Finanzen Corona-Epidemie: Europas Plan gegen das Virus

12:15  14 februar  2020
12:15  14 februar  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Wirtschaftspolitik: FDP fordert von Altmaier Krisengipfel zu Coronavirus

  Wirtschaftspolitik: FDP fordert von Altmaier Krisengipfel zu Coronavirus Wirtschaftspolitik: FDP fordert von Altmaier Krisengipfel zu Coronavirus

Noch ist die Lage in Europa unter Kontrolle: 43 am Coronavirus erkrankte Patienten haben die Behörden bislang gezählt, darunter 16 in Deutschland. So könnten Passagiere aus Gebieten mit dem Coronavirus bei der Einreise nach Europa demnächst nach möglichen Infektionsrisiken befragt werden.

Das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa sich anzustecken, wird von der Mit anderen Worten, die EU-Krisenzentrale sieht den Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht. Seit der internationalen Gemeinschaft der Ausbruch des Virus bekannt ist, war die Zusammenarbeit zwischen

Die Blutproben werden auch zur Herstellung einen Impfstoffs verwendet. © imago images/Future Image Die Blutproben werden auch zur Herstellung einen Impfstoffs verwendet.

Die Zahl der Infizierten steigt drastisch. Die EU wappnet sich für eine Pandemie. Die Krise gefährdet das Wachstum – und die Versorgung mit Arzneimitteln.

Noch ist die Lage in Europa unter Kontrolle: 43 am Coronavirus erkrankte Patienten haben die Behörden bislang gezählt, darunter 16 in Deutschland. Bisher sei es gelungen, infizierte Patienten schnell zu identifizieren und zu isolieren, lobt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Damit habe eine weitere Verbreitung in der EU gestoppt werden können. Angesichts der Lage in China könne die Situation aber „durchaus noch schlechter werden, bevor es besser wird“.

Coronavirus: Endlich umfassende Daten aus China

  Coronavirus: Endlich umfassende Daten aus China Bei 80 Prozent verläuft die Infektion harmlos, gefährdet sind vor allem sehr alte Menschen. Skepsis gegenüber den neusten Zahlen aus China bleibt aber angebracht. Es ist bislang die umfangreichste Studie, die das chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention (CCDC) zum neuen Coronavirus veröffentlicht hat. Die gewonnenen Daten können helfen, genauer abzuschätzen, wie bedrohlich COVID-19 tatsächlich ist.In die Analyse flossen insgesamt 72.314 Patientenakten ein – 44.672 (61,8 Prozent) bestätigte Fälle, 16.186 (22,4 Prozent) Verdachtsfälle, 10.

Fokus Europa . China hofft auf ein Ende der Virus - Epidemie bis April. Um die Ansteckungsgefahr durch das neuartige Corona - Virus einzudämmen, leben in Hubei und den Nachprovinzen rund 60 Millionen Chinesen inzwischen unter quarantäneähnlichen Bedingungen, wie Reuters meldet.

Das Corona - Virus in Europa . von Kai Jochens & Carsten Behrendt. Die EU will gemeinsam gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorgehen, die Staaten müssten so eng wie möglich zusammenarbeiten.

In der Volksrepublik sind schon mehr als 1.300 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben, landesweit gibt es fast 60.000 Coronavirus-Fälle. Die chinesische Provinz Hubei, aus dem das Virus vermutlich stammt, meldete am Donnerstag rund 14.800 neue Infektionen – ein drastischer Anstieg, den die Behörden auf Änderungen bei der Diagnose der Krankheit zurückführen. Also eine Bereinigung der Dunkelziffer.

Experten für Infektionskrankheiten verfolgen die Entwicklung beim Coronavirus mit Sorge. „Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation“, erklärte das Robert-Koch-Institut. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland sei aktuell zwar weiterhin gering. Doch: „Es ist offen, ob es gelingen wird, die weltweite Ausbreitung des Erregers einzugrenzen.“

Börsen trotzen Corona - wo Rückschlagspotenzial lauert

  Börsen trotzen Corona - wo Rückschlagspotenzial lauert Noch immer steigt die Zahl der Corona-Infizierten und -toten, ein Medikament ist nicht in Sicht. Trotzdem haben die Weltbörsen in den vergangenen Tagen neue Höchststände getestet. Der DAX nahm sein im Januar erreichtes Rekordhoch von 13640 Punkten wieder ins Visier und verfehlte es am Donnerstag nur um 34 Punkte. Noch in der Vorwoche war der Leitindex unter die Marke von 13000 Punkten gerutscht. "Der Kampf gegen das Virus wird Chinas Wirtschaftswachstum spürbar verlangsamen", sagte Yi Sun von der Beratungsfirma EY (siehe Interview rechts). Sie hält die Beeinträchtigungen aber für vorübergehend.

Brüssel Hinsichtlich der Corona - Epidemie rechnet Bundesgesundheitsminister Spahn nicht mit einer schnellen Entspannung der weltweiten Lage. Daneben befürchtet Spahn im Kampf gegen das neuartige Corona- Virus erhebliche Arzneimittel-Engpässe in Europa .

Die Corona -Infektionen in der EU sind niedrig. Aus der Epidemie in China könnte immer noch eine weltweite Seuche werden, meint Gesundheitsminister Jens Deutsche Welle: Welche zusätzlichen Maßnahmen müssen Europa und Deutschland ergreifen, um zu verhindern, dass das Corona - Virus

Um für diesen Fall gewappnet zu sein, haben sich Spahn und seine Kollegen aus den anderen 26 EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel versammelt. Auf der Arbeitsebene stimmen sich die nationalen Behörden bereits seit einigen Wochen ab mit der EU-Kommission, dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und der Weltgesundheitsorganisation.

Aber die Minister wollen die Zusammenarbeit vertiefen, Unstimmigkeiten ausräumen – und den Bürgern zu Hause Handlungsfähigkeit demonstrieren. So könnten Passagiere aus Gebieten mit dem Coronavirus bei der Einreise nach Europa demnächst nach möglichen Infektionsrisiken befragt werden.

Die Minister wollen zudem sicherstellen, dass genügend Schutzmasken oder Handschuhe für Ärzte und Krankenpfleger zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission soll den Bedarf der Länder sammeln und zu Großbestellungen bündeln. Damit würden die Aufträge für die voll ausgelasteten Hersteller „interessanter“, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn.

Börsen trotzen Corona - wo Rückschlagspotenzial lauert

  Börsen trotzen Corona - wo Rückschlagspotenzial lauert RB Leipzig hat sich dank des torlosen Remis im Spitzenspiel beim FC Bayern erstmals einen Punkt in München gesichert. Borussia Dortmund stellte unterdessen trotz der Niederlage in Leverkusen einen Rekord ein. Alle wichtigen Zahlen und Fakten zum 21. Spieltag der Bundesliga.

Bisher halten sich die Coronafälle in der EU und Großbritannien in Grenzen. Forscher warnen aber vor einer Ausbreitung und einer möglichen Pandemie in Europa .

Kurz nach dem Ausbruch der Epidemie in China hatten die dortigen Behörden die Gensequenz des Virus veröffentlicht. Der chinesische Präsident Xi Jinping nannte die Lage "immer noch sehr ernst" und forderte "entschiedenere Maßnahmen" im Kampf gegen die Lungenkrankheit.

Eine schnelle Ausweitung der Produktion von Atemschutzausrüstung ist aber schwierig. Hersteller wie die deutsche Drägerwerk AG verzeichnen eine sprunghaft gestiegene Nachfrage. Die beiden Standorte der Lübecker Firma in Schweden und Südafrika sind voll ausgelastet, die Bestellungen übersteigen die Kapazitäten bei Weitem.

Abhängig von Medikamenten aus China

Die Gesundheitsminister befürchten auch Lieferengpässe bei Medikamenten. Ein großer Teil der Produktion von Wirkstoffen für Medikamente ist in China angesiedelt, noch dazu in der vom Virus schwer getroffenen Gegend um die chinesische Millionenmetropole Wuhan. Derzeit reichen die Lägerbestände in der EU noch aus.

Spahn warnte aber, der Produktionsstopp in China und der besonders betroffenen Provinz Hubei könne sich in einigen Wochen in Europa bemerkbar machen, wenn die Lieferungen per Schiff ausblieben.

Die Minister beauftragten die Kommission damit, mögliche Knappheiten zu analysieren und Gegenmaßnahmen vorzuschlagen. Mögliche Alternativen müssten geprüft werden, sagte Spahn, um „woanders Produktionskapazitäten auch mit entsprechender Unterstützung zu erhöhen“.

China: Virus des Widerstands

  China: Virus des Widerstands China: Virus des Widerstands

Die Corona - Epidemie hat Folgen für das internationale Kulturgeschehen: Die Kunstmesse "Art Basel Hongkong" wurde abgesagt. Zutritt verboten: Chinesische Mauer in Teilen geschlossen. Im Kampf gegen das Coronavirus machen Chinas Behörden auch vor historischen Stätten nicht Halt.

Brüssel Hinsichtlich der Corona - Epidemie rechnet Bundesgesundheitsminister Spahn nicht mit einer schnellen Entspannung der weltweiten Lage. Daneben befürchtet Spahn im Kampf gegen das neuartige Corona- Virus erhebliche Arzneimittel-Engpässe in Europa .

Eine kurzfristige Lösung ist nach Ansicht von Experten aber kaum machbar. Zwar werden auch in Indien in großem Stil beispielsweise Antibiotika hergestellt. Doch auch die dortigen Firmen beziehen die Wirk- und Trägerstoffe aus China.

Schon vor der Corona-Krise sah die Politik in Deutschland angesichts von Lieferengpässen bei Arzneimitteln Handlungsbedarf. Ein am Donnerstag vom Bundestag verabschiedetes Gesetz sieht vor, dass Pharmafirmen künftig von den Behörden verpflichtet werden können, die Bestände bei versorgungsrelevanten Arzneimitteln zu melden.

Bei Engpässen kann angeordnet werden, dass die Firmen oder Arzneimittelgroßhändler größere Mengen dieser Präparate auf Vorrat lagern müssen. „Das sind erste Schritte“, sagte der CDU-Arzneimittelexperte Michael Hennrich dem Handelsblatt. „Ganz viel wird aber davon abhängen, die Wirkstoffproduktion nach Europa rückzuverlagern.“ Spahn plant, die Stärkung der Arzneimittelproduktion in Europa auf die Agenda der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr zu setzen.

Außerdem ist in Brüssel die Sorge groß, dass die Coronavirus-Krise die Wirtschaft in Europa empfindlich trifft. Das Virus stelle ein „Schlüsselrisiko“ für das Wachstum in der Europäischen Union dar, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Betroffen seien „die Lieferketten der Industrie, die Verkehrs- und die Reisebranche“.

Coronavirus: Plötzlich Krisenmanager der ersten Stunde

  Coronavirus: Plötzlich Krisenmanager der ersten Stunde Lange wurde die Lokalregierung für die Vertuschung des Virus verantwortlich gemacht. Nun heißt es plötzlich, dass Staatschef Xi Jinping früh Bescheid wusste. Die neue Strategie ist für ihn nicht ungefährlich.• Nun veröffentlichten Staatsmedien allerdings eine Rede, nach der Staatschef Xi Jinping schon Anfang Januar vom Ausbruch Bescheid wusste.

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Fokus Europa . Frag den Lesch. Buchstäblich Land in Sicht für die "Westerdam": Aus Angst vor dem Corona - Virus durfte das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff an mehreren asiatischen Häfen nicht andocken. Dabei sind bislang keine Virus -Fälle an Bord bekannt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros China hofft auf ein Ende der Virus - Epidemie bis April.

Auswirkungen von Corona noch begrenzt

Zwar seien die Corona-Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal dieses Jahres wahrscheinlich noch „begrenzt“. Das ganze Ausmaß der ökonomischen Folgen sei derzeit aber noch nicht absehbar. Alles hänge von „Dauer und der Ausdehnung“ der Epidemie ab.

Der Kommissar verwies auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft. Beim Ausbruch des Sars-Virus im Jahr 2003 habe China einen Anteil von 4,5 Prozent an der Weltwirtschaft gehabt. Heute betrage der chinesische Anteil auf 17,7 Prozent. Die weitgehende Abschottung Chinas wirke sich kurzfristig vor allem auf die Reisebranche aus, denn sie mache mittlerweile 18 Prozent ihres globalen Umsatzes mit chinesischen Kunden.

In China hat die Coronavirus-Krise nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Konsequenzen. Am Donnerstag verkündeten die chinesischen Staatsmedien, dass Schanghais Bürgermeister Ying Yong den Parteichef der besonders hart vom Coronavirus betroffenen Provinz Hubei, Jiang Chaoliang, ersetzen werde. Auch Wuhans Parteichef Ma Guoqing solle abgelöst werden. Bereits am Dienstag waren die Leiter der Gesundheitskommission Hubeis entlassen worden.

Beobachter werten den Personalwechsel als Zeichen der Unzufriedenheit der chinesischen Führung mit den örtlichen Funktionären. Am Mittwochabend hatte der Ständige Ausschuss des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas unter Leitung des Staats- und Parteichefs Xi Jinping eine weitere Krisensitzung abgehalten.

Schwarzer Humor: "Virus muss schneller sein, um mich zu kriegen" – Tottenham-Profi blamiert sich mit Corona-Witz

  Schwarzer Humor: Der englische Fußball-Nationalspieler Dele Alli hat sich mit einem Scherz über das Coronavirus blamiert. In einem Snapchat-Video machte er sich mit Mundschutz maskiert über einen mutmaßlich asiatisch-stämmigen Mann und das tödliche Virus lustig. Mit einem an einem Flughafen gedrehten Snapchat-Filmchen hat sich Englands Nationalstürmer Dele Alli am Wochenende blamiert. Wie britische Medien berichteten, war der 23-Jährige in dem Clip mit einem Mundschutz zu sehen. Zudem soll er einen asiatisch aussehenden Mann gefilmt und danach auf eine auf einem Tisch liegende Flasche mit Desinfektionsmittel geschwenkt haben.

Corona - Virus bekommt WHO-Bezeichnung. Experten der Weltgesundheitsorganisation sind in Genf zusammengekommen, um über Impfungen und Therapien gegen die Trotz eines Verbots war Guaidó vor gut drei Wochen nach Kolumbien, Europa und in die Vereinigten Staaten gereist, um für

Im Moment breitet sich das Virus in Europa tatsächlich nicht sehr effizient aus. Allerdings haben wir das Problem, dass wir nicht wissen, ob sich das Virus auch überträgt durch Personen, die wir nicht erkennen, weil sie Wenn sich das Corona - Virus einnistet, werden wir eine neue Epidemie haben.

Die Führung in Peking versucht, sich mit den Entlassungen vom Umgang der Provinz mit dem Virus zu distanzieren. Hubeis und Wuhans Kader hatten die Ernsthaftigkeit der Lage anfangs vertuscht und damit die Eindämmung des Coronavirus‘ verzögert.

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EY-Studie: Virus dämpft Kauflust der Chinesen für AuslandsfirmenDie Ausbreitung des Corona-Virus wird sehr wahrscheinlich auch die Unternehmenskäufe chinesischer Konzerne im Ausland bremsen. „In diesen Tagen hat in China die Eindämmung des Virus oberste Priorität. Je nachdem, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickelt, könnte es daher zu einem Rückgang der Transaktionsaktivitäten im ersten Vierteljahr kommen“, sagt Yi Sun, Partnerin und Leiterin der China Business Services für den deutschsprachigen Raum bei der Beratungsgesellschaft EY.

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