Finanzen Corona sorgt für Rekordverlust bei der Deutschen Bahn

10:55  25 november  2020
10:55  25 november  2020 Quelle:   dw.com

Abheben vom ICE-Bahnsteig: Deutsche Bahn investiert in Flugtaxis

  Abheben vom ICE-Bahnsteig: Deutsche Bahn investiert in Flugtaxis Der defizitäre Staatskonzern will den Umstieg vom ICE ins Flugtaxi ermöglichen. Die Grünen und der Steuerzahlerbund kritisieren Geldverschwendung. © Foto: Cover Images/ZUMA Press/picture alliance/dpa Der Volocopter 2X, entworfen von Skyports entworfen Die Deutsche Bahn verfolgt abgehobene Pläne. Sprichwörtlich. Denn geht es nach dem Staatskonzern, soll die Kundschaft schon in naher Zukunft vom ICE in das Flugtaxi umsteigen können. Der Konzern hat sich in den vergangenen drei Jahren mit knapp 46 Millionen Euro an einem guten Dutzend Start-ups beteiligt – darunter auch die Londoner Firma Skyports.

Das verschärft laut einem Zeitungsbericht die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn . Mögliche Staatshilfen aber muss erst die EU erlauben. Nach F.A.Z.-Informationen steuert der bundeseigene Konzern deshalb dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu.

Die Coronakrise hat bei der Deutschen Bahn bereits zum Halbjahr für den größten Verlust ihrer Geschichte gesorgt . Das Minus nach Steuern betrage 3,7 Milliarden Euro teilte der Staatskonzern mit. Bereits aus dem regulären Betrieb ergab sich demnach ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro noch vor

In der zweiten Corona-Welle fahren immer weniger Menschen mit dem Zug. Das verschärft laut einem Zeitungsbericht die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn. Mögliche Staatshilfen aber muss erst die EU erlauben.

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Kaum Menschen in den Zügen - was einzelne Reisende in Zeiten der Corona-Pandemie freuen mag, stellt für die Bahn ein enormes Problem dar. Wie die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.) berichtet, sind Fernzüge derzeit im Schnitt nur noch zu 20 Prozent ausgelastet, die Regionalzüge zu 55 bis 60 Prozent.

Nach F.A.Z.-Informationen steuert der bundeseigene Konzern deshalb dieses Jahr auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Das gehe aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember hervor, die dem Blatt vorliegen. Schon im ersten Halbjahr dieses Jahres hatte die Bahn ein Minus von 3,7 Milliarden Euro ausgewiesen. In der mittelfristigen Finanzplanung kalkuliere der Konzern deswegen in den nächsten fünf Jahren mit einem Verlust von bis zu 11 Milliarden Euro, so dass Blatt. Im Januar und Februar dagegen hatte die Bahn demnach noch ein Rekordplus bei Fahrgästen und Ergebnis erreicht.

Die EU und die Deutsche Bahn: Weniger Hilfen, dafür mehr Auflagen

  Die EU und die Deutsche Bahn: Weniger Hilfen, dafür mehr Auflagen Die EU-Kommission will offenbar der Deutschen Bahn nur die Hälfte der beschlossenen fünf Milliarden Euro Zuschüsse genehmigen. © Foto: dpa Bahn in Bedrängnis. Die EU schiebt zu hohen Staatshilfen einen Riegel vor. Die Deutsche Bahn AG bekommt statt der erhofften fünf Milliarden Euro Staatshilfen noch in diesem Jahr voraussichtlich höchstens die Hälfte der Zahlungen, um die Folgen der Corona- Pandemie auszugleichen. Die EU-Kommission werde nur 2,5 Milliarden Euro genehmigen und zwar unter erheblichen Auflagen, erfuhr der Tagesspiegel aus Aufsichtsratskreisen des Staatskonzerns.

Die Corona -Pandemie hat die Deutsche Bahn nach den Worten von Konzernchef Richard Lutz „in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt“. Im ersten Halbjahr verbuchte die Bahn einen Verlust in Höhe von 3,7 Milliarden Euro, wie der staatseigene Konzern am Donnerstag mitteilte.

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Fünf Milliarden zusätzlich für die DB?


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Um die Verluste auszugleichen, hat die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals um fünf Milliarden Euro zugesagt. Das Geld kann allerdings erst fließen, wenn die EU-Kommission zustimmt. Und das könnte noch dauern. Mit einer raschen Entscheidung über die Beihilfen sei derzeit nicht zu rechnen, schreibt die F.A.Z. Angeblich erwägt die Kommission, nur einen Teil der in Aussicht gestellten Hilfen zu genehmigen und diese an Auflagen zu knüpfen.

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Die Deutsche Bahn wird in den kommenden Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie Deutsche Bahn : Coronavirus sorgt für leere Züge. Thiemo Heeg. Veröffentlicht/Aktualisiert

Der Bundesrechnungshof hat Kritik an den geplanten Staatshilfen für die Deutsche Bahn in der Corona -Krise geübt. Wie aus einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, folgt, ist der Schaden

Zudem beschwerten sich die Bahn-Konkurrenten, die in den Staatshilfen eine unzulässige Bevorzugung des Staatskonzerns sähen. So forderten die Schienenverbände Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) und Mofair, das Geld stattdessen "in wettbewerbsneutrale Hilfen wie Trassenpreissenkungen zu leiten". Sonst sei die Angebotsvielfalt auf der Schiene gefährdet.

Die privaten Bahnunternehmen halten laut NEE mehr als 50 Prozent der Marktanteile im Güterverkehr und etwa 40 Prozent im Personennahverkehr und seien daher ebenfalls "systemrelevant". Die Verbände forderten, es müsse deutlich unterschieden werden, welche Konzernverluste Folge der Pandemie und welche auf Managementfehlern bei der Deutschen Bahn zurückzuführen seien.

cw/gri (afp, rtr, F.A.Z.)

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Harley-Davidson plant für das Jahr 2021 für seine europäischen Fans fünf Events. Durchgezogen werden die allerdings nur, wenn es die Corona-Lage erlaubt. © Harley-Davidson Bei Harley-Davidson setzt man auf das Prinzip Hoffnung und plant für die Saison 2021 fünf europäische Events. Harley-Days und Bike Week geplantSo arbeitet man derzeit an der 29. European H.O.G. Rally, die vom 10. bis zum 13. Juni im slowenischen Portoroz steigen soll. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung könnten die Hamburg Harley Days vom 25. bis zum 27. Juni die Hansestadt rocken. Vom 2. bis zum 4.

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