Finanzen Supermärkte: Warum auch nach Wochen der Krise noch immer Lücken im Regal sind

07:40  08 april  2020
07:40  08 april  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Erste Supermarkt-Verkäufer in Frankreich erhalten 1000 Euro Prämie

  Erste Supermarkt-Verkäufer in Frankreich erhalten 1000 Euro Prämie Erste Supermarkt-Verkäufer in Frankreich erhalten 1000 Euro Prämie

Doch trotz aller öffentlichen Beteuerungen zeigen sich auch Wochen , nachdem die Coronakrise Deutschland erreicht hat, in vielen Supermärkten deutlich sichtbare Lücken in den Regalen . Toilettenpapier ist überall Mangelware, und wenn es welches gibt

Aber öffentliche Termine absolviert er meist hölzern und mit Schweißperlen auf der Stirn, peinlich genau darauf bedacht, nicht von seinem Skript abzuweichen. Supermärkte : Warum auch nach Wochen der Krise noch immer Lücken im Regal sind .

Der plötzliche Nachfrageschub hat die Systeme der Händler an ihre Grenzen geführt. © Jens Schicke Der plötzliche Nachfrageschub hat die Systeme der Händler an ihre Grenzen geführt.

Die Coronakrise hat Schwächen in der Logistik des Lebensmittelhandels offenbart. Experten raten zur Anpassung der Systeme und zum Ausbau des E-Commerce.

Die Ansagen der Verantwortlichen waren klar und eindeutig. „Deutschland ist mit heimischen Lebensmitteln gut versorgt, sodass Hamsterkäufe nicht notwendig sind“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. „Unsere Märkte bei Rewe und Penny sind gut versorgt und werden das auch bleiben“, betonte Rewe-Chef Lionel Souque. „Wir stellen fest, dass sich die Regale wieder mehr und mehr füllen“, sagte der Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher.

Corona-Krise: Donald Trump und Xi Jinping wollen zusammenarbeiten

  Corona-Krise: Donald Trump und Xi Jinping wollen zusammenarbeiten Die USA und China sind am schwersten von der Corona-Krise betroffen. Jetzt haben die beiden Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping miteinander telefoniert. © AFP Die beiden Staatschefs der USA und Chinas, Donald Trump und Xi Jinping, haben sich in einem Telefonat über die Corona-Pandemie ausgetauscht und ihren Willen zur Zusammenarbeit in der Krise bekräftigt. "Wir arbeiten eng zusammen", beteuerte Trump anschließend auf Twitter.Auch das chinesische Staatsfernsehen berichtete von dem Telefonat.

Die Bundesregierung reagiert auf die Kritik vieler Mittelständler und legt über die KfW ein Kredit-Schnellprogramm auf. So sehen die Details aus. Supermärkte : Warum auch nach Wochen der Krise noch immer Lücken im Regal sind .

Da Einkommens- und Unternehmenssteuer komplett wegfallen würden, wären Personalkosten günstiger und es bestünde ein geringerer Anreiz die menschliche Arbeit durch Maschinen zu ersetzen – auch Supermärkte : Warum auch nach Wochen der Krise noch immer Lücken im Regal sind .

Doch trotz aller öffentlichen Beteuerungen zeigen sich auch Wochen, nachdem die Coronakrise Deutschland erreicht hat, in vielen Supermärkten deutlich sichtbare Lücken in den Regalen. Toilettenpapier ist überall Mangelware, und wenn es welches gibt, ist die Ausgabe in der Regel auf ein Paket pro Käufer beschränkt. Nudeln, Nudelsoßen, Hefe, Mehl sind immer wieder ausverkauft. Die Kunden räumen die Läden schneller aus als die Händler auffüllen können.

Der plötzliche Nachfrageschub hat die Systeme der Händler an ihre Grenzen geführt. „Die logistischen Prozesse sind sehr fein abgestimmt und einjustiert, um den Kunden die vielen unterschiedlichen Produkte mit hoher Verfügbarkeit und vor allem zu akzeptablen Preisen anbieten zu können“, erklärt Logistikexperte Heinrich Kuhn von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Deshalb dauere es nun eine gewisse Zeit, bis diese Produkte vom Lieferanten, über die Zentral- oder Regionallager an die Märkte wieder ausgeliefert werden.

SPD erwägt Vermögensabgabe zur Bewältigung von Corona-Krise

  SPD erwägt Vermögensabgabe zur Bewältigung von Corona-Krise Die SPD zieht zur Bewältigung der finanzpolitischen Folgen der Corona-Krise eine Vermögensabgabe in Erwägung. Eine einmalige Abgabe durch besonders wohlhabende Bürger sei "eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen", sagte Parteichefin Saskia Esken der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgaben). Um die Folgen der Krise für den Staatshaushalt zu bewältigen, werde eine "faire Lastenverteilung" gebraucht. Diese könne für die SPD aber nur so aussehen, "dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligen", betonte Esken.

Der Metro-Vorstand hatte erst in der vergangenen Woche aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr über Bord geworfen. Mehr: Lesen Sie hier, warum auch nach Wochen der Krise noch immer Lücken im Supermartk- Regal sind .

Deswegen sind seit Anfang der Woche die verschärften Grenzkontrollen und Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Ich versichere Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher.

Das Problem: Die Lieferketten sind sehr schlank aufgestellt und hoch automatisiert – und damit für solche externen Schocks sehr anfällig. „Viele Lebensmittelhändler und Hersteller verwenden Algorithmen, die von Künstlicher Intelligenz unterstützt sind, um die Nachfrage vorher zu sagen und die Versorgung mit Produkten entsprechend zu planen“, erklärt Olivier Goethals, Handelstechnologieexperte vom Beratungshaus Publicis Sapient.

Diese Algorithmen basieren auf dem Kundenverhalten der vergangenen Jahre sowie weiterer Informationen wie dem Wetter oder anstehender größerer Events oder dem Ferienkalender. „Dadurch können Händler ihre Vorräte so niedrig wie möglich halten und den Kunden trotzdem das verkaufen, was sie benötigen“, so Goethals.

Volumen der Hamsterkäufe unterschätzt

Doch das funktioniert nur in normalen Zeiten, in der Coronakrise rächt sich die fehlende Redundanz. „Die aktuelle Krise und die daraus folgenden Hamsterkäufe wurden von den Händlern und den Algorithmen nicht früh genug erkannt. Daher kommt es nun zu Engpässen“, beobachtet der Berater. Viele Händler haben das Volumen und die Dauer der Vorratskäufe unterschätzt.

Jobs in der Corona-Krise: Diese Branchen suchen dringend Mitarbeiter

  Jobs in der Corona-Krise: Diese Branchen suchen dringend Mitarbeiter Nudeln kaufen, zum Arzt gehen, Spargel stechen - das muss unbedingt weitergehen.„Eine der größten Herausforderungen im Lebensmittelhandel besteht aktuell darin, ausreichend Personal für Logistik, Verkauf und Warenverräumung zur Verfügung zu haben“, berichtet Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE) mit Blick auf die Corona-Krise. Die Unternehmen der Branche seien deshalb dringend auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Simon und Andreas telefonieren seit Wochen mit Bauämtern, Wohnbaugesellschaften, Kaufhäusern und Parkhäusern, doch die Ämter sind langsam, die Vorschriften – vielfältig. Nicht immer im Lauf der Jahrhunderte war von allem viel da, aber ganz und gar ärmlich war die Küche des "Bären" nicht .

Bund und Länder haben neue Maßnahmen beschlossen, die helfen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Regeln gelten zunächst für zwei Wochen . Ein Überblick über das, was für die Menschen in Deutschland nun gilt.

Auch waren die Liefersysteme nicht flexibel genug, um sich schnell an den starken Anstieg in einzelnen Kategorien anzupassen. Wenn beispielsweise Klopapier bisher nur zweimal die Woche geliefert wurde, kann man das nicht von heute auf morgen auf tägliche Lieferung umstellen – insbesondere, wenn das in allen Märkten gleichzeitig passiert.

Außerdem hat sich das Nachfrageverhalten der Kunden in den vergangenen Wochen immer wieder verändert. So ist beispielsweise die Nachfrage nach Nudeln wieder etwas zurückgegangen, während jetzt Putzmittel mehr gefragt sind.

Verschärfend kommt dazu: Es sind nicht nur die Hamsterkäufe, die die Handelslogistik an ihre Grenzen bringen. Weil Restaurants, Cafés, Kantinen und Mensen geschlossen sind, kochen mehr Menschen wieder ihre Mahlzeiten selber. Auch diese zusätzliche Nachfrage belastet die Systeme des Handels – und macht die Prognose für die Händler noch schwieriger. Sie müssen einschätzen, welche Produktgruppe eher im Keller deponiert werden und welche direkt verbraucht und nachgekauft. „Hier hat man aktuell noch keine Erfahrungswerte“, gibt Professor Kuhn zu bedenken.

Australiens Consumer Watchdog sagt, dass "keine Beweise" Supermärkte Kunden mit Preissenkungen sind

 Australiens Consumer Watchdog sagt, dass Der Vorsitzende des australischen Konsumentenwächters hat gesagt, er habe keine signifikanten Beweise dafür gefunden, dass Supermärkte Kunden mit Preissenkungen sind, trotz zahlreicher Online-Beiträge in sozialen Medien. Rod Sims, Vorsitzender der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) , sagte heute in einer Rede, dass er die Ränder der großen Ketten genau im Auge habe.

Als vor zwei Wochen ein weiteres Video aufgetaucht ist, in dem eine Frau neben einem Stapel Bierkisten in die Hocke geht und einen schönen Haufen auf den gemoppten Fliesenboden setzt, stand für mich fest: Beim Supermarkt -Scheißen muss es sich um einen neuen Trend handeln.

So sieht der Krisen -Alltag im Supermarkt aus | Ein Kunde hustete mir absichtlich in die Kasse. Zum Beispiel Kassiererin Vanessa Zwikirsch (26) und Marktleiter Bernhard Weis (40) aus einem Kölner Rewe. Vanessa kann auch nach Feierabend nicht abschalten: „Da gehen mir noch manche Kunden

Die Auswirkungen dürften noch länger zu spüren sein. Bei den Händlern sind die Zwischenlager bei vielen Produkten praktisch leergefegt, doch die Unternehmen zögern, wie stark sie nachlegen sollen. Die Planbarkeit sei weg, heißt es. Das hat direkte Rückwirkungen auf die Lieferketten und die Produktion der Lieferanten, die so auch keine Ruhe in ihre Prozesse bekommen.

Doch nun kommt schon die nächste große Belastungsprobe mit den Einkäufen fürs Osterfest. Auch hier helfen die Erfahrungswerte der Vergangenheit nur noch bedingt. Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf Familienfeiern und damit den Konsum aus? Gibt es eine Konsumzurückhaltung angesichts der allgemeinen Krisenstimmung? Oder bei Lebensmitteln das Gefühl: jetzt erst recht? Und was ist mit Saisonartikeln wie Schokohasen?

Nicht erst Gründonnerstag einkaufen

Um im Zweifelsfall noch reagieren zu können, haben die Händler schon früh dazu aufgerufen, die Ostereinkäufe nicht erst kurz vor dem Fest zu tätigen. „Gehen Sie vorausschauend einkaufen. Überlegen Sie bereits jetzt, was Sie für die Feiertage benötigen“, empfiehlt Stefan Genth , Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland. Gemeinsam mit ihren Lieferanten arbeiteten die Lebensmittelhandelsunternehmen momentan auf Hochtouren, um die Lebensmittelversorgung unverändert sicher zu stellen, betont der Verband.

Chef von Innenministerkonferenz warnt vor rechtsextremer Propaganda zu Corona

  Chef von Innenministerkonferenz warnt vor rechtsextremer Propaganda zu Corona Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), hat vor rechtsextremer Propaganda zur Corona-Krise gewarnt. Andere verbreiteten, die Corona-Krise diene "als Mittel, um einen Polizeistaat einzurichten", sagte Kramer dem RND. Manche in der Szene spielen laut Kramer auch mit dem Gedanken, die Krise durch Anschläge noch weiter zuzuspitzen – oder sie unternähmen umgekehrt den Versuch, sich Bürgern als Kümmerer und Helfer anzubieten. Letzteres habe zum Beispiel in Südthüringen bereits teilweise funktioniert. Dies führe dazu, dass sich die Rechtsextremisten "weiter ausbreiten können", sagte der thüringische Verfassungsschutzchef.

„Unsere Kunden müssen sich auch vor den Ostertagen keine Gedanken darüber machen, dass sie keine Produkte mehr bekommen“, sagt Patrick Müller-Sarmiento, CEO der Warenhauskette Real. Doch auch er warnt: „Allerdings lohnt es sich, den Einkauf frühzeitig zu planen und nicht erst an Gründonnerstag zu erledigen.“

Um solche Situationen wie in der Coronakrise künftig besser bewältigen zu können, empfiehlt Handelsexperte Goethals, früher mit Mengenbeschränkungen und sogar mit gezielten Preiserhöhungen ab bestimmten Kaufmengen einzugreifen. „Manche Händler setzen das heute schon um“, sagt er. „Eine Packung WC-Papier kostet beispielsweise fünf Euro, zwei schon 20 Euro und drei dann 50 Euro.“

Das wichtigste sei aber eine technische Aufrüstung der Systeme. „Die Supply-Systeme sollten in Echtzeit die Nachfrage in den Läden berücksichtigen, um falls nötig automatisch eine Verkaufsmengenbeschränkung zu aktivieren und gleichzeitig mehr Ware bei den Produzenten zu bestellen“, schlägt er vor. Durch elektronische Schilder am Regal, die schon mehrere Händler im Einsatz haben, ließen sich die maximalen Verkaufsmengen dann auch direkt anzeigen, ohne die Notwendigkeit von Papier und Klebeband.

Eine wichtige Lehre aus der Coronakrise sollte aber auch der Aus- und Aufbau kanalübergreifender E-Commerce-Lösungen sein. Dann könnte in Notsituation schnell auf Liefer- und Abholdienste umgestellt werden. „Nur dann werden Händler auch in Zukunft erfolgreich sein“, prognostiziert Goethals.


UK Fahrzeugbesitz übersteigt 40 Millionen .
© Press Association Zum ersten Mal wurde eine historische Zahl erreicht. Laut den heute veröffentlichten neuen Daten hat der Besitz von -Fahrzeugen in Großbritannien erstmals 40 Millionen überschritten. Die Zahlen der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) zeigen, dass im Jahr 2019 mehr als 35 Millionen Autos und fünf Millionen Nutzfahrzeuge im Einsatz waren - eine Steigerung von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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