Finanzen Autohersteller schütteln Corona-Folgen teilweise ab

21:50  29 oktober  2020
21:50  29 oktober  2020 Quelle:   msn.com

Patriots mit nächstem Corona-Fall - Broncos-Match in Gefahr

  Patriots mit nächstem Corona-Fall - Broncos-Match in Gefahr Gerade erst sind bei den New England Patriots drei Spieler - darunter Cam Newton - nach Corona-Erkrankungen ins TRaining zurückgekehrt. Nun gibt es den nächsten Fall. © Bereitgestellt von sport1.de Patriots mit nächstem Corona-Fall - Broncos-Match in Gefahr Und der nächste!Gerade erst hat bei den New England Patriots wieder so etwas wie Normalität Einzug gehalten. Star-Quarterback Cam Newton sowie Corner Stephon Gilmore und Bill Murray, Defensive Tackle im Practice Squad, sind nach ihren Corona-Erkrankungen wieder ins Training zurückgekehrt.

Branchenprimus Volkswagen und weite Teile der Autoindustrie haben die schlimmsten Folgen des Corona-Einbruchs aus dem Frühjahr weggesteckt. Ob der Aufholprozess nach dem wieder deutlich besseren dritten Quartal anhält, ist jedoch längst nicht ausgemacht.

Der weltgrößte Autobauer Volkswagen schneidet nach dem Milliardenverlust im Frühjahr im dritten Quartal wieder deutlich besser ab. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa Der weltgrößte Autobauer Volkswagen schneidet nach dem Milliardenverlust im Frühjahr im dritten Quartal wieder deutlich besser ab.

Sollten die Neuinfektionen weiter steigen und die schärferen Kontaktbeschränkungen in Deutschland sowie Einschränkungen in anderen Ländern die Nachfrage abwürgen, wäre der wichtige Wirtschaftszweig wohl rasch zurück im Absatztief. Die Unsicherheit bleibt hoch, Unternehmen sind vorsichtig mit Prognosen. Vor allem China treibt die Erholung an.

Corona-Warn-App funktioniert jetzt über Ländergrenzen hinweg

  Corona-Warn-App funktioniert jetzt über Ländergrenzen hinweg Die Corona-Warn-App kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. Für Markus Söder bleibt die App allerdings ein „zahnloser Tiger“. © Firn / shutterstock Corona-Warn-App funktioniert jetzt über Ländergrenzen hinweg Am Montagmittag erschien wie angekündigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple. Damit können bei der Risikoermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer Länder ermittelt werden.

Der VW-Konzern als weltgrößter Hersteller meldete am Donnerstag für Juli bis September eine spürbare Besserung. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn pendelte sich bei 2,6 Milliarden Euro ein, während es im zweiten Jahresviertel einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro gegeben hatte. Beim Umsatz, bei den Auslieferungen und im laufenden Geschäft entspannte sich die Lage ebenso. Mit Blick auf die Vorjahreswerte macht sich die Pandemie aber weiter bemerkbar.

Vor allem im April hatten infolge des ersten Corona-Shutdowns die Bänder wochenlang stillgestanden. Auch Autohäuser waren vielerorts geschlossen, Lieferketten gekappt. VW konnte den zwischenzeitlichen Rückstau in den Lagern mittlerweile abarbeiten und auch dank der Kaufprämien für Hybrid- sowie E-Autos wieder mehr Fahrzeuge absetzen.

Weniger Kohlenstoff, mehr Elektrofahrzeuge: Autohersteller bereiten sich auf potenziellen Biden-Sieg vor

 Weniger Kohlenstoff, mehr Elektrofahrzeuge: Autohersteller bereiten sich auf potenziellen Biden-Sieg vor Von David Shepardson und Tina Bellon © Reuters / LEAH MILLIS DATEIFOTO: Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden kämpft in Warren, Michigan WASHINGTON / NEW YORK (Reuters) ) - Autohersteller bereiten sich auf strenge Vorschriften und Richtlinien für neue Fahrzeugemissionen vor, die Elektrofahrzeuge begünstigen, wenn der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden das Weiße Haus gewinnt.

Der Umsatz lag im dritten Jahresviertel mit 59 Milliarden Euro zwar um 3,4 Prozent unter Vorjahresniveau - das ist aber eine Verbesserung zum Vorquartal, als ein Absturz um 37 Prozent im Vergleich zu 2019 den Büchern gestanden hatte. Die Auslieferungen lagen zuletzt konzernweit um 1,1 Prozent im Minus, ebenfalls eine Stabilisierung nach dem Abrutschen um fast ein Drittel im zweiten Quartal.

Man sehe nun eine «spürbare Erholung», hieß es. Jedoch ist die Gesamtentwicklung 2020 unverändert kritisch. «Das Geschäft des Volkswagen-Konzerns bleibt nach neun Monaten stark von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt», so Finanzvorstand Frank Witter. Immerhin gebe es eine «deutliche Erholungstendenz». Im September hatten die Auto-Neuzulassungen in mehreren europäischen Staaten wieder etwas zugelegt, nicht nur von den geförderten Modellen mit alternativen Antrieben kamen mehr Exemplare auf die Straße.

Markus Söder: Geht's jetzt ein bisschen leiser?

  Markus Söder: Geht's jetzt ein bisschen leiser? Zu forsch, dazu Pannen und Hotspots in Bayern: Der als Krisen-Bezwinger gefeierte Markus Söder verliert nicht nur bei Konservativen an Unterstützung. Nun schwenkt er um © Christof Stache/​Getty Images Markus Söder im Landtag in München Dass er dieses Tempo, diese Lautstärke, nicht ewig würde aufrechterhalten können, war eigentlich klar: Zu Beginn der Corona-Krise war Markus Söder vorangaloppiert. Kraftvoll, selbstbewusst, ohne Zaudern. Ein politisches Urvieh eben, neben dem die 15 übrigen Landeschefs noch ein bisschen blasser aussahen.


Video: Umsatzsteigerung im Einzelhandel (SAT.1)

Der Automarkt-Experte der NordLB, Frank Schwope, zeigte sich optimistisch: «Volkswagen überzeugt nach dem katastrophalen zweiten mit einem starken dritten Quartal und konnte die Markterwartungen klar übertreffen.» Aber er warnte vor frühzeitiger Entwarnung: «Auch wenn sich die Kennzahlen massiv verbesserten, hat die Autoindustrie Sorge vor einem zweiten Corona-Lockdown. Unseres Erachtens dürfte der Corona-Spuk mindestens bis kommenden Sommer für Unsicherheit sorgen.»

Bei den einzelnen Konzernmarken zeigen sich große Unterschiede. Die VW-Pkw fuhren im dritten Quartal einen operativen Gewinn ein, nach dem Milliardenverlust im zweiten Jahresviertel erzielte das Herzstück der Wolfsburger Autogruppe ein Ergebnis von 522 Millionen Euro. Auf den gesamten Jahresverlauf gerechnet, steckt der Betriebsgewinn jedoch noch mit knapp einer Milliarde Euro in den roten Zahlen fest.

Audi erwirtschaftete zwischen Juli und September einen operativen Ertrag von 864 Millionen Euro, das Ergebnis seit Jahresbeginn ist mit 221 Millionen Euro klar schwächer. Bei Porsche ist es mit 741 Millionen beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro umgekehrt. Angetrieben wurde das Geschäft von China, das mehr als 1,2 Milliarden Euro zum Gewinn des VW-Konzerns im dritten Quartal beisteuerte.

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Witter betonte, die gesamte Gesellschaft sei gefragt, um das Risiko eines neuerlichen Totalstillstands zu verringern: Die Beschlüsse zu verschärfter Kontaktreduzierung seien ein «ganz klares Signal, dass es auf uns alle ankommt, die Situation in den Griff zu kriegen». Auch in der VW-Belegschaft gibt es neue Ansteckungen, der Konzern setzt ein Corona-Hygienekonzept ein. Bei Auslieferungen und Umsatz erwartet VW für 2020 ein Abschneiden «deutlich unter» Vorjahr. Das operative Ergebnis soll «gravierend rückläufig, aber insgesamt positiv» sein.

Autounternehmen versuchen, sich etwa durch Kurzarbeit und zusätzliche Finanzierung abzusichern. Das Personal bekommt die Konsequenzen der Krise aber zu spüren. Bei der VW-Kernmarke herrscht offiziell ein Einstellungsstopp, bei der Lkw-Tochter MAN läuft ein umstrittener Sparkurs mit Tausenden Jobstreichungen. Insgesamt nahm die Zahl der Beschäftigten im größten europäischen Industriekonzern zum Ende des dritten Quartals leicht um ein Prozent auf 664 200 ab.

Die Investitionen ins laufende Geschäft sanken zuletzt um fast zehn Prozent. Mitte November will der Vorstand die Pläne für die kommenden fünf Jahre nennen. Für die «großen Zukunftsthemen Elektrifizierung und Digitalisierung» würden die Ausgaben «auf hohem Niveau gehalten».

Bei anderen Anbietern hatte sich ebenfalls eine Erholung über den Sommer abgezeichnet. Daimler fuhr zwischen Juli und September gar mehr Gewinn ein als vor einem Jahr, auch weil die Geschäfte in China wieder unter Volldampf liefen. Bei BMW hellte sich nach ersten Erkenntnissen die Kassenlage mit deutlichen Mittelzuflüssen auf - im ersten Halbjahr hatte es dort noch desolat ausgesehen.

Beim Zulieferer Continental verzog sich die düstere Gemengelage im Tagesgeschäft. Dass Conti beim Umsatz und operativen Ergebnis fast zu alten Werten zurückfand, spiegelte sich allerdings nicht unter dem Strich wider: Die Hannoveraner verbuchten erneut hohe Abschreibungen und müssen weiterhin viel Geld in den teuren Personalabbau stecken.

Check-in in Restaurants und mehr: Corona-Warn-App soll neue Funktionen bekommen .
Die Corona-Warn-App erhält in den nächsten Wochen und Monaten weitere Funktionen. Sie sollen den Funktionsumfang erweitern und Nutzer stärker dazu anhalten, positive Testergebnisse zu melden. © t3n Corona-Warn-App. Während die Corona-Warn-App zurzeit auf Version 1.5.1 (Android) respektive 1.5.3 (iOS) läuft, soll die Anwendung bis Ende November auf Version 1.7 gebracht werden. Bis Ende Februar sei nach Informationen des Portals Business Insider mit Version 1.10 zu rechnen. Mit den Updates sollen zahlreiche neue Funktionen einziehen – unter anderem sollen Check-ins bei Restaurantbesuchen bequemer werden.

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