FinanzenOnline Casinos: Erlöse und Gewinne fallen im schwierigen Q3 2020

00:00  01 dezember  2020
00:00  01 dezember  2020 Quelle:   pressfrom.com

Online Casinos liegen seit Jahren im Trend. Doch nun erschwert Corona den virtuellen Spielbanken das Geschäft. Mehrere große Betreiber melden schmerzhafte Umsatzrückgänge. Wo steht die Branche? Wie geht es weiter?

Die iGaming Branche im Überblick

Online Casinos sind seit Jahren eine Wachstumsstory. Spieler lieben den einfachen Zugang zu Slots, Tischspielen und Co. Dieser ist via Internet mit sehr viel weniger Aufwand verbunden als bei einem Besuch einer klassischen Spielbank. Casinos haben in den letzten Jahren viel in Technologie investiert.

Die Technologie soll den Zugang zu Spielen für die Besucher vereinfachen. Umsonst waren die Bemühungen der virtuellen Casinobetreiber nicht: Studien zufolge werden rund 70% der Umsätze mittlerweile über mobile Endgeräte generiert.

Weit vorn in der Entwicklung der Online Casinos steht Europa. Die europäischen Casinos erzielten im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von mehr als 22 Milliarden EUR. Im selben Jahr entfielen damit rund 50% des globalen Marktes für Online Glücksspiel und Wetten auf Europa. Besonders hoch im Kurs stehen Sportwetten, die mehr als 40% der Umsätze ausmachen. Immerhin 32% entfielen 2018 bereits auf klassische Online Casinos - Tendenz steigend. Ein erheblicher Teil der europäischen Umsätze entfällt auf Großbritannien. Hier wettet fast jeder dritte Einwohner mindestens einmal pro Woche.

Die Online Casinos in den USA haben es da etwas schwieriger. Hier vereinnahmt die Spielermetropole Las Vegas einen Großteil der Umsätze. Viele Amerikaner sparen ihr gesamtes Glücksspielbudget des Jahres für einen kurzen Trip in das Spieler Eldorado. Doch auch jenseits des Atlantiks wittern Casinos Morgenluft und registrieren dynamische Umsatzzuwächse.

Nun allerdings hat die Coronakrise die Branche zunächst hart getroffen. Unsicherheit, Einkommensverluste und Auflagen der Regulierungsbehörden machen es den Online Casinos derzeit schwer. Dies zeigt sich anhand der Daten verschiedener großer Player und ganzer Länder. Die Casinos reagieren und kämpfen um Neukunden. Schnäppchenjäger können im Online Casino ohne Einzahlung spielen – auf Kosten des Casinos. Damit bieten die virtuellen Spielbanken ihren stationären Gegenparts Paroli.

GVC erleidet trotz Online Wachstum 11% Umsatzeinbruch

Trotz eines Umsatzwachstums im Onlinegeschäft hat GVC Holdings einen Umsatzeinbruch erlitten. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsätze im ersten Halbjahr 2020 um 11 %. Der Grund liegt auf der Hand: Durch die Corona Pandemie waren insbesondere viele Sportveranstaltungen ausgefallen.

Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr auf 2,07 Milliarden USD (1,58 Milliarden GBP). Die Nettospieleumsätze (Net Gaming Revenue, NGR) sanken um 11 % auf 1,62 Milliarden GBP.

Der Betreiber erlitt einen Einbruch des Bruttogewinns um 13 % auf 1,0 Milliarden GBP. Das berichtete EBITDA sank um 5 % auf 348,6 Millionen GBP. Der Nachsteuergewinn blieb mit 2,1 Millionen GBP allerdings auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Corona Pandemie hat sich stark auf das Geschäft von GVC ausgewirkt. Wettbüros im wichtigen britischen Markt wurde von Mitte März bis Mitte Juni geschlossen. Im Vereinigten Königreich sank der Umsatz im Wettgeschäft mit 53 % demensprechend besonders stark auf nur noch 277,9 Millionen GBP. Der Bruttogewinn sank um 52 % auf 203,8 Millionen GBP.

Niedrigster Umsatz beim Online Glücksspiel in Schweden registriert

Wie stark sich die Coronakrise auf die Ausgaben der Menschen im Online Casino auswirkt, zeigt ein Blick nach Schweden. Das Land ist bekannt für ein liberales, aber streng reguliertes Umfeld für Glücksspielbetreiber.

In Schweden sank der Bruttoumsatz im Glücksspiel auf 572,4 Millionen EUR (5,94 Milliarden SEK). Dies war der niedrigste Wert seit der Neuordnung des Glücksspielmarktes im Januar 2019. Die Umsätze im Online Glücksspiel legten dabei sogar noch um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu – sanken allerdings deutlich gegenüber den beiden Vorquartalen.

Svenska Spel – ein Quasi-Monopolist bei Lotterien und Spielautomaten – vermeldete einen Umsatzrückgang um 8,5 % auf 1,29 Milliarden SEK.

Catena Media erleidet Umsatzeinbruch von 6 %

Auch Catena Media vermeldete Umsatzrückgänge. Die Affiliate Marketing Gruppe betreibt zahlreiche Portale in Europa und gilt als eines der wichtigsten Barometer für das Interesse an Online Glücksspiel.

Der Umsatz des Unternehmens im dritten Quartal sank um 5,7 % auf 24,9 Millionen EUR gegenüber dem Vorjahresquartal. Catena vermeldete einen Umsatzrückgang über alle Geschäftszweige hinweg. Sowohl die Umsätze aus Positionierungen bei Suchmaschinen als auch Umsätze aus Abonnements und via Anzeigen geworbenen Besuchern sank im zweistelligen Bereich.

Eine starke Positionierung zahlt sich in der Krise aus. Wie Catena berichtete, konnte die Premiummarke AskGamblers ihr Umsatzniveau halten, wenngleich das Besucheraufkommen zurückging.

Wie das Unternehmen weiter berichtete, entwickelten sich die Geschäfte im Bereich Casino in Japan wie erwartet. In den USA wurden die Erwartungen mit Social Casinos sogar übertroffen. Problematisch war der europäische Markt. Hier führte ein Google Update im Mai zu sinkenden Umsätzen im Geschäftsbereich Casino.

LIVE um 15:30 Uhr: Top-Arzt diskutiert neue Einschränkungen angekündigt Dienstag .
© Bereitgestellt von Calgary Herald Chief Medical Officer für Gesundheit Dr. Deena Hinshaw. Ihr Browser unterstützt dieses Video nicht Chief Medical Officer für Gesundheit Dr. Deena Hinshaw wird am Mittwochnachmittag vor Albertanern sprechen, einen Tag nachdem Premier Jason Kenney neue Beschränkungen für die öffentliche Gesundheit angekündigt hat, die verschiedene soziale Zusammenkünfte weiter verbieten und erzwingen werden Restaurants zum persönlichen Essen zu schließen.

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