Finanzen Coronakrise: Warum auch Zombie-Unternehmen mit Hilfe rechnen können

08:05  30 märz  2020
08:05  30 märz  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Coronakrise: Apple schließt weltweit alle Läden außerhalb Chinas

  Coronakrise: Apple schließt weltweit alle Läden außerhalb Chinas Apple macht seine Läden dicht: Außer in China bleiben die Geschäfte wegen des Coronavirus bis Ende März geschlossen. Das Unternehmen habe aus seinem Vorgehen in China gelernt. © AFP Apple schließt wegen des Coronavirus bis Ende März weltweit seine Filialen außerhalb von China. Das Unternehmen habe aus seinem Vorgehen in China gelernt, sagte Apple-Chef Tim Cook: Dort seien die Geschäfte nach wochenlanger Schließung nun wieder geöffnet. Die "effektivste" Art und Weise, das Risiko der Virusübertragung zu minimieren, bestehe darin, "die soziale Distanz zu vergrößern", sagte Cook.

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Der Bundesfinanzminister will die Wirtschaft umfangreich schützen. © AFP Der Bundesfinanzminister will die Wirtschaft umfangreich schützen.

Wie geht die Bundesregierung mit Hilfsanfragen von Unternehmen um, denen es schon vor der Coronakrise schlecht ging? Die Regierung spielt das Problem eher herunter.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Bazooka ausgepackt. Mit wirtschaftlichen Hilfen für Unternehmen, die durch die Coronakrise in Not geraten, soll geklotzt, nicht gekleckert werden. In Rekordgeschwindigkeit hat der Bundestag ein Hunderte Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm verabschiedet. Für alle ist etwas dabei – es geht von Zuschüssen zu Liquiditätshilfen bis hin zu Krediten und Beteiligungen.

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„Die Krise wird sich mindestens noch anderthalb Jahre auf die Unternehmen niederschlagen“, erwartet Claudio „Wenn 50 bis 70 Prozent der Unternehmen stillstehen, rechnen wir mit Verlusten von 85 bis 100 Milliarden Gebraucht würden jetzt Garantien des Staates und Hilfe für die, die ihre Einkünfte verlieren. Ein Land, das so eine hohe Verschuldung habe wie Italien, könne so viel Geld nicht leihen.

Doch wer wacht darüber, dass nicht Unternehmen die Hilfen bekommen, die schon vor der Coronakrise auf wackeligen Füßen standen? In einer parlamentarischen Anfrage konfrontierte der FDP-Politiker Frank Schäffler das Bundesfinanzministerium (BMF) mit der Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

Demnach hat sich in Deutschland die Zahl der sogenannten Zombie-Unternehmen, deren Erträge über einen längeren Zeitraum geringer sind als ihre laufenden Zinskosten, in den vergangenen Jahren tendenziell erhöht. Dass diese Unternehmen in der Coronakrise besonders anfällig sind, ist nachvollziehbar.

Doch das BMF hält dieses Thema nicht für gravierend. „Insgesamt dürfte der Anteil der Unternehmen mit einer anhaltenden Ertragsschwäche in Deutschland eine untergeordnete Rolle spielen. Ihr Anteil dürfte je nach Datenbasis und Definition im einstelligen Prozentbereich liegen“, heißt es.

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Aber dass Zombie-Unternehmen der Volkswirtschaft nicht guttun, ist für das BMF klar. „Die Existenz von Unternehmen mit anhaltend kritischer Ertragslage ist ein mögliches Anzeichen dafür, dass notwendige Marktprozesse der schöpferischen Zerstörung behindert werden“, formuliert das BMF.

Dies würde dazu führen, dass sowohl Kapital als auch Arbeitskräfte in Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Produktivität und geringerer Investitionstätigkeit gebunden werden. „Kredite, die finanzschwachen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, fehlten damit für produktivere Projekte.“

Nicht folgen kann das BMF der Vermutung der BIZ, dass eine erhöhte Anzahl von Zombie-Unternehmen auf die anhaltende Niedrigzinsphase zurückzuführen ist. Es lägen der Bundesregierung keine Erkenntnisse über einen eindeutigen Zusammenhang vor, heißt es. Aber generell können niedrige Zinsen tendenziell zur Verbreitung ertragsschwacher Unternehmen beitragen, indem sie die Finanzierungskosten der Unternehmen reduzieren.

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Schärfer formuliert es der FDP-Abgeordnete Schäffler: „Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in der Krise zum Bumerang, weil notwendige Anpassungen in der Vergangenheit nicht erfolgt sind.“ Die EZB habe ihr Pulver zu früh verschossen. „Das rächt sich jetzt.“ Und stellt den Staat gleichzeitig vor eine schwere Entscheidung: Wer ist Trittbrettfahrer, wer braucht die Hilfen tatsächlich?

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