Finanzen Durch Corona im Rampenlicht: So ist es BioNTech seit dem Börsengang vor einem Jahr ergangen

06:05  12 oktober  2020
06:05  12 oktober  2020 Quelle:   finanzen.net

Der Überdenker bricht seine Regeln

  Der Überdenker bricht seine Regeln Ein Jahr ohne großen Titel, zudem das 2:5 gegen Leicester City am Sonntag. Pep Guardiola wird bei Manchester City immer mehr hinterfragt und bricht seine Regeln. © Bereitgestellt von sport1.de Der Überdenker bricht seine Regeln Robbie Savage (45) sorgte im Sommer für ein wenig Aufsehen in England.Der Kolumnist beim Mirror tippte Manchester City vor der Saison nur auf den vierten Rang - hinter Liverpool, Manchester United und Chelsea. "Die Defensivspieler wirken nicht stark genug und die 18-Punkte-Lücke zu Liverpool im vergangenen Jahr wirkt zu groß", begründete er seine Wahl.

Dennoch gibt es Bereiche, wie zum Beispiel die Pflege, in denen wir unser Gesundheitswesen zukunftsgerichtet weiterentwickeln müssen. Einreisende aus Risikogebieten sind seit dem 8. August zum Test verpflichtet. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Litauen hat die Zahl der Corona -Neuinfektionen einen Höchststand erreicht. Beim achten Urnengang seit der wiedererlangten Unabhängigkeit Litauens von der Sowjetunion 1991 dürfte keine der 17 antretenden Parteien eine absolute Mehrheit erhalten.

Vor fast genau einem Jahr wagte das Mainzer Forschungsunternehmen BioNTech nach zwölf Jahren Unternehmensgeschichte den Sprung aufs Börsenparkett. Dabei wählten die Mediziner die US-Technologiebörse Nasdaq als neue Heimat ihrer öffentlichen Anteilsscheine. So ist es BioNTech seither ergangen.

Thomas Lohnes/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images

• BioNTech mit durchwachsenem Börsendebüt

• Corona-Pandemie katapultiert Unternehmen ins Rampenlicht

Impfung für alle ab Mitte kommenden Jahres: Soweit sind Biontech, Curevac und IDT bei der Entwicklung eines deutschen Wirkstoffes

  Impfung für alle ab Mitte kommenden Jahres: Soweit sind Biontech, Curevac und IDT bei der Entwicklung eines deutschen Wirkstoffes Um die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 voranzutreiben, fördert der Bund drei deutsche Unternehmen mit 750 Millionen Euro."Mit unserer Förderung versetzen wir die drei Unternehmen in die Lage, ihre Projekte breiter aufzustellen und schneller voranzukommen", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Sie gehe davon aus, dass Mitte kommenden Jahres "breite Teile der Bevölkerung geimpft werden können". Sie halte es sogar für möglich, dass ein Impfstoff bereits früher gefunden wird. "Sollte es schneller gehen, wäre es natürlich toll", sagte sie.

Trump über seine Corona -Erkrankung "Sieht so aus, als wäre ich immun". US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Interview mit dem Sender Fox News zum Status seiner Corona -Erkrankung geäußert: Er fühle sich fantastisch und glaube, nun immun gegen das Virus zu sein.

Es sei nicht empfohlen, länger hinter anderen Personen zu joggen oder zu radeln. Bei Windstille würde man sich ständig durch die ausgeatmeten Tröpfchen bewegen. Warum ist es eigentlich so schwer, neben der Anzahl der Infizierten auch die Anzahl der Tests anzugeben?

• Breites Portfolio sorgt für glänzende Zukunftsaussichten

Es ist mittlerweile fast genau ein Jahr her, dass das Biotechnologie-Unternehmen BioNTech sein Börsendebüt absolvierte. Seither ist viel passiert. Dabei hat sich insbesondere die globale Corona-Pandemie als wegweisend für das Mainzer Unternehmen erwiesen. Wo viele anderen Firmen herbe Einschnitte hinnehmen mussten, tat sich für das Forschungsunternehmen eine große Chance auf - die die Biotech-Firma zu nutzen wusste.

Von der Krebsforschung zum Corona-Hoffnungsträger

Eigentlich ist BioNTech auf individualisierte Krebstherapie-Forschung spezialisiert. Mit der Vision, jeden Krebspatienten mit einer auf ihn zugeschnittenen Therapie behandeln zu können, wurde das Unternehmen im Jahr 2008 von Ugur Sahin, Christoph Huber und Özlem Türeci gegründet. Dabei verfolgen die Biotechnologen jedoch einen neuen Ansatz: Die Immunabwehr des Patienten soll mithilfe der mRNS-Technologie so verändert werden, dass die natürliche Abwehr den Krebs von innen selbst bekämpft. Das gleiche Prinzip findet auch bei Infektionskrankheiten wie beispielsweise der Grippe oder HIV Anwendung - oder auch Corona.

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+++ Corona -News am Sonntag +++ Kanzleramtschef rechtfertigt Einschränkungen "bei Feiern und eben leider auch beim Reisen". Seit der Explosionskatastrophe in der Hauptstadt Beirut mit mehr als 200 Todesopfern Anfang August haben die Infektionszahlen im Libanon stark zugenommen.

Einen Impfstoff gibt es bislang nicht - aber vor einer Ansteckung kann man sich schützen. Ein Überblick. Ob die Masken vor einer Infektion schützen, ist dagegen sehr fraglich. Entscheidend sind das Material und der korrekte Sitz der Maske.

Nachdem die Corona-Krise immer größere Ausmaße annahm und der Ruf nach einer Impfung weltweit immer lauter wurde, hat sich auch BioNTech der Suche nach einem Impfstoff verschrieben: "Wir empfinden es als eine Pflicht unsere Technologie und Immunotherapie-Expertise auszunutzen, um dabei zu helfen, den Notstand durch die COVID-19-Pandemie anzugehen. Unser Ziel ist klar: Eine potenzielle Impfung für die Öffentlichkeit so schnell wie möglich zugänglich machen - weltweit", so BioNTech-CEO Ugur Sahin auf der Unternehmenswebseite.

BioNTech-IPO im Oktober 2019 mit mäßigem Erfolg

Es ist diese Forschung an einem Corona-Impfstoff, die das Mainzer Unternehmen in kürzester Zeit aufs Radar von Anlegern brachte. Denn während mittlerweile niemand mehr beim Thema Biotechnologie um BioNTech herum kommt, sah das beim IPO im Oktober 2019 noch etwas anders aus.

Am 10.10.2019 wagten die Krebsforscher den Sprung aufs Börsenparkett. Dafür wählten sie trotz ihrer Verankerung in Deutschland die US-Technologiebörse Nasdaq. Der Börsengang selbst fiel durchwachsen aus: Während das Unternehmen im Vorfeld geplant hatte, insgesamt 13,2 Millionen Aktien mit einer Spanne von 18 bis 20 US-Dollar zu platzieren, konnten letztlich nur 10 Millionen Papiere zu je 15 Dollar an Anleger verteilt werden. Damit erreichte die Biotech-Firma eine Bewertung von 3,4 Milliarden US-Dollar. Einsammeln konnte das Unternehmen insgesamt 149 Millionen Dollar.

Pfizer, BioNTech im EU-Impfstoffgeschäft, das bisher das größte ist

 Pfizer, BioNTech im EU-Impfstoffgeschäft, das bisher das größte ist (Bloomberg) - Pfizer Inc. und BioNTech SE haben eine vorläufige Vereinbarung getroffen, um der Europäischen Union 200 Millionen Dosen ihres experimentellen Covid-19-Impfstoffs zu liefern - die größte Initiale noch für die US-deutschen Partner bestellen. © Bloomberg Ein Fußgänger, der eine Schutzmaske trägt, die vor der Beschilderung von Pfizer Inc. vorbeigeht, wird am Mittwoch, dem 22. Juli 2020, vor dem Hauptsitz des Unternehmens in New York (USA) reflektiert Ein Impfstoff von Pfizer Inc.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl an Ländern derzeit gewarnt. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten dabei wieder länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise.

Es ist weiterhin mit Einschränkungen des Flug- und Reiseverkehrs sowie Quarantänemaßnahmen in zahlreichen Ländern zu rechnen. Seit dem 3. Juni 2020 ist die Einreise aus Österreich nach Italien wieder ohne Einschränkungen möglich. Bei der Einreise nach Sardinien (Luftweg, Seeweg) müssen

Der erste Handelstag des BioNTech-Anteilsscheins lief ebenfalls durchwachsen. Die Tagesrange lag zwischen 13,01 US-Dollar und 16,70 US-Dollar. Aus dem Handel ging das Papier letztlich bei 14,24 US-Dollar und damit 13,7 Prozent unter dem Erstpreis, der bei 16,50 US-Dollar lag. Doch von solchen Preisen können interessierte Anleger heute nur träumen. Denn das Eintreten in den Wettlauf um einen Corona-Impfstoff hat der Aktie eine rasante Rally beschert.

Seit Jahresbeginn vermochte es der BioNTech-Anteilsschein bisher satte 159,59 Prozent zuzulegen. Von seinem Ausgabepreis hat sich das Papier sogar mittlerweile 486,33 Prozent entfernt (Stand ist der Schlusskurs vom 8. Oktober 2020).

Corona ändert alles

Doch nicht nur für die Aktie hat sich das Jahr seit dem Börsengang bisher als voller Erfolg erwiesen. Seit dem IPO konnte BioNTech auch viele lukrative Partnerschaften eingehen. So verstärkte sich das Biotech-Unternehmen im Januar mit dem US-Krebsspezialisten Neon Therpeutics, um seine T-Zellen-Therapie weiter auszubauen.

Neuseeland sichert sich Pfizer-BioNTech-Impfstoff

  Neuseeland sichert sich Pfizer-BioNTech-Impfstoff Neuseeland sichert sich Pfizer-BioNTech-ImpfstoffRund 1,5 Millionen Dosen der experimentellen Impfstoffes des US-Pharmaunternehmens in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller sollen voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, teilt die Regierung in Wellington am Montag mit. Dies sei ausreichend, um mit der Zweifach-Impfung 750.000 Menschen zu schützen. Verhandlungen mit weiteren Pharmaunternehmen über zusätzliche Dosen zur Impfversorgung aller rund fünf Millionen Einwohner würden fortgesetzt.

Wird es überhaupt dieses Jahr Russland-Tourismus geben? Ist ein Besuch undenklich? Sollte man schon jetzt eine Reise buchen oder lieber später? Ja, seit dem 1. Juni hat die Regierung begonnen, die Beschränkungen schrittweise aufzuheben. Als erstes durften Kurhotels wieder öffnen.

Einreisende aus sogenannten Corona -Risikogebieten müssen von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland einen Corona -Test machen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Im März erklärte BioNTech erstmals, mit dem chinesischen Partner Fosun Pharma an einem COVID-19-Impftstoff zu arbeiten. Die Meldung ließ den Anteilsschein letztlich knapp 30 Prozent in die Höhe schießen.

Wenig später folgte dann schon die Ankündigung mit dem US-Pharmariesen Pfizer enger zusammenarbeiten zu wollen, um die Corona-Impfstoffforschung weiter voranzutreiben. Anfang September verkündeten die Mainzer eine Vereinbarung mit dem deutschen Arzneimittelhersteller Dermapharm, der für BioNTech seine Produktionskapazitäten bereitstellen soll, wenn der Corona-Impfstoff entwickelt wurde. Mitte September verstärkten sich die Krebsforscher dann mit einem weiteren Zukauf. Sie kauften dem Schweizer Pharmaschwergewicht Novartis eine Produktionsstätte in Marburg ab, um wiederum die Produktionskapazitäten auszuweiten.

Wichtige Meilensteine geben Rückenwind

Neben den Kooperationen gab es auch zu verschiedenen Studien der Krebsforschers immer wieder wichtige Meilensteine zu verzeichnen. So vermeldete BioNTech erst vor wenigen Tagen, dass es einer möglichen Marktzulassung des Hoffnungswirkstoffes BNT162b2 in Europa immer näher komme. Hier sei das sogenannte Rolling-Review-Verfahren mittlerweile eingeleitet worden. Zuvor waren ermutigende vorläufige Daten in vor- und frühen klinischen Studien verzeichnet worden. Sollte die Wirksamkeit des Stoffes mit genügend Daten belegt werden können, sei es möglich, schon vor Ablauf der üblichen ein oder zwei Jahre eine Zulassung unter Auflagen zu erreichen, wie die dpa berichtete.

Biontech-CEO Ugur Sahin über den Corona-Impfstoff: "Wir haben unser Projekt 'Lightspeed' genannt, um klarzumachen: Wir vergeuden keine Zeit"

  Biontech-CEO Ugur Sahin über den Corona-Impfstoff: Im großen Interview spricht Biontech-Chef Ugur Sahin über die Impfstoff-Entwicklung und wie Biontech es geschafft hat, so schnell zu sein.Wie bald das wäre, darum gab es im Vorfeld viel Tumult. US-Präsident Donald Trump drängte auf eine Notfallzulassung durch die Arzneimittel-Behörde FDA noch vor den US-Wahlen am 3. November 2020. Die FDA wiederum bestand auf zwei Monate zusätzlicher Daten zur Verträglichkeit des Impfstoffes. Gerade hat Pfizer den Spekulationen nun ein Ende gesetzt: In einem offenen Brief schrieb CEO Albert Bouria am 16.

Auch die Europäische Union erkannte das Potenzial des Mainzer Unternehmens und sicherte ihm einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro zu. Die Mittel sollen laut BioNTech dazu eingesetzt werden, die eigenen Produktkapazitäten zu erweitern. Vom Bund soll das Biotech-Unternehmen im Rahmen eines Sonderprogramms noch einmal 375 Millionen Euro erhalten, um die Finanzierung der Impfstoffentwicklung zu beschleunigen.

Breites Portfolio dürfte glänzende Zukunft sichern

Doch BioNTechs Stärke besteht nicht allein in den Fortschritten zum Corona-Impfstoff. Denn mit den von der Pandemie profitierenden Biotech-Unternehmen ist es so eine Sache. Schaffen sie es tatsächlich den Wettlauf um die Suche nach einem potenten Wirkstoff für sich zu entscheiden, dürfte es steil bergauf gehen. Doch genauso tief können die Hoffnungsträger auch fallen, wenn sich ein Konkurrent vor ihnen ins Ziel schiebt. Hier bestechen die Mainzer mit einem breiten Portfolio. Denn wie bereits erwähnt, zwar hat sich die Forschungsfirma dem Kampf gegen Corona angeschlossen, das ist jedoch nicht das einzige Eisen, dass Sahin und sein Team im Feuer haben. Schließlich ist BioNTech vor allem auf die Behandlung von Krebserkrankungen spezialisiert. Allerdings weiß das Mainzer Unternehmen die neu gewonnene Aufmerksamkeit für sich zu nutzen, wie man an den zahlreichen Partnerschaften sieht, die mittlerweile eingegangen wurden und die sich auch sicher noch nach der Krise als nützlich erweisen werden. Martina Köhler / Redaktion finanzen.net

Biontech-CEO Ugur Sahin über den Corona-Impfstoff: "Wir haben unser Projekt 'Lightspeed' genannt, um klarzumachen: Wir vergeuden keine Zeit" .
Näher kommt man den Sternen wohl selten: Eine japanische Fluggesellschaft bietet in einer ihrer Maschinen ein ganz besonderes Erlebnis an - sechs Projektoren zaubern ein Planetarium an die Decke.

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