Finanzen Corona-bedingte Storno-Welle bei Versicherungen? So schlimm steht es wirklich um die Branche

19:40  11 juli  2020
19:40  11 juli  2020 Quelle:   finanzen.net

Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle

  Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer zweiten Corona-Welle. «Wir müssen wirklich aufpassen», sagte er in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. © Foto: Peter Kneffel/dpa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. «Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen.» In der vergangenen Woche sei «unglaublich viel passiert», sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin.

So schlimm steht es wirklich um die deutsche Rente. Es war ein Auftritt ganz nach Andrea Nahles’ Geschmack. Als die Bundesministerin für Arbeit und Soziales in der Ein solches System komme ohne Staatseinfluss eines kollektiven Fonds aus und ohne Kosten von Banken oder Versicherungen .

Heute Abend wird Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der aktuellen Corona -Krise eine mit Spannung erwartete Rede an die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland halten. RT Deutsch liegt das Redemanuskript vor und dokumentiert dieses ungekürzt.

Erwartet wurde eine Pandemie-bedingte Stornowelle, doch die trat bislang nicht ein. Dass der Lübecker Maklerpool Blau Direkt sich nun mit einer neuen Pressemitteilung optimistisch zeigt, lässt Versicherer und Vermittler hoffen.

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Die Altersvorsorge wird am häufigsten gekürzt

In einer Wirtschaftskrise wird nicht investiert - auch nicht in die Altersvorsorge. Dass stattdessen das Geld zusammen gehalten wird, bestätigt eine für das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) im Mai diesen Jahres von INSA Consulere durchgeführte repräsentative Umfrage: 19 Prozent der Haushalte, die im März und April 2020 aufgrund der Pandemie ein geringeres Einkommen hatten, strichen oder kürzten eigenen Angaben zufolge die Altersvorsorge. Damit sei diese unter den Versicherungen am schlimmsten getroffen.

"Enttäuschung" im Macron-Lager nach Kommunalwahlen

  Die Wähler in Frankreich haben Präsident Emmanuel Macron in der Corona-Pandemie einen massiven Denkzettel erteilt: Nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen räumte eine Regierungssprecherin am Sonntag "enttäuschende Ergebnisse" für seine Partei La République en Marche ein. Macron sprach nach Angaben seines Büros von einer "grünen Welle" in Frankreich.In der Hauptstadt Paris sicherte sich die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo im Bündnis mit den Grünen die Wiederwahl für sechs Jahre. Macrons Kandidatin, die frühere Gesundheitsministerin Agnès Buzyn, hatte dort keine Chance.

Weihnachten ist ein Familienfest, es ist der Tag des Friedens und Lichts. Am Abend am 24. Dezember zündet man die Kerzen an dem festgeschmückten D. In einigen Schulen gibt es eine gute Tradition, in den Winterferien für einige Tage ins Gebirge zu fahren. Man reist oft mit dem Zug, weil die

Corona -Maßnahmen - Vor der zweiten Welle Alles nicht mehr so schlimm ? Pandemien flammten auch früher überraschend wieder auf. US-Präsident Donald Trump drängt seit geraumer Zeit auf eine rasche Rückkehr zur Normalität, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) befragte seine Mitglieder zur Lage ihres Geschäfts - Ergebnis der Umfrage war, dass der Gesetzgeber aufgrund "alarmierender Zahlen" handeln müsse.

Einige Versicherer und Vermittler erwarteten daher für die Corona-Monate bis zu drei oder vier Mal so viele Stornierungen wie im Vorjahr, so dasinvestment.

Stornoprävention: Stundungsprogramme

Stornierungen sind nicht ohne Folgen: Sie bringen sowohl für Versicherer als auch für die rund 40.000 deutschen Vermittler und Versicherungsmakler erhebliche finanzielle Einbußen mit sich. Vermittler und Makler müssen nämlich regulär im Falle einer Stornierung oder manchmal sogar nur einer Beitragsfreistellung die Vertragsprovision an den Versicherer zurückzahlen. Es ist also leicht vorstellbar, wie schnell sie durch Corona-bedingte Stornierungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnten.

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Corona -Maßnahmen - Vor der zweiten Welle Alles nicht mehr so schlimm ? Pandemien flammten auch früher überraschend wieder auf. Welche Fehler aus der Vergangenheit wir bei Corona nicht wiederholen sollten. © Foto: Western Neighborhoods Project/OpenSFHistory.org / Staatsbibliothek zu

Corona - bedingte Einnahmeausfälle im Einzelhandel sowie Mieterhöhungen und Mieterverdrängung: Die derzeitigen Umstände sorgen für Spannungen im Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter und auch für Proteste auf der Straße.

Um die Kunden zu halten, wurden deswegen, laut Blau Direkt, von nahezu allen Versicherern Stundungsprogramme zur Stornierungs-Prävention aufgestellt. Die Programme entlasten auch betroffene Vermittler und Makler.

Nur ein Prozent mehr Stornierungen

Um die Lage der Versicherer auszuwerten, verglich Blau Direkt die Storno-Zahlen der deutschen Lebensversicherungen aus den Monaten Januar bis Mai 2020 mit denen aus dem Vorjahr 2019.

Die Ergebnisse überraschen positiv: Im genannten Zeitraum wurden 2019 der Auswertung zufolge insgesamt 1912 Policen gekündigt, 2020 waren es 2561 gekündigte Policen. Die Zahl der zusätzlich insgesamt 493 gestundeten Verträge sei seit Mitte April nicht mehr gestiegen. Außerdem wurden im Mai offenbar bereits erste Zahlungen wieder aufgenommen.

Blau Direkt schreibt in einer Pressemitteilung, dass es selbst dann kein Problem gebe, wenn alle gestundeten Policen dauerhaft ausfielen - den Zahlen müsse die Umsatzentwicklung gegenübergestellt werden "und die liegt mit einem satten Plus von 58 % deutlich gegenüber dem Vorjahr." Für eine gleichbleibende Stornoquote müssten dementsprechend also ebenfalls 58 Prozent mehr Policen storniert werden. Finanzchefin Kerstin Möller-Scholz von Blau Direkt wird dazu in einer Pressemitteilung mit folgenden Worten zitiert: "Tatsächlich hätten wir schlimmstenfalls 59 Prozent mehr Stornierungen als im Vorjahreszeitraum. Das wäre trotz Corona-Krise nur ein Prozent mehr" als die Umsatzsteigerung.

Mögliches Corona-Mittel Remdesivir vorläufig in EU zugelassen

  Mögliches Corona-Mittel Remdesivir vorläufig in EU zugelassen Das Medikament Remdesivir des US-Herstellers Gilead wird in Europa vorläufig zur Behandlung von Corona-Patienten zugelassen. Die EU-Kommission erteilte am Freitag entsprechend einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und nach Zustimmung der Mitliedstaaten eine bedingte Marktzulassung. "Wir erteilen diese Genehmigung weniger als einen Monat nach Einreichung des Antrags", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Das sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Virus.

Das Infektionsgeschehen hat sich laut Robert Koch-Institut positiv entwickelt. Auch aus einer Gemeinde in Euskirchen gab es Entwarnung: Hunderte Tests fielen negativ aus. Damit seien die Tests abgeschlossen. Corona -Maßnahmen - Vor der zweiten Welle Alles nicht mehr so schlimm ?

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Gestundete Policen werden wieder aktiviert

Entsprechend der Tatsache, dass bereits im Mai erste Stundungen wieder aufgehoben wurden, prognostiziert Möller-Scholz weitere Reaktivierungen gestundeter Policen und wird in der Pressemitteilung erneut zitiert: "Das bedeutet, dass sich die endgültige Stornoquote entgegen den Erwartungen deutlich verringern wird. Das sind sensationelle Neuigkeiten."

Versicherer und Makler können also ein klein wenig aufatmen, denn das Schlimmste liegt offenbar hinter ihnen. Wie sich die Lage im Verlauf des Jahres weiter entwickeln wird, ist aber auch laut Blau Direkt noch nicht genau vorherzusagen und bleibt abzuwarten.Olga Rogler / Redaktion finanzen.net


Video: Immobilienpreise steigen zu Jahresbeginn erneut kräftig (dpa)

Spahn: Gefahr einer zweiten Corona-Welle ist real .
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger vor Leichtsinn im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt. «Die Gefahr einer zweiten Welle ist real», sagte Spahn in Berlin bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. © Foto: Fabrizio Bensch/Reuters pool/dpa Jens Spahn hat die Bürger vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich aufgerufen, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Spahn rief die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben und nicht übermütig zu werden. An alle Bürgerinnen und Bürger gewandt sagte er: «Bitte, halten Sie Abstand.

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