Finanzen Grenke veröffentlicht Bundesbank-Kontoauszüge

16:30  24 september  2020
16:30  24 september  2020 Quelle:   msn.com

GRENKE-Aktie mit Stabilisierungsversuch nach Kurshalbierung: Statement angekündigt - Staatsanwaltschaft ermittelt

  GRENKE-Aktie mit Stabilisierungsversuch nach Kurshalbierung: Statement angekündigt - Staatsanwaltschaft ermittelt Durchatmen bei den Anlegern von GRENKE: Nach dem Verlust von mehr als 50 Prozent in zwei Handelstagen nach einer Attacke von Leerverkäufern haben die Papiere am Donnerstag im zweistelligen Prozentbereich zugelegt. © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images Sie bauten ihren Gewinn noch etwas weiter aus, nachdem GRENKEzu den Vorwürfen Stellungnahmen angekündigt. Zuletzt gewannen sie 27,42 Prozent auf 34,02 Euro, nachdem sie im frühen Handel zunächst noch weiter nach unten gerauscht waren und mit 23,92 Euro ein Tief seit 2014 erreicht hatten.

Der Schriftzug des Finanzdienstleisters Grenke AG. © Uli Deck/dpa/Archiv Der Schriftzug des Finanzdienstleisters Grenke AG.

Der unter Druck stehende Leasingspezialist Grenke hat im Zuge der Anschuldigungen rund um angeblich zu hoch ausgewiesene Bargeldguthaben Kontoauszüge veröffentlicht. Demnach befanden sich Ende Juni auf zwei Konten der Grenke AG und der Grenke Bank bei der Bundesbank zusammen gut 850 Millionen Euro, wie aus den am Donnerstag auf einer Webseite des Baden-Badener Konzerns bereitgestellten Auszügen hervorgeht.

Dax dämmt Minus ein - Grenke-Aktie erholt

  Dax dämmt Minus ein - Grenke-Aktie erholt Der Dax hat am Donnerstag seine frühen Verluste zum Handelsende verringert. So schloss der deutsche Leitindex mit minus 0,36 Prozent bei 13.208,12 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,25 Prozent auf 27.622,17 Punkte nach. Insgesamt hatten auf der Stimmung die Ergebnisse der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed gelastet. Die Fed will den Leitzins angesichts der Corona-Krise offenkundig über Jahre hinweg an der Nulllinie belassen. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses erwarten überwiegend, dass sich am gegenwärtig niedrigen Zinsniveau bis ins Jahr 2023 nichts Wesentliches ändern wird.

Am ersten Tag im Juli kamen auf einem der Konten noch 80 Millionen Euro per Überweisung hinzu. Der Grenke-Konzern hatte im Zwischenbericht für den Stichtag Ende Juni ein Kontenguthaben von 849 Millionen Euro bei der Bundesbank ausgewiesen. Zuletzt sprach Grenke von einem Guthaben von 761 Millionen Euro per Mitte September.

Die Investorengruppe Viceroy Research wirft dem Konzern unlautere Geschäftspraktiken rund um Scheingewinne und zu hoch ausgewiesene Geldbestände vor und hat die Aktien nach eigenen Angaben leerverkauft - dürfte also von fallenden Aktienkursen profitieren.

Viceroy hatte in einem Bericht den Vorwurf verbreitet, ein bedeutender Teil der von Grenke zum Halbjahr auf knapp 1,1 Milliarden Euro taxierten finanziellen Mittel existiere gar nicht. Grenke versucht, sich der Vorwürfe mit dem Hinweis auf die Kontensalden bei der Bundesbank zu erwehren. Das seien fast 80 Prozent der ausgewiesenen liquiden Mittel zum fraglichen Zeitpunkt gewesen.

Grenke will Viceroy-Vorwürfe aus dem Weg räumen

  Grenke will Viceroy-Vorwürfe aus dem Weg räumen Die an der Börse unter Druck geratene Leasingfirma wehrt sich. Die Anschuldigungen des Investors seien falsch, haltlos und frei erfunden. Bilanzprüfer sollen dies belegen. Wie reagieren Anleger?«Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet», hieß es in einer umfangreichen schriftlichen Stellungnahme.

Viceroy hatte als Reaktion auf eine jüngste Telefonkonferenz des Managements zuletzt geschrieben: «Uns ist wohl bewusst, dass rund 800 Millionen von Grenkes Bargeld bei der Bundesbank gehalten werden.» Das allein reiche als Nachweis aber nicht aus.

Viceroy-Chef Fraser Perring sagte der «Wirtschaftswoche», er sei einst nur durch Zufall auf Grenke aufmerksam geworden. «Ich habe einen Freund, der Ärger mit Grenke hat und ein Gerichtsverfahren gegen sie ausfechten muss. Er hatte mir davon zu Jahresanfang erzählt. Dann haben wir angefangen, zu recherchieren.» Er habe «keinen Zweifel» daran, dass der Aktienkurs von Grenke weiter falle. Zu Details äußerte er sich nicht.


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GRENKE-Aktien auf Berg- und Talfahrt nach Bericht über Geldwäscheverdacht .
Die Aktien von GRENKE sind am Freitag stehen nach einem Pressebericht über eine Geldwäscheverdacht im Fokus. © Bereitgestellt von Finanzen.net Servais Mont/Getty Images Wie das "Handelsblatt" berichtet, ist GRENKE in den Fokus der "Financial Intelligence Unit" (FIU) geraten, der Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage, die der Zeitung vorliegt. Die FIU reagiere damit auf die Vorwürfe des britischen Analysehauses Viceroy Research, hinter dem der Leerverkäufer Fraser Perring steht.

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