Finanzen Gewerkschaft ruft zu Warnstreiks in Postbank-Filialen auf

16:07  12 oktober  2017
16:07  12 oktober  2017 Quelle:   dpa.de

Warenhaus Kaufhof will Löhne und Gehälter kürzen

  Warenhaus Kaufhof will Löhne und Gehälter kürzen Rückläufige Umsätze und rote Zahlen: Der Warenhauskonzern Kaufhof steckt in der Krise. Deshalb will der Handelsriese nun Einschnitte bei Löhnen und Gehältern der etwa 21 000 Mitarbeiter durchsetzen. Im Gegenzug bietet Kaufhof-Chef Wolfgang Link den Beschäftigten eine Verlängerung der im September 2018 auslaufenden Arbeitsplatzgarantien an. Das Unternehmen habe mit der Gewerkschaft Verdi Gespräche aufgenommen, um einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen, teilte der Kaufhof-Chef mit.

Hintergrund des Warnstreiks ist die EVG-Forderung in den laufenden Tarifverhandlungen nach einer Wahlmöglichkeit für die Beschäftigten zwischen mehr Geld, mehr Urlaub oder einer Arbeitszeitverkürzung.

Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter der Deutschen Post zu einem nächtlichen Streik in den Paketzentren Börnicke und Rüdersdorf aufgerufen. Verdi ruft zu Warnstreik in Postbank - Filialen Wismar und Schwerin aus.

Eine Person hält eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi. © Bereitgestellt von dpa-infocom Eine Person hält eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi.

Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 800 Berliner Beschäftigten der Postbank für Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen. Es würden alle Filialen im Berliner Stadtgebiet betroffen sein, teilte der Verdi-Landesbezirk Berlin-Brandenburg. Kunden müssten sich auf einen eingeschränkten Service und Filial-Schließungen einstellen.

Anlass für die Aktionen sind die bundesweiten Tarifverhandlungen, in denen Verdi unter anderem eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022 und eine Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fordert. In den bisherigen Verhandlungen mit der Postbank hatte es aus Sicht der Gewerkschaft keine hinreichende Annäherung gegeben.

Welt-Polio-Tag: Angela Merkel ruft Bevölkerung zum Impfen auf .
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, sich gegen Infektionskrankheiten impfen zu lassen. Es gelte, Risiken von schwierigen Erkrankungen zu vermeiden, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Videopodcast.Als Beispiel verwies sie auf die Masern, bei denen es in Deutschland zum Teil auch wieder steigende Zahlen gebe, "und da kann das Impfen wirklich helfen". Eine allgemeine Impfpflicht lehnte Merkel ab. "Die Hürden für den Staat, so eine Verpflichtung auszusprechen, sind aus guten Gründen in Deutschland recht hoch", sagte sie mit Hinweis auf das Selbstbestimmungsrecht jedes Bürgers.

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