Finanzen Coronavirus: Alle Städte stehen still

22:40  26 märz  2020
22:40  26 märz  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Blues wurde gebeten, zu isolieren, nachdem ein Verwandter des Blues-Mitarbeiters positiv auf COVID-19 getestet wurde.

 Blues wurde gebeten, zu isolieren, nachdem ein Verwandter des Blues-Mitarbeiters positiv auf COVID-19 getestet wurde. Ein Verwandter eines St. Louis Blues-Mitarbeiters wurde positiv auf COVID-19 getestet. Nach einer Aussage des Blues befindet sich die diagnostizierte Person zusammen mit ihren Familienmitgliedern in Selbstisolation. Alle Mitarbeiter, die möglicherweise in engen Kontakt mit dieser Person gekommen sind, wurden benachrichtigt.

Geisterzug: eine U-Bahn am späten Sonntagabend in München. © Felix Hörhager/dpa Geisterzug: eine U-Bahn am späten Sonntagabend in München.

Eine Verkehrsanalyse zeigt, wie stark die Deutschen in der Corona-Krise ihr Verhalten ändern.

Alle Städte stehen still

Was jetzt zählt, um die Verbreitung des Corona-Virus möglichst schnell zu bremsen? Bundeskanzlerin Angela Merkel machte das schon vergangene Woche in ihrer Fernsehansprache klar. Bleiben Sie bitte zu Hause, forderte Merkel. Am Wochenende legte die Politik nach. Viele Bundesländer schränkten die Bewegungsfreiheit der Bürger noch mal ein. Zwar wirken viele Straßen und Parks inzwischen wie ausgestorben. Doch wie stark die Deutschen insgesamt den Appell beherzigen und sich weniger durch ihre Städte bewegen, dazu gab es bislang kaum belastbare und öffentlich zugängliche Zahlen.

-Coronavirus-Anstieg fordert den Bürgermeister von Boston auf, Ausgangssperre zu empfehlen und die Einwohner zu bitten, die Gesichter abzudecken Alle Bewohner werden nun gebeten, jedes Mal, wenn sie das Haus verlassen, ihre Gesichter zu bedecken, und es w

-Coronavirus-Anstieg fordert den Bürgermeister von Boston auf, Ausgangssperre zu empfehlen und die Einwohner zu bitten, die Gesichter abzudecken Alle Bewohner werden nun gebeten, jedes Mal, wenn sie das Haus verlassen, ihre Gesichter zu bedecken, und es w © Bereitgestellt von CBS Boston Walsh gab an, dass es in Boston derzeit 1.877 Fälle von Coronavirus gibt, was einer Zunahme von 259 positiven Tests am letzten Tag entspricht. Es gab zwei zusätzliche Todesfälle, wodurch sich die Gesamtzahl der Städte auf 15 erhöhte. In den letzten 48 Stunden gab es einen Anstieg von 511 Fällen. Dies bedeutet, dass 27 Prozent der positiven Coronavirus-Tests in Boston in den letzten 48 Stunden durchgeführt wurden. „So sieht ein Anstieg aus.

Nun legt eine neue Analyse nahe, dass die Reaktion in dem für die Verbreitung des Virus wichtigsten Mobilitätsbereich, dem Nahverkehr, tatsächlich massiv war. Nach Angaben der internationalen Mobilitätsapp Moovit brach die Nutzung der Nahverkehrssysteme in wichtigen großen deutschen Städten im Vergleich zu Mitte Januar - also der Zeit vor der Krise - um bis zu 70 Prozent ein. Der starke Rückgang setzte dabei am 12. März ein, als Bund und Länder erstmals Leitlinien für die Einschränkung sozialer Kontakte aufstellten. Am stärksten fiel der Rückgang bis zum Montag in München mit einem Minus von 70 Prozent und in Hamburg mit einem Minus von 69 Prozent aus. In Berlin, dem Gebiet Rhein-Ruhr und dem Großraum Frankfurt lag der Rückgang immerhin noch bei jeweils etwa 62 Prozent.

Gesetzgeber plädieren für mehr Geld für Kommunalverwaltungen

 Gesetzgeber plädieren für mehr Geld für Kommunalverwaltungen Mehr als 100 Demokraten fordern die Sprecherin Nancy Pelosi auf, im nächsten Notfall-Coronavirus-Paket dringend benötigtes Bargeld für Kommunalverwaltungen bereitzustellen, und warnen davor, dass kleineren Städten bald das Geld ausgehen könnte, um die Ausbreitung zu stoppen . © M. Scott Mahaskey / POLITICO Abgeordneter Ben Ray Lujan. Die Gruppe der Gesetzgeber, angeführt von den Vertretern Ben Ray Lujan (DN.M.), Andy Levin (D-Mich.), Tom Malinowski (DN.J.) und Joe Neguse (D-Col.), Warnte in a B

Für Behörden wie das RKI dürften die Daten ein weiterer Fingerzeig sein, dass die Maßnahmen und Appelle der Politik wirken. Die Behörde wird von der Telekom mit Bewegungsdaten der Deutschen beliefert, die allerdings nicht öffentlich zugänglich sind. Moovit zählt weltweit zu den großen Datensammlern. Kein anderes Unternehmen der Welt verfügt über einen so großen Datensatz an Nahverkehrsinformationen. Die Firma mit Sitz in Israel sammelt bis zu fünf Milliarden anonyme Datenpunkte pro Tag, die in den weltweit größten Datenspeicher für Verkehrs- und urbane Mobilitätsdaten einfließen. Ihre App, die Nutzer über Verbindungen im Nahverkehr von verschiedenen Anbietern informiert, wird weltweit von 750 Millionen Menschen genutzt. Die Daten schließen die Nutzung von U- und S-Bahnen, Bussen, Fahrdiensten, aber auch E-Rollern oder Leihrädern ein. Sie berücksichtigen damit allerdings nicht, welchen Ausweichverkehr es mit dem Auto gab.

Yelp können Sie Unternehmen bei der Sperrung von Coronaviren unterstützen.

 Yelp können Sie Unternehmen bei der Sperrung von Coronaviren unterstützen. Mit der GoFundMe-Schaltfläche von Da immer mehr Städte sperren, um die Verbreitung des -Coronavirus einzudämmen, mussten Restaurants und andere Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit schließen oder stark einschränken. Yelp versucht zu helfen, indem es seiner App einen GoFundMe-Spendenknopf hinzufügt, damit Sie diese Unternehmen unterstützen können. © Bereitgestellt von CNET Mit Yelp und GoFundMe können Sie lokalen Unternehmen helfen, den Ausbruch des Coronavirus zu bewältigen.

Der Datensatz liefert auch einen weltweiten Überblick. In den vom Virus besonders schwer getroffenen Ländern Italien und Spanien war der Einbruch im Nahverkehr noch größer als hierzulande. So ging die Mobilität in den Nahverkehrssystemen Mailands um 86 Prozent zurück - der weltweit höchste Wert. Die in Madrid sank um 84 Prozent. In den Metropolen der USA und Großbritanniens, wo Beschränkungen des öffentlichen Lebens erst mit Verzögerungen umgesetzt wurden, fiel das Minus dagegen deutlich geringer aus. In London lag der Rückgang bei 45 und in New York bei 54 Prozent. Im brasilianischen São Paolo war der Rückgang mit 28 Prozent am geringsten.

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