Finanzen Umfrage unter Beschäftigten: Die Angst vor einer Corona-Ansteckung am Arbeitsplatz wächst

19:10  03 dezember  2020
19:10  03 dezember  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

Coronavirus in Deutschland: Spahn rechnet mit baldigen ersten Corona-Impfungen

  Coronavirus in Deutschland: Spahn rechnet mit baldigen ersten Corona-Impfungen "Wir sind auf einem guten Weg", sagt der Gesundheitsminister mit Blick auf die Impfstoffentwicklung. Am Morgen hat er mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff den Impfhersteller IDT besucht. © Getty Images Jens Spahn hofft auf den baldigen Start von Impfungen in Deutschland. • Gesundheitsminister Spahn sagt, in Deutschland könne es noch im Dezember die ersten Impfungen geben.• Die Länder könnten in den nächsten Verhandlungen mit dem Bund unter anderem private Zusammenkünfte von maximal fünf Personen fordern.

Nach einem vergleichsweise sorgenfreien Sommer nimmt unter den Beschäftigten die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu. So gaben seit Beginn der Befragung insgesamt 55 Prozent der Beschäftigten im Bereich Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege an, sich

Unter den Beschäftigten in Deutschland hat die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus laut einer Umfrage wieder zugenommen. Wie die Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mitteilte, machten sich im November 33 Prozent der Befragten Sorgen, sich bei der Arbeit oder auf dem Weg

Die Menschen haben zunehmend Angst, sich bei der Arbeit mit dem Coronavirus anzustecken. Manche fühlen sich vom Chef überhaupt nicht gut geschützt.

In Kitas können die Schutzmaßnahmen nicht so eingehalten werden wie in anderen Berufen. © Foto: imago images/Westend61 In Kitas können die Schutzmaßnahmen nicht so eingehalten werden wie in anderen Berufen.

Über die Gefahr von Restaurants und Bars wurde viel diskutiert, Schulen und Kitas sind noch immer Streitthema. Im November trieb allerdings auch jeden dritten Beschäftigten die Angst um, sich bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin mit dem Coronavirus zu infizieren. In den Sommermonaten Juni und Juli tat das nur jeder Vierte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Portals Lohnspiegel, an der sich seit April 2020 rund 26 500 Beschäftigte beteiligt haben. Das Portal wird vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich betreut.

Streit über Corona-Kurs: Meuthen attackiert AfD-Radikale um Gauland – Weidel bricht TV-Interview ab

  Streit über Corona-Kurs: Meuthen attackiert AfD-Radikale um Gauland – Weidel bricht TV-Interview ab Streit über Corona-Kurs: Meuthen attackiert AfD-Radikale um Gauland – Weidel bricht TV-Interview abAuf dem AfD-Bundesparteitag ist ein heftiger Streit über den politischen Kurs der Partei in der Coronakrise entbrannt. Der Vorsitzende Jörg Meuthen kritisierte in seiner Rede im nordrhein-westfälischen Kalkar unter anderem, dass manche in der AfD von „Corona-Diktatur“ sprächen, keine Distanz zur sogenannten Querdenker-Bewegung zeigten und mit dem Begriff „Ermächtigungsgesetz“ hantierten.

Die Hälfte der Bundesbürger macht sich einer Umfrage zufolge allerdings Gedanken wegen Hygiene und Ansteckungsrisiken. Mehr als 2.000 Menschen befragt Dies ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov bei einer Umfrage unter 2034 Personen zwischen dem 27. und

Wie groß ist Ihre Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus (COVID-19)? (im November 2020). Diese Frage wurde bei der Befragung in folgendem Wortlaut gestellt: "Wie groß ist Ihre Sorge, dass Sie selbst oder Mitglieder Ihrer Familie sich mit dem neuen Corona -Virus anstecken?"

Besonders verbreitet ist die Sorge vor einer Ansteckung unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in ihrem Beruf regelmäßig engen Kontakt zu anderen Menschen haben. So gaben seit Beginn der Befragung 55 Prozent der Beschäftigten im Bereich Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege an, sich vor einer Ansteckung zu ängstigen. Es folgen Beschäftigte in der Altenpflege (48 Prozent), Gesundheits- und Krankenpflege (46 Prozent), Human- und Zahnmediziner (47 Prozent) und im Verkauf (41 Prozent).

Die Fertigungsberufe bieten ein uneinheitliches Bild: Während sich in der Lebensmittelherstellung, zu der auch die Fleischwirtschaft zählt, jeder dritte Befragte Sorgen macht, ist es in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen sowie den Metallbauberufen nur ein Viertel.

Harley-Davidson plant 2021er Events - Der Corona-Pandemie zum Trotz

  Harley-Davidson plant 2021er Events - Der Corona-Pandemie zum Trotz Harley-Davidson plant für das Jahr 2021 für seine europäischen Fans fünf Events. Durchgezogen werden die allerdings nur, wenn es die Corona-Lage erlaubt. © Harley-Davidson Bei Harley-Davidson setzt man auf das Prinzip Hoffnung und plant für die Saison 2021 fünf europäische Events. Harley-Days und Bike Week geplantSo arbeitet man derzeit an der 29. European H.O.G. Rally, die vom 10. bis zum 13. Juni im slowenischen Portoroz steigen soll. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung könnten die Hamburg Harley Days vom 25. bis zum 27. Juni die Hansestadt rocken. Vom 2. bis zum 4.

Die Corona -Pandemie – ein unsichtbarer Feind, der unser Leben im Jahr 2020 schlagartig, und Nach einem vergleichsweise sorgenfreien Sommer nimmt unter den Beschäftigten die Angst vor einer So gaben seit Beginn der Befragung insgesamt 55 Prozent der Beschäftigten im Bereich

Umfrage : Angst vor Corona - Ansteckung am Arbeitsplatz wächst Nach einem vergleichsweise sorgenfreien Sommer nimmt unter den Beschäftigten die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu. Im November machte sich jeder Dritte Sorgen

Wer zu Hause arbeitet, ist gelassen

Deutlich gelassener sind auch jene, die klassische Bürotätigkeiten ausüben. Eine entscheidende Erklärung hierfür ist die Nutzung des Homeoffice, die seit Ausbruch der Pandemie stark gestiegen ist. Der persönlicher Kontakt zu Kunden, Kollegen und das Risiko auf dem Weg zur Arbeit entfallen. Unter den Befragten, die teilweise oder vollständig von zu Hause aus arbeiten, macht sich deshalb nur eine kleine Minderheit (17 Prozent) berufsbedingt Gedanken um die eigene Gesundheit. Entsprechend hoch ist in dieser Gruppe auch die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber: 82 Prozent finden, ausreichend geschützt zu sein.

Wie gefährlich der Arbeitsplatz tatsächlich ist, kann niemand sagen. Einmal pro Woche veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI) zwar die Ansteckungsorte von Menschen, die positiv auf Corona getestet wurden. Dort dominierten zuletzt mit weitem Abstand Ansteckungen im privaten Haushalt, gefolgt von Alten- und Pflegeheimen und dem Arbeitsplatz. Die Daten sind jedoch wenig aussagekräftig, weil nur bei etwa 20 Prozent der gemeldeten Fälle überhaupt ein Infektionsort ermittelt werden kann. Das heißt: In 80 Prozent aller Fälle weiß man es nicht. Hinzu kommt, dass Ansteckungen im nahen Umfeld leichter nachzuvollziehen sind als in der U-Bahn.

Corona-Impfung: Wie geht es jetzt weiter?

  Corona-Impfung: Wie geht es jetzt weiter? Der Wunsch nach Normalität ist groß: Wann werden die Corona-Impfstoffe zugelassen? Wer wird zuerst geimpft? Wann bekomme ich den ersehnten Pieks? Wird es eine Impfpflicht geben - vielleicht durch die Hintertür? © Laci Perenyi/imago images Provided by Deutsche Welle Wann sind die Impfstoffe in der EU erhältlich? Gerade mal elf Monate nach Bekanntwerden des neuartigen Corona-Virus wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer bereits in Großbritannien zugelassen. Die anderen ehemaligen EU-Partner müssen sich noch etwas gedulden, denn die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA will spätestens am 29.12.

Dürfen Arbeitnehmer aus Angst vor einer Corona -Infektion im Homeoffice arbeiten? „ Angst alleine rechtfertigt nicht, dass man zu Verweigert ein Mitarbeiter aus Angst vor einer Ansteckung die Arbeit, obwohl kein Verdacht auf eine Infektion besteht, dürfen Chefs ihn Görzel zufolge abmahnen

"Das ist eine tickende Zeitbombe, macht mir Angst und ist eine akute Gefahr für Millionen Europäer." Belgische Atomkraftwerke beschäftigen den Bundestag. Die Angst vor Atomunfällen wächst . Der Protest gegen die alternde Atomtechnik kommt vor allem aus den Nachbarländern.


Video: Blitzeinstellung gegen Pflegekräftemangel (ProSieben)

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Die bloße Befürchtung, sich beim Verlassen der Wohnung möglicherweise mit dem Corona-Virus anzustecken, genügt nicht, damit jemand der Arbeit fern bleiben darf. Nur dann, wenn eine ganz konkrete Gefahr gegeben ist – wie wenn der Kollege im gleichen Raum gerade aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist und typische Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigt – kann im Ausnahmefall ein Recht zur Leistungsverweigerung in Betracht kommen. Dass eine Kollegin Husten hat, wird für sich genommen nicht ausreichen.

Erzieherinnen sind sehr unzufrieden

Wie zufrieden sind die Beschäftigten mit den Maßnahmen ihrer Arbeitgeber? Die Verbreitung des Homeoffice und die Ausstattung mit Schutzausrüstung in besonders gefährdeten Berufen tragen dazu bei, dass mehr als die Hälfte der Befragten die Schritte ihres Unternehmens für ausreichend hält. Ein Drittel sieht das so, mit Einschränkungen. Trotz der langen Vorlaufzeit beklagt aber auch noch jeder achte Beschäftigte, der Chef oder die Chefin mache zu wenig.

Im Home-Office braucht man keine Handtasche

  Im Home-Office braucht man keine Handtasche In Deutschland sind die Geschäfte im Teil-Lockdown zwar geöffnet, aber vielfach bleiben die Kunden aus. Vor allem Modeartikel verkaufen sich schlecht. Was wird aus dem Weihnachtsgeschäft? Aus Berlin Sabine Kinkartz. © Sabine Kinkartz/DW Designerin Anke Runge wartet in ihrem Berliner Geschäft auf Kunden In den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte ist es fast unwirklich still. In normalen Zeiten sind die denkmalgeschützten Gebäude, die sich versetzt um acht Höfe gruppieren, einer der großen Anziehungspunkte der Stadt.

Auffällig oft sagen das Menschen in Bau- und Ausbauberufen, da auf Baustellen nach Angaben der Befragten nach wie vor häufig eng an eng und ohne Mund-Nasen-Schutz gearbeitet wird. Auch Erzieherinnen und Erzieher sind besonders unzufrieden. Sie berichten unter anderem davon, dass in ihrer Einrichtung behördliche Vorgaben aus Personalmangel oder Raumnot nicht eingehalten werden.

„Wenn Arbeitgeber die berechtigten Sorgen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach ignorieren, kann dies das Vertrauensverhältnis im Betrieb dauerhaft zerstören“, sagt Elke Ahlers, Expertin für Arbeit und Gesundheit am WSI. „Gefragt sind klare und offene Kommunikation sowie eine enge Einbindung der Beschäftigten in die Entwicklung und Umsetzung von effektiven Hygienekonzepten.“ Erster Ansprechpartner hierfür sollte der Betriebsrat sein. Allerdings hatten nach Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im vergangenen Jahr nur noch 40 Prozent der Angestellten in privatwirtschaftlichen Betrieben mit fünf oder mehr Mitarbeitern einen Betriebsrat.

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Der Arbeitgeber muss nach dem Arbeitsschutzgesetz auf den Gesundheitsschutz im Betrieb achten und darf das nicht auf die Beschäftigten abwälzen. Die besondere Verantwortung gerade in diesem Jahr wurde zuletzt von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder betont. In den Beschlüssen vom 25. November mahnen diese die Einhaltung der Schutz- und Hygieneregeln an. Sie appellieren außerdem an die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, unbürokratisch Homeoffice zu ermöglichen. Gleichzeitig kann sich die Regierung aber nicht auf ein Gesetz für dauerhaft mobiles Arbeiten einigen.

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