Finanzen DGB: Viele empfinden Digitalisierung im Job als Belastung

12:30  01 dezember  2022
12:30  01 dezember  2022 Quelle:   msn.com

DGB-Landeschef will in SPD-Vorstand und fordert Entlastung

  DGB-Landeschef will in SPD-Vorstand und fordert Entlastung Offiziell ist der DGB parteiunabhängig, doch das Führungspersonal ist meist in der SPD. So auch der noch recht neue DGB-Chef im Südwesten. Nun will er auch bei den Genossen im Land ein Wörtchen mitreden.Burmeister hält es trotz der drei Entlastungspakete des Bundes für notwendig, dass auch das Land bedürftigen Menschen in der Krise unter die Arme greift. Es sei zwar richtig, dass Grün-Schwarz kleine und mittlere Firmen unterstützen wolle, doch viele ärmere Menschen wüssten nicht, wie sie über die Runden kommen sollen. «Es wäre eine Möglichkeit, das Wohngeld im Land aufzustocken.» Der Gewerkschafter könnte sich eine Einmalzahlung von 250 Euro vorstellen.

Nach einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fühlen sich 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland durch die Digitalisierung in ihrer Arbeitswelt belastet. Das geht aus der repräsentativen Befragung «Index Gute Arbeit 2022» hervor, deren Ergebnisse der DGB an diesem Donnerstag vorstellen wird. Der Report lag dpa vorab vor.

Eigentlich sollte die Digitalisierung vieles in der Arbeitswelt vereinfachen. Doch für manche ist sie eher zur Belastung geworden. © Uwe Anspach/dpa Eigentlich sollte die Digitalisierung vieles in der Arbeitswelt vereinfachen. Doch für manche ist sie eher zur Belastung geworden.

Demnach gab fast die Hälfte der Befragten an (46 Prozent), dass die Anforderungen im Arbeitsalltag durch Multitasking - also durch das gleichzeitige Ausführen mehrerer Prozesse - gewachsen seien. Mehr als ein Drittel (33 Prozent) fühlt sich während der Arbeit stärker überwacht.

Differenz zum Mindestlohn: Bürgergeld-Beispielrechnungen und ihre Tücken

  Differenz zum Mindestlohn: Bürgergeld-Beispielrechnungen und ihre Tücken Beschäftigte haben laut Beispielrechnungen deutlich mehr Geld zur Verfügung als Bürgergeldbezieher. Diese Vergleiche geben Aufschluss, müssen aber mit Vorsicht betrachtet werden.Auch die Mietkosten, die die Jobcenter bei Bürgergeldempfängern übernehmen, variieren je nach städtischem Mietspiegel. So hat ein Arbeitnehmer, der 38 Stunden die Woche für den Mindestlohn von zwölf Euro arbeitet, ein Nettogehalt von 1.527 Euro. Das geht aus Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für das Jahr 2023 hervor.

Knapp ein Viertel (23 Prozent) äußerte sich dagegen positiv und gab an, dass digitale Arbeitsmittel den Entscheidungsspielraum bei der eigenen Tätigkeit vergrößert hätten.

Für seinen Report hat der DGB in diesem Jahr bundesweit 6689 zufällig ausgewählte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aller Branchen, Berufe, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen und Betriebsgrößen befragt.

Digitale Kommunikation am häufigsten verbreitet

Die Ergebnisse seien «ein Alarmsignal», erklärte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. «Die Potenziale der Digitalisierung werden viel zu wenig genutzt.» Die Digitalisierung von Prozessen müsse eine Erleichterung für Beschäftigte sein und sie nicht belasten, sagte Fahimi. Wichtig sei es daher, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten an den Prozessen beteiligten. Dort, wo es einen Betriebsrat gebe, komme es viel seltener zur Überwachung von Arbeitnehmern durch digitale Technik, erklärte Fahimi.

Laut DGB-Umfrage nutzen 83 Prozent der Beschäftigten im Job digitale Arbeitsmittel - am häufigsten verbreitet ist demnach die digitale Kommunikation (79 Prozent). Ein Fünftel (21 Prozent) arbeite mit Künstlicher Intelligenz.

Die Corona-Pandemie habe einen «regelrechten Digitalisierungsschub» zur Folge gehabt, erklärte Fahimi. Damit verbunden sei die starke Ausbreitung mobiler Arbeit, die aber auch zu mehr Arbeitsverdichtung geführt habe. So hätten 26 Prozent der Befragten angegeben, seit dem pandemiebedingten Homeoffice häufig mit mehreren pausenlos aufeinanderfolgenden Videokonferenzen konfrontiert zu sein.

Halbleiterindustrie beflügelt Geschäfte bei Zeiss .
Die Produkte von Carl Zeiss sind gefragt. Der Elektronik- und Optikkonzern wächst ordentlich und kann sich über volle Auftragsbücher freuen.Am stärksten legte der Konzern im Geschäft mit Maschinen für die Halbleiterfertigung zu. Hier stiegen die Erlöse um ein Fünftel auf 2,7 Milliarden Euro. Die Kundennachfrage sei extrem hoch. «Die Digitalisierung ist ungebrochen.» Das treibe das Geschäft, sagte Vorstandschef Lamprecht weiter. Im Bereich der industriellen Messtechnik und der Mikroskopie wuchs der Umsatz um 15 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro.

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