Finanzen Ende eines Höhenflugs: Warum der Bitcoin-Kurs abstürzt

17:05  26 november  2020
17:05  26 november  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

Bitcoin immer stärker im Fokus von institutionellen Investoren

  Bitcoin immer stärker im Fokus von institutionellen Investoren Immer mehr institutionelle Investoren investieren in Bitcoin und andere Kryptowährungen. Star Investoren setzen auf Bitcoin als Wertspeicher und Rettungsboot in unsicheren Zeiten. © Bereitgestellt von Finanzen.net Andrew Burton/Getty Images Das Interesse an Bitcoin seitens institutioneller Investoren wächst weiterIm Mai diesen Jahres fand ein Ereignis auf dem Bitcoin Netzwerk statt, das sich etwa alle vier Jahre wiederholt: Die Anzahl an Bitcoin, mit denen Miner für die Validierung von Blocks auf der Blockchain belohnt werden, halbierte sich.

Ende eines Höhenflugs Bitcoin fällt unter 11.000 Dollar. Der Bitcoin - Kurs ist am Freitag kräftig abgestürzt . Das bekam auch eine der größten Handelsplattformen für Kryptowährungen zu spüren: Der Handel auf Coinbase war zwischenzeitlich wegen hoher Zugriffszahlen nicht möglich.

Aber auch, wenn Bitcoin und Co. gerade abstürzen , gibt es noch wenig Grund für Panikreaktionen. Eine Garantie auf langfristige Steigerung des Bitcoin - Kurses gibt es freilich nicht, zumal sich nicht voraussagen lässt, wie viele Staaten letztlich mit dem digitalen Geld verfahren werden.

Noch vor zwei Tagen ging es kräftig aufwärts für die Digitalwährung Bitcoin - jetzt ist der Kurs abgestürzt. Was dahinter steckt und worauf Anleger achten sollten.

In manchen Läden wie hier in Berlin wird Bitcoin auch als Zahlungsmittel akzeptiert. © Foto: imago/Klaus Martin Höfer In manchen Läden wie hier in Berlin wird Bitcoin auch als Zahlungsmittel akzeptiert.

Ein Witz macht am Donnerstag bei Twitter die Runde: Für den Bitcoin habe der Black Friday schon einen Tag früher begonnen. So günstig ist die Kryptowährung plötzlich wieder. Denn der Kurs ist über Nacht eingebrochen. Kostete ein Bitcoin am Mittwoch noch mehr als 19500 Dollar und damit so viel wie seit drei Jahren nicht war, waren es am Donnerstag zeitweise nur noch knapp 16500 Dollar. Diesem Absturz ist eine regelrechte Rallye vorausgegangen. Erst vor zwei Tagen hat die Kryptowährung die Marke von 19000 Dollar genommen und war kurz davor auf einen neuen Rekordwert zu steigen.

On-Chain-Kennzahlen zeigen: Miner beeinflussen Bitcoin-Kurs immer weniger

  On-Chain-Kennzahlen zeigen: Miner beeinflussen Bitcoin-Kurs immer weniger Bitcoin findet zunehmend Verbreitung. Dies hat zur Folge, dass der Einfluss der Miner auf den Bitcoin-Kurs immer geringer wird. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images • CoinMetrics ermittelt neue On-Chain-Kennzahlen • Bitcoin-Bestände der Miner nehmen ab • Einfluss der Schürfer auf Bitcoin-Kurs verringert sichBitcoins werden erzeugt durch die Lösung kryptographischer Aufgaben auf einer Blockchain. Im Rahmen dieses rechenintensiven Prozesses werden neue Datenblöcke geschaffen, die im Bitcoin-Netzwerk benötigt werden, um alle Transaktionen mit der Cyberwährung aufzuzeichnen.

Binnen einer Woche rutscht der Kurs der Krypowährung Bitcoin von 20.000 US-Dollar auf fast die Hälfte ab. Das Ende der Spekulationsblase? Kurz vor Weihnachten kommt der Bitcoin unter die Räder: Nachdem die Kryptowährung noch vor wenigen Tagen für mehr als 20.000 Dollar pro Bitcoin

Aktueller Bitcoin Kurs in Euro mit Chart und Kurshistorie. Preise für 1 BTC auf unterschiedlichen Börsen inklusive Gebühren. Der Bitcoin Kurs ist starken Schwankungen unterlegen, weil das Handelsvolumen zum Beispiel im Vergleich zu Gold oder Aktien noch sehr gering ist.

Mit dem Rücksetzer nun wiederholt sich ein Muster. Denn es ist längst nicht das erste Mal, dass der Kurs der Kryptowährung rasant ansteigt und dann einbricht. Anleger wie Spekulanten kaufen so lange Bitcoins, bis der Kurs so hoch ist, dass die Mehrheit nicht mehr an einen weiteren Kursanstieg glaubt. Dann steigen viele abrupt wieder aus, was den Kurs einbrechen lässt. Das heißt: Bei Kryptowährungen bildet sich regelmäßig eine Finanzblase, sie platzt, dann bildet sich eine neue Blase.

Finanzexperten haben dafür vor allem eine psychologische Erklärung: Viele Anleger würden von der Angst getrieben, sie könnten etwas verpassen. Sie nennen das den Fomo-Effekt, was die Abkürzung für die englische Bezeichnung („the fear of missing out“) ist. „Keine Anlageklasse der Welt ist dem Fomo so stark ausgesetzt wie der Bitcoin“, sagt der US-Investor Brian Kelly. Deshalb sehe man diese enormen Kursausschläge: Je stärker der Kurs der Kryptowährung steigt, desto mehr Anleger wollen mitmischen, ob sie sich nun mit dem Markt auskennen und die Risiken einschätzen können oder nicht – bis die Panik überhandnimmt und viele wieder aussteigen.

1.000 Dollar Plus in 24 Stunden: Bitcoin auf dem Weg zu neuem Allzeithoch?

  1.000 Dollar Plus in 24 Stunden: Bitcoin auf dem Weg zu neuem Allzeithoch? Seit Anfang Oktober befindet sich der Kurs des Bitcoin auf einem wahren Höhenflug. Jetzt hat die Rallye noch einmal an Fahrt aufgenommen. Die Kryptowährung nähert sich rasant dem Allzeithoch. © Y-Kollektiv/ YouTube Bitcoin-Kurs. Bis zu 20.000 US-Dollar war ein Bitcoin im Rekordjahr 2017 wert. Dann gab der Kurs der populärsten Kryptowährung nach. Im März war der Bitcoin-Kurs auf nurmehr rund 5.000 Dollar gerutscht. Seitdem ging es aber wieder steil bergauf. Nach und nach wurden die Rekordmarken von vor drei Jahren gerissen. Im Sommer fiel die 10.000, Mitte/Ende Oktober ging es dann erst auf 12.

Ruhe nach dem Sturm DeFi: Markiert der Bitcoin - Höhenflug das Ende des Hypes? Des einen Freud, des anderen Leid? Der Bitcoin - Kurs erreichte dieser Tage ein neues Jahreshoch. Marktbeobachter bringen dies in erster Linie mit der Ankündigung des Zahlungsdienstleisters PayPal

Binnen einer Woche rutscht der Kurs der Krypowährung Bitcoin von 20.000 US-Dollar auf fast die Hälfte.Experten sind unsicher, ob die Spekulationsblase nun

Wird der Handel mit Kryptowährungen massentauglich?

Getrieben haben den Kurs für Kryptowährungen dabei zuletzt vor allem zwei Entwicklungen: Zum einen steigen zunehmend auch professionelle Investoren in den Markt ein. So kaufen aufgrund der niedrigen Zinsen auch Pensionsfonds und Family Offices, die das Geld vermögender Familien anlegen, Bitcoins. Zum anderen hat die Nachricht für Auftrieb gesorgt, dass nun auch der US-Zahlungsdienstleister Paypal den Handel mit Kryptowährungen anbietet.

In den USA können Kunden seit Kurzem über ihr Paypal-Konto Bitcoin, Bitcoin Cash, Ether und Litecoin kaufen und verkaufen. Auch können sie mit den Digitalwährungen online bezahlen. Schon in der ersten Hälfte des neuen Jahres will Paypal diesen Dienst auch in anderen ausgewählten Ländern anbieten. Welche das sein werden, lässt der Zahlungsanbieter noch offen.

„Für die Branche könnte der Einstieg Paypals in das Krypto-Geschäft Signalwirkung für andere Unternehmen haben, welche schon länger über die Implementierung digitaler Währungen grübeln“, sagt Analyst Timo Emden. Wie Paypal sind zuvor bereits die Finanzdienstleister Square und Robinhood Markets in den Handel mit Kryptowährungen eingestiegen. Allerdings haben sie längst nicht so viele Kunden wie Paypal mit seinen über 300 Millionen Konten. Bislang mussten sich Verbraucher deshalb für den Kauf von Bitcoin und Co. auf speziellen Börsen anmelden. Davor aber sind viele zurückgeschreckt. Ein Paypal-Konto hingegen haben viele ohnehin schon.

Bitcoin 2017 und heute. Was sind die größten Unterschiede?

  Bitcoin 2017 und heute. Was sind die größten Unterschiede? Bitcoin wird in dieser Woche abermals nahe der Höchstmarke der Rallye von 2017 gehandelt. Die Bedingungen im Markt haben sich allerdings seitdem stark gewandelt. © Bereitgestellt von Finanzen.

Zur Freude der Bitcoin -Anleger war der Kurs der Kryptowährung in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Doch innerhalb weniger Stunden fielen die Preise wieder. Nach Höhenflug . Erneuter Kurseinbruch beim Bitcoin . 17.05.2019, 14:59 Uhr | dpa.

Ende eines höhenflugs ?: bitcoin fällt unter 11.000 dollar. Viele Anleger haben sich am Bitcoin die Finger verbrannt. Bild: Reuters Der Kurs für Bitcoin hat

Paypal kauft Bitcoins im großen Stil auf

Um in dem Markt mitmischen zu können, muss der amerikanische Zahlungsdienstleister allerdings Auflagen erfüllen: Für jeden virtuellen Bitcoin, den ein Kunde über die Plattform kauft, muss er tatsächlich auch einen Bitcoin vorhalten. Das ist in etwa so, als müsste die Bank für jeden Euro, den ein Kunde auf dem Konto hat, eine Münze im Tresor bunkern. Um den Kunden den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen, muss Paypal sie also selbst im großen Stil einkaufen – und tut das auch. Laut der Investmentfirma Pantera Capital hat Paypal zuletzt rund 70 Prozent aller Bitcoins aufgekauft, die neu auf den Markt gekommen sind. Auch das könnte zu dem jüngsten Preisanstieg beigetragen haben.

Doch auch wenn Bitcoins nun für Anleger leichter zu erwerben sind, mahnen Verbraucherschützer zur Vorsicht. „Wir sehen sogenannte Kryptowährungen als Geldanlage zum Vermögensaufbau kritisch“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Ihr Wert hängt ausschließlich davon ab, welchen Wert die Menschen dem Kryptogeld zukünftig beimessen.“ Das gilt zwar auch für Papiergeld. Doch deshalb stehen hinter dem Dollar oder dem Euro auch Zentralbanken, die die Preisstabilität kontrollieren und im Zweifel lenkend eingreifen. Bitcoins hingegen kann man nur so lange einsetzen, wie man auch einen Vertragspartner findet, der sie akzeptiert. „Aus juristischer Sicht handelt es sich nicht um Geld“, warnt Nauhauser.

Anhänger der Kryptowährungen sprechen dagegen gerne vom digitalen Gold: Sie kaufen also bewusst Bitcoins, um sich unabhängiger zu machen von den klassischen Währungen. Verbraucherschützer sehen allerdings einen entscheidenden Unterschied zum Edelmetall: „Kryptowährungen verfügen, anders als etwa Gold, weder über einen materiellen Wert noch über eine historische Preisentwicklung, die Anhaltspunkte für Risiken und Renditen liefern könnte.“

Angesichts der wachsenden Anzahl an Kryptowährungen sei zudem die Gefahr von irrationalen Übertreibungen bei der Preisentwicklung groß. Dazu kommt, dass Anleger je nach Plattform vor dem Kauf von Kryptowährungen nicht entsprechend über die Risiken aufgeklärt würden. „Der Vertrieb finden gänzlich außerhalb des Rechtsrahmens für spekulative Geldanlagen statt“, sagt Nauhauser.

So erging es den wichtigsten Kryptowährungen 2020 .
Das Jahr 2020 war für alle Anlageklassen ein einschneidendes und stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Während es an den Aktienmärkten zeitweise tief bergab ging, konnten Digitalwährungen deutlich profitieren. So lief das Jahr für die größten Cyberdevisen. © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images • Corona-Krise verhilft Bitcoin zu neuem Allzeithoch• Auch andere Cyberdevisen gewinnen im Jahresverlauf hinzu• Cardano und ChainLink gehen durch die DeckeDie rasante Ausbreitung des Coronavirus über die ganze Welt hat an den internationalen Finanzmärkten große Wellen geschlagen.

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