Finanzen Goldpreis: Gewinnmitnahmen lassen nach

10:10  18 september  2020
10:10  18 september  2020 Quelle:   finanzen.net

Goldpreis: Hochspannung vor US-Arbeitsmarktbericht

  Goldpreis: Hochspannung vor US-Arbeitsmarktbericht Obwohl die US-Aktienkurse regelrecht eingebrochen sind und die US-Renditen zuletzt bergab tendierten, profitierte der Goldpreis davon nur leicht. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images von Jörg BernhardAusgebremst wurde der Krisenschutz vor allem durch die stabile Tendenz beim Dollar. Auf Wochensicht hat er bislang 1,5 Prozent verloren. Mit Spannung erwarten die Akteure an den Goldmärkten nun den Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums (14.30 Uhr).

Nachgebende Aktienkurse und ein schwächerer Dollarindex haben dem Goldpreis im frühen Freitagshandel zu einer leichten Erholung verholfen.

DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

von Jörg Bernhard

Die am gestrigen Donnerstag gemeldeten Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in Höhe von 860.000 haben jedoch gezeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin unter Corona leidet. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Konjunkturhilfen durch die Fed ist somit relativ hoch. Von der japanischen Notenbank und der Bank of England waren zuletzt "taubenhaftere" Töne zu vernehmen. In den vergangenen Tagen drückten vor allem nachlassende Käufe von ETF-Investoren auf die Stimmung. Seit dem 8. September hat sich zum Beispiel die gehaltene Goldmenge beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares sukzessive reduziert. Am gestrigen Donnerstag schlug aber lediglich ein Mini-Minus von 1.247,57 auf 1.246,98 Tonnen zu Buche.

Goldpreis: Markanter Rückschlag nach Fed-Sitzung

  Goldpreis: Markanter Rückschlag nach Fed-Sitzung Obwohl die Fed am gestrigen Mittwoch für die Dauer von drei Jahren eine Nullzinspolitik in Aussicht gestellt hat, tendierte der Goldpreis nachfolgend markant bergab. © Bereitgestellt von Finanzen.net Ralph Orlowski/Getty Images von Jörg BernhardHauptverantwortlich hierfür war die relativ optimistische Konjunkturprognose der US-Notenbanker sowie ausgebliebene Hinweise auf weitere konkrete geldpolitische Hilfsmaßnahmen. Dies trieb den Dollar nach oben und den Goldpreis aufgrund der negativen Korrelation nach unten.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 10,70 auf 1.960,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Markanter Wochengewinn möglich

Obwohl im Golf von Mexiko die Ölförderung nach Hurrikan "Sally" wieder hochgefahren wird, drehte der Ölpreis im frühen Freitagshandel nach anfänglichen Verlusten wieder in die Gewinnzone. Nach zwei Verlustwochen in Folge winken der US-Sorte WTI (+10,4 Prozent) und der Nordseemarke Brent (+9,53 Prozent) nun markante Wochenzuwächse. Wie freitags gewohnt, wird gegen 19.00 Uhr die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dadurch für erhöhte Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. Sollte es hier zu Überraschungen kommen, dürfte sich dies auch auf die Handelstendenz der kommenden Woche auswirken.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,26 auf 41,23 Dollar, während sein Pendant auf Brent lediglich um 0,31 auf 43,61 Dollar anzog.

Goldpreis: Schlechtester Monat seit fast vier Jahren droht .
Am gestrigen Dienstag überwand der Goldpreis zeitweise die Marke von 1.900 Dollar. Dennoch droht ihm mit aktuell vier Prozent die schlechteste Monatsperformance seit November 2016. © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images von Jörg BernhardAuf der anderen Seite könnte dem Dollarindex das höchste monatliche Plus seit Juli 2019 gelingen. In den kommenden Handelstagen dürften sich die Marktakteure vor allem für die anstehende Datenflut vom US-Arbeitsmarkt stark interessieren und entsprechend reagieren. Los geht`s am Nachmittag mit dem ADP-Monatsbericht (14.30 Uhr).

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