Finanzen Corona-Krise trifft bildende Künstler hart: Jeder zweite Berliner Kulturschaffende beklagt drastische Einnahmeverluste

06:45  26 märz  2020
06:45  26 märz  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

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hart : Jeder zweite Berliner Kulturschaffende beklagt drastische Einnahmeverluste . des Einkommens oder mehr weg: Viele bildende Künstler spüren die Corona - Krise schon jetzt sehr deutlich.

Hannover (dpa/lni) - Das niedersächsische Kulturministerium will Künstlerinnen und Künstler finanziell in der Corona - Krise unterstützen. Diese Hilfsmaßnahme richte sich ausdrücklich nicht nur an Kleinunternehmer, sondern auch an solo-selbstständige Künstler und Kunstschaffende .

Bedroht durch akute finanzielle Probleme: Die Künstlerinnen und Künstler in Berlin. © Foto: Britta Pedersen/dpa Bedroht durch akute finanzielle Probleme: Die Künstlerinnen und Künstler in Berlin.

Auf einmal sind drei Viertel des Einkommens oder mehr weg: Viele bildende Künstler spüren die Corona-Krise schon jetzt sehr deutlich.

Laut einer Umfrage des Berufsverbands bildender Künstler*innen (BBK) sind die finanziellen Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Bildende Kunst verheerend. Mehr als die Hälfte der Befragten verlieren laut Umfrage mehr als 75 Prozent ihres monatlichen Einkommens, ein Viertel gab an, mehr als 2.000 Euro ihres Einkommens in den kommenden vier Wochen zu verlieren.

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Berlin . Künstler rechnen während der Coronakrise mit massiven Einschnitten bei ihren Einkommen. Einer Umfrage zufolge gehen 58 Prozent der Berliner Kunstschaffenden davon aus, mehr als 75 Prozent ihres monatlichen Einkommens zu verlieren.

Kulturschaffende beklagen drastische Einnahmeverluste (Tagesspiegel). E.ON verschiebt wegen der Corona - Krise die für den 13. Mai geplante ordentliche Hauptversammlung und damit auch die versprochene Dividendenzahlung von 0,46 pro Aktie.

„Über drei Viertel der Teilnehmer*innen sind besorgt, die nächste Miete oder grundlegende Lebenshaltungskosten nicht mehr bezahlen zu können. Über 90 Prozent bekommen bei anhaltenden Infektionsschutzmaßnahmen in den nächsten Monaten akute finanzielle Probleme“, heißt es in der Pressemitteilung zur Umfrage.

„In der Kunstwelt sind schriftliche Vereinbarungen oder Verträge rar, so dass fast die Hälfte der Teilnehmer*innen über 75 Prozent ihres wegfallenden Einkommens nicht nachweisen können. Fast 90 Prozent der laufenden oder geplanten Ausstellungen, Residencies etc. wurden abgesagt. Jedoch sind Künstler*innen bei über der Hälfte dieser Projekte in finanzielle Vorleistung gegangen. Mehr als die Hälfte aller geplanten Vorhaben wurden nicht verschoben sondern ersatzlos gestrichen.“

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Die Absage von Messen und Veranstaltungen treffe die Künstler stark, denn Honorare würden oft nur bei der Durchführung der Veranstaltung fällig. Das Kulturleben von Berlin und anderen deutschen Metropolen ist von diesem Mittwoch an wegen des neuen Coronavirus drastisch eingeschränkt.

Mittelständische Immobilienunternehmen spüren die Corona - Krise bereits deutlich. "Es gibt Verzögerungen auf Baustellen und bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, Mietstundungen und einen starken Rückgang der Nachfrage", sagte der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien

Forderung nach Berliner Sofortprogramm

Mehr als die Hälfte der Befragten geben an, sich eine Soforthilfe für Kunst- und Kulturschaffende zu wünschen, wie es sie in Bayern bereits gibt. Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das Betriebe und Freiberufler unterstützt, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Situation geraten sind. Grundlage für die Hilfe ist eine eigene Einschätzung, das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

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Die Blitzumfrage des BBK erfasste Antworten von insgesamt 2.021 Künstlerinnen und Künstlern in Berlin. Das sei ein Viertel bis ein Fünftel der Gesamtheit der in Berlin lebenden Kunstschaffenden, weshalb die Studie belastbare Ergebnisse liefere. Der Berufsverband fordert angesichts der Umfrage ein unbürokratisches Sofortprogramm zur beruflichen Existenzsicherung auch für Berliner Kunstschaffende.

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Berliner Kulturförderung. Die Kulturverwaltung des Senats fördert die Kulturlandschaft mit rund 600 Die Landeshaushaltsordnung unterscheidet zwischen temporärer ( Künstler - und Projektförderung) auf der Berliner Künstlerinnen und Künstler können auch an anderer Stelle Förderungen beantragen

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Umfrage: Corona-Krise stimmt Bundesbürger äußerst pessimistisch .
Die Corona-Krise stimmt die Bundesbürger laut einer Umfrage so pessimistisch wie kein anderes Ereignis seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Kein anderes Ereignis hat auch so wie die Corona-Krise nach Erkenntnissen des Instituts die Einschätzung der Bundesbürger zur wirtschaftlichen Lage innerhalb derart kurzer Zeit so dramatisch verändert. Noch Ende Februar erwartete eine Mehrheit für die kommenden sechs Monate eine stabile Konjunktur. Anfang März war dann der Anteil jener, die einen Abschwung fürchteten, bereits von 28 auf 59 Prozent gestiegen. Nun liegt dieser Wert bei mehr als 70 Prozent.

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