Finanzen Folgen der Epidemie: Gefahr aus Fernost: Das Coronavirus bedroht die globalen Lieferketten

18:15  11 februar  2020
18:15  11 februar  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Coronavirus: Chinas Aktienkurse fallen um neun Prozent

  Coronavirus: Chinas Aktienkurse fallen um neun Prozent Die Börsen waren seit dem 24. Januar geschlossen gewesen. Zur Wiedereröffnung am Montag brachen die Kurse stark ein. Chinas Aktienkurse fallen um neun ProzentSorgen um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben Chinas Aktienmärkte um rund neun Prozent absacken lassen. Die Börsen öffneten am Montag erstmals wieder nach den - wegen des massenhaften Ausbruchs der Lungenkrankheit verlängerten - Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zum Handelsauftakt fielen wichtige Aktienindizes um rund neun Prozent.

Die chinesische Regierung hat über den Staatsrat eine Pressekonferenz abgehalten, um über das neue Coronavirus zu informieren. Den neusten Informationen

Die Epidemie durch das Coronavirus breitet sich in China weiter aus und könnte ihren Höhepunkt nach Einschätzung chinesischer Experten in zehn Sollten die Produktionsstopps in der chinesischen Industrie allerdings länger anhalten, wären auch die internationalen Lieferketten bedroht , warnt

Die Ertragsprognosen wackeln bereits. © ddp/Xinhua/Sipa USA Die Ertragsprognosen wackeln bereits.

Der neue Krankheitserreger sorgt für eine geringe Nachfrage aus China – teilweise bereits mit erheblichen Folgen. Deutsche Unternehmen sind alarmiert.

Eigentlich sollte in China am Montag der Arbeitsalltag wieder langsam anlaufen. Doch schon innerhalb der ersten Stunden des Tages ist klar: In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt läuft derzeit nichts normal.

Es ist still in Peking, so still, dass man die Vögel zwitschern hört. Kein Hupen, keine Motorengeräusche, kein Straßenlärm. Nur wenige Menschen sind draußen, Busse und U-Bahnen sind fast so leer wie während der wegen des Coronavirus verlängerten, insgesamt mehr als zwei Wochen dauernden Pause rund um das chinesische Neujahrsfest.

China verzichtet wegen Coronavirus auf Olympia-Quali

  China verzichtet wegen Coronavirus auf Olympia-Quali Das Coronavirus hat erneut Auswirkungen auf die Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August). Die chinesische Handball-Nationalmannschaft der Frauen verzichtet wegen des grassierenden Erregers auf eine Teilnahme an der Ausscheidungsphase in Ungarn (20. bis 22. März). Das gab der norwegische Verband unter Berufung auf den Weltverband IHF bekannt. Jetzt aktuelle Handball-Fanartikel kaufen - hier geht's zumDie chinesische Handball-Nationalmannschaft der Frauen verzichtet wegen des grassierenden Erregers auf eine Teilnahme an der Ausscheidungsphase in Ungarn (20. bis 22. März). Das gab der norwegische Verband unter Berufung auf den Weltverband IHF bekannt.

Global Ideas. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird Montagmittag gerechnet. Weniger Konsum, ruhende Fabriken, gefährdete Lieferketten - die chinesische Wirtschaft leidet unter dem Coronavirus , die Folgen sind auch weltweit schon zu spüren.

Die Gefahr für die EU ist gering. Bernd Riegert aus Brüssel. EU-Gesundheitsminister: Krisentreffen wegen Coronavirus . Die Europäische Union beobachtet im Krisenzentrum die Ausbreitung des Mit anderen Worten, die EU-Krisenzentrale sieht den Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht.

Auch bei den Unternehmen in China ist derzeit nichts normal. Seit Montag dürfen sie zwar offiziell in den meisten Provinzen und Städten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Doch die Bedingungen, unter denen der Arbeitsalltag wieder startet, sind eine große Herausforderung für die Wirtschaft.

Sie ist so groß, dass die Angst wächst, dass das Coronavirus nicht nur Menschenleben bedroht, sondern schon bald globale Lieferketten zum Reißen bringt. Hinzu kommt die sinkende Nachfrage aus dem gerade für deutsche Unternehmen so wichtigen Markt

Analysten kappen derzeit im Wochenrhythmus ihre Gewinnschätzungen für fast alle börsennotierten Unternehmen. Sobald diese ihre Bilanzzahlen für die ersten Wochen und Monate des Jahres überschlagen, dürften die Finanz- und Vorstandschefs den skeptischer werdenden Analysten folgen, besonders die exportstarken Unternehmen mit starkem Chinageschäft. 

Nike befürchtet „erhebliche“ Folgen für China-Geschäft

  Nike befürchtet „erhebliche“ Folgen für China-Geschäft Nike befürchtet „erhebliche“ Folgen für China-GeschäftBeaverton. Der Sportartikel-Riese Nike warnt vor geschäftlichen Nachteilen aufgrund des Coronavirus. Für Nike ist China einer der wichtigsten Absatzmärkte. Die Hälfte seiner Geschäfte dort hat der US-Konzern geschlossen.

Woher kam das neue Coronavirus ? Das Coronavirus 2019-nCoV tauchte erstmals im Dezember 2019 auf einem Fisch- und Wildtiermarkt im zentralchinesischen Wuhan auf. Coronavirus - Deutscher Patient ist außer Lebensgefahr Der Mann steckte sich bei einer chinesischen Kollegin an.

Was steckt hinter der Epidemie und wie groß ist die Gefahr wirklich? Darüber habe ich mit ihm gesprochen, um zunächst einmal die wichtigsten gesundheitlichen Fragen zu klären. Ich hoffe, euch hat dieses Video geholfen, das Coronavirus und seine Folgen besser zu verstehen.

Bei Daimler und Volkswagen wackeln angesichts des hohen China-Anteils bereits die Ertragsprognosen. Gewinnzuwächse von gut zehn Prozent, wie sie Analysten im Schnitt für die 30 Dax-Konzerne in diesem Jahr erwarten, sind angesichts ihres China-Anteils von 15 Prozent am Gesamtumsatz schon jetzt nicht mehr zu halten.

Viele Unternehmen spüren die Auswirkungen des Coronavirus und die harten Maßnahmen, die die chinesischen Lokalregierungen getroffen haben, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, schon sehr direkt. So läuft etwa bei dem deutschen Gesundheitskonzern Fresenius die Produktion in China zwar bereits wieder an. Entwarnung gibt es aber noch nicht. Denn an einzelnen Standorten haben die lokalen Behörden die Verlängerung der Neujahrsferien noch bis Ende der Woche angeordnet.

Teilweise werde die Kundennachfrage in der Zwischenzeit mit vorhandenen Lagerbeständen gedeckt, hieß es bei dem Unternehmen. Allerdings wisse man nicht, wie sich die aktuellen von der chinesischen Regierung auferlegten Quarantänebeschränkungen auf die künftige Lieferfähigkeit auswirken werde.

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Mittlerweile mehr als 1000 Todesfälle durch das neuartige Coronavirus - das ist die traurige (offizielle) Bilanz der Behörden in China. Die Weltgesundheitsorganisation richtet an diesem Dienstag und am Mittwoch einen Expertengipfel zum Coronavirus aus. Die WHO erhofft sich so einen schnellen und

"Auswirkungen auf die globalen automobilen Lieferketten " seien nicht auszuschließen. Etwa 1000 Beschäftigte in der deutschen Zentrale arbeiten im Die Epidemie habe "eine enorme wirtschaftliche Tragweite", gerade für die deutschen Autobauer, erklärt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Ähnlich sieht es beim Leverkusener Kunststoffhersteller Covestro aus: Sein Produktionsvolumen in China hat das Unternehmen bereits gedrosselt. Der Konzern betreibt ein großes Werk in Schanghai mit mehr als 2000 Mitarbeitern. Dort werden große Mengen des transparenten Kunststoffes Polycarbonat hergestellt, der in China in der Automobil- und Elektronikindustrie sowie in der Medizintechnik eingesetzt wird. Covestro leidet unter einer geringeren Nachfrage durch die verlängerte Zwangspause.

Hinzu kommt: Die industrielle Wertschöpfungskette mit Zulieferern, Logistik, Verpackung und Versand sei beeinträchtigt, da in vielen Provinzen Arbeiter und Angestellte aufgrund von Reisebeschränkungen ihre Arbeit nicht wie geplant oder nur verzögert aufnehmen können. Reise- und Transportbeschränkungen zwischen einzelnen Provinzen führten zu Verzögerungen bei der Kundenbelieferung sowie höherer Lagerhaltung.

Bosch und Trumpf haben ihre Werke in China nach der Zwangspause wieder hochgefahren, können aber noch nicht abschätzen, welche Auswirkungen die Krise auf ihre Geschäfte haben wird.

Coronavirus: Formel-1-Debüt in Vietnam findet wie geplant statt

  Coronavirus: Formel-1-Debüt in Vietnam findet wie geplant statt Im Gegensatz um Großen Preis von China findet das Formel-1-Debüt in Vietnam ungeachtet der Coronavirus-Epidemie wie geplant statt. Ferrari-Star Sebastian Vettel (Heppenheim) und Co. werden am 5. April in Hanoi um WM-Punkte kämpfen, sagte Le Ngoc Chi, Chefpromoterin des dritten Saisonrennens, der Nachrichtenagentur AFP. Die Strecke in der vietnamesischen Hauptstadt liegt rund 150 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt."Die Veranstaltung wird nicht abgesagt oder verschoben", sagte Chi, man beobachte die Situation aber "genau". Zuletzt hatte der Motorsportweltverband FIA das für den 19.

Die Epidemie durch das Coronavirus breitet sich in China weiter aus und könnte ihren Höhepunkt nach Einschätzung chinesischer Experten in zehn Sollten die Produktionsstopps in der chinesischen Industrie allerdings länger anhalten, wären auch die internationalen Lieferketten bedroht , warnt

In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der Behörden.

Die Bekleidungskette Peek & Cloppenburg rechnet dagegen bereits mit verspäteten Lieferungen in der Warenbeschaffung. „Aufgrund der verlangsamten Handelswege von Rohwaren, wie Stoffen und Garnen, in Fernost, sind auch aus anderen Produktionsländern mit Verzögerungen der Lieferungen zu rechnen“, heißt es bei den Düsseldorfern.

Schaden erst nach längerer Zeit abschätzbar

Unternehmen und Analysten tun sich derzeit schwer abzuschätzen, wie groß die Auswirkungen des Coronavirus auf Unternehmen am Ende sein werden. Die wirtschaftlichen Schäden einer solch ungewöhnlichen Krise ließen sich meistens erst nach mehreren Wochen oder Monaten wirklich abschätzen, sagt Nigel Todd, Direktor der deutschen Niederlassung des Versicherers Global FM. „Die meisten Unternehmen fallen jetzt erst einmal auf Notfallpläne zurück und schauen, ob sie Bauteile von alternativen Zulieferern bekommen können.“

So auch Siemens. Unternehmenschef Joe Kaeser hatte in der vergangenen Woche gesagt, der Konzern habe ein Team im Einkauf zusammengestellt, um sicherzustellen, dass das Unternehmen seine Komponenten und Teile fristgerecht bekomme. Aktuell könne man noch keine Aussagen zu konkreten Auswirkungen machen, was Einschränkungen in der Produktion oder in der Lieferkette betrifft, hieß es am Montag.

Coronavirus: RTL verzichtet auf Vor-Ort-Berichterstattung in Vietnam

  Coronavirus: RTL verzichtet auf Vor-Ort-Berichterstattung in Vietnam Fans von Sebastian Vettel und Co. müssen beim Formel-1-Debüt in Vietnam auf die gewohnte Vor-Ort-Berichterstattung von RTL verzichten. Der Kölner TV-Sender wird seine Mitarbeiter "aufgrund der nicht kalkulierbaren Verbreitung des Coronavirus und den Risiken für die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen" nicht nach Asien schicken.Der Große Preis von Vietnam in Hanoi am 5. April wird stattdessen aus Deutschland übertragen, die komplette Produktion der Live-Sendung nach Köln verlagert. "Wir haben eine hohe Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bei der ebenfalls durch ein Coronavirus verursachten SARS- Epidemie 2002/2003 waren weltweit 774 Tote gezählt worden. Weniger Konsum, ruhende Fabriken, gefährdete Lieferketten - die chinesische Wirtschaft leidet unter dem Coronavirus , die Folgen sind auch weltweit schon zu spüren.

Zu den Folgen der globalen Erwärmung zählt das Schmelzen der Gletscher, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels führt. Weitere Veränderungen durch die Erwärmung sind auch die Veränderungen des Wetters wie je nach Region höhere Temperaturen während des Winters oder starke Regenfälle.

Abgemildert wird die Situation etwas dadurch, dass die Coronavirus-Krise zunächst in eine Zeit fiel, in der China wegen der landesweiten Feiertage zum Neujahrsfest ohnehin stillsteht. Während der einwöchigen Feiertage werden die meisten Produktionsaktivitäten eingestellt, Werke, Behörden und Büros sind geschlossen. Auch die Woche danach ist traditionsgemäß ruhig.

Rigorose Sicherheitsmaßnahmen

Für Unsicherheit sorgen dagegen die Maßnahmen, die die chinesischen Behörden auf Provinzebene ergriffen haben, um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. So können viele Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen, weil an ihrem Wohnort Ausgangssperren verhängt wurden.

So darf in einigen Städten, etwa in den ostchinesischen Provinzen Hebei, Fujian, Jiangsu oder Anhui, nur noch ein Mitglied eines Haushalts alle zwei Tage die Wohnung verlassen, um einkaufen zu gehen. Auch die Anforderungen, die die Unternehmen erfüllen müssen, um den Betrieb wieder aufzunehmen, sind von Region zu Region und Stadt zu Stadt unterschiedlich. Mancherorts bekommt man etwa nur nach einer Begehung durch Behörden eine Genehmigung zur Wiedereröffnung.

Zugute kommt der deutschen Industrie bei ihren Produktionsstätten außerhalb Chinas die große Entfernung zu den chinesischen Zulieferern. „Bislang gibt es noch keine Anzeichen von größeren Störungen der Lieferkette für die deutsche Industrie“, sagt Eric Heymann, Experte für Industriekonjunktur bei Deutsche Bank Research. „Zu bedenken ist: Ein Frachtschiff braucht von China bis zu den nordeuropäischen Häfen etwa vier Wochen; das heißt, aktuell ist einfach noch viel Ware unterwegs.“ Je länger der Ausbruch des Virus die Wirtschaft in China lähmen werde, desto eher seien aber Störungen der Lieferkette wahrscheinlich.

China erwartet starken Rückgang im Außenhandel durch Coronavirus

  China erwartet starken Rückgang im Außenhandel durch Coronavirus China erwartet starken Rückgang im Außenhandel durch Coronavirus"Wir erwarten, dass das Import- und Exportwachstum im Januar und Februar stark zurückgehen wird", sagte der Direktor der Außenhandelsabteilung des Handelsministeriums, Li Xingqian, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Ausfuhren tragen etwa ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt des Exportweltmeisters bei.

"Auswirkungen auf die globalen automobilen Lieferketten " seien nicht auszuschließen. Die Epidemie habe "eine enorme wirtschaftliche Tragweite", gerade für die deutschen Autobauer Der Nachschub bleibt aus. Das Virus wird zunehmend zum Problem der global verzahnten Lieferketten .

So treiben die Folgen der Virus- Epidemie die Inflation: Die Verbraucherpreise, vor allem für Lebensmittel, stiegen im Jänner im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent Coronavirus -Krise bedroht Handy-Geschäft. Damit beginne die Coronavirus - Epidemie die globalen Lieferketten zu belasten.

„Wir beziehen rund 750 unterschiedliche Teile für unsere Mulfinger Produktionswerke aus China“, sagt Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ebm-Papst Gruppe. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Ventilatoren. Nach jetzigem Stand reiche die Versorgung mit den wichtigsten Bauteilen circa vier Wochen ohne Beeinträchtigung der Produktion, so Brandl.

Zulieferer aus China beliefern auch deutsche und europäische Werke des Volkswagen-Konzerns. Der Wolfsburger Autohersteller bezieht aus der Volksrepublik vor allem elektronische Bauteile wie Leiterplatten. „Noch sind die Kollegen relativ entspannt“, beschrieb ein VW-Sprecher am Montag die aktuelle Lage.

Wegen der längeren Transportwege und der damit verbundenen Unsicherheiten gebe es bei Teilen aus China grundsätzlich größere Lagervorräte als bei Lieferungen deutscher und europäischer Zulieferer. Bei Volkswagen reichten die Vorräte für die Bauteile aus China für vier bis acht Wochen, so der Sprecher weiter.

Alternative Bezugsquellen gefragt

Aus Volkswagen-Sicht ist aber entscheidend, dass die Produktion bei den Zulieferern in China nun wieder stabil anläuft. Bei länger anhaltenden Produktionspausen in der Volksrepublik könnte der Autokonzern dann doch Probleme in der Fahrzeugfertigung in Deutschland und Europa bekommen.

Zugleich hält VW Ausschau nach alternativen Bezugsquellen, sollte die Produktion bei den chinesischen Zulieferern nicht in gewohntem Maß anlaufen. „Die nächsten Wochen werden entscheidend für alle Autohersteller sein“, sagte Globaldata-Analyst David Legget.

Fiat-Chrysler-Chef Michael Manley hatte erst kürzlich Andeutungen gemacht, dass auch bald die Produktion in Europa von Lieferengpässen aus China betroffen sein könnte. Noch gebe es keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gruppe, sagte ein Sprecher. Wenn sich die Situation in China jedoch verschlimmere, werde innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen ein Risiko für eines der Werke in Europa entstehen.

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Globale Epidemien . Die Folgen sind dramatisch: Teile von ortsansässigen Firmen werden ins billigere Ausland verlagert, die jeweiligen Arbeitnehmer Zum einen sieht man die Folgen auf dem Arbeitsmarkt, den man nicht mehr nur regional oder national betrachen sollte, sondern auch weltweit.

Anders sieht es an räumlich näher an China grenzenden Produktionsstandorten aus. Der Automobilhersteller Renault musste bereits bei einem Werk in Südkorea die Produktion zeitweise einstellen, weil es keine Teile mehr aus China erhält. Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor stellte schon am Dienstag voriger Woche die Produktion einiger Modelle ein, weil Bauteile aus China fehlten. Seit Montag ruht erstmals seit der Asienkrise im Jahr 1997 die Arbeit in allen sieben heimischen Werken. Auch die Tochtergesellschaft Kia stoppt vorerst die Produktion, genauso wie Ssangyong. 

Noch glaubt Hyundai allerdings, dass sich die Verluste in Grenzen halten werden. Die Koreaner konnten Bauteile teilweise aus Südostasien ersetzen. Bereits diese Woche wollen sie ihre koreanische Produktion wenigstens teilweise wieder anlaufen lassen. Auch Ssangyong und Renault erwarten, dass sie ihre Produktion innerhalb dieser Woche wieder aufnehmen werden, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.

Besonders die deutschen Autohersteller sind jedoch auch abhängig vom Absatz in der Volksrepublik, der durch das Coronavirus leidet. Ferdinand Dudenhöffer, Automobilprofessor an der Universität Duisburg-Essen geht nicht davon aus, dass alle Nachfrage- und Produktionsausfälle wieder in diesem Jahr „aufgeholt“ werden, sagte er dem Handelsblatt. Besonders von dem Nachfragerückgang durch das Coronavirus betroffen sind neben der Autobranche Tourismusunternehmen, Fluggesellschaften und Einzelhandelsunternehmen mit Geschäft in China.

Auch französische Autozulieferer hat es hart getroffen. Viele Firmen haben in Wuhan ihren Produktionsstandort, dem Epizentrum des Virus. Seit dem 23. Januar ist die Stadt abgeriegelt, Menschen kommen nur in absoluten Ausnahmefällen aus der Millionenmetropole raus.

In Wuhan allein sitzen rund 100 französische Automobil-Ausrüster. „Wir wissen nicht, bis wann die Werke geschlossen und die Transporte unterbrochen bleiben“, zitiert die Wirtschaftszeitung „Les Echos“ einen von ihnen.

China ist auch das Zentrum der Elektronikbranche. Ob Apple oder Amazon, Dell oder Hewlett-Packard – kaum ein Unternehmen, das dort nicht fertig oder zumindest Teile einkauft. Daher ist die Unsicherheit über die Auswirkungen des Coronavirus groß: Sollten die Fabriken von Auftragsfertigern wie Foxconn und Pegatron für eine längere Zeit geschlossen bleiben und die Arbeiter nicht durchs Land reisen können, dürfte sich das massiv auf die Produktion auswirken

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