Finanzen GRENKE-Aktie mit Stabilisierungsversuch nach Kurshalbierung: Statement angekündigt - Staatsanwaltschaft ermittelt

18:00  17 september  2020
18:00  17 september  2020 Quelle:   finanzen.net

Diese Dividenden-Aristokraten schütteten ihre Gewinne selbst während der Corona-Pandemie aus

  Diese Dividenden-Aristokraten schütteten ihre Gewinne selbst während der Corona-Pandemie aus Einige langjährige Dividendenzahler sorgten inmitten der Corona-Pandemie mit enormen Dividendenkürzungen für Enttäuschung bei den Investoren. Der absoluten Elite unter den Dividendenaktien konnte jedoch selbst die Pandemie nichts anhaben. © Bereitgestellt von Finanzen.

Durchatmen bei den Anlegern von GRENKE: Nach dem Verlust von mehr als 50 Prozent in zwei Handelstagen nach einer Attacke von Leerverkäufern haben die Papiere am Donnerstag im zweistelligen Prozentbereich zugelegt.

Servais Mont/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images

Sie bauten ihren Gewinn noch etwas weiter aus, nachdem GRENKEzu den Vorwürfen Stellungnahmen angekündigt. Zuletzt gewannen sie 27,42 Prozent auf 34,02 Euro, nachdem sie im frühen Handel zunächst noch weiter nach unten gerauscht waren und mit 23,92 Euro ein Tief seit 2014 erreicht hatten.

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Auslöser der Leerverkaufsattacke war vor zwei Tagen ein Report des selbsternannten Researchdienstes Viceroy Research. Auch ein von GRENKE verfasstes Dementi der darin geäußerten Vorwürfe gegen den Leasingspezialisten hatte zur Wochenmitte die Anleger nicht beruhigt. Inzwischen kündigte das Unternehmen weitere Stellungnahmen für den Nachmittag und den morgigen Freitag an.

Nach Kepler Cheuvreux haben inzwischen weitere Analysehäuser ihre Bewertungen für die im MDAX notierten GRENKE-Papiere ausgesetzt. Experte Marius Fuhrberg von Warburg Research zeigte zwar prinzipiell Vertrauen in das operative Geschäft, will angesichts der vorgeworfenen Bilanzunregelmäßigkeiten jedoch zunächst weitere Informationen abwarten.

Grenke will Viceroy-Vorwürfe aus dem Weg räumen

  Grenke will Viceroy-Vorwürfe aus dem Weg räumen Die an der Börse unter Druck geratene Leasingfirma wehrt sich. Die Anschuldigungen des Investors seien falsch, haltlos und frei erfunden. Bilanzprüfer sollen dies belegen. Wie reagieren Anleger?«Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet», hieß es in einer umfangreichen schriftlichen Stellungnahme.

Ähnlich verfährt Analyst Thorsten Strauß von der NordLB: "Solange nicht mehr Klarheit bezüglich der vorgebrachten Vorwürfe herrscht, setzen wir unsere Empfehlung und das Kursziel für die GRENKE-Aktie aus."

"So zweifelhaft und rustikal die Vorgehensweise der zum britischen Investor Fraser Perring gehörenden Firma Viceroy Research auch sein mag", so Strauß, "der Umstand, dass er auch beim inzwischen insolventen Zahlungsabwickler Wirecard frühzeitig auf mögliche Bilanzmanipulationen hinwies, beschert ihm nun erheblichen Zulauf."

Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall GRENKE

Die Attacke des Investors Fraser Perring auf die Leasingfirma GRENKE beschäftigt nun auch die Strafverfolger.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim habe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt gestartet im Zusammenhang mit den Vorwürfen, die Perring gegen GRENKE mache, erklärte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag. Weitere Angaben seien "derzeit nicht möglich".

Die Finanzaufsicht BaFin untersucht die Vorgänge um GRENKE unter anderem auf Marktmanipulation und Insiderhandel. Perring wirft GRENKE Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vor. GRENKE weist die Behauptungen zurück.FRANKFURT (dpa-AFX / Reuters)

GRENKE-Aktien auf Berg- und Talfahrt nach Bericht über Geldwäscheverdacht .
Die Aktien von GRENKE sind am Freitag stehen nach einem Pressebericht über eine Geldwäscheverdacht im Fokus. © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images Wie das "Handelsblatt" berichtet, ist GRENKE in den Fokus der "Financial Intelligence Unit" (FIU) geraten, der Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage, die der Zeitung vorliegt. Die FIU reagiere damit auf die Vorwürfe des britischen Analysehauses Viceroy Research, hinter dem der Leerverkäufer Fraser Perring steht.

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