Finanzen Insolvenzantragspflicht: Stichtag 1. Oktober: Experten erwarten erste Pleitewelle

14:06  27 september  2020
14:06  27 september  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Pflicht zum Insolvenzantrag wird weiter ausgesetzt

  Pflicht zum Insolvenzantrag wird weiter ausgesetzt In der Corona-Krise bekommen überschuldete Firmen Luft: Mit einer weiteren Lockerung des Insolvenzrechts will der Bund eine Pleitewelle verhindern. Der Industrie- und Handelskammertag befürchtet jedoch, dass die Regelung zu Lasten anderer Unternehmen gehen könnte.Nach einem Beschluss vom Donnerstagabend wird in Fällen der Überschuldung die Antragspflicht bis Jahresende ausgesetzt. Das soll in Bedrängnis geratenen Firmen weiterhin Luft verschaffen, um staatliche Hilfen zu beantragen und Sanierungsbemühungen voranzutreiben.

Insolvenzantragspflicht - ✓ Hilfreiche Rechtstipps ✓ und aktuelle Rechtsnews ► Jetzt auf anwalt.de informieren! Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Jahresende Entscheidende Änderung: es darf nur Überschuldung, aber keine Zahlungsunfähigkeit vorliegen.

500-Euro-Geldscheine, über dts NachrichtenagenturDer Insolvenzverwalter Biner Bähr erwartet infolge der Coronakrise eine Pleitewelle . Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht durch die Bundesregierung sei zwar in der gegenwärtigen Lage sinnvoll, "allerdings wird die Gefahr einer

Auch die Modekette musste Insolvenz beantragen. © dpa Auch die Modekette musste Insolvenz beantragen.

Unternehmen, denen das Geld ausgegangen ist, müssen bald wieder Insolvenz anmelden. Zahlungsunfähigkeit ist der Grund für 90 Prozent aller Anträge.

Der Karneval im Februar ist im Coronajahr 2020 die letzte publikumsstarke Großveranstaltung in Deutschland gewesen. Danach gab es nur noch Absagen: Erst die Fußball-Europameisterschaft samt aller Events, dann alle nationalen Fußballspiele mit Zuschauern, Oktober- und Herbstfeste, schließlich auch die kommende Karnevalssaison. Wer wie Fritz, Fries & Söhne mit Party-, Karnevals- und Fanartikeln sein Geld verdient, hat es in Corona-Zeiten schwer. Das Unternehmen mit seinen 70 Vollzeitkräften hat deshalb beim Amtsgericht einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Das ist eine Vorstufe zum Insolvenzverfahren.

Coming Soon: Neue Alben, die 2020 erscheinen oder schon erschienen sind

  Coming Soon: Neue Alben, die 2020 erscheinen oder schon erschienen sind Damit keiner den Überblick verliert: Hier findet Ihr eine (keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende) Liste der 2020 kommenden Musikalben, von deren Veröffentlichung wir schon wissen. Dazu für uns relevante Alben, die bereits erschienen sind. © Bereitgestellt von www.musikexpress.de The Strokes am 14. Februar 2020 in der Berliner Columbiahalle Damit keiner den Überblick verliert: Hier findet Ihr eine (keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende) Liste der 2020 kommenden Musikalben, von deren Veröffentlichung wir schon wissen.

Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID19-Pandemie-bedingten Wöchentliche Wirtschafts- und Rechtslage Updates für Unternehmer. Mit Experten wie Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Prof.

Insolvenzantragspflicht wegen Zahlungsunfähigkeit lebt zum 1 . Oktober 2020 wieder auf. Ein Anleger der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG verklagte die Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft, welche für den Emissionsprospekt Stand 29.08.2011 ein

Im Dortmunder Einkaufszentrum Thier-Galerie schloss derweil mit Parfois nach Hallhuber bereits das zweite Fachgeschäft für Damenbekleidung. Erst hatte der Lockdown samt Zwangsschließung den Umsatz auf Null einbrechen lassen, dann kamen die Kundinnen nur zögernd zurück. Mit Mund-Nasen-Bedeckung ist das Shoppen eben kein Vergnügen.

Es sind zwei neue Beispiele einer langen Liste von Corona-Geschädigten, die unter anderem Insolvenzen oder sogenannte Schutzschirmverfahren von bekannten Unternehmen wie Escada, Esprit, Hallhuber, Vapiano und Galeria Karstadt Kaufhof umfasst.

Doch trotz Corona und Wirtschaftseinbruch ist die Zahl der Pleiten in Deutschland auf ein Rekordtief gefallen. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform verringerte sich im ersten Halbjahr 2020 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 8,2 Prozent auf 8900 Fälle.

Microsofts Zenimax-Deal nur ein Beispiel: Wieso sich der Unternehmenskauf in Krisenzeiten lohnen kann

  Microsofts Zenimax-Deal nur ein Beispiel: Wieso sich der Unternehmenskauf in Krisenzeiten lohnen kann Microsofts Zenimax-Deal nur ein Beispiel: Wieso sich der Unternehmenskauf in Krisenzeiten lohnen kannMicrosoft stärkt seine Gaming-Sparte um die Spielkonsole Xbox mit einem milliardenschweren Zukauf. Der US-Softwareriese übernimmt Zenimax Media. Solche Fälle sind in der Krisenzeit eher zur Ausnahme geworden. Fusionen und Übernahmen rücken in den Hintergrund der Unternehmen. Die Ursache: Viele kämpfen mit milliardenschweren Umsatzeinbußen, können ihre Mitarbeiter nicht bezahlen und leben in Ungewissheit, wie sich die nächsten Monate entwickeln.

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Experten erwarten Pleitewelle . In Pocket speichern. Kommentare lesen. 1 Beitrag. Trotz guter wirtschaftlicher Lage sei es nicht gelungen, die Schuldenkrise der Privathaushalte in den Griff zu bekommen, mindestens 100.000 Verbraucherinsolvenzen seien in diesem Jahr zu erwarten .

Firmen mit hohen Einnahmeausfällen bedroht

Nach Ansicht von Experten ist die Insolvenzwelle allerdings nur vertagt. Vom 1. Oktober an müssen Firmen den zuständigen Amtsgerichten melden, wenn sie Rechnungen nicht mehr pünktlich bezahlen können - und damit zahlungsunfähig sind. Nur noch überschuldete Unternehmen bleiben bis Ende des Jahres von der Antragspflicht zur Insolvenz ausgenommen. Weil Zahlungsunfähigkeit aber über 90 Prozent aller Pleiten betrifft, fürchten viele Experten ab dem vierten Quartal deutlich höhere Fallzahlen.

„Nach einer ersten Welle durch die gesetzliche Verschärfung zum 1.Oktober droht eine zweite und vielleicht dritte Welle“, sagt Michael Hermanns, Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Buth & Hermanns: „Dann nämlich, wenn überschuldete Firmen bis zum Ende des Jahres ihre Finanzpläne für 2021 erstellen, die nicht aufgehen.“

10 wichtige Fakten: Das sollten Sie zum Wochenstart an der Börse wissen

  10 wichtige Fakten: Das sollten Sie zum Wochenstart an der Börse wissen Diese 10 Fakten dürften heute für Bewegung an den Märkten sorgen. © Bereitgestellt von Finanzen.net Andrew Burton/Getty Images Behalten Sie hier den kompletten aktuellen Handelstag im Auge.1. DAX stärker erwartetDer deutsche Aktienmarkt dürfte am Montag freundlich eröffnen. Eine Stunde vor Handelsbeginn tendiert der DAX 1,6 Prozent höher bei 12.663 Zählern.2. Asiens Aktienmärkte festerDie asiatischen Indizes präsentieren sich zu Beginn der neuen Woche von ihrer freundlichen Seite.In Japan klettert der Nikkei aktuell (07:37 Uhr) um 0,91 Prozent auf 23.415,22 Zähler.

Insolvenzverwalter Flöther erwartet im kommenden Jahr mehr Unternehmenspleiten. Auf die Autozulieferer, den Handel und Ostdeutschland kommt nach Einschätzung von Insolvenzverwalter Lucas Flöther im kommenden Jahr eine Pleitewelle zu.

Insolvenzverwalter erwarten Pleitewelle durch E-Auto. Insolvenzverwalter sehen mit dem Elektroauto eine Pleitewelle Prager sagte, für die Insolvenzanwälte werde das E-Auto erst auf längere Sicht ein Thema. In der boomenden Autobranche dagegen gab es im vergangenen Jahr bis Oktober nur 28

Als zahlungsunfähig gilt, wer zehn oder mehr Prozent seiner Rechnungen nicht bezahlen kann. Zahlt eine Firma ihre Rechnungen nicht innerhalb von 21 Tagen, so ist dies nur zulässig, wenn es einen Finanzplan mit einer Fortbestehungsprognose gibt, wonach innerhalb von drei bis sechs Monaten die Forderungen bedient werden können. Genau dieser Normalfall war seit dem Frühjahr angesichts der Corona-Pandemie bis Oktober ausgesetzt.

Bedroht sind vor allem Firmen mit hohen Einnahmeausfällen und einer bilanziell schlechten Ausgangslage mit wenig Liquidität und Eigenkapital. Es ist zwar richtig, dass viele Unternehmen in den vergangenen zehn guten Jahren Reserven angehäuft haben. Ob Einzelhandel, Automobil oder Metallerzeugung: Die meisten Unternehmen befanden sich vor der Krise in einer soliden Ausgangslage.

Beleg dafür ist die rekordhohe Eigenkapitalquote von knapp 39 Prozent im Mittelstand. Das zeigen Berechnungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) auf Basis mehrerer Hunderttausend Firmenbilanzen, die 50 Prozent aller deutschen Unternehmensumsätze abbilden.

BA-Chef stellt Arbeitsagentur auf mögliche Pleitewelle ein

  BA-Chef stellt Arbeitsagentur auf mögliche Pleitewelle ein 350 Millionen Euro mehr Insolvenzgeld hat die Budesagentur für Arbeit in diesem Jahr bislang auszahlen müssen. Laut der Behörde sind sind zudem 1,6 Milliarden Euro für das Insolvenzgeld für das kommende Jahr 2021.«Wir qualifizieren gerade 250 Mitarbeiter zusätzlich für den Fall, dass es zu einer größeren Pleitewelle käme.» Bei der BA hieß es, die Behörde habe bereits im Frühjahr vorsorglich mit den Vorbereitungen begonnen.

Drei Jahre nach dem Fall des Telefonmonopols sagen Experten für die inzwischen rund 400 bestehenden lizenzierten Telefonunternehmen eine Pleitewelle voraus. "Viele Unternehmen sind zu klein", sagte Christian Müller-Elschner, Partner bei Roland Berger, laut einem Gespräch mit der "Welt

Der kostenlose Service von Google übersetzt in Sekundenschnelle Wörter, Sätze und Webseiten zwischen Deutsch und über 100 anderen Sprachen.

Doch bei diesen Berechnungen geht es, erstens, um Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 20 und 250 Millionen Euro. Es fehlen also die vielen Kleinstfirmen, die Kneipe, das Restaurant oder der Kiosk um die Ecke.

„Viel gefährlicher als nach der Weltfinanzkrise“

Zudem handelt es sich bei den 39 Prozent Eigenkapital um eine Durchschnittsberechnung. Ein Blick in die Bilanzen zeigt, dass die Spreizungen groß und in den vergangenen Jahren gewachsen sind: Firmen mit einem Eigenkapital von 50 und mehr Prozent stehen etliche mit einer Quote von deutlich weniger als 20 Prozent gegenüber.

So erreicht die Gosheimer Maschinenfirma Berthold & Hermle eine Eigenkapitalquote von 76 Prozent. Der Anlagenbauer Aumann aus Beelen kommt auf 68 und der Holzwerkstoffspezialist Westag & Getalit aus Rheda-Wiedenbrück auf 66 Prozent. Quoten von mehr als 50 Prozent können als kerngesund gelten.

Doch viele Unternehmen sind mit Quoten von zum Teil deutlich unter 20 Prozent in einer finanziell schwierigeren Lage, etwa der Delbrücker Autozulieferer Paragon mit sieben Prozent und der Reiseanbieter Aovo Touristik mit nur noch vier Prozent. Europas größter Reiseveranstalter Tui kommt auf zweieinhalb Prozent.

„Die derzeitige Lage ist für kleine und mittelständische Unternehmen viel gefährlicher als nach der Weltfinanzkrise von 2008“, urteilt Volker Ulbricht, Hauptgeschäftsführer von Creditreform, „weil diesmal die ganze Breite der Wirtschaft betroffen ist.“

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 Aubameyang, Carroll und Martial - lohnt es sich, am Stichtag groß rauszukommen? Gallery: Beginnt Henderson? Bekommt Minamino das Nicken? Liverpools vorhergesagter XI für das Duell mit Leeds (Read Sport) Der Stichtag steht wieder vor der Tür, da Teams in ganz Europa darauf drängen, die letzten Teile des Puzzles in einem Rennen gegen die Uhr fertigzustellen.

Vor gut einem Jahrzehnt war die Wirtschaft nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman in eine Art Schockstarre verfallen. Investitionen wurden aufgeschoben, bereits erteilte Aufträge storniert und Ausgaben radikal gekürzt. Die Konjunktur brach 2009 um gut sechs Prozent ein. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland stieg gegenüber dem Vorkrisenjahr 2008 um gut zehn Prozent auf 33.000.

Sorgen, dass es diesmal noch schlimmer kommen könnte, sind berechtigt. Anders als 2009, als die Krise von den Banken ausging, sind diesmal so gut wie alle Branchen betroffen. Bereits zu Beginn der Krise sahen sich elf Prozent der deutschen Unternehmen von einer Insolvenz bedroht. Das ergab eine Umfrage unter 500 Unternehmen im April und Mai im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, durchgeführt von Kantar - eine Gruppe von Marktforschungsunternehmen unter dem Dach von Bain Capital. Demnach verzeichneten drei von vier Unternehmen negative Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Studie: 45 Prozent der Mittelständler gefährdet

Gar bis zu 45 Prozent der deutschen Mittelständler sieht die Managementberatung Munich Strategy in ihrer Studie „Stresstest Mittelstand“ bedroht. Das Herunterfahren der Wirtschaft im Frühjahr und die immer noch umfangreichen Hygieneregeln zur Eindämmung des Coronavirus hat vor allem Restaurants, Reisebüros und Messebauern Verluste beschert. Die Unternehmen im Gastgewerbe erzielten im Juni nicht einmal 60 Prozent ihres Niveaus aus dem Februar, bei den Reisebüros sind die Einbußen mit über 80 Prozent im Juli noch größer.

Chelsea versucht immer noch, Emerson und Sarr für Portugal auszuleihen

 Chelsea versucht immer noch, Emerson und Sarr für Portugal auszuleihen Und Porto könnte einen Leihwechsel für Innenverteidiger Sarr besiegeln - der einer für die Zukunft ist, nachdem er diesen Sommer nach Abschluss des Vertrags einen Fünfjahresvertrag bei den Blues abgeschlossen hat sein kostenloser Transfer von Nizza - am Dienstag. © Bereitgestellt von Daily Mail Malang Sarr kam diesen Sommer mit einem kostenlosen Transfer zu Chelsea, könnte aber auf Leihbasis nach Porto wechseln.

Doch auch wenn ab Donnerstag Insolvenzen mangels Liquidität wieder gemeldet werden müssen: die ganz große Welle dürfte erst einmal ausbleiben. Der Grund: Angeschlagene Firmen müssen nicht ohne staatliche Zuschüsse auskommen. Kurz vor dem Oktober-Stichtag verständigte sich die Bundesregierung darauf, dass sie ihre Überbrückungshilfen bis mindestens Dezember fortsetzt. Zusätzlich werden die Zugangsbedingungen sogar noch abgesenkt und die Förderungen ausgeweitet.

Das Programm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen. Bis zu 90 Prozent der Fixkosten werden vom Staat übernommen.

Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate zwischen September und Dezember bis zu 200.000 Euro erhalten. Höhere Fördersätze gibt es für Unternehmen in Bereichen, die praktisch vollständig stillliegen, wie die Veranstalter- oder Schaustellerbranche.

Gute Nachrichten gab es zuletzt auch für Betriebe, die zwar wieder geöffnet haben, aber immer noch mit reduzierter Kapazität fahren müssen, wie Gastronomie oder Einzelhandel. Künftig können bereits Firmen, deren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent eingebrochen ist, Überbrückungshilfe beantragen.

Die Zahl der Insolvenzen wird aber Donnerstag nach langer Zeit voraussichtlich wieder steigen. Doch Kurzarbeit, staatliche Überbrückungshilfen und nicht zuletzt vielerorts vorhandene Reserven werden die ganz große Insolvenzwelle wohl mindestens bis ins nächste Jahr aufschieben.

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