Die Hersteller wollen die Effizienz ihrer Wärmepumpen verbessern, damit sie sich in mehr Altbauten wirtschaftlich nutzen lassen.

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  Nicht alle Kommunen vorbereitet: Katastrophenschützer warnt vor zeitweisen Stromausfällen im Winter Regional kann es laut Experten im Januar und Februar zu kurzen Blackouts kommen. Grund seien auch kontrollierte Abschaltungen zum Schutz der Gesamtversorgung. © Foto: Foto: dpa/ Moritz Frankenberg Fahrzeuge fahren am frühen Morgen an einem Strommast in der Region Hannover vorbei. Wegen der angespannten Lage bei der Energieversorgung wird es nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in den kommenden Monaten zu Stromausfällen in Deutschland kommen, die über das bisherige Maß hinausgehen.

Heizen ohne Putin

Mit Wärmepumpen sind Hauseigentümer – zumindest nicht direkt – auf fossile Energien wie Heizöl oder Erdgas angewiesen. Denn sie ziehen Energie aus der Umgebungsluft, dem Boden oder dem Grundwasser. Diese Energie geben sie über einen Wärmetauscher an die Heizung des Hauses ab. Für den Betrieb benötigen Wärmepumpen allerdings doch Strom. Dieser Strom kommt häufig noch aus dem Netz und damit eben auch aus Gaskraftwerken. Nur einen Teil erzeugen die Hauseigentümer selbst durch Solaranlagen.

Moderne Wärmepumpen erzeugen pro Kilowattstunde verbrauchtem Strom 4,0 bis 4,5 Kilowattstunden Wärmeenergie. Bei optimalen Bedingungen sind sie sehr effizient. Wie hoch die Stromrechnung für die Wärmepumpe in der Praxis ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Energiequelle der Pumpe, Heizleistung, Form der Heizkörper und energetischer Zustand der Immobilie.

Zieht die Wärmepumpe die Energie aus der Luft, verbraucht sie in der Regel mehr Strom, als wenn sie die Wärme aus dem Boden anzapft. Das liegt daran, dass Erdwärmepumpen konstantere und höhere Temperaturen nutzen können. Sie arbeiten daher effizienter. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpen in Deutschland insgesamt 127.000 Anlagen verkauft. Davon bezogen rund 100.000 Energie aus der Außenluft und 27.000 Wärme aus dem Erdreich.

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Je besser ein Haus gedämmt ist, desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe – unabhängig von der Bauart. Besonders wenig Strom benötigen Wärmepumpen, wenn die gespeicherte Energie an Fußbodenheizungen abgegeben wird. Dann reichen schon 35 Grad Wassertemperatur im Wasserkreislauf, um die Wohnräume auf 20 Grad aufzuheizen. Bei konventionellen Heizkörpern arbeitet die Wärmepumpe weniger effektiv. Der Stromverbrauch steigt.

Sondertarife für mehr Netzstabilität

Nach Angaben des BWP haben rund 40 Prozent der Haushalte mit Wärmepumpe einen speziellen Tarif für Wärmestrom abgeschlossen. Den Preisvorteil dieser Tarife gegenüber Haushaltsstrom begründen die Energieversorger unter anderem damit, dass Wärmepumpen nicht ständig Strom benötigen. Anders als beim Strom für Haushaltsgeräte fällt der Wärmestrom nicht gleichmäßig übers Jahr verteilt, sondern vor allem in der Heizperiode von Oktober bis Februar an.

Zudem wird der Wärmestrom teilweise zu anderen Tageszeiten benötigt als der Haushaltsstrom. Das hat technische Gründe. Eine Wärmepumpe benötigt Strom, um den Wärmespeicher in der Zeit aufzufüllen, in der nicht geheizt wird. Ist der Wärmespeicher voll, verbraucht die Pumpe keinen Strom. Der Verbrauchsverlauf von Wärmepumpen- und Haushaltsstrom unterscheidet sich im Tagesverlauf daher deutlich.

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Wärmestrom hat für die Energiewirtschaft noch einen weiteren Vorzug. Da die Netzbetreiber mit einem Steuerungssignal in den Betrieb der Wärmepumpen eingreifen können, ist die Nachfrage besser planbar als beim Haushaltsstrom. Dieser Vorteil solle sich auch bei der Ausgestaltung der Strompreisbremse in einer niedrigeren Deckelung des Preises für Wärmestrom, beispielsweise bei 35 Cent pro Kilowattstunde, niederschlagen, fordert Verbandsvertreterin Otting.

Großhandel benachteiligt Neukunden

Derzeit werden im Großhandel hohe Preise besonders für die Tageszeiten aufgerufen, in denen Wärmepumpen mehr Strom brauchen als der Rest des Haushalts. In den vergangenen zwölf Monaten holte daher der Preis für den Strom, den Wärmepumpen verbrauchen, deutlich gegenüber dem Preis für Haushaltsstrom auf. Dies belegen Zahlen von Verivox. So verteuerte sich Haushaltsstrom seit November vergangenen Jahres um 21 Prozent, bei Wärmestrom war es mit plus 41 Prozent fast doppelt so viel.

Laut Verivox schrumpft der Preisvorteil für Wärmestrom wegen des derzeit geringeren Wettbewerbs unter den Anbietern als beim Haushaltsstrom. Tatsächlich gibt es in Deutschland weniger Anbieter von Wärmestrom als von Haushaltsstrom. Sinkende Großhandelspreise können daher beim Strom für Wärmepumpen weniger stark durchschlagen. Stromanalyst Tobias Federico von Energy Brainpool hat noch eine weitere Erklärung: „Der Preisvorteil für Wärmestrom gegenüber Haushaltsstrom war in dem Ausmaß nicht durch unterschiedliche Verbrauchsmuster zu rechtfertigen. Jetzt reduzieren die Energieversorger das Risiko steigender Einkaufspreise, in dem sie die Tarife erhöhen.“

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 enormer Anstieg der Anzahl der allein lebenden Rentner in Oxfordshire. Als die Volkszählung im Jahr 2011 durchgeführt wurde, gab es 29.852 Menschen im Alter von 65 Jahren und lebten alleine in unserer Region. © Getty Stockfoto einer Frau, die aus ihrem Fenster schaut, aber die diesjährige Volkszählung zeigt, dass die Zahl auf 35.052 angestiegen ist - ein Anstieg von 17,4%. Dies bedeutet, dass jetzt 5.200 mehr Rentner auf eigenem leben als vor 10 Jahren. Der Anstieg wird wahrscheinlich noch ausgeprägter, da die Volkszählung von 2011 die Zahl der Menschen im Alter von 65 Jahren zählte, während die jüngste Volkszählung Menschen ab dem 66. Lebensjahr zählt.

Zwar will die Bundesregierung auch den Wärmestrom bei 40 Cent je Kilowattstunde deckeln. Das Risiko nach oben ist damit begrenzt. Trotzdem könnten die Eigentümer von Wärmepumpen unter dem Strich draufzahlen. Denn die Preise für Wärmestrom sind momentan weniger elastisch nach unten als die für Haushaltsstrom. Wenn die Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse nach unten gehen, profitieren die Haushalte mit Wärmepumpen daher weniger als des Rest der Stromverbraucher.

Wer sich gerade eine Wärmepumpe anschafft, muss zudem für Strom deutlich mehr zahlen als Bestandskunden. Der Energiekonzern Vattenfall beispielsweise verlangt in seinem Tarif Natur12 mit zwölf Monaten Preisgarantie von Neukunden 43 Cent je Kilowattstunde. Bestandskunden zahlen mit rund 24 Cent fast nur die Hälfte. Der wirtschaftliche Vorteil gegenüber Öl- und Gasheizungen ist somit geringer.

Hauseigentümer können allerdings den Stromverbrauch ihrer Wärmepumpe reduzieren, beispielsweise durch eine energetische Sanierung des Hauses. Allerdings sollten sich die Immobilienbesitzer zuvor von einem unabhängigen Experten beraten lassen. Bei Bestandsimmobilien kann sich die Kombination aus Dämmen und Wärmepumpe rechnen. Es gibt aber eben auch viele Fälle, bei denen die Rechnung nicht aufgeht.

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