Finanzen Renten am Morgen: Lockdown-Erwartungen haben Bondmärkte im Griff

10:30  27 oktober  2020
10:30  27 oktober  2020 Quelle:   bloomberg.com

Unternehmer, Minister, Richter antworten: Wie gut ist Deutschland für die zweite Welle gerüstet?

  Unternehmer, Minister, Richter antworten: Wie gut ist Deutschland für die zweite Welle gerüstet? Unternehmer, Minister, Richter antworten: Wie gut ist Deutschland für die zweite Welle gerüstet? Die WirtschaftsWoche hat mit Menschen aus verschiedenen Branchen gesprochen, sie kommen aus Politik, Wirtschaft, Justiz und Kultur – und wünschen sich, dass der Herbst doch noch Hoffnung auf Erholung bringt.Bernhard Pfaff, Geschäftsführer des Pralinenherstellers Paul ReberWirtschaftsWoche: Herr Pfaff, der Sitz Ihres Familienunternehmens Paul Reber ist Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land. Eigentlich wollten Sie fürs Weihnachtsgeschäft täglich 500.000 Mozartkugeln produzieren, dann kam der Lockdown.

Die übrigen asiatischen Märkte zeigten am Montagmorgen keine einheitliche Entwicklung. Die US-Aktienmarkt-Futures holten einen Teil ihrer Freitagsverluste auf. Die Treasury-Renditen legten über die gesamte Kurve zwischen ein und zwei Basispunkten zu, so dass sie in etwa auf dem Niveau notieren

Die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum dürften ohne Bedeutung für die Bondmärkte sein. Die jüngsten Außenhandelsdaten aus Deutschland für den August dürften jedoch zeigen, dass die Dynamik des deutschen Exportmotors im Vergleich zum Vormonat etwas nachließ.

(Bloomberg) -- Die Staatsanleihen aus dem Euroraum haben ihre anfänglichen Kursgewinne am Montag nicht bis zum Handelsschluss halten können, obwohl die Treasury-Renditen den Rückwärtsgang einlegten und der Handel von Risikoscheu geprägt wurde. Selbst die italienischen und griechischen Bonds konnten nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Bonitätsprüfungen ihre Kursgewinne nicht halten.

Wahrscheinlich setzten bei Renditenrückgängen von mehr als sieben Basispunkten bei italienischen Bonds bereits erste Gewinnmitnahmen ein. Vor der Veröffentlichung der Ergebnisse der Tagung des EZB-Rats sowie der anschließenden Pressekonferenz am Donnerstag scheinen die Anleger etwas vorsichtiger zu agieren. Neuerliche geldpolitische Lockerungen sind jetzt noch nicht zu erwarten. Die Notenbanker dürften sie allenfalls vorbereiten.

"Und morgen die ganze Welt": Das Herz schlägt links

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Die Einkaufsmanagerindizes aus China, die am frühen Morgen veröffentlicht wurden, werfen durchaus Schatten auf die wirtschaftlichen Perspektiven des Landes. Zusätzlich wird der Chicagoer PMI veröffentlicht. Die erwartete leichter Verbesserung wird keinen Einfluss auf die Bondmärkte haben.

Das ist genau das Segment, das von neuerlichen Lockdown -Maßnahmen am stärksten betroffen wäre. Die weiterhin hohe Zahl an Arbeitslosen machte deutlich, dass der private Verbrauch durchaus weitere finanzielle Unterstützung gebrauchen könnte. Die Gespräche über ein neues Konjunkturpaket

Inflationserwartungen zogen seit Mitte Oktober 2020 etwas an © Bloomberg Inflationserwartungen zogen seit Mitte Oktober 2020 etwas an

Außerdem könnten die seit Mitte Oktober wieder leicht anziehenden Inflationserwartungen gemessen mit dem 5 Jahre, 5 Jahre Inflationsforwardswap die Renditen etwas nach oben gezogen haben.

In der abgelaufenen Berichtswoche kaufte das System Europäischer Zentralbanken mit rund 23 Milliarden Euro an öffentlichen Anleihen im Rahmen des PSPP und des PEPP etwas mehr Bonds an als in der Vorwoche. Dabei blieb das PEPP-Ankaufvolumen mit rund 16,3 Milliarden Euro im Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert. Trotz der etwas stärkeren Renditeschwankungen hielt sich die Notenbank mit Anleihekäufen also zurück.

Trotz stärkerer Renditeschwankungen blieben die Anleihekäufe im Rahmend © Bloomberg Trotz stärkerer Renditeschwankungen blieben die Anleihekäufe im Rahmend

Das Volumen der PSPP-Käufe wurde dagegen auf 6,7 Milliarden Euro hochgefahren. Das dürfte vor allem auf die Wiederanlage fälliger Wertpapiere zurückzuführen sein, da zuvor das PSPP-Bestandsvolumen sogar schrumpfte. Insgesamt bewegte sich der Umfang der Ankäufe öffentlicher Anleihen in dem Rahmen der letzten Wochen. Eine besonders starke Aktivität der Zentralbank lässt sich nicht ausmachen.

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Schließlich hat sich die Stimmung entgegen der Erwartungen leicht eingetrübt und nicht verbessert. Sollte sich die Wirtschaft doch wieder abkühlen, werden sich die Investoren um sie Verschuldung des Landes verstärkt Sorgen machen. Einfluss auf die Bondmärkte sollte die Information nicht haben.

Der Realitätscheck steht den Bondmärkte weiterhin bevor, denn bislang gibt es weder vom Brexit noch vom Handel Neuigkeiten, die die Investoren hinsichtlich einer Aufhellung der weltwirtschaftlichen Perspektiven optimistischer stimmen lassen sollten.

Die Vorgaben aus dem asiatischen Handel mit etwas höheren Notierungen der US- und europäischen Aktienfutures sowie weitgehend unveränderten Treasury-Renditen deuten auf einen wenig geänderten Start der Staatsanleihen aus den Kernländern hin. Außerdem dürften sich die Investoren von der Verabschiedung eines neuen Fiskalpakets eine Woche vor der Wahl wohl endgültig verabschieden.

Der Tag mit Bloomberg: DAX-Future fester nach US-Börsenrutsch

Da Europa immer weiter auf zusätzliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens zusteuert, die die wirtschaftliche Erholung mindestens abbremsen werden, sind die Bondkurse aus den Kernländern auf dem aktuell niedrigen Renditeniveau sehr gut unterstützt. Das gilt ebenfalls für die Staatspapiere aus der Peripherie und den Semi-Kernländern.

Solange es keine Zweifel an der Unterstützung der einzelnen Euroländer durch die EZB und die Europäische Union gibt, werden sich Renditeanstiege in Grenzen halten, obwohl sich die finanzwirtschaftliche Situation der Länder, die eine schwächere Bonität aufweisen, durch die zweite Pandemiewelle noch einmal verschlechtern dürfte. Tendenziell dürfte sich die Suche nach Rendite fortsetzen, was für eine Outperformance der Peripherieländer gegenüber Kern- und Semi-Kern sorgen sollte.

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Einerseits waren seine Aussagen taubenhaft genug, um die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Allerdings reagierte die US-Zinskurve vor allem Die Äußerungen des Fed-Präsidenten strahlten zwar auch auf die Bondmärkte im Euroraum ab. Die Staatsanleihen aus dem Euroraum holten jedoch nur

Renten am Morgen : Der Handelskonflikt dominiert die Bondmärkte . Veröffentlicht am 22.11.2019 | Lesedauer: 5 Minuten.

Konjunkturdaten

Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum werden keine Rolle für die Bewegung der Renditen spielen. Das Wachstum der Geldmenge M3 wird ignoriert werden.

Die Schnellschätzung für die Auftragseingänge an langlebigen Wirtschaftsgütern wird ebenfalls kaum Beachtung finden. Im September sollen die Auftrageingänge im Vergleich zum Vormonat zum fünften mal in Folge zugelegt haben.

Auf etwas mehr Interesse werden dagegen die Daten zur Immobilienpreisentwicklung stoßen. Der Immobilienboom, der sich an der Zahl verkaufter Bestandsimmobilien und Neubauten ablesen lässt, dürfte zu spürbaren Preissteigerungen führen - allerdings vor allem außerhalb der Ballungszentren.

Reagierten die Konsumenten auf das Ausbleiben fiskalischer Unterstützung? © Bloomberg Reagierten die Konsumenten auf das Ausbleiben fiskalischer Unterstützung?

Ob die Stimmung der Konsumenten aufgrund des Ausbleibens eines weiteren Konjunkturpakets Schaden genommen hat, dürfte sich im Verbrauchervertrauen des Conference Boards widerspiegeln. Die von Bloomberg befragten Volkswirte erwarten jedenfalls nur noch eine sehr geringe Verbesserung der Stimmung. Sollte sie ausbleiben, dürften die Treasury-Kurse zulegen.

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Um die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung am 14. Oktober schärfere Maßnahmen erlassen. Gegen die Fassade seien in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden, teilten die Ermittler am Morgen mit. Es sei niemand verletzt worden.

Im Landkreis Rottal-Inn dürfen die Menschen ihre Wohnung von Dienstag 00.00 Uhr an nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, ebenso Restaurants. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat um Verständnis für die Ausgangsbeschränkungen

Primärmarkt

Die Verlockung für die Emission von Staatsanleihen oder auch weiteren Emissionen der Europäischen Union zur Refinanzierung von SURE dürfte in dieser Woche erneut groß sein. Schließlich gab es am vergangenen Sonntag eine umfangreiche Fälligkeit aus Frankreich und heute wird ein italienischer Linker mit einem Volumen von 7,5 Milliarden Euro fällig. Dazu kommen am nächsten Wochenende Fälligkeiten aus Spanien und Italien in einem Umfang von rund 32,5 Milliarden Euro alles jeweils zuzüglich Zinszahlungen. Für opportunistische Refinanzierungen ist das Umfeld also ideal.

Italien wird mit geplanten Aufstockungen an die Investoren herantreten. Das umlaufende Volumen des aktuellen 5-jährigen Linkers soll um bis zu 0,75 Milliarden Euro erhöht werden. Der 2-jährige Zero wird um bis zu 2,5 Milliarden Euro aufgestockt.

Beides sind keine Größenordnungen, die die Aufnahmebereitschaft der Finanzmärkte ernsthaft testen werden. Durch die Anhebung des Ausblicks auf das BBB-Rating auf stabil durch S&P Global wird die Nachfrage nach italienischen Papiere sowieso stabil bleiben.

Am Geldmarkt wird Griechenland aktiv. Mit einem sechs Monate laufenden Papier sollten mindestens 625 Millionen Euro eingeworben werden, was bei einer Fälligkeit von 1,6 Milliarden Euro kein Problem sein sollte.

Am Abend wird das Treasury die Refinanzierung am Kapitalmarkt mit der Emission einer neuen 2-jährigen T-Note beginnen. Das durch die Geldpolitik der Fed fest zementierte Kurse Ende der Zinskurve wird für eine problemlose Aufnahme der 54 Milliarden Dollar schweren Transaktion beitragen, obwohl sie 2 Milliarden Dollar umfangreicher ist als die letzte Platzierung dieser Laufzeit.

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©2020 Bloomberg L.P.

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