Finanzen Berg- und Talfahrt für Siemens Energy beim Börsenstart

12:16  28 september  2020
12:16  28 september  2020 Quelle:   msn.com

Aktienemissionen: Die Investmentbanken in Deutschland schütteln die Krise ab

  Aktienemissionen: Die Investmentbanken in Deutschland schütteln die Krise ab Aktienemissionen: Die Investmentbanken in Deutschland schütteln die Krise abEs dauerte nur wenige Stunden, dann waren 75 Millionen Aktien des Medizintechnikherstellers Siemens Healthineers bei Großanlegern platziert. Satte 2,73 Milliarden Euro holte sich der Erlanger Konzern Anfang September vom Kapitalmarkt. Mit dem Geld werden Brückenkredite abgelöst, die für die Übernahme des auf Krebstherapie spezialisierten US-Konzerns Varian nötig waren. Immerhin muss die Siemens-Tochter 16,4 Milliarden Dollar für die Amerikaner bezahlen.

Siemens Energy hat sich der Aufgabe verschrieben, hierauf Antworten zu liefern. Wir bauen neue Energiesysteme in aller Welt. Wir können zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, indem wir nachhaltige, verlässliche und bezahlbare Energie bereitstellen.

Siemens kündigte jüngst an, das Geschäft mit Röntgengeräten und Herzkathetern abzuspalten und unter dem Namen “Healthineers” an die Börse bringen zu wollen. Wann genau der Börsenstart vollzogen werden soll, ist bisher noch nicht bekannt.

Christian Bruch, der Vorstandsvorsitzende von Siemens Energy, läutet in der Frankfurter Wertpapierbörse traditionell die Glocke nach der Erstnotierung seines Unternehmens. © Frank Rumpenhorst/dpa Christian Bruch, der Vorstandsvorsitzende von Siemens Energy, läutet in der Frankfurter Wertpapierbörse traditionell die Glocke nach der Erstnotierung seines Unternehmens.

Die neue Aktie von Siemens Energy hat zu Beginn des ersten Handelstags eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Das Papier startete am Montag zunächst mit einem Kurs von 22,01 Euro in den Xetra-Handel an der Börse in Frankfurt.

Das entspricht einem Wert von rund 16 Milliarden Euro für das abgespaltene Energiegeschäft von Siemens. Danach ging es vorübergehend unter 20 Euro, bevor das Papier im Verlauf des Vormittags wieder zu Werten nahe der Erstnotiz zurückkehrte.

Siemens schickt Energiesparte an die Börse

  Siemens schickt Energiesparte an die Börse Siemens entlässt sein Energiegeschäft in die Eigenständigkeit. Am Montag startet Siemens Energy an der Börse. Das neue Unternehmen steht vor großen Herausforderungen. Helfen soll Konzentration auf sich selbst.Das Unternehmen mit gut 90.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 29 Milliarden Euro wird vor allem auf Basis einer Überzeugung in die Eigenständigkeit geschickt: Jeder für sich selbst klappt besser. Siemens Energy soll seinen Weg durch die anstehenden Herausforderungen alleine gehen - ohne den Schutz, aber auch ohne den Ballast des Konzerns.

Aktie. Bezeichnung. Siemens . Indexzugehörigkeit. DAX, CDAX Kursindex. Siemens Energy will zum Börsenstart massiv eigene Aktien kaufen. Weitere Finanznachrichten.

Siemens -Personalchefin Janina Kugel stellt sich bei einer Pressekonferenz anlässlich der Veranstaltung den Fragen der Journalisten. Die Anleger dürften sich außerdem für Details des bevorstehenden Börsengangs der Medizintechniksparte Healthineers interessieren.

Am Freitag war die lange geplante Abspaltung von Siemens Energy mit einem Eintrag ins Handelsregister vollzogen worden. Jeder Siemens-Aktionär hatte über das Wochenende pro zwei Siemens Aktien eine Energy-Aktie ins Depot bekommen. Auf diese Weise hatte Siemens 55 Prozent von Energy verteilt. 35,1 Prozent bleiben bei Siemens 9,9 Prozent gingen an den Siemens-Pensionsfonds.

Nach den Kursen vom Montagvormittag hat sich die Abspaltung für die Siemens-Aktionäre gelohnt. Zwar gab die Siemens-Aktie durch die Abspaltung wie erwartet nach und lag am Vormittag mit schwankenden Werten um 108 Euro gegenüber dem Schlusskurs am Freitag im Minus. Zählt man allerdings - dem Verteilungsschlüssel der neuen Papiere entsprechend - den Wert einer halben Energy-Aktie hinzu, ergibt sich rechnerisch ein stattliches Plus von gut 7 Euro.

Abspaltung: Joe Kaesers letzter Coup: Was Anleger zum Börsenstart von Siemens Energy wissen sollten

  Abspaltung: Joe Kaesers letzter Coup: Was Anleger zum Börsenstart von Siemens Energy wissen sollten Abspaltung: Joe Kaesers letzter Coup: Was Anleger zum Börsenstart von Siemens Energy wissen solltenSiemens-Chef Joe Kaeser hat den Münchener Dax-Konzern radikal umgebaut. Nun, kurz vor seinem Abschied, steht der Topmanager noch einmal davor, dass Antlitz des Konzerns deutlich zu verändern. Am 28. September wird Siemens seine traditionsreiche Energiesparte an die Börsen bringen – es ist eine der größten Abspaltungen, die es bis dato in Deutschland gegeben hat. 55 Prozent der Anteile gehen dann zunächst an die Siemens-Aktionäre über.

Siemens ist dafür bekannt, seine Herde regelmäßig mit neuen Funktionen auszustatten. So haben viele Herde mittlerweile ein TFT-Touchdisplay. Die Plusvariante hiervon bietet eine einfache Menüstruktur, wobei die einzelnen Punkte farbig hervorgehoben wurden

Der Börsenstart im März kostete Siemens Healthineers im ersten Quartal 85 Millionen Euro. Hinzu kamen Kosten für den Personalabbau. Konkret gehe es darum, die Verwaltung zu straffen, sagte Montag, ohne die betroffenen Arbeitsplätze zu beziffern.

Siemens begründet die Abspaltung des Energiegeschäfts zum einen damit, dass sich das Unternehmen so auf seinen Bereich fokussieren könne. Zum anderen falle der konzerninterne Wettbewerb um Mittel weg. Dabei hatte der Energiebereich in der Vergangenheit angesichts vergleichsweise geringer Margen oft schlechte Karten gehabt.

«Als eigenständiger Konzern haben wir nun die notwendige unternehmerische Flexibilität, um die weltweite Transformation der Energiemärkte nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich mitzugestalten», sagte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. Sie ist für das Unternehmen mit seinen 91 000 Mitarbeitern eine große Herausforderung. Zwar ist man breit aufgestellt: von Windkraft bis zu Turbinen für Gas- und Kohlekraftwerke. Doch gerade der Markt mit Produkten für Kohlekraftwerke wird sukzessive wegbrechen. Zudem will Bruch das Unternehmen auf mehr Marge trimmen. Dabei könnten auch Standortschließungen drohen, konkrete Pläne dafür gibt es derzeit aber nicht.

Auf der Arbeitnehmerseite sieht man die Abspaltung grundsätzlich positiv: «Siemens Energy hat jetzt die Chance, in der Selbstständigkeit technologisch und strukturell die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen», sagte der Unternehmensbeauftragte für Siemens und Siemens Energy bei der IG Metall, Hagen Reimer. Er betonte aber auch, dass das nur klappen könne, wenn alle Beteiligten einbezogen würden. «Wir erwarten also vom Management, dass es das Unternehmen gemeinsam mit den Betriebsräten und der IG Metall zukunftsfest aufstellt.»

"Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht!": Siemens - die Geschichte eines Branchenführers .
Die glorreiche Geschichte von Siemens begann schon vor mehr als 150 Jahren. Heute ist das Unternehmen in vielen verschiedenen Bereichen von Digitalisierung über Medizintechnik bis hin zur Energieversorgung tätig. © Bereitgestellt von Finanzen.

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