Finanzen Verdi kündigt für Dienstag Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr an

13:45  25 september  2020
13:45  25 september  2020 Quelle:   reuters.com

Verdi und Kaufland erzielen Vereinbarung für Real-Beschäftigte

  Verdi und Kaufland erzielen Vereinbarung für Real-Beschäftigte Verdi und Kaufland erzielen Vereinbarung für Real-BeschäftigteNach einer Freigabe durch die Kartellbehörden wolle Kaufland jeden der mehr als 12.000 Beschäftigten übernehmen, teilten beide am Donnerstag mit. Der Übergang solle nahtlos, das heißt ohne Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses, geschehen. Die Beschäftigten würden nach den Verdi-Flächentarifverträgen für den Einzelhandel und Versandhandel bezahlt, betonte die Gewerkschaft. Kaufland sagte zudem zu, die Betriebsrats-Strukturen von Real in die bestehenden zu übernehmen.

A whistle is seen over a logo of Verdi union during a strike in Frankfurt airport © Reuters/KAI PFAFFENBACH A whistle is seen over a logo of Verdi union during a strike in Frankfurt airport

Berlin (Reuters) - Im Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr ruft die Gewerkschaft Verdi für Dienstag zu einem bundesweiten Warnstreik auf.

Sie begründete dies am Freitag damit, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) abgelehnt habe, mit der Gewerkschaft Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag aufzunehmen. "Der ÖPNV befindet sich bundesweit in einer schwierigen Situation. Nach 20 Jahren Sparkurs auf dem Rücken der Beschäftigten sind die Grenzen der Belastbarkeit erreicht", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen. Uns bleibt daher nur der Warnstreik, um ein deutliches Signal zu senden, wie ernst die Lage ist."

Tarifverhandlungen: Post-Beschäftigte setzen Warnstreiks vor nächster Tarifrunde fort

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Verdi fordert für die bundesweit 87.000 Beschäftigten bei 130 Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs Regelungen zur Nachwuchsförderung und zur Entlastung der Mitarbeiter. Behle wies darauf hin, dass trotz steigender Fahrgastzahlen in den letzten 20 Jahren 15.000 Stellen abgebaut worden seien. Folgen seien hohe Krankheitsquoten in den Betrieben und fehlender Nachwuchs. In den Ballungsräumen seien Busse und Bahnen überfüllt, in ländlichen Regionen fehlten oftmals die Busfahrerinnen und Busfahrer und die Finanzierung, um viel mehr als eine Grundversorgung zu gewährleisten. Durch den Warnstreik sei bundesweit mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr zu rechnen. Verdi bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste sehr, sagte Behle. Ein guter Tarifvertrag käme allerdings sowohl den Beschäftigten als auch den Fahrgästen zugute.

Tarifkonflikt bei der Post: Linke stärkt Verdi den Rücken

  Tarifkonflikt bei der Post: Linke stärkt Verdi den Rücken Heute wider Erwarten kein Paket bekommen? Das könnte an Warnstreiks der vergangenen Tage liegen - die Gewerkschaft Verdi pocht auf ein saftiges Lohnplus bei den Mitarbeitern des Gelben Riesen, Manager des Bonner Konzerns hingegen runzeln demonstrativ sorgenvoll ihre Stirn.Meiser appellierte an die Bundesregierung, ihren Einfluss geltend zu machen und ebenfalls auf ein sattes Lohnplus zu dringen. Meiser verwies darauf, dass der Bund noch immer größer Aktionär ist und daher Einfluss hat. Die staatliche KfW hält 21 Prozent am Stammkapital der Deutschen Post DHL.


Video: Verdi weitet seine Warnstreiks aus (dpa)

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