Finanzen Eurozone soll krisenfester werden

01:25  01 dezember  2020
01:25  01 dezember  2020 Quelle:   dw.com

setzt Tränengas ein, um den Aufstand von 1973 zu beenden.

 setzt Tränengas ein, um den Aufstand von 1973 zu beenden. Die griechische Polizei Athen, Griechenland - Die Polizei in Athen hat Tränengas abgefeuert und Wasserwerfer gesprüht, um friedliche Demonstranten zu zerstreuen, die sich einem Verbot im Zusammenhang mit Coronaviren widersetzten, an einer Kundgebung zum Gedenken teilzunehmen ein Studentenaufstand von 1973 gegen Griechenlands damalige Militärherrscher. © Ein festgenommener Demonstrant ruft nach Zusammenstößen Slogans aus dem Fenster eines Polizeibusses, wie der Grieche ...

Eurozone soll krisenfester werden . Bundesfinanzminister Scholz und seine EU-Kollegen haben sich endgültig auf eine Reform des Euro -Rettungsschirms ESM geeinigt. Damit will sich die Eurozone besser gegen künftige Finanz- und Bankenkrisen wappnen.

Auf Reform geeinigt. Euro -Rettungsschirm: EU wird krisenfester . Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll unter anderem mit einer vorsorglichen Kreditlinie für wirtschaftlich noch Dunkle Wolken über Wirtschaft der Eurozone Aus Sicht des Internationalen Währungsfonds

Bundesfinanzminister Scholz und seine EU-Kollegen haben sich endgültig auf eine Reform des Euro-Rettungsschirms ESM geeinigt. Damit will sich die Eurozone besser gegen künftige Finanz- und Bankenkrisen wappnen.

Provided by Deutsche Welle © Michael Kappeler/dpa/picture alliance Provided by Deutsche Welle

"Es gibt Entscheidungen, insbesondere auf EU-Ebene, die klingen so technisch, dass man ihre politische Wirkung zunächst schwer erkennt. Die heutige Einigung auf die Reform des europäischen Rettungsschirms ESM ist eine solche Entscheidung", erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Artikelbild) nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. Sie stärke den Euro und den gesamten europäischen Bankensektor. "Denn wir machen die Eurozone noch robuster gegenüber den Attacken von Spekulanten."

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  Italien: Haushaltsplan gegen die Folgen von Covid-19 Er umfasst insgesamt 248 Maßnahmen und wird mindestens 38 Milliarden Euro kosten. 15 Milliarden davon aus dem aus dem Corona-Hilfe-Topf der EU. View on euronewsEr umfasst insgesamt 248 Maßnahmen und wird mindestens 38 Milliarden Euro kosten. Mit Nachbesserungen in den kommenden Wochen ist zu rechnen. Das Gesundheitswesen steht ganz oben auf der Liste der Bereiche, in die zusätzlichen Ausgaben fließen werden.

Euroraum soll krisenfester werden . Autoren: Eva-Susanne Krah, Christian Kemper. 1. Die Banken- und die Kapitalmarktunion sollen mit einem gemeinsamen Einlagesicherungsmechanismus und einer "konzentrationsabhängigen Eigenkapitalunterlegung" vervollständigt werden.

Die Schuldenkrise hat die Eurozone in ihren Grundfesten erschüttert und ihre Konstruktionsschwächen offenbart. Allerdings haben Reformen dafür gesorgt, dass der Euroraum jetzt deutlich besser und stabiler dasteht.

"Hervorragende Nachrichten"

Die Reform des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) soll vorsorgliche Kreditlinien für Staaten in Wirtschafts- und Finanzkrisen erleichtern. Zugleich soll die Institution mit Sitz in Luxemburg die Aufgabe einer Rückversicherung für den Bankenabwicklungsfonds SRF übernehmen. Dieser gemeinsame "Backstop" werde zwei Jahre früher gestartet als ursprünglich gedacht, erläuterte Scholz. Startdatum ist nun 2022 statt 2024.


Video: Corona-Staatsschulden: Zwischen Erlass und Währungsreform (Euronews)

Damit mache man "Europas Banken krisenfester" und unterstütze die Realwirtschaft, fügte der deutsche Minister hinzu. "Denn ein stabiler Bankensektor ist eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung in Europa. Zugleich verringern wir weiter die Risiken in den Bankbilanzen. All das sind hervorragende und wichtige Nachrichten für unsere Unternehmen und für Europas Bürgerinnen und Bürger." Auch EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni und Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe bewerteten die Einigung als "großen Erfolg".

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  Oneplus 9 Pro: Renderbilder zeigen, wie das neue Flaggschiff aussehen soll Kaum ist das aktuelle Oneplus 8T auf dem Markt, da gibt es auch schon erste Hinweise auf das Design des kommenden Oneplus 9 Pro. Das Smartphone-Flaggschiff soll im März 2021 kommen. © Renderbild: Voice/Hemmerstoffer So soll das Oneplus 9 Pro aussehen. Das Oneplus 8T überzeugte uns im Test durch ein tolles Display, eine gute Kamera und die Turboladefunktion. Nur wenige Wochen nach dem Release wendet sich die Aufmerksamkeit aber schon wieder dem nächsten zu erwartenden Top-Smartphone aus dem Hause Oneplus zu.

Euro krisenfest machen. Die Reformen zielen vor allem darauf ab, die Eurozone besser vor Finanzkrisen zu schützen und langfristiger zu planen. Beim EU-Gipfel Mitte Dezember sollen die Staats- und Regierungschefs ihr Okay zu den Plänen geben.

Dabei solle es keine dauerhaften Transfers von wirtschaftlich starken Länder an die schwächeren geben. Die Niveau-Unterschiede unter den 19 Euroländern sind nicht der Maßstab An Deutschland wären 2003 wegen gestiegener Arbeitslosigkeit 2,5 Milliarden Euro aus dem Fonds geflossen.

Pressekonferenz in Corona-Zeiten: Eurogruppen-Chef Donohoe (l.) und EU-Wirtschaftskommissar Gentiloni © Francisco Seco/AP/dpa/picture alliance Pressekonferenz in Corona-Zeiten: Eurogruppen-Chef Donohoe (l.) und EU-Wirtschaftskommissar Gentiloni

Der ESM wurde 2012 ins Leben gerufen - mitten in der Euro-Krise, als zahlreiche Länder mit überbordenden Schulden und Problemen ihrer Banken kämpften. Milliardenschwere Hilfen des Rettungsschirms und seines Vorgängermodells EFSF gingen bereits an Griechenland, Zypern, Spanien, Irland und Portugal.

Die EU-Finanzminister gehen davon aus, dass die Corona-Krise den positiven Trend bei der Beseitigung von Finanzrisiken "unterbrechen oder verlangsamen" könnte, wie sie gemeinsam erklärten. Sie betonten deshalb die Notwendigkeit, die Entwicklung "genau zu beobachten" und Schwachstellen entschlossen anzugehen.

Längere Blockade durch Italien

Die ESM-Reform war eigentlich schon Ende vergangenen Jahres fertig ausgehandelt worden. Italien hatte aber wegen innenpolitischer Widerstände Vorbehalte und gab kein grünes Licht für den Start des Ratifizierungsprozesses. Dieser kann mit der Einigung vom Montag nun beginnen. Zunächst wird im Januar der neue ESM-Vertrag unterzeichnet. Danach dürfte die Ratifizierung nach Einschätzung von ESM-Chef Klaus Regling rund ein Jahr dauern.

wa/ml (afp, rtr, dpa)

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Der digitale Euro wird kommen: Schon Mitte 2021 soll das Zahlungsmittel in mehreren Regionen der EU getestet und 2022 dann flächendeckend eingeführt werden. © Igor Batrakov/Shutterstock E-Euro: Testphase soll 2021 beginnen Plötzlich geht alles ganz schnell: Anfang des Monats hatte Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die Bürgerinnen und Bürger noch via Twitter um Feedback zum digitalen Euro gebeten. Jetzt heißt es aus Insiderkreisen, der E-Euro werde schon bald kommen.

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