Finanzen FinCEN Files: Zweifelhafter Spitzenreiter Deutsche Bank

00:00  21 september  2020
00:00  21 september  2020 Quelle:   dw.com

FinCEN Files: Der Fluss des schmutzigen Geldes

  FinCEN Files: Der Fluss des schmutzigen Geldes Die FinCEN Files sind das Ergebnis einer großen internationalen Recherche zum Thema Geldwäsche. Sie zeigen auf, wie schmutziges Geld weltweit hin- und hergeschoben wird. Banken spielen dabei eine entscheidende Rolle. © Provided by Deutsche Welle Provided by Deutsche Welle Ein Bruder stirbt auf einem brennenden Schiff. Ein Sohn kommt durch Drogen ums Leben. In den meisten Fällen wissen die Hinterbliebenen der Opfer gar nicht, dass ihr Schmerz auch etwas mit illegalen Geldströmen zu tun hat - Geld, das durch Korruption und kriminelle Geschäfte erbeutet wurde.

Die Deutsche Bank ist schon öfter durch Skandale aufgefallen. Auch in der weltweiten Recherche zu den FinCEN Files spielt sie eine wichtige Rolle. Die Deutsche Bank ist mal wieder Spitzenreiter : 62 Prozent aller geleakten Verdachtsmeldungen des US-Finanzministeriums, die in den FinCEN Files

Von deutschen Banken , Finanzdienstleistern und Händlern von Immobilien oder Luxusgütern kamen weitaus mehr Meldungen. Die Redaktion empfiehlt. FinCEN Files : Zweifelhafter Spitzenreiter Deutsche Bank . Die Deutsche Bank ist schon öfter durch Skandale aufgefallen.

Die Deutsche Bank ist schon öfter durch Skandale aufgefallen. Auch in der weltweiten Recherche zu den FinCEN Files spielt sie eine wichtige Rolle.

Provided by Deutsche Welle © picture alliance/dpa/A. Dedert Provided by Deutsche Welle

Die Deutsche Bank ist mal wieder Spitzenreiter: 62 Prozent aller geleakten Verdachtsmeldungen des US-Finanzministeriums, die in den FinCEN Files enthalten sind, entfallen auf sie. Hinter dem Kürzel FinCEN verbirgt sich das "Financial Crimes Enforcement Network". Diese Abteilung des amerikanischen Finanzministeriums ist zuständig für den Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität

Kommentar: Die Deutsche Bank im Strudel

  Kommentar: Die Deutsche Bank im Strudel Egal wie schmutzig, Hauptsache, es lässt sich damit Geld verdienen. Das war offenbar bis in die jüngste Vergangenheit die Devise bei der Deutschen Bank. Die Rechtfertigungsversuche wirken hilflos, meint Henrik Böhme. © picture alliance/dpa/A. Dedert Provided by Deutsche Welle "Vertrauen ist der Anfang von allem." So warb die Deutsche Bank Mitte der 1990er Jahre um ihre Kunden. Auch wenn dieser Claim längst Geschichte ist: Das Vertrauen ihrer Kunden hat die Bank in den Jahren danach gründlich verspielt.

FinCEN Files - Mafiosi und Oligarchen als Kunden. Europäische Bankenaufsicht kann nur empfehlen. Anfang dieses Jahres hat die "Europäische FinCEN Files : Zweifelhafter Spitzenreiter Deutsche Bank . Die Deutsche Bank ist schon öfter durch Skandale aufgefallen. Auch in der weltweiten

Bei den FinCen -Dokumenten handelt es sich um Meldungen der Banken an die Aufsichtsbehörde, dass es bei einzelnen Überweisungen vielleicht Banken spielen dabei eine entscheidende Rolle. FinCEN Files : Zweifelhafter Spitzenreiter Deutsche Bank 20.09.2020. Die Deutsche Bank ist

Das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) hat die durchgesickerten FinCEN-Dokumente in den vergangenen 16 Monaten ausgewertet. Insgesamt waren mehr als 400 Journalisten aus 88 Ländern beteiligt. Den geleakten Datensatz hatte zuvor das amerikanische Medienunternehmen BuzzFeed News zugespielt bekommen.

Der Fluss des schmutzigen Geldes

Die Recherchen stützen sich hauptsächlich auf bankinterne Berichte über verdächtige Finanztransaktionen, sogenannte "Suspicious Activity Reports", kurz SARs. Sie sind nicht unbedingt ein Beweis für kriminelles Verhalten. Vielmehr sind alle in den USA tätigen Banken verpflichtet, solche Verdachtsmeldungen beim Finanzministerium einzureichen. Tun sie es nicht, machen sie sich strafbar.

FinCen Files: Hilfe für Wirecard und die Porno-Industrie

  FinCen Files: Hilfe für Wirecard und die Porno-Industrie Zwielichtige Transaktionen für Wirecard, die Porno-Industrie und fragwürdige Kunden aus Afghanistan: Die FinCEN Files rücken die türkische Aktif Bank in ein schlechtes Licht und liefern Indizien für Geldwäsche. © picture-alliance/empics/Y. Mok Provided by Deutsche Welle Türkische Unternehmen und Banken spielen eine bedeutende Rolle in den FinCEN Files, einer Sammlung von geheimen Dokumentenaus dem US-Finanzministerium, die dem US-Medienunternehmen BuzzFeed News zugespielt wurden. Buzzfeed hat sie anschließend gemeinsam mit dem Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) ausgewertet.

Die FinCEN Files sind das Ergebnis einer großen internationalen Recherche zum Thema Geldwäsche. Barrow war früher auch für die Deutsche Bank und HSBC tätig: "Letztlich zahlen wir alle den Preis dafür, denn dieses Geld stammt aus unseren Steuern und Beiträgen, die wir an die

Die Deutsche Bank ist der schwächste Wert im DAX. In den USA geben die Kurse der grossen Institute vorbörslich nach. "Einige der weltgrössten Geldhäuser, darunter die Deutsche Bank , JP Morgan und die HSBC, haben demnach sogar dann noch Geschäfte mit zweifelhaften Kunden

Zwischen 1999 und 2017 meldeten die Compliance-Beauftragten der Banken verdächtige Transaktionen im Wert von zwei Billionen Dollar. Über die Hälfte der Summe (1,3 Billionen Dollar) entfiel auf die Deutsche Bank.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen auffällig wird: Im Jahr 2015 stimmte Deutschlands größte Bank einer Geldstrafe von 258 Millionen US-Dollar für die Verletzung von US-Sanktionen zu – weil sie zwischen 1999 und 2006 im Namen iranischer, libyscher, syrischer, burmesischer und sudanesischer Kunden insgesamt fast elf Milliarden Dollar transferiert hatte.

Die US-Ermittler beschuldigten die Deutsche Bank, intransparente "Clearing-Transaktionen" durchzuführen, um mögliche Sanktionsbrüche ihrer Kunden zu verschleiern. "Seitdem haben wir alle Geschäfte mit Partnern aus den betroffenen Ländern eingestellt", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bank damals.

FinCEN Files: "Täterbanken zur Rechenschaft ziehen"

  FinCEN Files: Im Kampf gegen Geldwäsche hinkt der Staat seit Jahren hinterher. Das belegen die Recherchen um die FinCEN-Files. Auch in Deutschland patzen die Aufsichtsbehörden. Wie kann das sein und was muss sich ändern? © Provided by Deutsche Welle Die Deutsche Bank, aber auch andere große Geldhäuser stehen im Fokus des der FinCEN Files FinCEN Files: Datenleak setzt Deutsche Bank unter Druck dw.com Weitere Videos ansehen TEILEN TEILEN TWITTERN TEILEN E-MAIL Als Nächstes anschauen Kollege Roboter dw.com Ölstaaten wollen Fördermenge drosseln dw.

Deutsche Banken sollen an den schmutzigen Geschäften von Mafiosi, Oligarchen und Terroristen mitverdient haben. Laut den sogenannten FinCEN - Files -Recherchen akzeptierten die Geldhäuser mutmaßliche Mafiosi, Millionenbetrüger und sanktionierte Oligarchen als Kunden und führten für sie

Die Deutsche Bank in den FinCEN - Files . Einer der größten Geldwäsche-Skandale der vergangenen Jahrzehnte war der „Mirror Trade“-Skandal, in dem Firmen mit Aktiengeschäften angeblich rund zehn Milliarden Euro verdächtiges Geld wuschen und aus Russland heraus in den Westen brachten.

Anhaltende Beteiligung an verdächtigen Geldtransfers

Die Investigation des ICIJ legt aber nahe, dass die Deutsche Bank auch nach 2015 weiterhin Geld für auffällige Personen und Unternehmen bewegte, die Sanktionen umgehen wollten – darunter der türkisch-iranische Goldhändler Reza Zarrab und sein Netzwerk. Reza Zarrab wurde im März 2016 in den USA verhaftet und bekannte sich 2017 vor einem US-Bundesgericht schuldig, weil er dem Iran geholfen hatte.

Der Goldhändler Reza Zarrab gab zu, schmutziges Geld gewaschen zu haben © picture-alliance/AA/S. Coskun Der Goldhändler Reza Zarrab gab zu, schmutziges Geld gewaschen zu haben

In diesem Fall spielte die Deutsche Bank Trust Company Americas (TCA) eine Rolle, die US-Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Sie schickte im März 2017 ein SAR an das FinCEN. Darin heißt es, dass mehr als 28 Millionen Dollar im Namen von Nadir Döviz überwiesen wurden - ein Unternehmen, das enge Verbindungen zu Reza Zarrab unterhielt und ebenfalls im Goldhandel tätig ist. Die Transaktionen für Nadir Döviz fanden zwischen März 2016 und Februar 2017 statt. Zarrab war bereits verhaftet.

Und auch gegen Nadir Döviz selber liefen damals Ermittlungen wegen Geldwäsche. In ihrem SAR stellte Deutsche Bank TCA selber fest: "Diese Verdachtsmeldung wird eingereicht, weil die Transaktionen aus einem Hochrisikoland [Türkei – Anmerkung der Redaktion] stammten, es mehrere Überweisungen großer, glatter Dollar-Beträge gab und anhand der Transaktionsdetails kein kommerzieller Zweck erkennbar war."

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  FinCEN Files: Wie dubiose Geschäfte mit Syrien 20 Seeleute das Leben kosteten Öl-Geschäfte mit Syrien sind verboten, finden aber dennoch statt. Das belegen die FinCEN Files, eine internationale Recherche über Geldwäsche. Unter Verdacht steht auch die größte Erdöl-Firma der Türkei. © picture-alliance/dpa/XinHua/Untersuchungsausschuss der Russischen Föderation Provided by Deutsche Welle Es war ein gefährliches Unterfangen. Das, was sich am 21. Januar 2019 vor der Küste der Halbinsel Krim in der Straße von Kertsch abspielte, endete für 20 Seeleute tödlich. Die Besatzungsmitglieder zweier Tankschiffe hatten versucht, auf See Flüssiggas von einem Schiff auf das andere umzuladen.

Die Aktien der Deutschen Bank und anderen Großbanken haben zum Wochenbeginn nach Medienberichten über Datenlecks bei der weltweiten Bekämpfung von Geldwäsche an Wert verloren. Im Zentrum: Die Deutsche Bank .

FinCEN Files : Zweifelhafter Spitzenreiter Deutsche Bank 20.09.2020. Die Deutsche Bank ist schon öfter durch Skandale aufgefallen. Auch in der weltweiten Recherche zu den FinCEN Files spielt sie eine wichtige Rolle.

Die Antwort der Deutschen Bank

Das ICIJ hat der Deutschen Bank einen detaillierten Fragenkatalog geschickt, doch ein Unternehmenssprecher beschränkte sich auf eine allgemeine Antwort: Die FinCEN Files seien "keine neuen Informationen für uns oder unsere Aufsichtsbehörden". Die fraglichen Vorgänge stammten aus den Jahren vor 2016, die Deutsche Bank sei "jetzt eine andere Bank".

Wer wusste was bei der Deutschen Bank? © Christoph Hardt/Geisler/picture alliance Wer wusste was bei der Deutschen Bank?

In seiner Erklärung vom 9. September betonte der Sprecher außerdem: "Wir haben frühere Schwächen in unserem Kontrollsystem erkannt, uns dafür entschuldigt und unsere jeweiligen Geldbußen akzeptiert. Vor allem aber: Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und sind die Probleme systematisch angegangen. Wir haben Änderungen an unserem Geschäftsumfang, unseren Kontrollen und unserem Personal vorgenommen."

Dennoch bleibt die Frage im Raum stehen, wie viel die Deutsche Bank über die Verbindung ihres Kunden Nadir Döviz zu Reza Zarrab wusste.

Reza Zarrabs Milliarden-Spiel

Als die iranischen Banken 2012 vom globalen SWIFT-Transaktionssystem abgeschnitten wurden, konnten die Unternehmen des Landes für ihre Öl- und Gasexporte keine internationalen Banküberweisungen mehr nutzen. Also brauchten sie Bargeld und Gold als Zahlungsmittel, um die Sanktionen zu umgehen. In diesem Milliarden-Dollar-System spielte Reza Zarrab eine Schlüsselrolle.

Zarrab wurde erstmals im Dezember 2013 in der Türkei verhaftet und angeklagt, und zwar im Zuge größerer Korruptionsermittlungen, die sich gegen Minister der regierenden AKP richteten. Er wurde der Bestechung von Ministern, der Geldwäsche und des Goldschmuggels angeklagt.

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Nach einem Bericht der damaligen türkischen Staatsanwaltschaft benutzte Zarrab das Istanbuler Unternehmen Nadir Döviz für den Ankauf von Gold. Ein Kurier gestand der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet später, mit Cash von Dubai in die Türkei und von Dubai in den Iran gereist zu sein. Eines der Unternehmen, von dem er das Geld erhalten hatte, war Nadir Gold LLC, eine Tochtergesellschaft von Nadir Döviz. Und es sind genau diese beiden Unternehmen, die die Deutsche Bank in ihrem SAR vom März 2017 aufführt.

Die Regierung Erdogan wies 2013 alle Vorwürfe gegen Zarrab zurück und verglich die Ermittlungen gegen Reza Zarrab mit einem Putschversuch. Die Staatsanwälte, die sie eingeleitet hatten, wurden entlassen oder verhaftet. Nach zweieinhalb Monaten im Gefängnis wurde der Goldhändler freigelassen. Doch seine Freiheit währte nur ein paar Jahre.

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Im März 2016 wurde Zarrab erneut verhaftet, diesmal in den USA, als er mit seiner Familie auf dem Weg in den Freizeitpark Disney World war. Die US-Behörden beschuldigten ihn, Geldwäsche zu betreiben und der iranischen Regierung beim Sanktionsbruch zu helfen. Zarrab bekannte sich schuldig, ging einen Deal ein und sagte später als Kronzeuge in einem Prozess gegen einen Manager der türkischen Halkbank aus.

Während dieses Prozesses im November 2017 behauptete Zarrab, türkische Regierungsbeamte, darunter auch Präsident Erdogan, hätten der Halkbank erlaubt, dem Iran mit Geld und Gold zu helfen.

Auch der türkische Präsident Erdogan kennt Goldhändler Zarrab © picture-alliance/dpa/TASS/M. Klimentyev Auch der türkische Präsident Erdogan kennt Goldhändler Zarrab

Sowohl das türkische Unternehmen Nadir Döviz als auch die Deutsche Bank lehnten es ab, konkrete Fragen zu ihren Geschäftsbeziehungen untereinander und mit Reza Zarrab zu beantworten. Daher bleiben an dieser Stelle viele wichtige Fragen unbeantwortet. Dennoch zeigt auch dieser Fall, dass die Deutsche Bank weiterhin Verbindungen mit auffälligen Kunden pflegt.

Eine Bank weigerte sich, die Deutsche Bank nicht

Aus den FinCEN-Files geht auch hervor, dass die Deutsche Bank Geld für eine Ölraffinerie in Turkmenistan transferierte, obwohl diese möglicherweise gegen die Iran-Sanktionen verstieß. Die US-Tochtergesellschaft der Deutschen Bank reichte deswegen im Oktober 2014 und im Februar 2015 zwei Verdachtsmeldungen ein.

In diesen Dokumenten berichtet sie selber, dass der "Turkmenbashi Oil Processing Complex immer noch an kommerziellen Aktivitäten beteiligt ist, die durch EU-Sanktionen eingeschränkt sind". Turkmenbashi ist der größte Öl- und Gasproduzent in Turkmenistan.

Nach den geleakten SARs führte die Deutsche Bank zwischen April und September 2014 Überweisungen im Wert von 168,5 Millionen US-Dollar für Turkmenbashi Oil aus. Zwischen September 2014 und Januar 2015 kamen weitere Transaktionen im Wert von fast 113 Millionen Dollar hinzu. Im gleichen Zeitraum weigerte sich die New Yorker Bank BNY Mellon, Geld für Turkmenbashi zu bewegen.

Russische Oligarchen unter Sanktionen

Die FinCEN Files deuten außerdem darauf hin, dass die Deutsche Bank möglicherweise auch russischen Kunden half, Sanktionen zu umgehen.

Surgutneftegas ist eine der größten Ölgesellschaften Russlands. Die USA setzten sie im September 2014 auf die Sanktionsliste. Als Korrespondenzbank war die Deutsche Bank TCA zwischen Anfang März und Mitte Mai 2015 - also lange nach der Ankündigung der Sanktionen - an 47 Überweisungen in Höhe von fast 430 Millionen US-Dollar für Surgutneftegas beteiligt.

Die Banken bestimmen den Fluss des Geldes © Provided by Deutsche Welle Die Banken bestimmen den Fluss des Geldes

Die Analyse der FinCEN Files deutet ebenfalls darauf hin, dass die Deutsche Bank zwischen 2003 und 2017 auch Transaktionen in Höhe von 11 Milliarden Dollar für Unternehmen aus dem Netzwerk von Oleg Deripaska abwickelte – obwohl gegen ihn ermittelt wurde. Der russische Milliardär gilt als Verbündeter Wladimir Putins.

Die Deutsche Bank selbst reichte im November 2016 einen SAR ein, in dem es wörtlich heißt: "Deripaska wird von den US-amerikanischen und britischen Behörden im Zusammenhang mit einer Überweisung in Höhe von 57,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 untersucht. In der Vergangenheit haben die US-Behörden Deripaska beschuldigt, Verbindungen zum organisierten Verbrechen zu haben." Deripaska selbst bestreitet, Gelder gewaschen oder Finanzverbrechen begangen zu haben.

Die Deutsche Bank ist schon mehrfach in Skandale verwickelt gewesen und für Fehlverhalten bestraft worden. Warum verweigert sie nicht einfach, an auffälligen Finanzgeschäften mitzuwirken? Für Tim White von AML Right Source, einer Beratungsfirma zur Bekämpfung von Geldwäsche, ist die Antwort einfach: Geld. White betont, dass "die Banken durch die Fortsetzung dieser verdächtigen Transaktionen viel mehr Geld verdienen als sie mögliche Verstöße kosten".

Autor: Pelin Ünker

Meinung: FinCEN Files - Bitte kein Achselzucken! .
Große Banken haben Geldwäsche in Billionen-Höhe möglich gemacht. Die Enthüllungen der FinCEN Files gehen uns alle an und dürfen uns nicht kalt lassen, meint DW-Chefredakteurin Manuela Kasper-Claridge. © Provided by Deutsche Welle Provided by Deutsche Welle Ich bin wütend. In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn es bei vielen Menschen nur zu einem Achselzucken führt, wenn sie von den zwei Billionen US-Dollar unklarer Herkunft hören, die von zahlreichen Banken verschoben wurden? Unklare Herkunft, das bedeutet, dass mutmaßliche Kriminelle ihr schmutziges Geld über die Banken gewaschen haben.

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