Finanzen Neue Regeln im Zahlungsverkehr - Was auf Bankkunden zukommt

12:50  08 januar  2018
12:50  08 januar  2018 Quelle:   dpa.de

Sekundenschnelle Überweisungen sind auf dem Vormarsch

  Sekundenschnelle Überweisungen sind auf dem Vormarsch Zahlungen in Sekundenschnelle könnten nach Einschätzung der Bundesbank für viele Bankkunden in absehbarer Zeit Alltag werden. «Ich bin zuversichtlich, dass Echtzeitzahlungen auf mittlere Sicht ein Erfolg werden», sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. «Ich gehe aber nicht davon aus, dass sich das von heute auf morgen durchsetzen wird. Viel wird von Nutzerfreundlichkeit und Reichweite abhängen.» Bisher werden Überweisungen in der Regel am folgenden Bankarbeitstag gutgeschrieben.

Neue europaweite Regeln sollen Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen. Mit der PSD2-Richtlinie will Brüssel den Wettbewerb im europäischen Zahlungsverkehr fördern – und ihn sicherer, bequemer und billiger machen.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Post, die viele Verbraucher in den vergangenen Wochen von ihrer Bank bekommen haben, dürften viele als belanglos weggelegt haben. Doch hinter den unscheinbaren Schreiben über "Änderungen von Vertragsbedingungen" stecken neue EU- Regeln

Künftig müssen Banken auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen. © Foto: Ole Spata/dpa Künftig müssen Banken auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen.

Die Post, die viele Verbraucher in den vergangenen Wochen von ihrer Bank bekommen haben, dürften viele als belanglos weggelegt haben. Doch hinter den unscheinbaren Schreiben über «Änderungen von Vertragsbedingungen» stecken neue EU-Regeln, die Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Konten in Europa betreffen.

Sie sollen den Zahlungsverkehr von Grund auf verändern. Manche vergleichen sie gar mit historischen Marken wie den ersten Kreditkarten Ende der 1950er Jahre oder digitalen Überweisungen ab der Jahrtausendwende.

Steuerklassenwechsel ist nur einmal im Jahr möglich

  Steuerklassenwechsel ist nur einmal im Jahr möglich Zusammenveranlagte Paare sollten regelmäßig ihre Steuerklassen überprüfen, denn durch eine geschickte Wahl der Steuerklassen hat das Paar gegebenenfalls jeden Monat etwas mehr Nettogehalt zur Verfügung. «Ein Wechsel der Steuerklassen ist aber grundsätzlich nur einmal im Jahr möglich», sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Deshalb sollten Paare, die am Anfang des Jahres einen Steuerklassentausch planen, gut überlegen, was im Laufe des Jahres noch auf sie zukommt.Steht beispielsweise ein Jobwechsel, eine Lohnerhöhung, Elternzeit oder der Ruhestand bevor, sollte dies bedacht werden.

Mit einer neuen Richtlinie will die EU Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen. Experten sehen darin einen grundlegenden Wandel für Bankkunden – wenn sie sich Glaubt man Experten, könnte nun ein neues Regelwerk der EU die Art, wie Bankkunden bezahlen, von Grund auf verändern.

Neue europaweite Regeln sollen Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen. Für Verbraucher gibt es einige Neuigkeiten. Desweiteren schützen die strengeren Regeln vor Betrug bei Online-Zahlungen, was für die deutschen Bankkunden zugleich den zentralen Nutzen der

Mit der «PSD2»-Richtlinie will Brüssel den Wettbewerb im europäischen Zahlungsverkehr fördern - und ihn sicherer, bequemer und billiger machen. Von diesem Samstag (13. Januar) an gilt sie auch in Deutschland, auch wenn die Umsetzung technischer Details noch viele Monate dauern wird.

Die «Payment Service Directive» bricht das Monopol der Banken beim Zugriff auf Kontodaten. Für die Geldhäuser war dies lukrativ: Wer weiß, wie viel Geld Privatkunden haben und für was sie es ausgeben, kann ihnen leicht weitere Dienste anbieten - Baufinanzierungen etwa, Kredite, Versicherungen oder Wertpapiere.

Künftig aber müssen Geldhäuser nach dem Willen der EU auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups (Fintechs) den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen. So gibt es Firmen, die Zinsen verschiedener Banken für Tagesgeld vergleichen und den Geldtransfer dorthin bieten. Weitere helfen Verbrauchern beim Sparen, indem sie automatisch kleine Beträge zur Seite legen.

Verbraucher : Händler dürfen keine Extragebühr für Kreditkartenzahlung erheben

  Verbraucher : Händler dürfen keine Extragebühr für Kreditkartenzahlung erheben Künftig fallen keine Extrakosten mehr für Zahlungen mit Kreditkarte an. Ab dem 13. Januar dürfen Händler hierfür keine zusätzlichen Entgelte mehr verlangen, erklärt die Verbraucherzentrale Hessen. Das gilt europaweit und auch für andere Zahlungsmittel wie Überweisungen und SEPA-Lastschriften. Bislang mussten die Händler nur ein gängiges und zumutbares Zahlungsmittel kostenfrei anbieten. Fordern Anbieter weiterhin Entgelte etwa für das Bezahlen mit der Kreditkarte oder für die Überweisung, sollten Verbraucher dies auf keinen Fall akzeptieren.

Kreditkarten: Neue Regeln zum Zahlungsverkehr helfen Verbrauchern. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa). Neue europaweite Regeln sollen Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen. Experten sehen darin die größte Änderung im Bankwesen seit vielen Jahren.

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Auch Erik Podzuweit, Mitgründer des Online-Vermögensverwalters Scalable Capital, freut sich auf neue Möglichkeiten. Die Firma bietet an, Geld automatisiert und breit gestreut in Indexfonds anzulegen. Zusatzangebote wie intelligente Fondssparpläne oder eine bessere Vermögensübersicht ließen sich leichter einbauen. «Da sind tolle Weiterentwicklungen möglich, die bisher schwer umsetzbar waren.»

Die Banken sind daher alles andere als begeistert. Es sei «unverständlich», dass Drittdienste einen gesetzlich definierten Zugang zur Infrastruktur der Banken hätten, der umgekehrt nicht gelte, monierte der Bundesverband deutscher Banken.

Auch Thomas Sontheimer von der Beratungsgesellschaft Accenture glaubt, dass «PSD2» die Geldhäuser langfristig in Bedrängnis bringen könnte. «Die Richtlinie wird die Transparenz im europäischen Zahlungsverkehr erhöhen und vermutlich den Preisdruck verstärken.» Kunden könnten mit Angeboten von Fintechs etwa mehrere Konten auf einen Blick sehen und Geld anstatt per Hausbank über Drittfirmen überweisen.

Berlin: Sorge vor mehr Flüchtlingen durch neue EU-Regeln

  Berlin: Sorge vor mehr Flüchtlingen durch neue EU-Regeln Die Bundesregierung befürchtet, dass Deutschland durch neue Asylbestimmungen der Europäischen Union (EU) deutlich mehr Flüchtlinge aufgebürdet werden könnten. Es gehe um Änderungen, die das Europaparlament an Gesetzesinitiativen der Kommission zur Reform der Dublin-Regeln vornehmen wolle, schreibt «Der Spiegel». Demnach solle nicht mehr automatisch das Land, in dem ein Flüchtling die EU erreiche, für dessen Asylverfahren zuständig sein, sondern unter Umständen das Land, in dem bereits Angehörige des Bewerbers leben.

Zahlungsverkehr ist in der Wirtschaft die Gesamtheit aller Zahlungen, also Übertragungen von Zahlungsmitteln zwischen Wirtschaftssubjekten. Zahlungen gehören zu den wichtigsten ökonomischen Transaktionen.

Neue Regeln im Zahlungsverkehr : Das ist neu für Bankkunden . Neue europaweite Regeln sollen Geldtransfers bequemer, billiger und sicherer machen. Experten sehen darin die größte Änderung im Bankwesen seit vielen Jahren. Auch für Verbraucher gibt es einige Neuigkeiten.

Verbraucher müssen aber nicht fürchten, dass Firmen unkontrolliert auf ihre Daten zugreifen. Sie müssen ihnen die Weitergabe ausdrücklich erlauben, der Zugriff geschieht über die Hausbank und nur für den angefragten Zweck. Die EU hat das maschinengesteuerte Auslesen von Girokonten, das Auskunft über sämtliche Zahlungen und Gewohnheiten von Bankkunden gibt, verboten. «Kunden können sich auf Datensicherheit verlassen», betont der Bankenverband.

Aber auch für jene, die gar keine Dienste von Drittfirmen wünschen, gibt es weitreichende Änderungen - zugunsten der Verbraucher. So mussten diese bisher bei Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte oder von Kennziffern im Online-Banking für Schäden bis zu 150 Euro haften, solange sie Karte oder Internet-Konto nicht gesperrt hatten. Künftig sinkt diese Haftungsgrenze laut Bankenverband auf 50 Euro. Nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haften Kunden weiter unbeschränkt.

Auch bei der Reservierung von Mietwagen oder Hotels werden die Regeln verbraucherfreundlicher. Blockieren viele Firmen zur Sicherheit automatisch einen gewissen Betrag auf der Kreditkarte von Kunden, muss dieser dem nun zustimmen.

Dschungelcamp: Diese 3 Neuheiten warten auf die Kandidaten

  Dschungelcamp: Diese 3 Neuheiten warten auf die Kandidaten Am Freitagabend startet die zwölfte Staffel „Ich bin ein Stars - Holt mich her raus!“. Kurz vor dem Beginn des Dschungelcamps änderte RTL die Regeln und so warten nun drei Neuheiten auf die Kandidaten rund um Jenny Frankhauser und David Friedrich.Die Kandidaten der zwölften Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ haben sich schon auf den Weg nach Australien gemacht, denn am 19. Januar 2018 beginnt das Dschungelcamp. Nur wenige Tage vor dem Start änderte RTL nun die Regeln. Auf Jenny Frankhauser (25), Daniele Negroni (22) und Co. warten nun drei Neuheiten, die sie vor allem in einer Sache bestärken sollen: Im Lästern.

Ab nächsten Samstag gelten neue Regeln im Zahlungsverkehr : Drittfirmen können dann leichter auf Kontodaten von Bankkunden zugreifen. Beim Online-Shopping sollen strengere Regeln vor Betrügern schützen.

Spätestens Anfang 2013 sollen Bankkunden für nationale Überweisungen die neuen Kontonummern nutzen. Für Lastschriften soll die Umstellung Beim Umstieg auf Sepa müssten Bankkunden ihre Einzugsermächtigung beispielsweise für ein Zeitungsabo, eine Versicherung oder den Strom erneuern.

Ferner sollen strengere Regeln vor Betrug bei Online-Zahlungen schützen. Mit «PSD2» reicht es nicht mehr, wenn Kunden Kartendaten und Kontonummer oder Nutzername und Kennwort bei Zahldiensten eingeben. Ein zweites, andersartiges Merkmal wie ein Fingerabdruck oder eine SMS ans eigene Smartphone soll die Sicherheit erhöhen. «Für deutsche Bankkunden ist das der zentrale Nutzen», sagt Berater Sontheimer. Die Gebühren, etwa für Überweisungen, dürften hingegen kaum sinken. «Da ist Deutschland im europäischen Vergleich schon günstig.»

Der Handel aber sieht strengere Sicherheitsregeln skeptisch. «Solche Hürden machen Zahlungen im Internet alles andere als bequem und können schlimmstenfalls dazu führen, dass Kunden den Einkauf abbrechen», sagt Ulrich Binnebößel vom Handelsverband HDE. Zudem sei der Verbraucherschutz fraglich, da mit Regeln wie Käuferschutz Schäden bei Online-Shopping ohnehin eher auf Händlerseite entstünden. Allerdings hätten Verbraucher mit neuen Angeboten eine Alternative zu Kreditkarte oder Lastschrift. «Der Kunde hat dann die Wahl.»

Bundestag berät über Familiennachzug .
Die Union bringt an diesem Freitag im Bundestag einen Gesetzentwurf zum Familiennachzug für Flüchtlinge ein. CDU und CSU wollen erreichen, dass die Familienzusammenführung für subsidiär Schutzberechtigte mindestens so lange ausgesetzt bleibt, bis die nächste Regierung dafür neue Regeln aufgestellt hat.Betroffen ist, wer nicht als politisch verfolgt oder als schutzberechtigt im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention gilt, im Herkunftsland aber trotzdem ernsthaft gefährdet wäre, etwa weil ihm dort Todesstrafe oder Folter drohen.

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