Finanzen 176-Millionen-Euro-Geschäft gestoppt: HGK-Deal um Duisburger Reederei vor dem Scheitern

19:30  29 juni  2020
19:30  29 juni  2020 Quelle:   ksta.de

Serie A: Besitzer sucht Käufer für AS Rom

  Serie A: Besitzer sucht Käufer für AS Rom Die AS Rom wechselt wohl in Bälde ihren Besitzer. Der Besitzer aus den USA plant, sich vom Traditionsverein zurückzuziehen. © Bereitgestellt von Goal Vereinsbesitzer James Pallotta will sich trotz der gescheiterten Verhandlungen mit dem US-Unternehmer Dan Friedkin vom italienischen Erstligisten AS Rom trennen. "Ich werde älter und denke an die Zukunft. Ich möchte den Klub sicheren Händen überlassen. Ich suche jemanden, der eine gute Führung für AS Rom sein kann, damit der Klub wettbewerbsfähig sein kann", sagte der 62 Jahre alte US-Unternehmer.

Gelände der Hafen- und Güterverkehrsgesellschaft HGK im Kölner Stadtteil Godorf. © HGK Gelände der Hafen- und Güterverkehrsgesellschaft HGK im Kölner Stadtteil Godorf.

Der Kauf der Duisburger Reederei Imperial Logistics International soll die Hafen- und Güterverkehrsgesellschaft HGK zum größten europäischen Unternehmen für die Binnenschifffahrt machen. Obwohl der Kölner Stadtrat und der ebenfalls an der HGK beteiligte Rhein-Erft-Kreis bereits ihre Zustimmung erteilt haben, droht das 176-Millionen-Euro-Geschäft in letzter Sekunde doch noch zu platzen. Es fehlt noch die Genehmigung der Bezirksregierung Köln, die dem Vernehmen nach bereits grünes Licht geben wollte, jetzt aber vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung als oberste Kommunalaufsicht vorerst gestoppt wurde.

Bundesregierung beschließt Milliarden-Entlastung für Kommunen

  Bundesregierung beschließt Milliarden-Entlastung für Kommunen Berlin. Die Bundesregierung will Städte und Gemeinden allein in diesem Jahr um etwa 14 Milliarden Euro entlasten, um deren Finanzlage in der Coronavirus-Krise zu stärken. Der Bund will unter anderem Wohnkosten für Hartz-IV-Empfänger übernehmen. © Roland Weihrauch Wohn- und Geschäftshäuser in der Duisburger Innenstadt. Archivfoto. Das Kabinett brachte dafür nach Angaben eines Regierungsvertreters am Mittwoch zwei weitere Vorhaben aus dem Konjunkturpaket der Koalition auf den Weg.

Frist läuft bereits heute ab

Das Problem besteht darin, dass der Erwerbsprozess bis zum 30. Juni abgeschlossen werden muss, weil dann das Geschäftsjahr des südafrikanischen Verkäufers endet und der Deal bis dahin zustande gekommen sein muss. Anderenfalls würde das sicher geglaubte Geschäft scheitern. Das Ministerium unter Leitung von Ina Scharrenbach (CDU) hat nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ am vergangenen Freitag bei der Bezirksregierung weitere Unterlagen angefordert. Da diese noch nicht in Düsseldorf angekommen und auch nicht geprüft sind, lasse sich das gemeindewirtschaftliche Verfahren nicht bis zum 30. Juni abschließen. Ein Kauf wirft nach Ansicht des Ministeriums schwierige juristische Fragen auf.

DFL enthüllt: So viel gaben die Bundesliga-Klubs 2019 für Spielerberater aus

  DFL enthüllt: So viel gaben die Bundesliga-Klubs 2019 für Spielerberater aus In der Bundesliga wurde 2019 wieder einiges für die Berater der eigenen Spieler ausgegeben. Die DFL hat nun in einem Finanzreport dargelegt, wieviel.Die Top 3 mit den meisten Ausgaben für diese setzt sich aus dem BVB, dem FC Bayern München und dem derzeit kriselnden FC Schalke 04 zusammen. Der BVB gab fast 45 Millionen Euro für die Agenten seiner Stars, und damit deutlich mehr als der Deutsche Rekordmeister, aus.

So soll vor allem die sogenannte örtliche Radizierung ungeklärt sein, also die Frage, wann eine Tätigkeit außerhalb des Gemeindegebietes zulässig ist. Es fehlen demnach etwa Angaben dazu, wie viele Kunden der Reederei Imperial Logistics International aus Köln und dem Rhein-Erft-Kreis wie viele Güter umschlagen und welcher Anteil des Frachtumschlags auf die von der HGK betriebenen Häfen entfällt. Diese Informationen sollen auch in einem Gutachten zu dem geplanten Kauf nicht enthalten sein, das eine Großkanzlei aus Bonn verfasst hat.

Einmischung des Ministerums ist „ungewöhnlicher Vorgang“

„Der Sachverhalt befindet sich in einem laufenden Verwaltungsverfahren, zu dem wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen“, teilte das Ministerium am Montag auf Anfrage mit. Am 23. und 25. Juni seien vier Aktenordner in der Landeshauptstadt eingetroffen. „Bisher konnte nur eine erste – angesichts des Umfangs und der Komplexität des Vorgangs notwendigerweise kursorische – kommunalwirtschaftsrechtliche Prüfung des Vorgangs durchgeführt werden“, so das Ministerium weiter. Die Stadt Köln und die Bezirksregierung wollten sich am Montag nicht zur Prüfung des Ministeriums äußern. Auch die HGK gab sich zurückhaltend. „Wir warten auf die Entscheidung der Bezirksregierung“, sagte ein Sprecher.

Handelsblatt: Schalke erhält Landesbürgschaft über rund 40 Millionen Euro

  Handelsblatt: Schalke erhält Landesbürgschaft über rund 40 Millionen Euro Fußball-Bundesligist Schalke 04 erhält vom Bundesland Nordrhein-Westfalen finanzielle Rückendeckung in Form einer Bürgschaft über 40 Millionen Euro.Am Sonntag erst hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass bei S04 bei kommenden Vertragsabschlüssen die Marke von 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt nicht mehr überschritten werden soll.

Wie aus dem Kölner Rathaus zu hören ist, wird die Einmischung des Ministeriums als „ungewöhnlicher Vorgang“ wahrgenommen. Zwar ist es bei solchen Geschäften üblich, dass die Beschlüsse und Verträge unter dem Vorbehalt der kommunalaufsichtlichen Genehmigung stehen. Ungewöhnlich ist aber der Umstand, dass die Bezirksregierung ihre Zustimmung geben will und dann noch kurz vor Abschluss des Geschäfts vom Ministerium daran gehindert wird.

Politischer Streit um den Kauf

Ob eine politische Einflussnahme dabei eine Rolle spielt ist unklar. Während im Kölner Stadtrat SPD, CDU und Grüne für den Kauf der Reederei durch die HGK stimmten, lehnten Linke und die FDP, die zusammen mit der CDU die Regierungskoalition im Landtag bildet, das Ansinnen ab. „Es kann ordnungspolitisch nicht Aufgabe einer Tochter des Kölner Stadtwerke-Konzerns sein, größter Binnenschiffer auf dem Rhein zu sein“, sagte FDP-Fraktionschef Ralph Sterck.

Die Linke erneuerte am Montag ihre Kritik an den Plänen. „Kommunale Unternehmen müssen Dienstleistungen für die Einwohner ihrer Region bereitstellen. Ein weit verzweigtes, riesiges Schifffahrtsnetz gehört nicht dazu“, sagte Linke-Fraktionschef Jörg Detjen.

Die Befürworter von SPD, CDU und Grünen gehen hingegen davon aus, dass die HGK ihren künftigen Jahresgewinn auf zehn Millionen Euro und mehr nahezu verdoppeln können.

FC Bayern: Ivan Perisic vor Rückkehr zu Inter Mailand? Verbleib in München wohl unwahrscheinlich .
Perisic könnte nach seiner Leihe zum FC Bayern zu Inter Mailand zurückkehren. Der Rekordmeister sei nicht bereit, die aufgerufenen Summen zu zahlen.True (the amounts are a little bit higher) https://t.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 51
Das ist interessant!