Finanzen Coronakrise: Wie Sportmarken versuchen, ihre Händler zu retten

21:40  04 april  2020
21:40  04 april  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Gastronomie in der Coronakrise: Auf Vapiano folgt Maredo

  Gastronomie in der Coronakrise: Auf Vapiano folgt Maredo Gastronomie in der Coronakrise: Auf Vapiano folgt MaredoErst Pasta, jetzt Steaks: Nachdem in der vergangenen Woche die Restaurantkette Vapiano erklärt hat, zahlungsunfähig zu sein, teilte nun die Steakhauskette Maredo mit, für die wichtigsten Unternehmen der Gruppe „vorsorglich“ Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet zu haben. Zur Wahrung der Sanierungschancen sei diese Insolvenzvariante gewählt worden.

Gabriele Richter von „Gute Laune Reisen“ in Rötha versucht trotz allem, den Optimismus zu bewahren – und ihr Geschäft zu retten . Noch dürfen die meisten Handwerksbetriebe im Landkreis Leipzig arbeiten. Da könnte sich durch die Auswirkungen der Coronakrise bald ändern.

Ulrich Benedix kann sich vor Arbeit kaum retten . Weil die Menschen derzeit mehr zu Hause sind, kaufen sie auch mehr regional produziertes Fleisch, glaubt der Geschäftsführer des 20 Prozent höher fällt sein Absatz in der Coronakrise im Vergleich zu den „normalen“ Zeiten aus.

Sportmarken bangen um ihre Händler. © dpa Sportmarken bangen um ihre Händler.

Ein Ladensterben wäre eine Katastrophe – besonders für aufstrebende Labels. Mit innovativen Konzepten wollen die Hersteller ihren Händlern nun helfen.

Amazon? Nein, danke! Seit Jahren konzentriert sich Christian Schneidermeier voll auf Fachgeschäfte. Der Chef des angesagten Bergsportspezialisten Ortovox verweigert sich konsequent den Online-Kaufhäusern. Seine hoch-funktionelle Bekleidung sowie die Lawinen-Verschüttetensuchgeräte bietet er ausschließlich bei Spezialisten an, die ordentliche Beratung bieten.

Nun fürchtet der Manager, dass viele der Ladenbesitzer wegen der Coronakrise aufgeben müssen. Es wäre eine Katastrophe, ihm würde von heute auf morgen sein Vertriebsnetz zusammenbrechen. Schneidermeier geht daher ganz neue Wege. Den Kaufleuten stellt er Online-Gutscheine zur Verfügung, die diese an ihre Kunden weiterreichen können. Damit sollen die Leute im Internet-Store von Ortovox einkaufen.

Juventus-Sportdirektor Fabio Paratici: "Deutsche Klubs könnten von Coronakrise profitieren"

  Juventus-Sportdirektor Fabio Paratici: Durch das Coronavirus hat der Fußball mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Juve-Stportdirektor Paratici sieht die Bundesliga dabei jedoch im Vorteil."Es ist wahrscheinlich, dass manche Klubs, zum Beispiel jene in Deutschland, von der generellen Krisensituation profitieren können, da sie eine grundlegend stabilere Wirtschaft haben als die anderen", sagte Paratici in der Tuttosport.

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Coronakrise : Hässliches deutsches Erbsenzählen - Kolumne. Suche öffnen. spiegel.de durchsuchen Wenn die Zinsen in Deutschland so niedrig sind, liegt das zu einem guten Teil ja daran, dass bei jeder Krise vermeintlich tollkühne Anleger plötzlich wie Memmen in sichere Anlagen flüchten – wozu

Vom Umsatz fließt dann ein Viertel an die Geschäftsinhaber. „Wir möchten die Vielfalt der kleinen Fachhändler erhalten. Das war schon immer unsere Basis und soll es auch bleiben“, erklärt Schneidermeier.

So wie Ortovox versuchen in diesen Tagen viele Sportmarken, die Händler zu unterstützen. Aus gutem Grund: Tausende Ladenbesitzer bangen um ihre Existenz, weil sie kaum online verkaufen, ihre Geschäfte aber auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.

Am Donnerstag musste bereits die Outdoor-Kette McTrek Insolvenz anmelden. Der Filialist betreibt 43 Läden und beschäftigt 420 Mitarbeiter. Die Sportmarken haben deshalb Angst, künftig auf Konzerne wie Amazon oder Zalando angewiesen zu sein.

Runder Tisch geplant

Die Händlervereinigung Sport 2000 versucht daher in diesen Tagen, die Ladenbesitzer und Marken an einen Tisch zu bekommen. Es gehe darum, einen Solidarpakt zu schließen, betont Geschäftsführer Markus Hupach.

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  FDP-Parteichef Christian Lindner über Coronakrise: Christian Lindner hat eine zeitnahe Aufnahme der Bundesliga vor Zuschauern ausgeschlossen. Zunächst hätten andere Bereiche Priorität, so der FDP-Chef.

Das Brandenburger Tor in Zeiten der Corona - Krise . Die meisten Regierungen raten ihren Bürgern dringend, auf Reisen zu verzichten und ihre Vorhaben auf unbestimmte Zeit zu verschieben. In der Coronakrise gab es bisher nur für die chinesische Ursprungsregion des Virus eine solche Warnung.

Die Coronakrise lässt zumindest überfüllte Städte aufatmen – ein Forscher behauptet sogar, sie würde auch Leben retten . In vielen Ländern ist das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen, die Wirtschaft schrumpft, die Politik versucht zu reagieren.

Es gibt viel zu besprechen: zum Beispiel die Frage, wie die Massen an Artikeln, die sich momentan in den Lagern stapeln, mit möglichst geringen Rabatten losgeschlagen werden können.

Es solle auch darüber geredet werden, wann neue Produkte eingeführt werden. Denn mit jeder Neuheit werden die vorrätigen, noch nicht verkauften Shirts, Shorts und Schuhe weniger wert. Zum ersten Gespräch hat Sport 2000 führende Laufsport-Anbieter eingeladen, unter anderem Asics, Brooks, New Balance, On und Saucony.

Benedikt Böhm hat als einer der Ersten in der Branche reagiert. Der Chef des Alpinausrüsters Dynafit kündigte schon im März an, die Sommerkollektion 2020 auch kommendes Jahr anzubieten. Damit will er eine Preisschlacht in den nächsten Monaten verhindern. „Das ist ein klares Zeichen an die Läden, dass unsere Ware nicht alt wird“, betont Böhm.

Doch auch die Marken selbst stehen unter Druck. Denn ihre eigenen Logistikzentren sind voll, und aus den Fabriken in Asien kommt schon bald die Herbstkollektion. Die Händler hingegen können momentan nichts abnehmen. Ihnen fehlt schlicht das Geld.

Coronakrise: Verbraucher können für viele Dienstleistungen Zahlungsaufschub geltend machen

  Coronakrise: Verbraucher können für viele Dienstleistungen Zahlungsaufschub geltend machen Coronakrise: Verbraucher können für viele Dienstleistungen Zahlungsaufschub geltend machenDie wachsende Zahl der Anträge auf Kurzarbeitergeld gibt einen ersten Hinweis auf die Folgen der Coronakrise für Verbraucher. Immer mehr Menschen werden Probleme bekommen, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. Mittlerweile hat die Bundesregierung erste Pflöcke eingeschlagen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu begrenzen.

Im Handel herrscht gähnende Leere. Was können Händler tun, um die finanziellen Einbußen zu schultern? Bildcredit: Pixabay.com. Immerhin sind sich im Grundsatz alle einig: Angesichts der enormen wirtschaftlichen Einbußen durch die Coronakrise brauchen Unternehmen jetzt schnelle und

In Tansania soll ein Corona -Ausbruch verhindert werden. Per Offline-App will eine Frau die Bevölkerung mit medizinischem Wissen versorgen - doch viele Arme stehen zwischen der Frage, sich zu infizieren oder zu verhungern.

„Wir haben mit so gut wie allen vereinbart, erst mal die anstehenden Lieferungen auszusetzen bis unser Ok kommt“, sagt Martin Kerner vom Karlsruher Outdoor-Spezialisten Basislager. „Da machen die notgedrungen mit, in der Hoffnung das auch ein Ok kommt.“

Das sei aber keinesfalls sicher. Denn niemand in der Branche weiß, ob die Kunden wieder einkaufen, sobald die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden. Daher ist auch Kerner vorsichtig und überlegt genau, was er sich auf Lager legt: „Das Letzte, was ich möchte, ist keine oder die falsche Ware dazuhaben, wenn der Laden wieder offen ist.“

Zahlreiche Sportmarken bieten den Händlern inzwischen lange Zahlungsziele an, zum Teil bis zu fünf Monate. „Klingt erst mal gut, aber der Tag wird kommen, an dem man zahlen muss“, fürchtet Kaufmann Kerner. 

70 Prozent weniger Laufschuhe

Derzeit sind die Leute aber schwer verunsichert. Da Fitnessstudios und Vereinssport momentan keine Option sind, gehen viele Menschen joggen. Trotzdem sei der Absatz von Laufschuhen in den USA um 70 Prozent eingebrochen, so die neuesten Daten der Marktforscher der NPD Group.

BBL-Chef kritisiert Versäumnisse vor der Coronakrise

  BBL-Chef kritisiert Versäumnisse vor der Coronakrise Der Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL) hat Versäumnisse im Vorfeld der Coronakrise kritisiert. Aufgrund der Coronakrise ist der Spielbetrieb in der BBL bis mindestens 30. April ausgesetzt worden. Aufgrund fehlender Ticketeinnahmen und möglichen Rückforderungen von Sponsoren und Fans drohen finanzielle Schäden von mehr als 25 Millionen Euro.Mehr auf MSN require(["binding"], function (binding) { binding("wcVideoPlayer", "#video_player_6ad41c12-2403-4336-b2b3-c5762b379a0f").

Da hat Bundesfinanzminister Scholz so lange die schwarze Null verteidigt, und nun wird das Virus alles Geld auffressen. Doch die Bundesregierung will Wirtschaft und Kleinunternehmer mit aller Macht retten .

Corona : Die aktuellen Meldungen aus der Sportwelt. Dieser Text über die Auswirkungen der Pandemie auf die Sportwelt wird fortlaufend fortgeschrieben. Besonders möchten wir Aktionen zeigen, die Mut machen, die das soziale Miteinander in der und durch die Sportgemeinschaft stärken oder die zeigen

Darin ist die jüngste Verschärfung der Epidemie in Amerika noch nicht einmal enthalten, sondern lediglich die Woche bis zum 21. März. Das Geschäft mit Sportausrüstung für Jugendliche ist der NPD Group zufolge sogar um 90 Prozent zurückgegangen, also etwa Kickstiefel oder Baseball-Schuhe. Die Online-Stores könnten die Ausfälle aus den Geschäften vor Ort nicht annähernd ausgleichen, warnt NPD-Analyst Matt Powell.

Ein ähnliches Bild wie in den USA ergibt sich auch in Deutschland. „Im Onlinehandel läuft das Geschäft noch, aber je nach Warengruppe auf unterschiedlichem Niveau“, meint Ortovox-Chef Schneidermeier. Dem Turnschuh-Hersteller Puma zufolge erreichen die Umsätze im Internet nicht einmal zehn Prozent der sonst üblichen Erlöse.

Marken wie Puma oder Adidas sind aber längst nicht so abhängig von Einzelhändlern wie kleinere Labels. Sie betreiben viele eigene Shops.

Allzu groß ist auch bei Mittelständlern wie Ortovox der Spielraum nicht, um den Kaufleuten zur Seite zu stehen: „Wir unterstützen die Händler so gut es geht. Andererseits müssen natürlich auch wir unsere Lieferanten bezahlen“, sagt Schneidermeier.

Normalerweise würde der Unternehmensführer schon im Mai mit den Händlern zusammensitzen, um die Bestellungen fürs Frühjahr 2021 zu besprechen. Daran sei momentan nicht ansatzweise zu denken, meint Schneidermeier.

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Wegen der Krise hat der Manager unterdessen auch die Verträge mit den Händlern angepasst: Übergangsweise dürfen sie das Ortovox-Equipment über Plattformen wie Amazon verkaufen. Bei aller Abneigung gegen den Internetriesen: Momentan können die Händler jeden Umsatz gebrauchen, egal woher er kommt.

Mehr: Im Einzelhandel beginnt die große Rabattschlacht.

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