Finanzen Autobauer: Weitere Investoren fordern im Dieselskandal Millionen von Daimler

16:10  20 september  2020
16:10  20 september  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Winterkorn muss vor Gericht: Anklage gegen Ex-VW-Chef zugelassen

  Winterkorn muss vor Gericht: Anklage gegen Ex-VW-Chef zugelassen Der ehemalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn muss sich in der Diesel-Abgasaffäre verantworten. Ihm wird wegen schweren Betrugs der Prozess gemacht. © Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Wann der Prozess gegen Martin Winterkorn beginnt, ist noch offen. Knapp fünf Jahre nach dem Auffliegen der Abgasaffäre bei Volkswagen hat das Braunschweiger Landgericht die Betrugsanklage gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn zugelassen. Dies teilte die zuständige Kammer am Mittwoch mit. Winterkorn muss sich den Vorwürfen damit in einem öffentlichen Verfahren stellen - wann der Prozess beginnt, ist noch offen.

Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen zusätzlich auf etwa 100 Millionen Euro

Stuttgart (dpa) - Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen zusätzlich auf etwa 100

Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. © dpa Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht.

Hinter den Klagen stehen unter anderem verschiedene Fonds. Es geht um den Vorwurf, die Märkte seien zu spät über die Folgen der Affäre informiert worden.

Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen zusätzlich auf etwa 100 Millionen Euro, wie das Landgericht Stuttgart auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Autodiebe lieben den BMW X6 - Autoklau-Statistik 2019

  Autodiebe lieben den BMW X6 - Autoklau-Statistik 2019 Bei den meistgeklauten Auto-Modellen 2019 liegt der BMW X6 ganz vorn. Bei den Marken hat sich allerdings Ford den traurigen ersten Platz gesichert. © IAM RoadSmart Einmal im Jahr präsentiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., kurz GDV, seine Zahlen zum Autoklau des Vorjahres. So auch im Jahr 2020 für das Jahr 2019. Schon auf den ersten Blick zeigt sich, dass der seit 2015 fallende Trend von Autodiebstählen sich im Jahr 2019 erneut bestätigte. 14.229 Fahrzeuge wurden ihren rechtmäßigen Besitzern gestohlen. Das sind 808 weniger als noch 2018 (15.037 Auto-Diebstähle).

Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen zusätzlich auf etwa 100 Millionen Euro

Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen zusätzlich auf etwa 100 Millionen Euro

Hinter den Klagen stehen unter anderem verschiedene Fonds. Hinzu kommt noch eine Reihe weiterer neuer Verfahren, in denen es aber um geringere Beträge geht. Insgesamt verlangen Daimler-Anleger in diversen Verfahren am Landgericht Stuttgart inzwischen deutlich mehr als eine Milliarde Euro Schadenersatz von dem Autobauer.

Im Kern geht es – wie auch bei den zahlreichen Klagen gegen den VW-Konzern und dessen Dachgesellschaft Porsche SE – um den Vorwurf, die Märkte seien zu spät über die finanziellen Folgen der Dieselaffäre informiert worden. Dadurch seien die Daimler-Aktien, die die Anleger gekauft haben, zum damaligen Zeitpunkt viel zu teuer gewesen.

Daimler weist die Vorwürfe zurück. „Wir halten die Klagen für unbegründet und werden uns gegen die Vorwürfe mit allen juristischen Mitteln verteidigen“, sagte ein Sprecher. Um die Vielzahl von Fällen bewältigen zu können, hatte das Stuttgarter Gericht Anfang des Jahres extra zwei Spezialkammern eingerichtet, die die Daimler- sowie die VW- und die PSE-Fälle bearbeiten.

Wer gehört zu wem: Konzerne und ihre Automarken - ein Überblick

  Wer gehört zu wem: Konzerne und ihre Automarken - ein Überblick Von Toyota über Ferrari bis zu Audi, Renault und VW - wir verschaffen Ihnen einen Überblick über Großkonzerne in der Automobilindustrie und ihre Marken. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images Den Durchblick zu behalten ist nicht immer einfach: Besonders Großkonzerne sorgen mit ihren vielen verschiedenen Marken oft für Verwirrung. Auch in der Automobilindustrie ist vielen nicht immer klar, welcher Konzern tatsächlich hinter einem Fahrzeug steckt. Wir haben für Sie sortiert, wer zu wem gehört.

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Das Wichtigste in Kürze. Anleger haben im Zusammenhang mit der Dieselaffäre weitere Millionenklagen gegen den Autobauer Daimler eingereicht. Fast 250 Millionen Euro Schadenersatz verlangen die Kläger allein in einem Verfahren, in drei weiteren summieren sich die Forderungen

Den Vorwurf der Behörden, in den Diesel-Fahrzeugen von Mercedes-Benz eine illegale Abgastechnik verwendet zu haben, weist Daimler ebenfalls zurück. Der Autobauer kooperiert aber nach eigenen Angaben mit den Behörden und spielt bei Hunderttausenden Fahrzeugen ein Software-Update auf.

Die Rückrufe und diverse Verfahren haben den Konzern schon Milliarden gekostet. Ende Oktober will sich der Bundesgerichtshof erstmals mit einem Daimler-Fall beschäftigen. Dabei geht es aber um Schadenersatz für Autobesitzer, nicht für Anleger.

In einem Streit mit Anlegern in den USA, die eine Sammelklage eingereicht hatten, haben sich die Parteien inzwischen auf einen Vergleich geeinigt. Der sieht vor, dass Daimler 19 Millionen Dollar (16 Millionen Euro) zahlt, um den Streit beizulegen.

Mehr: Der unbeugsame Diesel-Richter legt sich erneut mit der Autoindustrie an.

Berliner Delivery-Hero-Investoren kündigen neuen 100-Millionen-Fonds an .
Die beiden Point-Nine-Partner Christoph Janz und Pawel Chudzinski haben bereits über 140 Investments getätigt. Jetzt planen sie einen weiteren Fond über 100 Millionen Euro. Delivery Hero, Clio oder Fyber – ihre Erfolgsgeschichten führen auch immer auf ein Investment der beiden Berliner Wagniskapitalgeber zurück, die ihren ganz eigenen Weg für Investitionen entwickelt haben. Investiert wird nicht etwa in bestehende Unternehmen, sondern Janz und Chudzinski spezialisierten sich auf die Reed-Finanzierung im Software-Bereich. Sie stecken Geld in Produkte, die erst noch entstehen müssen.

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