Finanzen Personalabbau: Zulieferer ZF will bis zu 15.000 Stellen streichen

00:23  29 mai  2020
00:23  29 mai  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Insider - Viele Warenhäuser und Stellen bei Karstadt/Kaufhof auf der Kippe

  Insider - Viele Warenhäuser und Stellen bei Karstadt/Kaufhof auf der Kippe DEUTSCHLAND/KARSTADT/KAUFHOF:Insider - Viele Warenhäuser und Stellen bei Karstadt/Kaufhof auf der Kippe

Der Automobilzulieferer ZF will bis zu 15 . 000 Stellen weltweit streichen . Davon etwa die Hälfte in Deutschland. Wie aus einem internen Schreiben des ZF -Vorstands an die Belegschaft vom Donnerstag hervorgeht, will das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren bis zu 15 . 000 Stellen

Sonntag, 9. Februar 2020 Daimler will bis zu 15 . 000 Jobs streichen | Sky Österreich Autos Daimler verschärft einer Zeitung zufolge seinen Sparkurs und will dabei Tausende weitere Stellen streichen .

Der Autozulieferer will weltweit Tausende Stellen streichen. © dpa Der Autozulieferer will weltweit Tausende Stellen streichen.

Die Autokrise hat auch den deutschen Zulieferer ZF erfasst. Das Unternehmen kündigt in einem Brief an die Mitarbeiter einen personellen Kahlschlag an.

ZF-Chef Wolf Henning Scheider schlägt einen harten Kurs bei ZF ein. Der drittgrößte deutsche Autozulieferer will bis zu 15.000 Stellen weltweit streichen, die Hälfte davon in Deutschland. Wie aus einem internen Schreiben des ZF-Vorstands an die Belegschaft vom Donnerstag hervorgeht, soll der Personalabbau in den kommenden fünf Jahren möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen geschafft werden.

Ford wirft Rettungsleine für Autoteilelieferanten vor Geldkrise

 Ford wirft Rettungsleine für Autoteilelieferanten vor Geldkrise (Bloomberg) - Ford Motor Co. hilft einigen seiner Zulieferer, eine Geldkrise zu überstehen, indem sie ihre Rechnungen frühzeitig bezahlen, um sicherzustellen, dass dringend benötigte Teile weiterhin in die Autofabriken fließen. © Bloomberg Ein Mitarbeiter inspiziert am Montag, dem 24. Juni 2019, einen Fahrzeugrahmen im Montagewerk von Ford Motor Co. in Chicago, Chicago, Illinois, USA.

Wegen der Krise in der Autoindustrie will der Zulieferer Continental in den kommenden zehn Jahren bis zu 20. 000 Stellen streichen . In Deutschland sollen etwa 7.000 der momentan mehr als 62. 000 Stellen wegfallen, teilte das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Bis Ende 2023 sollen

Bis zu 4500 Stellen fallen in Deutschland weg. „Wenn wir diese Maßnahmen gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern konsequent umsetzen, können wir die sonst notwendigen Personalabbau von 4500 Stellen in Deutschland vermeiden“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Jürgen Geißinger.

„Aus heutiger Sicht müssen wir bis 2025 weltweit unsere Kapazitäten anpassen und 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland“, heißt es in dem Mitarbeiterbrief, der auch dem Handelsblatt vorliegt. Ein ZF-Sprecher sagte: „Wir kommentieren das nicht und führen zuerst Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern.“ Zunächst hatten der „Südkurier“ und die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet.

Vorstandschef Scheider zeichnet in dem Schreiben an die Mitarbeiter ein dramatisches Bild: „Als Folge des Nachfragestopps auf Kundenseite wird unser Unternehmen 2020 hohe finanzielle Verluste machen. Diese Verluste bedrohen unsere finanzielle Unabhängigkeit.“ Wenn das Unternehmen bestimmte Kennzahlen verfehle, könnten externe Kreditgeber Einfluss auf die Geschäftsentscheidungen fordern, warnt Scheider.

Corona-Krise: Easyjet will 30 Prozent der Stellen streichen

  Corona-Krise: Easyjet will 30 Prozent der Stellen streichen Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen.

Der Autokonzern wolle bis zu 15 . 000 Stellen streichen , berichtet das "Handelsblatt" in seiner Montagsausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ende November hatte Daimler noch angekündigt, weltweit mindestens 10. 000 Stellen abbauen und 1,4 Milliarden Euro an Personalkosten

Der Zulieferer erwartet, dass weniger Autos gebaut werden und will darum 600 Arbeitsplätze bis Ende 2022 streichen . Die IG Metall wirft Bosch deshalb Wortbruch vor. Die IG Metall wirft Bosch deshalb Wortbruch vor. 28. November 2019, 15:33 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, sr 51 Kommentare.

Der Vorsitzende des Betriebsrats bei ZF, Achim Dietrich, zeigte sich „genauso wie die Belegschaft“ überrascht. Der Gesamtbetriebsrat sei vom Vorstand erst am Mittwoch über die Pläne informiert worden. „Wir setzen weiter auf Kurzarbeit und kämpfen um jeden Beschäftigten“, sagte Dietrich der dpa. In dem Gespräch am Vortag habe der Vorstand von einem Umsatzeinbruch von 25 Prozent über das Gesamtjahr gesprochen. „Das sind acht Milliarden Euro“, erklärte Dietrich. Die Geschäfte in den ersten drei Monaten 2020 seien gut gelaufen, der April sei „grottenschlecht gewesen“.

Das Stiftungsunternehmen muss gerade die kreditfinanzierte, sieben Milliarden Euro teure Übernahme des Bremsenherstellers Wabco stemmen, die unmittelbar vor dem Abschluss steht. Dieser Deal sei durchfinanziert und nicht gefährdet, hatte die Unternehmensführung immer wieder betont.

-Entlassungen treffen CBS, da ViacomCBS die Integration nach dem Zusammenschluss fortsetzt

-Entlassungen treffen CBS, da ViacomCBS die Integration nach dem Zusammenschluss fortsetzt © Mark Lennihan / AP / Shutterstock ViacomCBS hat eine weitere Entlassungsrunde durchgeführt, diesmal bei CBS , da Viacom und CBS ihre Integration nach dem Zusammenschluss als kombiniertes Unternehmen fortsetzen . Der Personalabbau umfasst Mitarbeiter von CBS Entertainment, CBS News, CBS Sports, CBS Studios und CBS Television Studios.

T-Systems will bis 2020 weltweit rund 10. 000 Stellen streichen , 6.000 allein in Deutschland. Der Stellenabbau solle noch in diesem Jahr beginnen. T-Systems ist eine Konzerntochter der Telekom, deren wichtigster Eigentümer die Bundesregierung ist.

Die Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Inklusive der technischen Entwicklung beschäftigt VW in indirekten Bereichen rund 54.000 Mitarbeiter. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden, hieß es vom Unternehmen.

Zusätzliche Liquidität sicherte sich ZF kürzlich mit einer neuen Kreditlinie über 1,35 Milliarden Euro, die über die bestehende von drei Milliarden Euro hinausgeht. Über die Konditionen sagte das Unternehmen nichts. ZF hatte kürzlich das Investmentgrade-Rating verloren, das die Refinanzierung an den Kapitalmärkten günstiger macht.

Auch die Konkurrenz baut Stellen ab

Wie andere Autozulieferer hat ZF Investitionen gekürzt, Projekte verschoben, Dienstreisen gestrichen und kaum noch Stellen wiederbesetzt. Der Beitrag der Beschäftigten durch Kurzarbeit oder Gehaltsverzicht reicht jetzt offensichtlich nicht aus, um den Personalabbau zu verhindern. „Alle bislang getroffenen Maßnahmen reichen bei Weitem nicht aus, denn die Krise wird länger dauern, und wir werden selbst 2022 beim Umsatz spürbar unter unseren Planungen liegen“, sagte Scheider.

Zu Jahresbeginn beschäftigte ZF konzernweit knapp 148.000 Menschen, knapp 51.000 davon im Inland. Bis Ende 2022 sind betriebsbedingte Kündigungen bei ZF an den meisten Standorten ausgeschlossen. Bereits 2019 gingen die Erlöse des Autozulieferers von 36,9 Milliarden auf 36,5 Milliarden Euro zurück. Der auf die eigenen Aktionäre entfallende Gewinn nach Steuern stürzte auf 350 (Vorjahr: 904) Millionen Euro ab.

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  Tuifly will Flugzeug-Flotte etwa halbieren - Kräftiger Personalabbau DEUTSCHLAND/TUI:Tuifly will Flugzeug-Flotte etwa halbieren - Kräftiger PersonalabbauDie Corona-Krise trifft vor allem die Reisebranche extrem hart. TUI hat als eines der ersten Unternehmen Anfang April einen staatlich gesicherten Kredit von 1,8 Milliarden Euro unter Dach und Fach gebracht. Das Nachrichtenportal "Business Insider" berichtete nun, TUI habe jüngst bei der Bundesregierung vorgefühlt, ob der Konzern weitere Finanzhilfen über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten könne. Es gehe um einen Bedarf von 1,2 Milliarden Euro. Ein konkreter Antrag sei aber nicht gestellt worden, hieß es in dem Bericht. Man sei noch ganz am Anfang.

Ihre Meinung zu: VW streicht bis zu 7000 Stellen . hier im Großraum Stuttgart wird Bosch Stellen streichen , bedingt durch die schwache Nachfrage nach Diesel. Im übrigen ist ein Personalabbau von 7000 Beschäftigten ohne betriebsbedingte Kündigungen bei einem Unternehmen mit über

Bisher hat BMW angekündigt, die Zahl der rund 135.000 Beschäftigten im Konzern im laufenden Jahr unter dem Strich stabil zu halten. Vor allem in der Verwaltung besetze BMW viele frei werdende Stellen nicht nach, während in der IT und in Bereichen wie Elektromobilität und autonomes Fahren

Wie die Autohersteller kämpft auch die Zulieferindustrie zusätzlich zu der Transformation zur Elektromobilität mit dem durch Corona verschärften Nachfrageeinbruch. ZF-Konkurrent Continental hat bis Ende 2023 rund 15.000 Stellen auf den Prüfstand gestellt, 5000 davon in Deutschland

Bei Branchenführer Bosch ist die Streichung von mehr als 2500 Stellen bekannt. Schaeffler verringert seine Belegschaft um knapp 2000 Personen. Eberspächer kündigte am Dienstag die Schließung der Produktion von Klimaanlagen mit 300 Beschäftigten in Esslingen an.

Mehr: Deutschlands Konzerne rüsten sich für eine zweite Infektionswelle

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