Finanzen Nikola-Aktie springt hoch: Nikola verschiebt Badger-Präsentation - Platzt der Deal mit GM oder kommt es doch ganz anders?

17:45  01 oktober  2020
17:45  01 oktober  2020 Quelle:   finanzen.net

Alternativen zur Tesla-Aktie: Diese E-Auto-Hersteller können sich gegenüber dem Branchenriesen behaupten

  Alternativen zur Tesla-Aktie: Diese E-Auto-Hersteller können sich gegenüber dem Branchenriesen behaupten Trotz der jüngsten Kursabstürze ist der Elektroautohersteller unter CEO Elon Musk derzeit in aller Munde. Aber auch Mitbewerber des Elektro-Giganten machen von sich reden: Neben US-Hersteller Nikola kann vor allem China mit einigen Konkurrenten punkten. © Bereitgestellt von Finanzen.net TANNEN MAURY/AFP/Getty Images • Nikola nach GM-Ankündigung im Aufwind.

Bei dem Tesla-Konkurrenten Nikola verschärft sich die Situation weiter. Der für Ende des Jahres fest eingeplante Präsentationstermin für den ersten Elektro-LKW des Unternehmens wurde verschoben - nun könnte auch General Motors die Reißleine ziehen.

Spencer Platt/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Spencer Platt/Getty Images

• Nikola verschieben Nikola World

• Gibt es keine Badger-Präsentation?

• GM-Deal auf der Kippe

Für Nikola kommt es derzeit knüppeldick: Nachdem das Unternehmen infolge massiver Betrugsvorwürfe durch den Shortseller Hindenburg Research ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten war und der Chef und Gründer von Nikola, Trevor Milton, überraschend hinwarf, sah sich der Hersteller von Elektro-Lastwagen nun auch noch dazu veranlasst, seine im Dezember geplante Großveranstaltung, die Nikola World, absagen zu müssen.

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  Nikola: „Völlig unzureichende“ Reaktion auf Betrugsvorwürfe Der unter Beschuss geratene E-Truck-Hersteller Nikola hat auf die Betrugsvorwürfe reagiert – allerdings nicht zur Zufriedenheit des Shortsellers, der die Vorwürfe aufgebracht hat. Nur kurz nach dem spektakulären Einstieg des US-Autoriesen General Motors (GM) bei Nikola hatte der als Shortseller auftretende Investor Hindenburg Research Ende der vergangenen Woche schwere Vorwürfe gegen den Tesla-Herausforderer erhoben. Man habe bei einem börsennotierten Unternehmen noch nie ein derartiges Ausmaß an Täuschung gesehen, so der Investor.

Nikola World verschoben oder abgesagt?

Offiziell nannte das Unternehmen die COVID-19-Pandemie als Grund für die Verzögerungen: "Aufgrund der Einschränkungen wegen der COVID-19-Publikumsgröße an den wichtigsten Veranstaltungsorten in Arizona haben wir beschlossen, die Nikola World zu verschieben, bis wir die Nikola-Community sicher zusammenbringen können. Alle Tickets im Zusammenhang mit Nikola World werden je nach Kundenwunsch erstattet oder behalten ihre Gültigkeit", hieß es im Rahmen einer Pressemitteilung.

Einen neuen Termin für die Veranstaltung, in deren Rahmen der Nikola Badger präsentiert werden sollte, blieb das Unternehmen unterdessen schuldig, was bei einigen Anlegern Zweifel aufkommen ließ, ob die Nikola World möglicherweise komplett abgesagt werden könnte. "Wir werden weiterhin Fortschrittsaktualisierungen für unser gesamtes Produktportfolio bereitstellen", betonte das Unternehmen weiter, ohne dabei konkreter zu werden.

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GM-Einstieg in Gefahr

Darüber hinaus bekommt Nikola noch Gegenwind von anderer Seite: Denn der noch vor Wochen groß angekündigte Einstieg des US-Autobauers General Motors bei dem Unternehmen steht möglicherweise auf der Kippe.

Die strategische Partnerschaft hätte eigentlich am Mittwoch finalisiert werden sollen, allerdings hatte es wohl zuletzt Verzögerungen in den Verhandlungen gegeben. Ursprünglich hatte GM elf Prozent von Nikola kaufen und dafür zwei Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen wollen, doch zuletzt öffentlich gewordene Vorwürfe gegen den ehemaligen CEO haben bei den Verantwortlichen von GM möglicherweise für ein Umdenken gesorgt. Konkret geht es um Vorwürfe zweier Frauen, die Trevor Milton wegen vermeintlicher sexueller Übergriffe bei US-Behörden angeklagt hatten.

Angaben von CNBC zufolge kann der Deal zwischen GM und Nikola von beiden Seiten aufgekündigt werden, wenn er bis zum 3. Dezember nicht finalisiert und unterschrieben wurde.

Neuer Kurseinbruch voraus? Warum der Rücktritt des Nikola-Gründers eine Gefahr für die Nikola-Aktie sein könnte

  Neuer Kurseinbruch voraus? Warum der Rücktritt des Nikola-Gründers eine Gefahr für die Nikola-Aktie sein könnte Das überraschende Aus von Trevor Milton als Chef des E-Truck-Herstellers Nikola kam Aktionäre teuer zu stehen. Und der Abwärtssog, in dem sich die Nikola-Aktie befindet, könnte sogar noch stärker werden. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images • Nikola-Aktie mit starken Schwankungen• Chef-Rücktritt nach Betrugsvorwürfen• Weitere Gefahr für die Nikola-Aktie?Für Anteilseigner des Elektrotruckherstellers Nikola waren die vergangenen Wochen eine Berg- und Talfahrt, die sich auch in der Aktienkursentwicklung widerspiegelte.

Zwischenzeitlich wurden aber auch Stimmen laut, die eine Verzögerung bei den Verhandlungen als positiv bewertet hatten: Bei CNBC spekulierte man zuletzt auch darüber, dass GM seine Beteiligung an Nikola sogar noch deutlich ausbauen könnte. Immerhin ist die Nikola-Aktie seit den noch immer ungeklärten Betrugsvorwürfen von Hindenburg um rund die Hälfte billiger geworden.

Nikola Tre angekündigt

Unterdessen bemüht sich die Geschäftsführung von Nikola, Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Das Unternehmen kündigte an, dass fünf Nikola Tre, Prototypen des hauseigenen Sattelschleppers, kurz vor der Fertigstellung stünden. Die Fahrzeuge werden nicht mit Brennstoffzellen, sondern mit einem Akku angetrieben.

Bei Anlegern waren die Spekulationen um Nikola am Mittwoch auf fruchtbaren Boden gefallen, die Nikola-Aktie ging 14,54 Prozent höher bei 20,48 US-Dollar aus dem Handel. Auch am Donnerstag geht es deutlich aufwärts: Die Aktie verzeichnet ein Plus von 10,45 Prozent auf 22,62 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Nikola-Aktie springt vorbörslich hoch: Nikola verschiebt Badger-Präsentation - Platzt der Deal mit GM oder kommt es doch ganz anders? .
Bei dem Tesla-Konkurrenten Nikola verschärft sich die Situation weiter. Der für Ende des Jahres fest eingeplante Präsentationstermin für den ersten Elektro-LKW des Unternehmens wurde verschoben - nun könnte auch General Motors die Reißleine ziehen. © Bereitgestellt von Finanzen.

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