Finanzen Bundeskanzleramtschef Helge Braun: „Die Infektionslage darf uns nicht davonrennen“

12:25  08 oktober  2020
12:25  08 oktober  2020 Quelle:   wiwo.de

Coming Soon: Neue Alben, die 2020 erscheinen oder schon erschienen sind

  Coming Soon: Neue Alben, die 2020 erscheinen oder schon erschienen sind Damit keiner den Überblick verliert: Hier findet Ihr eine (keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende) Liste der 2020 kommenden Musikalben, von deren Veröffentlichung wir schon wissen. Dazu für uns relevante Alben, die bereits erschienen sind. © Bereitgestellt von www.musikexpress.de The Strokes am 14. Februar 2020 in der Berliner Columbiahalle Damit keiner den Überblick verliert: Hier findet Ihr eine (keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende) Liste der 2020 kommenden Musikalben, von deren Veröffentlichung wir schon wissen.

Für die einstündige Befragung der Bundesregierung steht der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes Prof. Dr. Helge Braun (CDU)

Nene, ersatzweise darf man Aluhut tragen.


Video: Neue Corona-Regeln mit "erheblichen Veränderungen" sollen nächste Woche kommen (glomex)


Kanzleramtschef Helge Braun warnt vor den Folgen der wachsenden Coronainfektionszahlen. Die Lage dürfe nicht unbeherrschbar werden. Deutschland müsse wettbewerbsfähiger aus der Krise kommen. Was tut das Kanzleramt dafür?

Wird diese Schwäche Lebron und den Lakers zum Verhängnis?

  Wird diese Schwäche Lebron und den Lakers zum Verhängnis? Bei der Pleite gegen die Nuggets kriegen die Lakers unter den Brettern nichts auf die Reihe. Die Schwäche von Dwight Howard und McGee kommt allerdings mit Ansage. © Bereitgestellt von sport1.de Wird diese Schwäche Lebron und den Lakers zum Verhängnis? Nach dem Debakel unter den Körben war bei Charles Barkley erst mal Zurückhaltung angesagt.

Опубликовано: 17 июн. 2019 г. Kanzleramtschef Helge Braun über den Fall Walter Lübcke. Kanzleramtschef Braun : „Osterurlaub Zuhause die richtige Variante“ | Die richtigen Fragen - Продолжительность: 2:57 BILD REPORTER 771 просмотр.

Die Infektionslage in einem Land kann sich auch schnell ändern. Umgekehrt hängt die Aufhebung der Reisewarnung von einer Besserung der Infektionslage ab. Dabei kommt es nicht auf Momentaufnahmen an, sondern auf einen stabilen Trend in den Zahlen.

„Die Infektionen dürfen uns nicht davonrennen. Stabilität ist das Gebot des Winters“, Kanzleramtschef Helge Braun. © Laif „Die Infektionen dürfen uns nicht davonrennen. Stabilität ist das Gebot des Winters“, Kanzleramtschef Helge Braun.

CDU-Politiker Helge Braun, 47, ist seit März 2018 Chef des Bundeskanzleramtes und damit einer der einflussreichsten Politiker der Bundesrepublik.

WirtschaftsWoche: Herr Braun, der Wirtschaftswoche haben Sie einmal gesagt: Deutschland reagiert, wenn es seinen Wohlstand in Gefahr sieht. Wie schlägt sich die Bundesrepublik jetzt gerade mitten im Ernstfall?

Helge Braun: Mit einem Ernstfall wie Corona konnte noch vor Monaten keiner konkret rechnen, aber ich finde, der Satz stimmt weiterhin. Deutschland bewährt sich.

Während der amerikanische Präsident Donald Trump dazu aufruft, vor Corona keine Angst zu haben. Ein Aufruf, der tödliche Folgen haben kann?

SPD-Politiker Lindh nach erneuter Morddrohung: „Rassismus und Nazismus wird nicht durch Ignoranz bekämpft“

  SPD-Politiker Lindh nach erneuter Morddrohung: „Rassismus und Nazismus wird nicht durch Ignoranz bekämpft“ Der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh hat erneut eine Morddrohung von Rassisten gegen ihn gepostet. Ein Gespräch über Haltung, Angst und die Rolle der AfD. © Foto: Imago Helge Lindh ist SPD-Abgeordneter im Bundestag. Für seinen Einsatz gegen Rassismus wird er häufig attackiert. Helge Lindh ist seit 2017 Abgeordneter für die SPD im Deutschen Bundestag. Er setzt sich schon seit vielen Jahren öffentlich und offensiv gegen Muslimfeindlichkeit und Rassismus ein – und wird deshalb immer wieder Opfer von Beleidigungen und Drohungen aus dem rechten Milieu. So auch am späten Donnerstagabend.

Als erstes durften Kurhotels wieder öffnen. Auf der Krim beispielsweise, wo am 15. Juni die Sommersaison eröffnet wird, sind bereits Auch Bibliotheken, Kosmetikbetriebe und verschiedene andere öffentliche Orte dürfen ihre Türen wieder öffnen. Dürfen die Russen wieder ins Ausland reisen?

Dazu haben wir hier im Kinderlexikon von Hanisauland auch einen eigenen Artikel, ebenso zu Themen wie "Regierung" oder "Wahlen", die dir sicher auch weiterhelfen. Resve. Ab wie vielen Jahren darf man denn Bundeskanzler werden ?

Angst ist immer ein schlechter Ratgeber, aber Gefahren und Risiken muss man schon richtig einschätzen. Bei einem Virus, das sich exponentiell ausbreitet und bei dem die wirksamste Gegenmaßnahme die Mitwirkung der Bevölkerung bei Abstand, Hygiene, Maskentragen, Lüften und der Nutzung der Corona-Warn-App ist, müssen Regierungen aufklären. Auch deshalb haben wir uns entschlossen, alle Daten, die uns zur Verfügung stehen, taggleich zu veröffentlichen, damit Bürger und Medien die Lage selbst beurteilen können.

Bürger, Wirtschaft und Politik leben nun etwas mehr als ein halbes Jahr mit der Pandemie. Aber das Konjunkturpaket hat sich nur teilweise bewährt.

Wie kommen Sie darauf? Es funktioniert zielgenau. Wir wollten den Arbeitsmarkt stabilisieren, schnell die Konjunktur vitalisieren – und gleichzeitig in Zukunftsfelder investieren. Wir entlasten zudem noch die Kommunen mit Milliarden. Das hilft ganz konkret vor Ort. Wir wollen wettbewerbsfähiger aus der Krise kommen, als wir in sie hineingegangen sind. Aber wir können die Pandemie nicht ungeschehen machen.

Für Mick Schumacher wird es jetzt ernst

  Für Mick Schumacher wird es jetzt ernst Die Last, die Mick Schumacher aufgrund seines berühmten Vaters aushalten muss, ist groß. Doch vor seinem Formel-1-Debüt lernt der Youngster damit umzugehen. © Bereitgestellt von sport1.de Für Mick Schumacher wird es jetzt ernst Er ist schneller als jeder Gegner: der berühmte Nachname, in dessen Windschatten er sich immer wieder ansaugt, doch überholen kann er ihn nicht. S-C-H-U-M-A-C-H-E-R. Oder wie ihn die Briten mit extremem Respekt, ja sogar mit mehr Furcht als Liebe aussprechen: S-H-O-E-M-A-K-E-R.Irgendwann hat Mick Schumacher (21) beschlossen, es aufzugeben, der Legende davonzufahren.

Wir wollen die Pflege in Deutschland spürbar besser machen. Dafür arbeiten wir Schritt für Schritt an konkreten Verbesserungen für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegepersonal. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie

" Wir müssen uns mehr bemühen, die Motive und Taktiken der Groomer besser zu verstehen, um es gar nicht erst zum Missbrauch kommen zu lassen", erklärte ein NSPCC-Sprecher. Und wir müssen die Art und Weise, wie wir diesen jungen Leuten helfen, radikal überdenken", ergänzte der Sprecher.

Mit Verlaub, 20 Milliarden Euro für die Mehrwertsteuersenkung sind weitgehend verpufft. War das nicht rausgeschmissenes Geld?

Den Eindruck habe ich nun gar nicht. Deshalb wird jetzt niemand zwei statt einen Stück Kuchen kaufen, natürlich nicht. Aber viele Bürger nutzen die Gelegenheit für mittelgroße Investitionen. Fragen Sie mal Handwerker und die Bauwirtschaft. Die Senkung wirkt.

Nochmal: Warum hat die Bundesregierung diese vielen Milliarden nicht für eine strukturelle Steuerreform genutzt, die Wachstumskräfte freisetzt?

Weil das Geld dann ja nur für ein halbes Jahr gereicht hätte, und das wäre nun keine Strukturreform. Wir reißen 2020 und 2021 die Schuldenbremse, sind von einer schwarzen Null weit, weit entfernt. Wir stecken mitten in einer historisch tiefen Krise. Da wäre eine Steuerstrukturreform, die dauerhaft niedrigere Einnahmen bedeuten würde, nicht glaubwürdig.

Die Innenstädte sind trotzdem verwaist…

… der Wandel hin zum digitalen Einkaufen hat sich extrem beschleunigt. Aber das ist eine weitere Lehre aus der Krise: Politik kann und sollte eine Transformation weder kaschieren, noch verhindern oder verlangsamen. Sie kann Unternehmen und Beschäftigten aber sehr wohl helfen, den Wandel mitzugehen.

Vom Kaffee-Tisch ins Cockpit! Hülkenbergs irres F1-Comeback

  Vom Kaffee-Tisch ins Cockpit! Hülkenbergs irres F1-Comeback Nico Hülkenberg bekommt beim Heim-Grand-Prix am Nürburgring unerwartet seine Chance. Vorbereiten kann er sich auf die Fahrt im Racing Point aber nicht. © Bereitgestellt von sport1.de Vom Kaffee-Tisch ins Cockpit! Hülkenbergs irres F1-Comeback Eigentlich hatte Nico Hülkenberg an diesem Wochenende etwas ganz anderes vor.Noch am Samstagvormittag genoss der 33-Jährige in der RTL-Lounge in Köln einen Kaffee und bereitete sich auf seinen Einsatz als TV-Experte beim Eifel-Grand-Prix am Sonntag vor (Formel 1: Großer Preis der Eifel am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER).

Im Frühjahr des Jahres 1945 geriet Hitler in eine ausweglose Lage , als die Sowjets aus dem Osten und die Alliierten aus dem Westen nach Berlin vorrückten. Der Krieg neigte sich dem Ende zu, doch der rücksichtslose Naziführer wollte sich nicht ergeben.

в) 1. Wir fahren nicht ins Gebirge. ( Wir kennen die Schonheit des Gebirges schon.) 2. Kennen Sie die beiden Leute? (Die Koffer der Leute stehen hier.) 3. Wir danken dem Ingenieur herzlich. In seiner Arbeit war viel Neues und Originelles. 4. Wahrend der Reise besuchten wir viele Stadte der BRD.

Der Bund will nicht retten, was nicht zu retten ist?

Wir helfen bei der Rettung all denen, die unverschuldet in Not sind. Dafür sind doch die KfW- und Überbrückungskredite, die massiv ausgeweitete Kurzarbeit da. Aber wir können nicht jede Insolvenz verhindern, nicht alle Härten der Pandemie abfedern. Da ist eine Krise, wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht hatten.

Ist die verlängerte Kurzarbeit bis weit ins Jahr 2021 aber nicht genau das: schlicht zu viel des Guten?

Das berührt eine ordnungspolitische Grundsatzfrage: Unter welchen Umständen finanzieren wir auch die Unrettbaren?

Auf Ihre Antwort sind wir gespannt.

So weitgehende Regeln wie bei der Kurzarbeit müssen die absolute Ausnahme und zeitlich begrenzt bleiben. Wenn wir Mitte 2021 aus dem Tal wieder herauskommen, sind die jetzt gewählten Fristen die richtigen. Der Staat muss seine Hilfe ja auch durchhalten können.

In einem Unternehmen wie Lufthansa gibt es aber trotz Kurzarbeit und trotz Staatsbeteiligung für Zehntausende Beschäftigte keine Perspektive. Was sagen Sie denen?

Wir wollen unbedingt, dass es in Deutschland eine große Airline gibt, wir wollen auch die Flughafeninfrastruktur erhalten. Für das Exportland Deutschland ist beides unerlässlich. Deshalb die Staatsbeteiligung. Aber sicher weiß der Staat nicht, wann und wie kräftig sich das Geschäft erholt. Deshalb mischen wir uns in unternehmerische Entscheidungen nicht ein.

Aue-Boss Leonhardt: "Ein klarer Fehler"

  Aue-Boss Leonhardt: Der FC Erzgebirge Aue ist in der Liga noch ungeschlagen, dennoch hängt bei den Veilchen in der Länderspielpause der Haussegen schief. © imago images Dass der FC Erzgebirge Aue nicht getestet hat, stieß Präsident Helge Leonhardt sauer auf. 3:0 zum Auftakt bei den Würzburger Kickers, 1:1 gegen die spielstarke SpVgg Greuther Fürth, ungeschlagen, vier Zähler aus zwei Spielen. Start gelungen, könnte man meinen.Die Realität beim FC Erzgebirge Aue sieht aber ein wenig anders aus. Da wäre zunächst das blamable Aus im DFB-Pokal beim SSV Ulm (0:2). Dann schlug vor dem 3.

Und bei dieser Nichteinmischung bleibt es?

Da wackeln wir nicht.

Sie können uns sicher erklären, warum sich der Staat am Impfstoffhersteller Curevac beteiligt hat.

Es gibt Bereiche, in denen das Signal wichtig ist: Diese Technologie wollen wir nicht nur fördern, sondern auch im Land halten. Die Impfstoffentwicklung gehört eindeutig dazu. Die Beteiligung an Curevac ist, neben dem 750 Millionen Förderprogramm für Impfstoffforschung im Allgemeinen, ein besonderes Bekenntnis zu diesem Know-how am Standort Deutschland.

Willkürlich bleibt die Entscheidung trotzdem.

Es gab ja einen politischen Vorlauf; Interesse, das Unternehmen fortzulocken. Deshalb das Standortcommitment.

„Die Infektionen dürfen uns nicht davonrennen. Stabilität ist das Gebot.“

Alles hängt nun daran, dass 2021 das Wachstum zurückkehrt. Wird es?

Ja, unsere Steuerschätzer gehen von einen erheblichen Aufholrennen aus. Wir erwarten, dass wir dann 2022 das ökonomische Vorkrisenniveau wieder erreichen werden. Voraussetzung ist natürlich, dass wir Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie dank der Verfügbarkeit eines Impfstoffs im Laufe des Jahres 2021 schrittweise beenden können.

Aber?

Diese Prognose setzt voraus, dass wir bei den Infektionen in diesem Winter nicht in eine kritische, unbeherrschbare Lage kommen. Wir müssen alles tun, dass das nicht passiert.

Überall in Europa steigen die Zahlen immens, auch in Teilen Deutschlands, gerade hier in Berlin. Können Sie einen zweiten Lockdown ausschließen?

Wir stehen gerade weit besser da als andere Länder, die Gesundheitsämter sind in der Lage, Kontakte nachzuvollziehen. Diese Lage müssen wir uns erhalten. Aber deshalb sind die Anstiege sehr ernst zu nehmen, und zwar für die Wirtschaft und für die Gesellschaft. Die Infektionslage darf uns nicht davonrennen. Stabilität ist das Gebot des Winters.

NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell

  NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell Die New York Jets entlassen Le'Veon Bell. Der Running Back enttäuscht mit seinen Leistungen und verärgert Headcoach Adam Gase. © Bereitgestellt von sport1.de NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell New York Jets haben Le'Veon Bell entlassen.Damit endet eine 19-monatige Zusammenarbeit, die von Enttäuschungen und leeren Versprechungen geprägt war. Der Running Back, der 2019 als Free Agent zu den Jets kam, hatte mit Trainer Adam Gase nie ein gutes Verhältnis. Gase sprach sich sogar von Anfang an gegen die Vertragsunterzeichnung aus.

Wann wäre der Moment einer zweiten Fernsehansprache der Bundeskanzlerin gekommen?

Wir dürfen den Punkt der Überforderung der Ämter nicht erreichen. Ein paar wenige Hotspots sind da nicht das Problem. Sobald die Infektionen nicht eingrenzbar sind und Großstädte betreffen, so wie gerade Berlin, wird es kritisch. Den Winter müssen wir noch ohne Impfstoff durchstehen, danach kann es leichter werden.

Auf 2020 hoffen Sie nicht mehr?

Eine Zulassung halte ich dieses Jahr nicht für ausgeschlossen, aber dass ein Impfstoff sich schon positiv auf unser Alltagsleben auswirkt, ist nicht realistisch.

Trotzdem werden beispielsweise hier in Berlin weiter munter Rave-Party veranstaltet oder wie in der Prohibition im Keller gefeiert.

Diese Menschen gefährden den Erfolg von uns allen. Es geht hier nicht nur darum, sich selbst zu schützen, sondern die Ausbreitung des Infektionsrisikos in der Gesellschaft zu verhindern, das ist eine Solidaritätsleistung. Sonst drohen eben Bußgelder.

Aber es reichen ja auch schon niedrigschwellige Maßnahmen. Der nasse, kalte Herbst ist da. Müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter da unbedingt zurück ins Büro holen?

Nein, bitte nicht. Jeder, der im Homeoffice arbeiten kann, sollte es bitte tun – und zwar auch im Eigeninteresse der Unternehmen. Es geht nicht nur darum, dass der einzelne Mitarbeiter geschützt wird, sondern auch, um das Ausfallrisiko von einer ganzen Gruppe oder Abteilung zu minimieren.

Auch die Corona-Warn-App soll gegen die Verbreitung des Virus helfen. Zwar wurde sie fast 19 Millionen Mal runtergeladen, doch ihren Infektionsstatus geben über die App nicht mal die Hälfte der Erkrankten an. Ist die App gescheitert?

Nein, die App ist so erfolgreich wie weltweit keine andere Warn-App, die freiwillig genutzt wird. Aber je mehr Menschen mitmachen, desto besser. Denn mit der App können zusätzliche Infektionsketten aufgedeckt werden, die man bei der klassischen Kontaktnachverfolgung nicht findet.

Coronavirus in Deutschland: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

  Coronavirus in Deutschland: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Für inländische Reisende gelten nach einem Gerichtsbeschluss auch in Mecklenburg-Vorpommern keine Beherbergungsbeschränkungen mehr.• Ein Gericht kippt die Beherbergungsbeschränkungen für inländische Reisende in Mecklenburg-Vorpommern.

Um Fragen der Digitalisierung geht es auch in der Datenstrategie des Bundes. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Dateninfrastrukturprojekt Gaia-X, das Firmen zum Datenaustausch motivieren soll. Brauchen wir vielleicht nicht die gläserne Fabrik, aber durchlässigere Unternehmen?

Gaia-X will keineswegs die gläserne Fabrik, sondern wichtige, sensible Geschäftsdaten müssen selbstverständlich sicher gespeichert werden im Interesse des Unternehmens. Aber es gibt eben auch Bereiche, wo das Teilen von Daten einen unternehmerischen Mehrwert bietet – und das müssen wir möglich machen unter eigenen Regeln, die unsere europäische Werte miteinschließen. Nur haben solche Lösungen momentan noch nicht so viel Konjunktur.

Haben Sie ein Beispiel dafür, wo Unternehmen Daten besser nutzen könnten?

Da gibt es Tausende, eher ist es schwierig, überhaupt ein positives Beispiel für perfekte Datennutzung zu nennen. Neulich habe ich beispielsweise einige Unternehmer gefragt, ob sie bereit wären, ihre Steuer- und Buchhaltungsdaten zur Verfügung zu stellen, damit wir daraus mit Künstlicher Intelligenz eine Konjunkturanalyse machen können. Im Gegenzug würden wir ihnen dafür die ganze Erhebung rund um die Konjunkturstatistiken ersparen.

Und wie war die Reaktion?

Statistiken ersparen, das finden natürlich alle super. Aber wenn dafür auf der anderen Seite die Rohdaten des innersten Geschäftsbetriebs zur Verfügung gestellt werden müssen, ist die Skepsis groß.

Dann doch lieber kein Bürokratieabbau?

Das wäre aber eine traurige Antwort. Deshalb braucht es eine vertrauenswürdige Institution, die mit den Daten nichts anderes macht als die Konjunkturprognose – und womöglich sogar eine noch bessere. Das ist jetzt ein Beispiel mit sehr sensiblen Daten gewesen, aber solche Fragen in dieser Art werden wir uns künftig sehr häufig stellen. Um sie zu lösen, braucht es neue Treuhänderstrukturen, die ein zentrales Element der Datenstrategie sind, um Datennutzung als zusätzlichen Wirtschaftsfaktor zu generieren.

„Ich richte meine Kraft vollkommen darauf, dass wir die Pandemie so gut es geht bewältigen.“

Ziel der Datenstrategie ist, Deutschland unabhängiger von den USA und China zu machen. Aber wo kann Deutschland bei der digitalen Souveränität überhaupt noch punkten?

Digitale Souveränität heißt nicht, dass man alles selber können oder alles selber bauen muss – sondern es geht darum, alles in seiner Wirkweise zu verstehen. Ein sehr wichtiger Bereich ist für mich dabei die Steuersoftware in Kommunikationssystemen, die künftig ein wichtiger Teil der Lebensader unserer Wirtschaft werden.

Je stärker die Vernetzung, umso größer ist die Verwundbarkeit.

Deshalb brauchen wir ein hohes Maß an IT-Sicherheit in unseren Kommunikationsnetzen. Und damit wir diese Sicherheit können, brauchen wir ein gutes Verständnis der Technologie. Und wir brauchen eigene Anbieter. Wir haben zwei europäische Anbieter auf der Hardwareseite …

… Nokia und Ericsson.

Aber die Frage, was so ein System macht, hängt in Zukunft noch viel mehr von der Software ab. Deshalb fördern wir mit dem Konjunkturpaket auch diesen Bereich. Wir wollen eigene Anbieter ertüchtigen, in dem Bereich mit zu spielen und über die Funktionsweise von Kommunikationstechnologien auch Hoheit zu behalten.

Und in der Übergangszeit braucht man einen Anbieter wie Huawei, um diese Kommunikationsadern am Leben zu erhalten?

Wir bereiten gerade das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 vor, in dem genau diese Frage adressiert ist. Dabei müssen wir abwägen. Einerseits geht es um Sicherheit. Wenn eine Komponente auf der einen Seite nicht vertrauenswürdig ist, dann kann man sie auch nicht einbauen. Wichtig ist aber dabei, dass wir dieses Sicherheitsargument auch nur dann ziehen, wenn es um Sicherheit geht. Denn wir sehen, dass das Sicherheitsargument auch vorgeschoben wird in Handelsstreitigkeiten.

Wie im Konflikt zwischen den USA und China.

Wir in Deutschland haben als Exportnation ein Interesse an offenen Märkten, an freiem und fairem Welthandel. Wo es ein Sicherheitsproblem ist, müssen wir den Zugang beschränken, ansonsten setzen wir uns für freien Handel ein.

Im Fall Huawei gilt also: Im Zweifel für den Angeklagten?

Es gilt, dass wir einen Abwägungsprozess machen müssen. Dabei geht es nicht allein um technische Fragen, sondern auch um rechtliche, wenn wir davon ausgehen müssen, dass uns ein Anbieter die Vertrauenswürdigkeit gar nicht zusichern kann, weil er rechtlich anderer Weise verpflichtet ist.

So wie Huawei, das wie alle chinesischen Unternehmen dazu verpflichtet ist, mit Pekings Sicherheitsbehörden zu kooperieren.

Die Frage, ob sicherheitspolitische Belange der Bundesrepublik Deutschland betroffen sind, wird am Ende die Bundesregierung abstimmen.

Das war jetzt noch immer kein klares Ja oder Nein.

Ich kann der Kabinettsentscheidung nicht vorgreifen, aber nur so viel: Für jemanden, der für offene Märkte ist, sollten Sie jetzt nicht so enttäuscht schauen.

Blicken wir zum Schluss noch mal in die Zukunft, Sie starten ins letzte Jahr als Kanzleramtsminister, zumindest in dieser Legislaturperiode. Wie wehmütig werden Sie da manchmal?

Die Pandemie beschäftigt mich derzeit so sehr, dass für Wehmut keine Zeit ist. Ich richte meine Kraft vollkommen darauf, dass wir die Pandemie so gut es geht bewältigen. Und ich hoffe, dass die Bundestagswahl im kommenden Jahr in einer Zeit stattfindet, wo die Last der Pandemie ein Stück weit von uns gefallen ist. Das würde den Wahlkampf sicher besser machen. Wenn das gelingt, dann freue ich mich auf darauf.

Und mit welchem CDU-Kanzlerkandidaten ist ein Wahlsieg am wahrscheinlichsten?

(lacht) Da ich mich den ganzen Tag auf die Bewältigung der Pandemie konzentriere, habe ich mir darum noch gar keine Gedanken gemacht.

Mehr zum Thema: Der Staat greift stark in die Marktwirtschaft ein. Ökonomen streiten über die Risiken.

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