Finanzen Goldpreis: Unter 1.900 Dollar abgerutscht

10:01  23 september  2020
10:01  23 september  2020 Quelle:   finanzen.net

Goldpreis: Ruhe vor dem Sturm?

  Goldpreis: Ruhe vor dem Sturm? Seit fünf Handelstagen bewegt sich der Goldpreis in einer relativ engen Tradingrange von lediglich 55 Dollar. © Bereitgestellt von Finanzen.net Raymond Boyd/Getty Images von Jörg BernhardDie am frühen Morgen veröffentlichten Inflationsdaten aus China vermochten daran wenig zu ändern. Mit einem Rückgang von 2,7 auf 2,4 Prozent p.a. fiel die Geldentwertung wie von Analysten erwartet aus. Deutlich stärker dürften sich die Investoren für die US-Inflationsraten interessieren, die am Freitag zur Bekanntgabe anstehen.

Trotz wachsender Risikoaversion rutschte der Goldpreis im frühen Mittwochshandel unter die Marke von 1.900 Dollar ab.

Thomas Lohnes/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images

von Jörg Bernhard

Steigende Corona-Neuinfektionen und damit verbundene Maßnahmen zur Eindämmung haben zuletzt keine Flucht in die Krisenwährung ausgelöst. Auch die wachsenden Spannungen zwischen China und den USA nach den Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump während der UN-Generaldebatte verpufften bislang ohne Wirkung. Im Tagesverlauf dürften sich die Akteure an den Goldmärkten für die anstehenden Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA stark interessieren, schließlich fungieren sie als konjunkturelle Frühindikatoren. Am frühen Morgen fiel der "Jibun Bank"-Einkaufsmanagerindex (Japan) schlechter als erwartet aus.

Mythos Papiergoldinflation - Inwieweit hat sich der physische Goldmarkt vom Papiergoldmarkt abgekoppelt?

  Mythos Papiergoldinflation - Inwieweit hat sich der physische Goldmarkt vom Papiergoldmarkt abgekoppelt? Gerade in sehr unruhigen Marktphasen flüchten vielen Anleger in den vermeintlich letzten sicheren Hafen Gold. Während die hohe Nachfrage am physischen Goldmarkt jedoch immer wieder für Lieferengpässe sorgt, ist das ebenfalls sehr beliebte Papiergold scheinbar unbegrenzt verfügbar. © Bereitgestellt von Finanzen.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 15,60 auf 1.892,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Enttäuschender API-Wochenbericht

Nach US-Börsenschluss meldete das American Petroleum Institute bei den gelagerten Ölreserven ein Plus von 690.000 Barrel und sorgte damit an den Ölmärkten für eine Enttäuschung. Analysten hatten nämlich mit einem Rückgang von über zwei Millionen gerechnet. Neue Impulse könnte der fossile Energieträger am Nachmittag erfahren, wenn die US-Energiebehörde Energy Information Administration (16.30 Uhr) ihren Wochenbericht zur Entwicklung der Lagerreserven und Produktionszahlen veröffentlichen wird. Summa summarum kann man die Lage beim fossilen Energieträger als relativ labil einordnen.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,24 auf 39,55 Dollar, während sein Pendant auf Brent lediglich um 0,30 auf 41,42 Dollar zurückfiel.

Goldpreis: Marke von 1.900 Dollar signifikant überwunden .
Trotz deutlich gestiegener US-Aktienindizes und leichten Gewinnmitnahmen behauptet sich der Goldpreis über der Marke von 1.900 Dollar. © Bereitgestellt von Finanzen.net TANNEN MAURY/AFP/Getty Images von Jörg BernhardNach oben getrieben wurde der Krisenschutz unter anderem durch die Hoffnung auf ein weiteres billionenschweres Rettungspaket. US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi und Finanzminister Steven Mnuchin werden in Kürze wieder darüber verhandeln.

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